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Elternpartizipation an Schulen in Nordrhein-Westfalen

Möglichkeiten und Schwierigkeiten

Title: Elternpartizipation an Schulen in Nordrhein-Westfalen

Term Paper , 2010 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jan Wessel (Author)

Sociology - Children and Youth
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Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Frage nach Möglichkeiten und Voraus-setzungen von Elternpartizipation an Schulen des Landes Nordrhein-Westfalen.
Elternpartizipation wird hier verstanden im Sinne von Gestaltungs- und Einfluss-möglichkeiten von Eltern auf Schule, somit im Sinne von Elternmitwirkung an Schule. Abzugrenzen hiervon ist die Untersuchung des Aspekts, wie Schule auf Eltern, z.B. im Sinne des Ausprägens erzieherischen Handelns, einwirken kann, also die Elternarbeit der Schule; dieser Frage wird im Rahmen der vorliegenden Arbeit jedoch nicht nachgegangen.
In einem ersten Schritt möchte ich die gesetzlichen Vorgaben der Elternarbeit im obigen Sinne darstellen. Grundlage hierfür ist zum einen das Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (im Folgenden SchulG) sowie, was die Verpflichtung der Leh-rerinnen und Lehrer angeht, die Allgemeine Dienstordnung für Lehrer und Lehrerin-nen, Schulleiter und Schulleiterinnen an öffentlichen Schulen (ADO).
Interessant zu untersuchen ist hierbei sicherlich auch die Frage, ob es zwischen dem Schulgesetz von 2005, welches von der sozial-liberalen Koalition verabschiedet wurde und nur ein Jahr Gültigkeit hatte, Veränderungen bis zum jetzt gültigen Schulgesetz gab. (Im Folgenden wird der Einfachheit halber zuweilen zwischen der „alten Fassung“ und der „neuen Fassung“ unterschieden.)
In einem zweiten Hauptteil sollen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinaus Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer Elternpartizipation im oben erwähnten Sinne aufgezeigt werden. Hierbei werde ich mich neben entsprechender Literatur auch auf nicht-repräsentative Befragungen bei einzelnen Gymnasien im Kreis Recklinghausen stützen, wie Elternarbeit an diesen Schulen konkret aussieht.
Schließlich wird exemplarisch der Frage nachgegangen, ob Schulprogrammarbeit eine Möglichkeit für eine bessere Einbindung von Eltern in die Schul- und Unter-richtsentwicklung darstellen kann.

Excerpt


Gliederung

1. Vorwort

2. Gesetzliche Rahmenbedingungen der Elternpartizipation in Nordrhein-Westfalen

2.1 Grundsätze der Zusammenarbeit

2.2 Die Rechte der Eltern

2.3 Die Pflichten der Eltern

3. Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer Elternpartizipation

3.1 Grundaussagen empirischer Erhebungen

3.2 Das Verhältnis der Eltern zur Schule

3.3 Das Verhältnis von Lehrerinnen und Lehrern zu Eltern

4. Die Beteiligung von Eltern an Schulprogrammarbeit als ein Beispiel für stärkere Elternpartizipation

4.1 Grundzüge von Schulprogrammarbeit

4.2 Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer Elternbeteiligung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten und Voraussetzungen für die Partizipation von Eltern an Schulen im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie Eltern aktiv an der Gestaltung von Schule und Unterricht mitwirken können und welche Barrieren oder Rahmenbedingungen diese Mitwirkung beeinflussen.

  • Gesetzliche Grundlagen der Elternmitwirkung in NRW
  • Empirische Erkenntnisse zu Elternbeteiligung und Kooperation
  • Soziale und psychologische Faktoren im Verhältnis zwischen Eltern und Lehrkräften
  • Schulprogrammarbeit als Instrument für eine stärkere Einbindung von Eltern
  • Rolle von Schulleitungen und Mitwirkungsgremien

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundaussagen empirischer Erhebungen

Interessant zu untersuchen ist die Frage, wie Eltern die Möglichkeit ihrer Beteiligung an der Gestaltung von Schule selber sehen. Exemplarisch soll hier zunächst auf eine empirische Untersuchung des Deutschen Jugendinstituts in München verwiesen werden (Mack 2003). In dieser Untersuchung wird zunächst in einem theoretischen Bezugsrahmen das Verhältnis von Schulentwicklung auf den Lebensweltbezug erörtert. Hierauf schließen sich Ergebnisse einer empirischen Untersuchung an, in deren Rahmen in sechs Stadtteilen deutscher Großstädte gefragt wurde, welche Bedeutung die Wahrnehmung des schulischen Umfelds für die Gestaltung des konkreten Angebots der Schule hat.

Im Rahmen dieser Untersuchung erfolgte auch eine Befragung von Schulleitungen und Eltern über Mitwirkungsmöglichkeiten von Eltern. Während die Mehrheit der Schulleitungen die konkrete Beteiligung und Mitwirkung von Eltern in der Schule als durchaus gut beschreibt, bewerten die Elternvertreter die Elternbeteiligung „mehrheitlich als mangelhaft, es sei denn, es ginge konkret um das Fortkommen des eigenen Kindes“ (Mack 2003, S. 137).

Hierbei werden zwar Unterschiede zwischen verschiedenen Schularten und Unterschiede zwischen den untersuchten sechs Stadtteilen aufgezeigt. So weist Mack einen höheren Zufriedenheitsgrad an Gymnasien und Grundschulen gegenüber Hauptschulen nach (Mack 2003, S. 138). Auch scheint nach dieser Untersuchung Elternmitarbeit in Stadtvierteln mit einem höheren Anteil ausländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger schwieriger zu sein (in der Untersuchung aufgezeigt am Beispiel von Duisburg-Marxloh). Es stellen sich natürlich kritische Anfragen: So liegen dieser Untersuchung nur Erhebungen in Großstadtvierteln zu Grunde. Zumindest fragwürdig ist, inwieweit die hier gewonnenen Erkenntnisse verallgemeinerbar sind. Zudem scheint die Stichprobe nicht umfassend genug zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Zielsetzung der Arbeit, den Untersuchungsgegenstand der Elternpartizipation in NRW sowie das methodische Vorgehen.

2. Gesetzliche Rahmenbedingungen der Elternpartizipation in Nordrhein-Westfalen: Es werden die relevanten Paragraphen des Schulgesetzes NRW sowie die Rolle der Allgemeinen Dienstordnung im Kontext von Rechten und Pflichten der Eltern dargestellt.

3. Möglichkeiten und Schwierigkeiten einer Elternpartizipation: Dieser Abschnitt analysiert empirische Studien und beleuchtet sowohl das Verhältnis zwischen Eltern und Schule als auch zwischen Eltern und Lehrkräften.

4. Die Beteiligung von Eltern an Schulprogrammarbeit als ein Beispiel für stärkere Elternpartizipation: Das Kapitel untersucht, inwiefern die Arbeit am Schulprogramm eine geeignete Methode darstellt, um Eltern tiefergehend in die Schul- und Unterrichtsentwicklung einzubinden.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bewertung der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit, Elternmitarbeit als Chance für die Schule zu begreifen und aktiv zu fördern.

Schlüsselwörter

Elternpartizipation, Nordrhein-Westfalen, Schulgesetz, Schulprogrammarbeit, Elternmitwirkung, Schulqualität, Schulentwicklung, Lehrer-Eltern-Verhältnis, Bildungsrecht, Kooperation, Partizipation, Elternfeedback, Erziehungspartnerschaft, Mitbestimmung, Schulleben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den rechtlichen Möglichkeiten und der praktischen Umsetzung der Mitwirkung von Eltern an Schulen in Nordrhein-Westfalen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die empirisch belegte Kooperation zwischen Elternhaus und Schule sowie die Einbindung von Eltern in die Schulprogrammarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Eltern besser in die Schulentwicklung einbezogen werden können und welche Hindernisse dies aktuell noch erschweren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse gesetzlicher Vorgaben, der Auswertung empirischer Studien sowie einer eigenen, nicht-repräsentativen Umfrage an Gymnasien im Kreis Recklinghausen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die gesetzlichen Grundlagen (SchulG NRW), die Dynamik des Eltern-Lehrer-Verhältnisses sowie konkrete Chancen und Schwierigkeiten der Elternbeteiligung bei der Erstellung von Schulprogrammen analysiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Elternpartizipation, Schulgesetz, Schulentwicklung, Mitwirkungsgremien und Erziehungspartnerschaft sind die zentralen Begriffe der Publikation.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Schulleitungen bei der Elternpartizipation?

Die Autorin sieht eine hohe Verantwortung bei den Schulleitungen, da der Grad der Elternmitwirkung maßgeblich davon abhängt, wie viel Verantwortung die Schulleitung bereit ist, den Eltern zu übertragen.

Warum wird die Schulprogrammarbeit als besonders wichtiges Beispiel hervorgehoben?

Sie gilt als zentraler Prozess der Qualitätsentwicklung, der durch die Beteiligung von Eltern neue Perspektiven gewinnen und eine stärkere Bindung an die Schule erreichen kann.

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Details

Title
Elternpartizipation an Schulen in Nordrhein-Westfalen
Subtitle
Möglichkeiten und Schwierigkeiten
College
University of Münster
Grade
1,0
Author
Jan Wessel (Author)
Publication Year
2010
Pages
16
Catalog Number
V166824
ISBN (eBook)
9783640829293
ISBN (Book)
9783640829057
Language
German
Tags
elternpartizipation schulen nordrhein-westfalen möglichkeiten schwierigkeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Wessel (Author), 2010, Elternpartizipation an Schulen in Nordrhein-Westfalen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166824
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