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Die Adressaten des Galaterbriefes

Landschafts- und Provinzhypothese

Titel: Die Adressaten des Galaterbriefes

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 29 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christoph Aschoff (Autor:in)

Theologie - Biblische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Anstoß für die vorliegende Arbeit und die eingehendere Beschäftigung mit der Frage nach den Adressaten des Galaterbriefes und ihrer Lokalisierung war der Vortrag zu diesem Thema von Prof. Dr. Sänger aus Kiel auf dem Symposium anlässlich des 70. Geburtstages von Prof. Ulrich B. Müller (a.D.) im April 2008 in Saarbrücken. Prof. Sänger vertrat in seinem Vortrag – was eher für den englischen Sprachraum üblich ist – die Ansicht, die Adressaten seien im Süden der römischen Provinz Galatien zu verorten.
Die im wissenschaftlichen Diskurs anzutreffende Gegenposition, deren derzeitige Verfechter meist aus dem deutschsprachigen Raum stammen , besagt, dass die Adressaten jedoch weiter nördlich, in der Landschaft Galatien zu lokalisieren seien. Diese beiden Hypothesen, entsprechend der jeweiligen Verortung der angeschriebenen Personen und Gemeinden „südgalatische Hypothese“ oder „Provinzhypothese“ sowie „nordgalatische“ oder „Landschaftshypothese“ genannt , sollen im Folgenden genau untersucht und diskutiert werden. Zuvor dienen jedoch einige grundlegende Informationen zum Galaterbrief (Autor, Aufbau, Inhalt) als Einstieg und Hinführung zur eigentlichen Fragestellung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Informationen zum Galaterbrief

3. Die Adressaten des Galaterbriefes

3.1. Der Begriff „Galater“ und sein geschichtlicher Hintergrund

3.2. Der Begriff „Galatien“ und sein geschichtlicher Hintergrund

4. Die Provinzhypothese (südgalatische Hypothese)

5. Die Landschaftshypothese (nordgalatische Hypothese)

6. Diskussion der Hypothesen

6.1. Diskussion der Provinzhypothese

6.2. Diskussion der Landschaftshypothese

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die geografische und historische Lokalisierung der Adressaten des paulinischen Galaterbriefes. Im Zentrum steht dabei die wissenschaftliche Auseinandersetzung zwischen der sogenannten „südgalatischen“ (Provinzhypothese) und der „nordgalatischen“ (Landschaftshypothese) Verortung der angeschriebenen Gemeinden.

  • Analyse der Begrifflichkeiten „Galater“ und „Galatien“ im historischen Kontext.
  • Gegenüberstellung der Provinzhypothese und der Landschaftshypothese anhand paulinischer Missionsberichte.
  • Diskussion der Argumente aus der Forschungsgeschichte zur Identifikation der Adressaten.
  • Bewertung der historischen Plausibilität beider Hypothesen unter Berücksichtigung archäologischer und sozialgeschichtlicher Faktoren.

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Begriff „Galater“ und sein geschichtlicher Hintergrund

Der Name GALA,TAI ist abgeleitet von der Benennung Gálloi („Gallier“), welche in lautlicher und sachlicher Verwandtschaft mit dem Wort Kέltai steht und allgemein Kelten bezeichnete.

Einige keltische Stämme drangen im Jahre 297 v.Chr. in den Osten Europas vor, über den Balkan nach Thrakien, Makedonien sowie Thessalien. Drei dieser Stämme, die Trokmer, Tektosagen und Tolistoagier, überschritten den Hellespont und trafen 278/77 v.Chr. in Kleinasien ein. Anlass hierfür war, so wird überliefert, dass der bithynische König Nikomedes 20.000 keltische Söldner in sein Land rief, um sie im Zuge von dynastischen Streitigkeiten in Kleinasien einzusetzen. Um 270 v.Chr. siedelten sie dann in Zentral-Kleinasien am Fluss Halys, bzw. in der Gegend von Ankyra. „Die Galater – wie sie dort hießen – schufen sich hier ein eigenes Staatswesen, zu dem kleinasiatische und griechische Bevölkerungsteile gehörten“.

Auch in der Folgezeit betätigten sich die Galater vor allem als Söldner lokaler Machthaber, keltische Söldner werden um 187 v.Chr. sogar in Ägypten erwähnt. Zudem waren sie wegen ihrer Raubzüge in Kleinasien gefürchtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob die Adressaten des Galaterbriefes im Süden der römischen Provinz oder in der nördlichen Landschaft Galatiens zu verorten sind.

2. Grundlegende Informationen zum Galaterbrief: Es werden Aufbau, Stil und die strategischen Ziele des Paulus im Brief analysiert, insbesondere seine Reaktion auf gegnerische Fremdmissionare.

3. Die Adressaten des Galaterbriefes: Dieses Kapitel prüft die zentralen Begriffe „Galater“ und „Galatien“ sowie deren historischen Hintergrund als Basis für die Adressatenfrage.

4. Die Provinzhypothese (südgalatische Hypothese): Hier wird die These vorgestellt, dass die Adressaten in den auf der ersten Missionsreise gegründeten Städten in der römischen Provinz Galatien zu finden sind.

5. Die Landschaftshypothese (nordgalatische Hypothese): Dieses Kapitel erläutert die Annahme, dass der Brief an die Bewohner der Landschaft Galatien im Herzen der Provinz gerichtet ist.

6. Diskussion der Hypothesen: Die Arbeit führt eine kritische Gegenüberstellung der Argumente beider Hypothesen durch, wobei insbesondere Sprachgebrauch und Missionsberichte hinterfragt werden.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und neigt der Argumentation zu, dass die Gemeinden in Pisidien und Lykaonien die wahrscheinlichsten Empfänger des Briefes sind.

Schlüsselwörter

Galaterbrief, Paulus, Provinzhypothese, Landschaftshypothese, Galatien, Missionsreisen, Apostelgeschichte, Kelten, Frühdatierung, Judenchristen, Ethnologie, Kleinasien, Gemeindegründung, Exegese, biblische Chronologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Debatte um die geografische Verortung der Adressaten des neutestamentlichen Galaterbriefes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Identität der „Galater“, die paulinischen Missionsreisen gemäß der Apostelgeschichte und die römische Verwaltungsgeschichte Kleinasiens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Evaluation der beiden konkurrierenden Theorien – der südgalatischen Provinzhypothese und der nordgalatischen Landschaftshypothese – bezüglich ihrer Plausibilität.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-exegetische Untersuchung durchgeführt, die literarische Quellen des Neuen Testaments mit geschichtlichen und archäologischen Befunden abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, führt die Argumente beider Hypothesen getrennt aus und diskutiert sie anschließend anhand von philologischen und historischen Kriterien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Provinzhypothese, Landschaftshypothese, Paulus, Galatien, Missionsreisen und die ethnische Identität der Adressaten.

Warum ist die Identität der Fremdmissionare für das Thema relevant?

Die Art der Gegner des Paulus lässt Rückschlüsse auf die soziologische Situation der Adressaten zu, was wiederum bei der geografischen Lokalisierung der Gemeinden hilft.

Warum wird in der Arbeit auch das Literaturverzeichnis als Quelle für die geografische Zuordnung genutzt?

Durch die Analyse antiker Inschriften und historischer Karten in der Fachliteratur lassen sich die damaligen Provinzgrenzen und Landschaftsbezeichnungen besser rekonstruieren.

Welche Bedeutung hat die Rolle des Barnabas für die Argumentation?

Die Nennung des Barnabas im Briefkontext wird als Indiz für die Provinzhypothese angeführt, da er Paulus auf der ersten Missionsreise in Südgalatien begleitete.

Zu welchem Ergebnis kommt der Autor im Fazit?

Der Autor schließt sich der Auffassung an, dass die Wahrscheinlichkeit für die südgalatische Theorie (Provinzhypothese) aufgrund der Beweislage höher ist.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Adressaten des Galaterbriefes
Untertitel
Landschafts- und Provinzhypothese
Hochschule
Universität des Saarlandes  (Evangelische Theologie)
Veranstaltung
Symposion "Urchristliche Theologiegeschichte"
Note
1,0
Autor
Christoph Aschoff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
29
Katalognummer
V166968
ISBN (eBook)
9783640830329
ISBN (Buch)
9783640830435
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Paulus; Brief; Neues Testament; Urchristliche Theologiegeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Aschoff (Autor:in), 2009, Die Adressaten des Galaterbriefes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166968
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Leseprobe aus  29  Seiten
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