1 Einleitung
Nach den handelsrechtlichen GoB gelten Gewinne erst dann als realisiert, wenn sie tatsächlich eingetreten sind, das heißt wenn sie durch den Markt bestätigt wurden. Betrachtet man nun die Situation in einem Konzern, muss man feststellen, dass dieses Realisationsprinzip nicht auf Gewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen von Vermögensgegenständen zutrifft. Somit wird deutlich, dass die Gewinne keine zulässigen Bestandteile bei der Bewertung eines Vermögensgegenstandes darstellen. Die Vermögensgegenstände werden hingegen nur mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die gegebenenfalls um planmäßige Abschreibungen fortgeschrieben werden. Für die innerkonzernlichen Verluste gilt ebenfalls, dass diese erst angesetzt werden dürfen, wenn sie durch den Außenumsatz bestätigt wurden. Das Vorsichts- und Niederstwertprinzip, das im Einzelanschluss Anwendung findet, trifft auf die Verluste aus innerlichen Geschäften nicht zu.
Im Folgenden werden der Begriff sowie der Anwendungsbereich der Zwischenergebniseliminierung näher erläutert und es wird auf die rechtlichen Grundlagen sowohl nach HGB als auch nach IAS7IFRS eingegangen. Danach werden die Konzernbestandsprüfung sowie die Ermittlung der Wertansätze für die Konzernbestände betrachtet. Zum Abschluss werden verschiedene Möglichkeiten der Prüfung der Zwischenergebniseliminierung vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Begriff und Anwendungsbereich der Zwischenergebniseliminierung
2.2 Rechtliche Grundlagen
2.2.1 Regelungen nach HGB
2.2.2 Regelungen nach IAS/IFRS
3 Konzernbestandsprüfung
4 Wertansätze für die Konzernbestände
4.1 Konzernanschaffungskosten
4.2 Konzernherstellungskosten
4.3 Konzernhöchstwert und Konzernmindestwert
4.4 Ermittlung der Wertansätze
5 Prüfung der Zwischenergebniseliminierung
5.1 Verrechnung der Zwischenergebnisse im Jahresergebnis
5.2 Verrechnung mit dem Eigenkapital
6 Schlussbetrachtungen
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die notwendige Eliminierung von Zwischenergebnissen innerhalb eines Konzerns, um den Grundsätzen der Konzernrechnungslegung zu entsprechen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie interne Lieferungen und Leistungen bei der Bewertung von Konzernbeständen zu behandeln sind, um eine realistische Darstellung der wirtschaftlichen Einheit zu gewährleisten.
- Rechtliche Rahmenbedingungen der Zwischenergebniseliminierung nach HGB und IFRS
- Methodik zur Durchführung der Konzernbestandsprüfung
- Ermittlung von Konzernanschaffungs- und Konzernherstellungskosten
- Verfahren zur korrekten Verrechnung von Zwischenergebnissen im Konzernabschluss
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Nach den handelsrechtlichen GoB gelten Gewinne erst dann als realisiert, wenn sie tatsächlich eingetreten sind, das heißt wenn sie durch den Markt bestätigt wurden. Betrachtet man nun die Situation in einem Konzern, muss man feststellen, dass dieses Realisationsprinzip nicht auf Gewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen von Vermögensgegenständen zutrifft. Somit wird deutlich, dass die Gewinne keine zulässigen Bestandteile bei der Bewertung eines Vermögensgegenstandes darstellen. Die Vermögensgegenstände werden hingegen nur mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die gegebenenfalls um planmäßige Abschreibungen fortgeschrieben werden. Für die innerkonzernlichen Verluste gilt ebenfalls, dass diese erst angesetzt werden dürfen, wenn sie durch den Außenumsatz bestätigt wurden. Das Vorsichts- und Niederstwertprinzip, das im Einzelanschluss Anwendung findet, trifft auf die Verluste aus innerlichen Geschäften nicht zu.
Im Folgenden werden der Begriff sowie der Anwendungsbereich der Zwischenergebniseliminierung näher erläutert und es wird auf die rechtlichen Grundlagen sowohl nach HGB als auch nach IAS/IFRS eingegangen. Danach werden die Konzernbestandsprüfung sowie die Ermittlung der Wertansätze für die Konzernbestände betrachtet. Zum Abschluss werden verschiedene Möglichkeiten der Prüfung der Zwischenergebniseliminierung vorgestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass das handelsrechtliche Realisationsprinzip nicht unmittelbar auf konzerninterne Vorgänge anwendbar ist, und umreißt den inhaltlichen Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen: Hier werden der Begriff der Zwischenergebnisse sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen für deren Eliminierung unter Berücksichtigung des HGB und der IAS/IFRS-Standards dargelegt.
3 Konzernbestandsprüfung: Dieses Kapitel erläutert die notwendigen Prüfungshandlungen des Abschlussprüfers, um sicherzustellen, dass sämtliche Konzernbestände korrekt erfasst und bewertet wurden.
4 Wertansätze für die Konzernbestände: Es wird detailliert dargestellt, wie Konzernanschaffungs- und Herstellungskosten ermittelt werden und welche Bandbreiten für die Wertansätze existieren.
5 Prüfung der Zwischenergebniseliminierung: Dieses Kapitel widmet sich den technischen Aspekten der Verrechnung von Zwischenergebnissen im Jahresergebnis sowie der entsprechenden Anpassung des Eigenkapitals.
6 Schlussbetrachtungen: Die Schlussbetrachtungen fassen die Erkenntnisse zusammen und betonen die Notwendigkeit einheitlicher Regelungen, da explizite Prüfungsvorschriften in den Standards weitgehend fehlen.
Schlüsselwörter
Zwischenergebniseliminierung, Konzernabschluss, HGB, IFRS, Konzernbestandsprüfung, Konzernanschaffungskosten, Konzernherstellungskosten, Konzernhöchstwert, Konzernmindestwert, Einheitskonzept, Realisationsprinzip, Zwischengewinne, Zwischenverluste, Konsolidierung, Abschlussprüfung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Eliminierung von Zwischenergebnissen aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, um den Anforderungen an einen korrekten Konzernabschluss zu genügen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die rechtliche Einordnung nach HGB und IFRS, die Bestandsprüfung im Konzern, die Ermittlung von Konzern-Wertansätzen sowie die buchhalterische Verrechnung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die systematische Vorgehensweise bei der Zwischenergebniseliminierung und deren Prüfung durch den Abschlussprüfer transparent darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse der einschlägigen handelsrechtlichen Vorschriften und internationalen Rechnungslegungsstandards sowie der Kommentarliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den Grundlagen die Konzernbestandsprüfung, die Ermittlung spezifischer Wertansätze und die Korrekturen im Jahresabschluss bzw. Eigenkapital detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Zwischenergebniseliminierung, Konzernbilanz, Konzernbestände, Bewertungsmaßstäbe sowie die Prüfung durch den Konzernabschlussprüfer.
Warum existieren keine expliziten Prüfungsvorschriften für die Zwischenergebniseliminierung?
Weder das HGB noch die internationalen Standards enthalten detaillierte explizite Vorschriften, weshalb der Abschlussprüfer auf risikoorientierte Prüfungsansätze angewiesen ist.
Wie unterscheidet sich der Mindest- vom Höchstwert bei der Herstellungskostennach IFRS?
Nach IFRS besteht derzeit primär durch das Wahlrecht zur Aktivierung von Fremdkapitalzinsen gemäß IAS 23 ein Unterschied zwischen diesen beiden Werten.
Welche Vereinfachungsverfahren existieren für die Ermittlung von Wertansätzen?
Beim Umlaufvermögen kommen beispielsweise das Einzelbilanzwertverfahren oder das Bruttogewinnverfahren zum Einsatz, um den administrativen Aufwand zu reduzieren.
- Citar trabajo
- Diplom-Kffr. (FH) Melanie Leichsenring (Autor), 2009, Prüfung der Zwischenergebniseliminierung unter Berücksichtigung internationaler Rechnungslegungsgrundsätze, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166803