Die Bachelorarbeit „Journalistische Mediennutzung junger Erwachsener unter dem Einfluss der Herkunftsfamilie und Peers“ untersucht, wie Familie und Freundeskreis das Medienverhalten junger Menschen prägen. Auf Basis der Mediatisierungs- und Sozialisationsforschung wird analysiert, welche Rolle Eltern und Gleichaltrige beim Aufbau journalistischer Medienkompetenz spielen. Eine eigene Online-Umfrage mit 111 Teilnehmenden im Alter von 18 bis 25 Jahren liefert empirische Erkenntnisse über Medienrepertoires, Nutzungsgewohnheiten und den Einfluss sozialer Gruppen. Die Ergebnisse zeigen, dass junge Erwachsene journalistische Inhalte zunehmend digital konsumieren.
Inhaltsverzeichnis
- 1. EINLEITUNG
- 2. WISSENSCHAFTLICHE EINBETTUNG
- 2.1 Medien und Gesellschaft
- 2.2 Medien und Sozialisation
- 2.3 Medien und Generation
- 2.4 Meinungsführerschaft und Mediennutzung
- 2.5 Aktueller Forschungsstand zur Mediennutzung junger Menschen
- 3. HAUPTTEIL
- 3.1 Methode
- 3.2 Durchführung
- 3.3 Überblick über die Stichprobe
- 3.4 Deskriptive, statistische Auswertungen der Umfrage
- 3.4.1 Mediennutzung
- 3.4.2 Meinungsführerschaft
- 4. ANALYSE IN RÜCKBEZUG AUF DEN WISSENSCHAFTLICHEN RAHMEN
- 5. FAZIT
- 6. ANHANG
- 6.1 Literaturverzeichnis
- 6.2 Fragebogen zur Umfrage
- 6.3 Datensatz
- 6.4 Tabellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Entwicklung des Medienrepertoires junger Erwachsener hinsichtlich journalistischer Medien unter dem spezifischen Einfluss ihrer Herkunftsfamilie und ihres Peerumfelds. Die zentrale Forschungsfrage lautet, wie junge Menschen ihr Medienrepertoire in diesem Kontext gestalten und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
- Wissenschaftliche Einbettung der Mediatisierungsforschung und Mediensozialisation
- Bedeutung von neuen Medien, Sozialisation und Generation in der heutigen Gesellschaft
- Analyse des Konzepts der Meinungsführerschaft nach Katz und Lazarsfeld
- Einfluss sozialer Umfelder (Familie und Peers) auf die journalistische Mediennutzung
- Empirische Untersuchung mittels einer quantitativen Online-Umfrage zur Mediennutzung junger Menschen
- Gegenüberstellung und Diskussion der Umfrageergebnisse mit dem aktuellen Forschungsstand
Auszug aus dem Buch
2.1 Medien und Gesellschaft
Die Mediatisierungsforschung hat sich aus den Kommunikations- und Medienwissenschaften ab den 1990er Jahren entwickelt und untersucht Veränderungen, die gesellschaftlich durch die Digitalisierung entstehen (vgl. Krotz 2014: S. 7). „Der Mediatisierungsansatz fragt kurz gesagt nach dem Wandel von Alltag, Kultur und Gesellschaft im Kontext des Wandels der Medien“ (Krotz 2017: S. 24), so die Definition nach Krotz, der führend in diesem Forschungsbereich arbeitet. Im Forschungsfokus der Mediatisierungsforschung liegt daher das kommunikative Handeln der Menschen unter dem Einfluss von wandelnden Medien und dem daraus resultierenden strukturellen, gesellschaftlichen Wandel in der Gesellschaft, so wie es auch in dieser Arbeit untersucht werden soll. Das kommunikative und soziale Handeln, sowie Interaktion konstruieren, ausgehend vom Symbolischen Interaktionismus, das Soziale und somit „[sind] es die Menschen mit ihren Interaktionen, die soziale Wirklichkeit herstellen“ (Krotz 2014: S. 20). Kommunikation konstruiert also Wirklichkeit über Medien. Krotz fasst den Begriff des Mediums wie folgt:
„[Ein Medium ist] eine Einrichtung zum Ermöglichen und Gestalten von Kommunikation (komplexer Inhalte) [verstanden], die erstens strukturell und zweitens situativ bestimmt ist: Strukturell ist ein Medium einerseits soziale Institution und an Organisationen gebunden und damit z.B. auch gesellschaftlicher Akteur, andererseits Technologie, die bestimmte Kommunikationspotenziale und -bedingungen konstituiert. Situativ ist ein Medium einerseits eine Einrichtung zur Inszenierung und zum Angebot von Inhalten, andererseits ein Erfahrungsraum für Nutzerinnen und Nutzer“ (Krotz 2014: S. 11).
Medien sind also die Form, wie Kommunikation stattfinden kann und sind zwangsläufig sozial eingebunden. Kommunikation findet daher stets im Kontext sozialer Welten statt. „Gesellschaft besteht aus sozialen Welten, in denen die Menschen handeln und sie konstituieren, [...] Ordnungen konstellieren sich dann als Muster der darin stattfindenden Interaktionen“ (Krotz 2014: S. 19) und ergeben in ihrer Gesamtheit die gesellschaftliche Struktur (vgl. ebd.). Es gibt vielzählige soziale Welten, die sich zueinander differenzieren. So entstehen auch vielzählige Subwelten und die Menschen gehören verschiedenen an (vgl. Krotz 2014: S. 21).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz journalistischer Medien ein und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Entwicklung des Medienrepertoires junger Erwachsener unter dem Einfluss von Familie und Peers vor.
2. Wissenschaftliche Einbettung: Hier werden theoretische Konzepte wie Mediatisierungsforschung, Mediensozialisation, Mediengenerationen und Meinungsführerschaft erörtert, um den wissenschaftlichen Rahmen für die empirische Untersuchung zu bilden.
3. Hauptteil: Dieser Abschnitt beschreibt die Methodik einer quantitativen Online-Umfrage, deren Durchführung und gibt einen Überblick über die Stichprobe sowie deskriptive Auswertungen zur Mediennutzung und Meinungsführerschaft der Befragten und deren Umfeld.
4. Analyse in Rückbezug auf den wissenschaftlichen Rahmen: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Umfrage im Kontext der zuvor dargestellten Theorien diskutiert, wobei generationsspezifische Mediennutzung und die Rolle von digitalen Medien, Peers und Eltern analysiert werden.
5. Fazit: Das Fazit fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen, bewertet die aufgestellten Thesen und zeigt auf, dass die Umfrage Ansätze für weitere tiefgreifende Forschungen bietet, insbesondere zu Gruppenkonformität und dem Einfluss von Meinungsführern.
Schlüsselwörter
Journalistische Mediennutzung, junge Erwachsene, Herkunftsfamilie, Peers, Mediatisierung, Mediensozialisation, Mediengenerationen, Meinungsführerschaft, Online-Umfrage, quantitative Forschung, soziale Netzwerke, digitale Medien, Medienrepertoire, Generationen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie junge Erwachsene ihre journalistischen Medien nutzen und inwiefern ihre Herkunftsfamilie und ihre Peers dabei eine Rolle spielen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themenfelder sind die Mediatisierungsforschung, Mediensozialisation, das Konzept der Mediengenerationen und die Meinungsführerschaft im Kontext der Mediennutzung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, wie junge Menschen ihr Medienrepertoire hinsichtlich journalistischer Medien unter dem Einfluss von Familie und Peers entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wurde eine quantitative Online-Umfrage durchgeführt, um empirische Eckdaten zur journalistischen Mediennutzung und den wahrgenommenen Einflüssen zu erheben.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der Methodik der Umfrage, ihrer Durchführung, der Charakteristik der Stichprobe und den deskriptiven, statistischen Auswertungen zur Mediennutzung und Meinungsführerschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Journalistische Mediennutzung, junge Erwachsene, Herkunftsfamilie, Peers, Mediatisierung, Mediensozialisation, Mediengenerationen, Meinungsführerschaft, Online-Umfrage, quantitative Forschung, soziale Netzwerke, digitale Medien, Medienrepertoire, Generationen.
Welche Rolle spielen digitale Medien im Medienrepertoire junger Erwachsener im Vergleich zu älteren Generationen?
Die Studie zeigt eine deutliche digitale Nutzungstendenz bei jungen Erwachsenen, während die Elterngeneration stärker klassische Medien nutzt, was eine generationsspezifische Abgrenzung in der Mediennutzung aufzeigt.
Konnte die These der Meinungsführerschaft in Bezug auf Mediennutzung bestätigt werden?
Die Umfrage lieferte Indizien für Meinungsführerschaft sowohl bei Eltern als auch Peers, jedoch keine eindeutige Bestätigung. Bei der Meinungsbildung scheint der Einfluss von Peers überzuwiegen, während bei der Informationssuche eher die Eltern als Meinungsführer genannt wurden.
Wie unterscheiden sich die Medienrepertoires der jungen Befragten und ihrer Eltern laut der Umfrage?
Junge Befragte weisen ein stark digitales und heterogenes Medienrepertoire auf, während bei der Elterngeneration eher klassische Medien mit digitalen Einflüssen wahrgenommen werden.
- Citation du texte
- Hannah Meiners (Auteur), 2024, Journalistische Mediennutzung junger Erwachsener unter dem Einfluss der Herkunftsfamilie und Peers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1666783