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Interkulturelle Kompetenz - Evaluation eines Trainings zu verschiedenen Facetten der interkulturellen Kompetenz

Titre: Interkulturelle Kompetenz - Evaluation eines Trainings zu verschiedenen Facetten der interkulturellen Kompetenz

Mémoire (de fin d'études) , 2010 , 82 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Cécile Kälber (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie interculturelle
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Studie umfasst die Konzeption, Durchführung und Evaluierung eines Trainings zur Förderung der Interkulturellen Kompetenz bei Polizisten der Landespolizei Rheinland-Pfalz. Die theoretische Basis der Studie bildet das multiple Konstrukt der interkulturellen Kompetenz (Thomas, 2003 a; Bolten, 2007). Es handelt sich um eine quasiexperimentelle Untersuchung an einer Experimentalgruppe und zwei Kontrollgruppen mit zwei Messzeitpunkten. Die empirischen Ergebnisse weisen auf ein sehr effektives Training hin. Diese werden unter theoretischen, methodischen, anwendungsbezogenen und forschungspraktischen Perspektiven diskutiert. -------- The present study includes the design, implementation and evaluation of a training for the advancement of intercultural competence with police officers of the German Federal Land Rheinland-Pfalz. The theoretical basis of the study is the multiple construct of intercultural competence (Thomas, 2003a; Bolten, 2007). It is a quasi-experimental study with an experimental group and two control groups at two measuring times. The empirical results indicate a very effective training. These are discussed from theoretical, methodological, application-oriented and practical research perspectives.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Der Kulturbegriff

2.2 Kulturstandards und kulturelle Überschneidungssituation

2.3 Wandel des Kulturbegriffs

2.4 Interkulturelles Lernen

2.5 Interkulturelle Kompetenz

2.5.1 Interkulturelle Kompetenz als Strukturmodell

2.5.2 Interkulturelle Kompetenz als Prozessmodell

2.5.3 Interkulturelle Kompetenz in vorliegender Arbeit

3 Interkulturelle Trainings

3.1 Ziele interkultureller Trainings

3.2 Trainingsinhalte

3.3 Trainingsmethoden

4 Evaluation interkultureller Trainings

4.1 Ziele und Funktionen von Evaluationen

4.2 Aktueller Forschungsstand zur Wirksamkeit interkultureller Trainingsmaßnahmen

4.2.1 Das Vier-Ebenen-Evaluationsmodell von Kirkpatrick

5 Das vorliegende Training

5.1 Ziele des vorliegenden interkulturellen Trainings

5.1.1 Hypothesenformulierung

5.2 Inhalte und Methoden des vorliegenden interkulturellen Trainings

6 Methoden

6.1 Statistische Auswertung

6.2 Untersuchungsdesign

6.3 Messinstrument

6.4 Gewinnung der Stichprobe

7 Ergebnisse

7.1 Stichprobenbeschreibung

7.2 Reliabilitätsanalyse der Skalen

7.3 Hypothesentests

7.3.1 Kulturbewusstheit

7.3.2 Wissen über Kulturstandards

7.3.3 Perspektivenwechsel und Empathie

7.3.4 Respekt vor kulturellen Unterschieden

7.3.5 Interkulturelle Kommunikation

7.3.6 Kulturelle Missverständnisse

7.3.7 Offenheit und Interesse

7.4 Zusätzliche Ergebnisse

8 Diskussion

8.1 Diskussion der Reliabilitätsanalyse

8.2 Diskussion der Ergebnisse

8.3 Diskussion der Methoden

8.4 Anwendung – praktischer Nutzen

8.5 Weiterentwicklung des Trainings

8.6 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit hat zum Ziel, die Wirksamkeit eines konzipierten und durchgeführten interkulturellen Trainings für Polizeibeamte der Landespolizei Rheinland-Pfalz zu evaluieren. Im Zentrum steht die Untersuchung, ob sich durch das Training die interkulturelle Kompetenz in sieben definierten Facetten verbessern lässt, wozu ein spezifischer Fragebogen entwickelt wurde.

  • Konzeption und Durchführung eines interkulturellen Trainings für die Polizei
  • Entwicklung eines Messinstruments zur Erfassung sieben verschiedener Facetten interkultureller Kompetenz
  • Empirische Evaluation mittels einer quasiexperimentellen Untersuchung (Experimentalgruppe und zwei Kontrollgruppen)
  • Analyse der Wirksamkeit durch Varianzanalysen und t-Tests
  • Diskussion von Transfermöglichkeiten des Trainings auf andere Zielgruppen

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Kulturbegriff

Um den Begriff der interkulturellen Kompetenz bestimmen zu können, ist zunächst eine Bestimmung dessen, was „Kultur“ in diesem Kontext meint, notwendig. Bei einem Konzept, welches sowohl in der Kulturwissenschaft, Kulturanthropologie und Soziologie als auch in der Psychologie und Pädagogik seine Verwendung findet, lässt es nicht verwundern, dass ein sehr heterogenes und vielseitiges Bild zum Konstrukt „Kultur“ existiert (Rathje, 2007). Kroeber und Kluckhohn verzeichnen bereits 1952 mehr als 164 Begriffsverwendungen, die je nach Forschungsdisziplin andere Schwerpunkte setzen.

Der Regensburger Psychologe Alexander Thomas (1993), dessen Forschungsschwerpunkte im Bereich der kulturvergleichenden und interkulturellen Psychologie, speziell der Theorie interkulturellen Handelns, der interkulturellen Kommunikation sowie in der Trainings- und Evaluationsforschung zur interkulturellen Kompetenz liegen, definiert Kultur folgendermaßen:

„Kultur ist ein universelles, für eine Gesellschaft, Organisation und Gruppe aber sehr typisches Orientierungssystem. Dieses Orientierungssystem wird aus spezifischen Symbolen gebildet und in der jeweiligen Gesellschaft, Organisation und Gruppe tradiert. Es beeinflusst Wahrnehmen, Denken, Werten und Handeln aller ihrer Mitglieder und definiert somit deren Zugehörigkeit zur Gesellschaft. Kultur als Orientierungssystem strukturiert ein für die sich der Gesellschaft zugehörig fühlenden Individuen spezifisches Handlungsfeld und schafft damit die Voraussetzungen zur Entwicklung eigenständiger Formen der Umweltbewältigung“ (S.380).

Diese Kulturdefinition erweist sich nach Thomas (2003 b) zur Erfassung der interkulturellen Kompetenz als geeignet, da sie sich mit dem Aspekt beschäftigt, „wie man die Zusammenarbeit zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen verbessern kann und wie man sich auf eine solche Zusammenarbeit gut vorbereitet“ (S.21). Diese Definition basiert auf handlungstheoretischen Konzepten und ist der „kognitiv orientierten Sozial-und Persönlichkeitspsychologie verpflichtet“ (Thomas, 1993, S. 158).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz für die Polizeiarbeit aufgrund der gesellschaftlichen Globalisierung und definiert das Ziel der Studie.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert zentrale Begriffe wie Kultur, Kulturstandards und interkulturelle Kompetenz, wobei ein prozessorientiertes Verständnis von Kultur als Orientierungssystem im Vordergrund steht.

3 Interkulturelle Trainings: Hier werden die Ziele, Inhalte und Methoden von interkulturellen Trainings beschrieben, wobei die Bedeutung ganzheitlicher Ansätze hervorgehoben wird.

4 Evaluation interkultureller Trainings: Das Kapitel befasst sich mit Evaluationsmethoden und stellt das Vier-Ebenen-Modell von Kirkpatrick als theoretischen Rahmen für die Erfolgskontrolle vor.

5 Das vorliegende Training: Es werden die Konzeption, die spezifischen Lernziele sowie die inhaltliche Sequenzierung des in der Arbeit evaluierten Trainings bei der Polizei dargelegt.

6 Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt das Untersuchungsdesign, die statistischen Auswertungsverfahren und das zur Überprüfung entwickelte Messinstrument.

7 Ergebnisse: Die Ergebnisse der empirischen Untersuchung werden präsentiert, wobei die Hypothesentests zur Wirksamkeit der sieben Facetten interkultureller Kompetenz im Vordergrund stehen.

8 Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, die methodische Vorgehensweise diskutiert und ein Ausblick auf zukünftige Anwendungsmöglichkeiten und die Weiterentwicklung des Trainings gegeben.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kompetenz, Polizei, Trainingsevaluation, Kulturstandards, Interkulturelles Lernen, Kulturelle Überschneidungssituation, Perspektivenwechsel, Empathie, interkulturelle Kommunikation, quasiexperimentelle Untersuchung, Kulturbewusstheit, handlungstheoretisches Modell, interkulturelle Sensibilisierung, Evaluationsforschung, Kirkpatrick-Modell

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung, Durchführung und wissenschaftlichen Evaluation eines eintägigen interkulturellen Trainings für Polizeibeamte der Landespolizei Rheinland-Pfalz, um deren Kompetenz im Umgang mit interkulturellen Herausforderungen im Berufsalltag zu stärken.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Felder sind die interkulturelle Psychologie, die Konzeption interkultureller Trainings für spezifische Berufsgruppen sowie die empirische Evaluationsforschung zur Messung interkultureller Kompetenz mittels selbstkonstruierter Fragebogenskalen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist zu untersuchen, ob sich die interkulturelle Kompetenz von Polizisten durch das entwickelte Training signifikant verbessern lässt. Hierzu wurden sieben spezifische Facetten der Kompetenz (z.B. Kulturbewusstheit, Empathie) als Hypothesen operationalisiert.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Evaluation verwendet?

Es wurde ein quasiexperimentelles 3x2-Untersuchungsdesign (Experimentalgruppe vs. zwei Kontrollgruppen an zwei Messzeitpunkten) gewählt. Die statistische Auswertung der Daten erfolgte mittels Varianzanalyse mit Messwiederholung und anschließenden t-Tests.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen (Kulturbegriff, interkulturelles Lernen), die Trainingskonzeption, die Methodik der Datenerhebung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der Ergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit der Trainingsbausteine.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, polizeiliche Fortbildung, Evaluationstraining, Kulturstandards, Perspektivenwechsel und interkulturelle Kommunikation beschreiben.

Warum wurde ein eigenes Messinstrument für das Training entworfen?

Aufgrund der spezifischen Ziele des Trainings und des Mangels an bereits bestehenden, passgenauen Fragebögen war es notwendig, ein eigenes Instrument zu konstruieren, das gezielt die im Training vermittelten sieben Facetten interkultureller Kompetenz abbildet.

Welche Rolle spielt das "5-Finger-Feedback" bei der Evaluation?

Das 5-Finger-Feedback dient der qualitativen Evaluation der ersten Ebene (Reaktion) nach Kirkpatrick. Es ermöglichte den Teilnehmern ein schnelles, anonymes und strukturiertes Feedback zu verschiedenen Aspekten der Trainingsqualität, wie z.B. Relevanz oder didaktische Gestaltung.

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Résumé des informations

Titre
Interkulturelle Kompetenz - Evaluation eines Trainings zu verschiedenen Facetten der interkulturellen Kompetenz
Université
University of Koblenz-Landau  (Fachbereich Psychologie)
Note
1,0
Auteur
Cécile Kälber (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
82
N° de catalogue
V166820
ISBN (ebook)
9783640831364
ISBN (Livre)
9783640831661
Langue
allemand
mots-clé
Interkulturelles Training Evaluation Polizei Interkulturelle Kompetenz Quasi-experimentelles Design
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Cécile Kälber (Auteur), 2010, Interkulturelle Kompetenz - Evaluation eines Trainings zu verschiedenen Facetten der interkulturellen Kompetenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166820
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