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Akkulturation und Identitätsbildung in Sam Selvons "The Lonely Londoners"

Eine literaturwissenschaftliche Untersuchung der Integrationsprozesse westindischer Migranten im Nachkriegsbritannien

Título: Akkulturation und Identitätsbildung in Sam Selvons "The Lonely Londoners"

Trabajo , 2024 , 22 Páginas , Calificación: 1,9

Autor:in: Janis Alina Hindelang (Autor)

Filología alemana - Literatura comparada
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Sam Selvons "The Lonely Londoners" beleuchtet die Erfahrungen westindischer Migrant:innen im Nachkriegsbritannien. Die Studie verbindet literaturwissenschaftliche Analyse mit der Theorie der Akkulturation und zeigt, wie kulturelle Anpassung und Identitätsbildung im historischen Kontext der 1950er Jahre gelingen – oder scheitern. Ein prägnanter Einblick in Migration, Integration und transkulturelle Lebensrealitäten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • 1. Terminologie: Akkulturation und Kultur
    • 1.1 Begriffsdefinition und theoretische Fundierung
    • 1.2 Historischer Kontext (westindischer Migration nach Großbritannien)
  • 2. Akkulturationsprozesse im Roman
    • 2.1 Sprache als Marker sozialer Exklusion (Language)
    • 2.2 Arbeit und wirtschaftliche Integration (Wage Employment)
    • 2.3 Soziale Spannungen (daily practice)
    • 2.4 Generationsunterschiede, Identität und Zugehörigkeitsgefühl
  • 3. Akkulturationsstrategien
    • 3.1 Assimilation - Harris
    • 3.2 Integration - Tanty
    • 3.3 Marginalisierung – Moses
    • 3.4 Separation – Bart
  • 4. Akkulturations-Stress (u. psychosoziale Auswirkungen)
  • Schlussbetrachtung
  • Bibliographie

Zielsetzung & Thematische Schwerpunkte

Diese literaturwissenschaftliche Untersuchung zielt darauf ab, einen substanziellen Beitrag zum Verständnis der literarischen Verarbeitung von Migrationserfahrungen zu leisten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob Sam Selvon in seinem Roman „The Lonely Londoners“ stereotype Figurenbilder reproduziert oder eine differenzierte Perspektive auf Migrations- und Akkulturationsprozesse eröffnet.

  • Theoretische Fundierung der Akkulturation nach John W. Berry
  • Analyse der Identitätsbildung und kulturellen Zugehörigkeit westindischer Migranten
  • Historische Kontextualisierung der Migration nach Großbritannien im Nachkriegszeitalter
  • Literarische Inszenierung und narrative Strategien von Akkulturationsprozessen
  • Untersuchung von Sprache als Faktor sozialer Exklusion und Integration
  • Erörterung der psychosozialen Auswirkungen von Akkulturationsstress

Auszug aus dem Buch

2.3 Soziale Spannungen (daily practice)

Daily Practice. Der Grad des Kontakts und der Teilhabe hängt davon ab, inwieweit „there [is] a change in personal dress, housing and furniture styles, food habits, and so on“ (Berry 212). Das Aufgeben der eigenen Gewohnheiten scheint teilweise wichtiger Bestandteil der Anpassung an eine neue Kultur zu sein.

Grund dafür ist, dass verschiedene Kulturen unterschiedliche Angelegenheiten tabuisieren und akzeptieren. Dies ist in der Publikation deutlich zu erkennen, als Galahad im Park der Gedanke kommt eine Taube zu fangen: „take it home and roast it. When he was a little fellar his father had a work in High Street in San Fernando, a town about forty miles form Port of Spain. It used to have pigeons like stupidness all about the street – nobody know where they come from, and Galahad father used to snatch and send them home to cook. [...] He start to drop bread a little nearer, until the bird was close. [...] He start to swing the pigeon around, holding it by the head, for he want to kill it quick and push it in his pocket. [...] ‘Oh you cruel, cruel beast!' [a] woman say, and Galahad head fly back from where he kneeling on the ground to handle the situation better. ‘You cruel monster! You killer!“ (Selvon 117 ff.).

Galahad ist sich bewusst, dass das Töten und Verzehren von Tauben in den meisten Teilen Europas ein Tabu ist, dennoch versucht er eine im Park zu fangen. Auch hier kreiert Selvon wieder ein differenziertes Bild, denn Galahad handelt aus Hunger: „That particular winter, things was so bad with him that he had was to try and catch a pigeon [...] to eat“ (117). Sein Verhalten erscheint verständlich aufgrund seiner verzweifelten Notlage und der Tatsache, dass in seinem Heimatland das Essen von Tauben etwas Alltägliches und Normales ist.

Selvon regt die Rezipienten dazu an, über die Gewohnheiten seiner eigenen Kultur nachzudenken, die anderen möglicherweise auch merkwürdig erscheinen. „In this country, people prefer to see man starve than a cat or dog want somethin to eat“ (Selvon 117). Die Leserschaft wird darauf aufmerksam gemacht den eigenen Horizont zu erweitern und Bewusstsein und Toleranz gegenüber Menschen zu zeigen, die andere Einstellungen und Gewohnheiten haben als man selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Phänomen Migration ein, definiert Akkulturation als zentralen Begriff und stellt Sam Selvons Roman „The Lonely Londoners“ als Untersuchungsgegenstand für die literarische Verarbeitung westindischer Migrationserfahrungen im Nachkriegsbritannien vor.

1. Terminologie: Akkulturation und Kultur: Hier werden die Begriffsdefinition und theoretische Fundierung von Akkulturation und Kultur erläutert, insbesondere unter Bezugnahme auf John W. Berrys Modell, und der historische Kontext der westindischen Migration nach Großbritannien skizziert.

2. Akkulturationsprozesse im Roman: Dieses Kapitel analysiert, wie Sprache, Arbeit, soziale Spannungen und Generationsunterschiede die Akkulturationsprozesse der Charaktere in „The Lonely Londoners“ beeinflussen und dabei soziale Exklusion sowie Identitätsbildung formen.

3. Akkulturationsstrategien: Anhand spezifischer Figurenbeispiele (Harris, Tanty, Moses, Bart) aus dem Roman werden die unterschiedlichen Akkulturationsstrategien – Assimilation, Integration, Marginalisierung und Separation – beleuchtet und ihre Manifestationen untersucht.

4. Akkulturations-Stress (u. psychosoziale Auswirkungen): Das Kapitel beschreibt die psychischen und psychosozialen Belastungen, die mit dem Akkulturationsprozess einhergehen können, und illustriert diese anhand der Identitätsverwirrung von Figuren wie Moses und Galahad.

Schlussbetrachtung: Dieses abschließende Kapitel fasst die Haupterkenntnisse der Arbeit zusammen, betont die nuancierte Darstellung der Akkulturation im Roman, seine interdisziplinäre Relevanz und seinen bedeutsamen Beitrag zur postkolonialen Literatur.

Schlüsselwörter

Akkulturation, Identitätsbildung, Migration, Westindische Migranten, Nachkriegsbritannien, The Lonely Londoners, Sam Selvon, John W. Berry, Integrationsprozesse, Assimilation, Integration, Marginalisierung, Separation, Kulturwandel, Diskriminierung, Postkoloniale Literatur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Akkulturations- und Identitätsbildungsprozesse westindischer Migranten im Nachkriegsbritannien, dargestellt in Sam Selvons Roman „The Lonely Londoners“, mit einem Fokus auf den historischen Kontext, der diese Prozesse beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Theorie der Akkulturation, Identitätsbildung und Zugehörigkeitsgefühle, Migrationsprozesse, soziale Integration und Exklusion sowie die literarische Reflexion kultureller Transformationsprozesse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, einen substanziellen Beitrag zum Verständnis der literarischen Verarbeitung von Migrationserfahrungen zu leisten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob Selvon stereotype Figurenbilder reproduziert oder eine differenzierte Perspektive auf Migrations- und Akkulturationsprozesse eröffnet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich einer literaturwissenschaftlichen Analyse, die durch kultur- und sozialwissenschaftliche Ansätze interdisziplinär erweitert wird, insbesondere durch die Einbettung von John W. Berrys Modell der Akkulturationsstrategien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die konkreten Akkulturationsprozesse der Figuren im Roman in Bezug auf Sprache als Marker sozialer Exklusion, Arbeit und wirtschaftliche Integration, soziale Spannungen im Alltag sowie Generationsunterschiede und verschiedene Akkulturationsstrategien wie Assimilation, Integration, Marginalisierung und Separation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Akkulturation, Identitätsbildung, Migration, Westindische Migranten, Nachkriegsbritannien, The Lonely Londoners, Integrationsprozesse und Diskriminierung.

Wie beeinflusst die Sprache den Akkulturationsprozess der Migranten im Roman?

Sprache fungiert im Roman als eine bedeutende Barriere und ein Marker sozialer Exklusion. Das kreolisierte Englisch der Migranten wird von der Aufnahmegesellschaft als andersartig wahrgenommen, was die Anpassung erschwert und zu Konflikten führt.

Welche Rolle spielen Alltagsgewohnheiten und -praktiken bei der Anpassung?

Alltagsgewohnheiten und -praktiken, wie das Beispiel von Galahad und dem Verzehr von Tauben, sind tief in der Herkunftskultur verwurzelt. Ihre Abweichung von den Normen der Aufnahmegesellschaft kann zu Missverständnissen und Spannungen führen, was den Anpassungsprozess komplex gestaltet.

Inwiefern unterscheidet sich die Figur der Tanty von anderen Migranten bezüglich der Integration?

Tanty ist die einzige Figur, der es gelingt, sich ohne vollständige Aufgabe ihrer kulturellen Identität erfolgreich in ihr soziales Umfeld zu integrieren und von den Nachbarn anerkannt zu werden, was ihre Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit unterstreicht.

Warum ist der Roman „The Lonely Londoners“ auch heute noch relevant?

Der Roman ist nicht nur historisch bedeutsam für das Nachkriegsbritannien, sondern bietet durch seine nuancierte Darstellung von Marginalisierung, Integration und Identitätskonflikten exemplarische Einblicke in aktuelle globale Migrationsbewegungen und deren Herausforderungen.

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Detalles

Título
Akkulturation und Identitätsbildung in Sam Selvons "The Lonely Londoners"
Subtítulo
Eine literaturwissenschaftliche Untersuchung der Integrationsprozesse westindischer Migranten im Nachkriegsbritannien
Universidad
University of Augsburg  (Philologisch-historische Fakultät Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaft/ Europäische Literaturen)
Curso
Hauptseminar: New Modernist Studies
Calificación
1,9
Autor
Janis Alina Hindelang (Autor)
Año de publicación
2024
Páginas
22
No. de catálogo
V1667414
ISBN (PDF)
9783389162231
ISBN (Libro)
9783389162248
Idioma
Alemán
Etiqueta
Literatur Kultur Identität Akkulturation Migration Sprache Assimilation Integration Marginalisierung Separation Stress Psychosozial selvon Literaturwissenschaft komparatistik London The lonely londoners John W. Berry
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Janis Alina Hindelang (Autor), 2024, Akkulturation und Identitätsbildung in Sam Selvons "The Lonely Londoners", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1667414
Leer eBook
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