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Die neue Preisstruktur der Deutschen Bahn AG - eine wettbewerbspolitische und wettbewerbsrechtliche Analyse

Title: Die neue Preisstruktur der Deutschen Bahn AG - eine wettbewerbspolitische und wettbewerbsrechtliche Analyse

Diploma Thesis , 2003 , 92 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Robert Weber (Author)

Economy - Theory of Competition, Competition Policy
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Mobilität spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung einer modernen Dienstleistungsgesellschaft. Der schnelle, preiswerte und qualitativ hochwertige Transport von Gütern, Personen und Daten bildet eine der Grundlagen für zukünftige wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand. Damit die BRD an dieser Entwicklung teilhaben kann müssen die komparativen Vorteile der verschiedenen Verkehrsträger optimal ausgenutzt werden. Dem Schienenverkehr werden hierbei aufgrund seiner relativen Umweltfreundlichkeit und der zunehmenden Überlastung des Straßensystems noch Entwicklungsmöglichkeiten zugesprochen, wenn zukünftig Mobilität in der erforderlichen Qualität und Menge gewährleistet sein soll. Die Deutsche Bahn AG (DB AG) hat zum 15.12.2002 eine komplett überarbeitete Preisstruktur für ihren Personenfernverkehr eingeführt. Laut Aussage des Unternehmens sollte dies die Bahnfahrten für die meisten Menschen preisgünstiger machen, die durchschnittliche Auslastung der Züge steigern und mehr Verkehr auf die Schiene bringen. Geändert haben sich nicht nur Preishöhen und Preisvielfalt sondern über die Einführung v on zahlreichen Bedingungen letztendlich auch der Gutscharakter vieler Bahnfahrkarten. Seit der Einführung der neuen Preise reißt die Kritik von Kunden und Politik nicht ab, während die Unternehmensführung ihre Maßnahme weiterhin hartnäckig verteidigt. Ziel dieser Arbeit ist es, das Preissetzungsverhalten der Deutschen Bahn AG zu analysieren, theoretisch einzuordnen und im Anschluss zu überprüfen, ob es sich bei der neuen Preisstruktur um eine ungesetzliche Ausplünderung der Bahnkunden handelt. Relevant hierfür ist die Frage, ob die Deutsche Bahn AG sich im Personenfernverkehr im Wettbewerb befindet bzw. ob ihr eine marktbeherrschende Stellung zugesprochen werden muss. Sollte dies der Fall sein, so liegt möglicherweise ein Fall von Ausbeutungsmissbrauch nach §19 des deutschen Kartellrechts vor. In der Schlussfolgerung wäre dies zudem ein Indiz für Versäumnisse bei der Konstruktion der Bahnreform, welche 1994 vor allem mit dem Ziel der Realisierung von Wettbewerb auf der Schiene durchgeführt worden war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 GRUNDLEGUNG

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 DIE DEUTSCHE BAHN AG

2.1 Geschichte der Deutschen Bahn AG

2.1.1 Die Deutsche Bundesbahn 1949 – 1993

2.1.2 Bahnreform 1994 bis heute

2.2 Rechtliche Grundlagen des Schienenverkehrs

2.2.1 Bundesgesetzgebung

2.2.2 Eisenbahnneuordnungsgesetz (ENeuOG) 1994

2.2.3 Zuständige Institutionen

2.2.4 Sonderstellung der DB Netz AG

2.2.4.1 Monopoltheoretische Aspekte

2.2.4.2 Die Finanzierung der Deutschen Schienenwege

2.2.5 Wirtschaftliche Ergebnisse der DB AG

2.2.5.1 Prognosen

2.2.5.2 Entwicklung der Marktanteile im Personenverkehr

2.2.5.3 Ergebniskennzahlen der DB AG

2.2.5.4 Zusammenfassung

3 DIE NEUE PREISSTRUKTUR IM PERSONENFERNVERKEHR DER DB AG

3.1 Alte und neue Preisstruktur im Vergleich

3.1.1 Grundlegende Änderungen

3.1.2 Der Grundpreis bzw. Normalpreis

3.1.3 Die Bahncard

3.1.4 Die Rabattsysteme

3.1.5 Fallbeispiele

3.1.6 Rabattstufen und Preisvielfalt

3.2 Die neue Preisstruktur unter dem Aspekt der Preisdiskriminierung

3.2.1 Definition Preisdiskriminierung

3.2.2 Preisdiskriminierung im alten Preissystem

3.2.3 Die neue Preisstruktur als Preisdiskriminierung 2. Grades

3.2.3.1 Heterogene Präferenzen bei den Bahnkunden

3.2.3.2 Die Bahncard als Two-part-tariff

3.2.3.3 Vollkommen Nichtlineare Preise und Price-Quality-Packages

3.2.3.4 Priority Servicing

3.2.3.5 Arbitrage und ihre Verhinderung durch Gebühren

3.2.4 Wohlfahrtstheoretische Aspekte von Preisdiskriminierungen

3.2.5 Ergebnisse

4 WETTBEWERBSPOLITISCHE ANALYSE DES TRANSPORTMARKTES

4.1 Ziele der Wettbewerbspolitik

4.2 Der intermodale Wettbewerb auf dem Transportmarkt

4.2.1 Marktabgrenzung

4.2.1.1 Marktdefinition

4.2.1.2 Marktabgrenzung nach dem Industriekonzept

4.2.1.3 Marktabgrenzung nach dem Substitutionskonzept

4.2.1.4 Ergebnisse

4.2.2 Wettbewerbstests

4.2.3 Ergebnisse

4.3 Der intramodale Wettbewerb auf der Schiene

4.3.1 Allgemeines

4.3.2 Marktabgrenzung

4.3.2.1 Industriekonzept

4.3.2.2 Substitutionskonzept

4.3.2.3 Produktionsflexibilitätskonzept

4.3.2.4 Ergebnis der Marktabgrenzung

4.3.3 Wettbewerbstests

4.3.3.1 Strukturtest

4.3.3.2 Test des Wettbewerbsprozesses

4.3.3.3 Test der Wettbewerbsergebnisse

4.3.4 Ergebnisse

5 WETTBEWERBSRECHTLICHE PRÜFUNG

5.1 Feststellung des prüfungsrelevanten Sachverhalts

5.2 Nachweis der Marktbeherrschung

5.3 Nachweis des Ausbeutungsmissbrauchs

5.3.1 Die Problematik des Konzepts des Missbrauchs

5.3.2 Die Auswahl des räumlichen Vergleichsmarktes

5.3.3 Die Determinanten des Vergleichsmarktes Schweiz

5.3.3 Das Angebot der SBB und ihre Preisstruktur

5.4 Ergebnis

6 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Preissetzungsverhalten der Deutschen Bahn AG nach der Einführung ihrer neuen Preisstruktur im Jahr 2002. Dabei wird untersucht, ob dieses Verhalten eine wettbewerbsrechtlich unzulässige Ausbeutung der Bahnkunden durch Preisdiskriminierung darstellt und inwiefern die Deutsche Bahn AG eine marktbeherrschende Stellung im Schienenpersonenfernverkehr innehat.

  • Analyse der Preisstrukturänderungen im Personenfernverkehr der DB AG
  • Wohlfahrtstheoretische Einordnung der Preisdiskriminierung
  • Wettbewerbspolitische Analyse des Transportmarktes
  • Wettbewerbsrechtliche Prüfung und Missbrauchskontrolle
  • Vergleichsmarktanalyse anhand des Schweizer Schienenverkehrs

Auszug aus dem Buch

3.2.3.2 Die Bahncard als Two-part-tariff

Der günstigere Preis der neuen Bahncard und ihre gleichzeitig niedrigere Rabattwirkung reflektiert eine veränderte Wahrnehmung der Bahnkunden durch die DB AG bzgl. ihrer Heterogenität und ist nach wie vor ein wichtiges Mittel der Preisdiskriminierung. Sowohl alte als auch neue Bahncard kennzeichnen sich durch die (pro Periode) einmalige Zahlung eines fixen Betrags und die dadurch erworbene Reduzierung der variablen Fahrtkosten um einen bestimmten Prozentsatz aus und wirken daher wie ein Mengenrabatt. Da sich sowohl alte als auch neue Bahncard bereits ab einer relativ geringen Nutzungsintensität lohnen, wird hier vor allem die Kombination von Anschaffungspreis und Preis pro Einheit besprochen. Zweigeteilte Tarife sind als Preisdiskriminierung 2. Grades einzuordnen, da sich der durchschnittlich gezahlte Preis mit der Nutzungsintensität ändert. Daher zahlt der Kunde mit einer geringeren Nachfrage nach Bahnfahrten mehr pro einzelne Fahrkarte als der Kunde mit einer starken Nachfrage. Dies zwingt den Konsumenten zur Offenbarung seiner Nutzungsintensität und marginalen Zahlungsbereitschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1 GRUNDLEGUNG: Einleitung in die Problematik der neuen Preisstruktur der DB AG und Erläuterung des Gangs der Untersuchung.

2 DIE DEUTSCHE BAHN AG: Historischer Abriss der Bahnreform sowie rechtliche und ökonomische Analyse der Konzernstruktur.

3 DIE NEUE PREISSTRUKTUR IM PERSONENFERNVERKEHR DER DB AG: Detaillierte Darstellung der neuen Preisstruktur und theoretische Einordnung als Preisdiskriminierung 2. Grades.

4 WETTBEWERBSPOLITISCHE ANALYSE DES TRANSPORTMARKTES: Untersuchung des intermodalen und intramodalen Wettbewerbs auf Basis der Marktabgrenzung und wettbewerblicher Kriterien.

5 WETTBEWERBSRECHTLICHE PRÜFUNG: Rechtliche Prüfung des Ausbeutungsmissbrauchs nach dem GWB unter Einbeziehung eines Vergleichs mit dem Schweizer Schienenverkehr.

6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassendes Fazit zur Preisstruktur und zum Misserfolg der Bahnreform hinsichtlich der Wettbewerbsförderung.

Schlüsselwörter

Deutsche Bahn AG, Preisstruktur, Preisdiskriminierung, Bahncard, Wettbewerbspolitik, Schienenpersonenfernverkehr, Marktbeherrschung, Ausbeutungsmissbrauch, Bahnreform, Transportmarkt, Monopol, Rabattsysteme, Nutzwert, Tarifgestaltung, Regulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Preissetzungsverhalten der Deutschen Bahn AG nach der Einführung ihrer neuen Preisstruktur im Jahr 2002 und dessen Vereinbarkeit mit dem deutschen Wettbewerbsrecht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Preisdiskriminierung, Marktstrukturanalyse, wettbewerbsrechtliche Missbrauchskontrolle und die Effekte der Bahnreform auf den Wettbewerb.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, ob die neue Preisstruktur eine ungesetzliche Ausbeutung der Bahnkunden darstellt und ob eine marktbeherrschende Stellung der DB AG vorliegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine wettbewerbspolitische und wettbewerbsrechtliche Analyse durchgeführt, unterstützt durch mikroökonomische Modelle der Preisdiskriminierung und einen internationalen Vergleich mit dem Schweizer Schienensystem.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Struktur der DB AG, der detaillierten Beschreibung der neuen Preissysteme, der ökonomischen Theorie der Preisdiskriminierung sowie der praktischen Prüfung der Marktmacht und des möglichen Ausbeutungsmissbrauchs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Preisdiskriminierung, Marktbeherrschung, Bahnreform, Ausbeutungsmissbrauch und Wettbewerbsrecht charakterisieren.

Warum wird die Schweiz als Vergleichsmarkt herangezogen?

Die Schweiz wird herangezogen, weil sie Ähnlichkeiten in der Durchführung der Bahnreform und in den heutigen Strukturen der ehemaligen Staatsmonopolisten aufweist, bei gleichzeitig höherer Wettbewerbsintensität.

Was ist das Fazit der Arbeit bezüglich der neuen Preisstruktur?

Das Fazit lautet, dass die neue Preisstruktur eine erhebliche Preisdiskriminierung 2. Grades darstellt, die für viele Kunden zu Preiserhöhungen führt, ohne dabei eine echte Belebung des Wettbewerbs zu fördern.

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Details

Title
Die neue Preisstruktur der Deutschen Bahn AG - eine wettbewerbspolitische und wettbewerbsrechtliche Analyse
College
University of Hamburg  (Institut Recht der Wirtschaft - Arbeitsbereich Zivilrecht)
Grade
1,7
Author
Robert Weber (Author)
Publication Year
2003
Pages
92
Catalog Number
V16706
ISBN (eBook)
9783638214674
Language
German
Tags
Preisstruktur Deutschen Bahn Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Weber (Author), 2003, Die neue Preisstruktur der Deutschen Bahn AG - eine wettbewerbspolitische und wettbewerbsrechtliche Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16706
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