In der Arbeit ‚El Andalucismo’- Ein spanischer Dialekt in der Untersuchung, wollen
wir uns näher mit der Mundart Andalusisch befassen, die uns hauptsächlich im Süden Spaniens
begegnet. Dabei wollen wir uns zunächst auf die Unterschiede zwischen Sprachen und
Dialekten/Mundarten konzentrieren, um dann überzuleiten zu der Untersuchung der spanischen
Sprache, wobei wir sowohl auf ihre Verbreitung als auch auf ihre Variationen näher
eingehen werden. Danach beschäftigen wir uns detaillierter mit der Soziolinguistik, hier besonders
mit der Bedeutung und Stellung des Andaluz in der spanischen Gesellschaft. Dies
leitet uns weiter zu der Betrachtung der phonologischen, syntaktischen und morphologischen
Variationen und Unterschiede zwischen der offiziellen Sprache und der andalusischen Mundart.
Um dem Leser die Differenzen dieser beiden ‚Sprachvarianten’ näher zubringen, folgen
im anschließenden Abschnitt einige anschauliche Beispiele aus der Literatur und der allgemeinen
Schriftsprache. Diese leiten uns schließlich zu der entscheidenden Frage ob es sich bei
dem Andaluz um einen Dialekt, oder der generellen Meinung nach um schlecht gesprochenes
Spanisch handelt. Abschließend zu dieser Arbeit erfolgt noch ein Exkurs, der sich mit der
Beziehung zwischen dem Andalusischen und dem Spanisch Lateinamerikas befasst.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1. Dialektale Gliederung / Dialekt und Sprache 3
1.1 Definition von Dialekt und Sprache 3
1.2 Primäre und Sekundäre Dialekte 4
2. Die Spanische Sprache 5
2.1 Die Verbreitung des Spanischen 5
2.2 ‚Gitanismo’ und Variationen des Spanischen 6
2.3 Beispiele von gitano-Ausdrücke 7
3. Soziolinguistik 7
3.1 Stellung des Andaluz in der Gesellschaft 7
3.2 Das Andaluz als Standardsprache? 8
4. Das Andaluz – Linguistische Grundlagen 10
4.1. Einführung in das Andaluz 10
4.2 Phonologie des Andaluz 12
4.3 Konsonantismus des Andaluz 12
4.4 Morphologie des Andaluz 14
4.5 Syntax des Andaluz 16
5. Das Andaluz in der Literatur 18
6. Ist das Andalusische ein Dialekt? 21
7. Das Spanisch Südamerikas 22
7.1 Sprachliche Gemeinsamkeiten mit dem Andaluz 22
7.2 „El supuesto andalucismo de América“ y la teoría climatológica 24
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die Arbeit untersucht das Andalusische als spanischen Dialekt, analysiert dessen linguistische Merkmale sowie dessen soziolinguistische Stellung und beleuchtet die historische Verbindung zum lateinamerikanischen Spanisch, um die Frage nach dem Status des Andalusischen als eigenständigem Dialekt oder „schlechtem Kastilisch“ zu klären.
- Phonologische, morphologische und syntaktische Charakteristika des Andaluz.
- Die gesellschaftliche Wahrnehmung und Akzeptanz des andalusischen Dialekts.
- Analyse des andalusischen Dialekts in literarischen Werken.
- Sprachgeschichtliche Parallelen zwischen Andalusien und dem Spanisch Lateinamerikas.
- Die „Andalucismo-These“ zur Entstehung des amerikanischen Spanisch.
Auszug aus dem Buch
4.2 Phonologie des Andaluz
Im Kastilischen gibt es insgesamt fünf Vokale, a- e- i- o- u. Da es nur einen offenen zentralen Vokal => das /a/ gibt, werden die Vokale in einem sogenannten Vokaldreieck, hier mit drei Öffnungsgraden, dargestellt.
Zwischen dem Vokalismus, den man im Kastilischsprachigen Spanien findet und dem der in Andalucia occidental existiert, gibt es keinen Unterschied. Aus diesem Grund werden wir uns nun mit dem Unterschied zwischen dem Andaluz oriental und dem castellano beschäftigen.
Im Jahre 1939 stellte der Phonetiker Tomás Navarro fest, dass es im Andalusischen sogenannte Vokalpaare gibt. Das bedeutet, das zu den fünf Vokalen die man im Kastilischen findet, noch fünf weitere dazu kommen, die sich in der Aussprache unterscheiden. Der Unterschied zu den kastilischen Vokalen liegt in dem Grad der Öffnung.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Untersuchung des Andalusischen.
1. Dialektale Gliederung / Dialekt und Sprache: Theoretische Abgrenzung der Begriffe Dialekt und Sprache sowie Einordnung in primäre und sekundäre Dialekte.
2. Die Spanische Sprache: Überblick über die Verbreitung des Spanischen und die Integration von Gitanismos in die Umgangssprache.
3. Soziolinguistik: Untersuchung der sozialen Stellung und der gesellschaftlichen Akzeptanz des Andaluz.
4. Das Andaluz – Linguistische Grundlagen: Detaillierte Analyse der phonologischen, morphologischen und syntaktischen Besonderheiten des andalusischen Dialekts.
5. Das Andaluz in der Literatur: Darstellung, wie andalusische Elemente in literarischen Texten zur Charakterisierung und Identitätsstiftung genutzt werden.
6. Ist das Andalusische ein Dialekt?: Diskussion über die Definition des Andalusischen und dessen Abgrenzung vom Standardspanischen.
7. Das Spanisch Südamerikas: Analyse der sprachlichen Gemeinsamkeiten zwischen dem Andalusischen und dem lateinamerikanischen Spanisch sowie der „Andalucismo-These“.
Schlüsselwörter
Andalusisch, Andaluz, Kastilisch, Dialektologie, Phonologie, Morphologie, Syntax, Soziolinguistik, Seseo, Ceceo, Gitanismos, Sprachgeschichte, lateinamerikanisches Spanisch, Andalucismo-These, Sprachvariation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des Andalusischen, einer regionalen Varietät des Spanischen, die vorwiegend im Süden Spaniens gesprochen wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die linguistischen Grundlagen (Phonetik, Morphologie, Syntax), die soziolinguistische Einordnung, die literarische Repräsentation und der Vergleich mit dem amerikanischen Spanisch.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, den Status des Andalusischen zu klären: Handelt es sich um einen eigenständigen Dialekt mit historischer Berechtigung oder lediglich um eine minderwertige Form des Kastilischen?
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Untersuchung linguistischer Daten und Beispiele, um die spezifischen Sprachmerkmale und historischen Zusammenhänge aufzuzeigen.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte sprachwissenschaftliche Beschreibung des Andaluz (Phonologie, Morphologie, Syntax) und eine Analyse der soziolinguistischen sowie historischen Zusammenhänge im Vergleich zu Lateinamerika.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Andalusisch, Dialektologie, Seseo, Ceceo, Sprachvariation und die Andalucismo-These.
Welche Rolle spielt der Seseo in der andalusischen Phonologie?
Der Seseo ist ein charakteristisches phonetisches Phänomen des Andalusischen, bei dem die Laute ‚z’ und ‚c’ wie ein s-Laut artikuliert werden, was ihn vom kastilischen Standard unterscheidet.
Wie begründen die Autoren die enge Verbindung zwischen dem andalusischen und dem amerikanischen Spanisch?
Diese Verbindung wird durch die „Andalucismo-These“ erklärt, die davon ausgeht, dass viele Kolonisten und Immigranten andalusischer Herkunft während der Kolonialzeit ihre spezifische Sprechweise nach Amerika brachten.
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- Ilka Kreimendahl (Author), Katja Seidenstücker (Author), 2002, El Andalucismo. Ein spanischer Dialekt in der Untersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16670