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Chaos oder alles unter Kontrolle? - Mediennutzung von Jugendlichen im Wandel

Eine Analyse der Mediennutzung Jugendlicher und ihre Veränderung innerhalb des letzten Jahrzehnts. Viva Internet und quo vadis TV?

Title: Chaos oder alles unter Kontrolle? - Mediennutzung von Jugendlichen im Wandel

Diploma Thesis , 2010 , 80 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Sebastian Filipowski (Author)

Social Studies (General)
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Die Ansprüche der heutigen Medienwelt an Kinder und Jugendliche werden immer größer und vielfältiger: Während vor zehn Jahren noch nicht einmal jeder fünfte Jugendliche im Alter zwischen 13 und 19 Jahren mindestens einmal in der Woche das Internet genutzt hat, ist das World Wide Web heutzutage nicht mehr aus dem täglichen Leben dieser Altersgruppe wegzudenken. Nahezu in fast jedem Haushalt kann mittlerweile ungehindert gesurft, gemailt und gechattet werden. Hinzu kommen viele weitere Medien, die Einzug in die Kinder- und Jugendzimmer gehalten haben, wie zum Beispiel MP3-Player, Handy, Spielkonsole, eigenes Fernsehgerät, etc.

Aufgrund dieser Ergebnisse stellen sich folgende Fragen: Wie kam es zu dieser Explosion der verfügbaren Medien? Wie binden Jugendliche die verschiedenen Medien in ihr Freizeitverhalten ein? Wie wirkt sich diese veränderte Mediennutzung auf die Sozialisation und Individualisierung junger Menschen aus? Welche Schwerpunkte legen Heranwachsende während ihrer Mediennutzung? Finden sich Jugendliche wirklich in dieser Vielzahl von Medien zurecht? Und inwiefern bestätigen sich die Befürchtungen Mancher, dass das multimediale Leben der heutigen Zeit eine gesamte Generation in die Krise stürzen könnte?

Zur Themenanalyse und zur Rekonstruktion des Jugendfreizeitverhaltens seit 1998 werden mehrere Studien verglichen, wobei die JIM- („Jugend, Information und („Multi-)Media“) und KIM- („Kinder und Medien“) Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbandes Südwest (MPFS) den Schwerpunkt bilden. Seit 1998 hat keine andere Studie in Deutschland den jugendlichen Medienkonsum so regelmäßig und detailliert mit einer Grundgesamtheit von mehr als 1.000 Befragten untersucht wie der MPFS.
Ferner werden aber auch die Shell-Jugendstudien in diese Untersuchung mit einbezogen, die seit 1997 erschienen sind, genauso wie die „Giving the Beat“-Studien des kommerziellen Programmveranstalters MTV und seines Eigentümers Viacom. Diese sollen zeigen, wie Medienveranstalter gemäß ihrem Selbstverständnis Jugendszenen definieren, wie sie versuchen in diese Szenen mit Hilfe der Trendforschung einzugreifen und wie sie Jugendszenen beeinflussen wollen.

Die aktuellsten Studien in dieser Arbeit stammen aus dem Jahr 2010. Diese Diplomarbeit wurde im Frühjahr 2010 abgegeben und mit 1,6 am Institut für praxisorientierte Sozialwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen benotet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Anliegen und Methoden der Arbeit

1 Freizeitgestaltung Jugendlicher im Wandel seit 1998

1.1 Non-mediale Aktivitäten

1.1.1 Freizeitbeschäftigungen

1.1.2 Ideale und Werte

1.2 Mediale Aktivitäten und Geräteausstattung

1.2.1 Fernsehen

1.2.2 Computer und Internet

1.2.3 Mobiltelefone

1.2.4 Radio und MP3-Player

2 Inhalte, Funktionen und Motivationen der Mediennutzung

2.1 Fernsehen

2.1.1 Dauerbrenner „Daily Soap“

2.1.2 Der Weg zur Serie

2.2 Computer und Internet

2.2.1 Social Web - Internet als Lebenswelt

2.2.2 PC- und Videospiele

2.3 Mobiltelefone

2.4 Radio, MP3-Player und Musiknutzung

3 Sozialisation Jugendlicher in der Medienwelt

3.1 Identitätsbildung im Multimedia-Zeitalter

3.2 Jugendsubkulturen im Wandel

3.3 Konzept der Bricolage

4 Der Weg zum neuen Trend in den Medien

4.1 Entstehung von Trends

4.2 Vom „Core“ zum „Mainstream“

4.3 Beispiele für die Trendentwicklung

5 Schlussfolgerungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht den Wandel der Mediennutzung von Jugendlichen seit 1998 und analysiert, wie diese veränderte Nutzung die Sozialisation und Individualisierung junger Menschen beeinflusst. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie Jugendliche die Vielzahl verfügbarer Medien in ihren Alltag integrieren, welche Motivationen ihr Handeln leiten und inwiefern traditionelle Lebensbereiche durch mediale Welten transformiert oder ergänzt werden.

  • Rekonstruktion des Medienumgangs Jugendlicher im Zeitverlauf
  • Analyse der Motivationen und Funktionen der Mediennutzung (z.B. Fernsehen, Social Web)
  • Einfluss der Mediennutzung auf Identitätsbildung und Sozialisationsprozesse
  • Rolle von Jugendszenen, Trends und dem Konzept der Bricolage im digitalen Zeitalter
  • Untersuchung von geschlechtsspezifischen Unterschieden und sozioökonomischen Faktoren

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Freizeitbeschäftigungen

„Gute Freunde kann niemand trennen“ – das stellte Sportler und Medienfigur Franz Beckenbauer schon vor über vierzig Jahren fest. Ob Freundschaften wirklich so lange halten, kann zwar durch diese Arbeit nicht verifiziert werden, sehr wohl aber, dass Freunde für die Multimedia-Generation den allerhöchsten Stellenwert haben.

Im Jahr 1998 geben im Rahmen der JIM-Jugendstudie 84 Prozent aller befragten Mädchen und 86 Prozent aller befragten Jungen an, dass das Treffen mit Gleichaltrigen die wichtigste non-mediale Freizeitaktivität ist. Ohne nennenswerte Schwankungen in den darauffolgenden Jahren ist in der aktuellsten Studie aus dem Jahr 2009 festzustellen, dass sich an diesem Ergebnis kaum etwas geändert hat: 87 Prozent aller befragten Mädchen geben an, dass sie sich am liebsten mit Freunden treffen. Bei den männlichen Befragten steigt dieser Wert im Jahr 2008 sogar auf bis zu 90 Prozent an.

Auch bezüglich der weiteren Freizeitaktivitäten hat sich scheinbar nichts geändert: Sport ist und bleibt die zweitliebste Freizeitaktivität der 12- bis 19-Jährigen. Vor 12 Jahren betätigen sich 74 Prozent aller Jungen täglich beziehungsweise mehrmals pro Woche, sportlich; bei den Mädchen sind es 57 Prozent. Dieser Wert steigt im Laufe der Zeit bis zum Jahr 2009 auf 64 Prozent bei den Mädchen und 76 Prozent bei den Jungen an.

Allerdings ist nicht davon auszugehen, dass diese sportlichen Aktivitäten allein ausgeübt werden. Da in der JIM-Studie aber leider nicht zwischen Aktivitäten in Vereinen und Aktivitäten im engeren Freundeskreis unterschieden wird, kann es durchaus sein, dass junge Menschen ihre Freizeit in unterschiedlichen Communities verbringen.

Zusammenfassung der Kapitel

Anliegen und Methoden der Arbeit: Diese Einleitung führt in die Problematik des Medienwandels ein und erläutert die methodische Vorgehensweise anhand der JIM- und KIM-Studien.

Freizeitgestaltung Jugendlicher im Wandel seit 1998: Das Kapitel beleuchtet non-mediale Interessen sowie die Entwicklung der Geräteausstattung im Haushalt und bei den Jugendlichen selbst.

Inhalte, Funktionen und Motivationen der Mediennutzung: Hier werden die spezifischen Nutzungsgewohnheiten von Fernsehen, Computer, Internet und Mobiltelefonen detailliert analysiert.

Sozialisation Jugendlicher in der Medienwelt: Dieser Abschnitt erörtert die Auswirkungen der Medienwelt auf die Identitätsbildung, die Rolle von Subkulturen und das Konzept der Bricolage.

Der Weg zum neuen Trend in den Medien: Dieses Kapitel beschreibt die Entstehung von Trends und wie Marketingstrategien jugendliche Lebensstile beeinflussen.

Schlussfolgerungen: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Mediennutzung der heutigen Generation und deren Einfluss auf die Sozialisation zusammen.

Schlüsselwörter

Mediennutzung, Jugendliche, Sozialisation, Identitätsbildung, JIM-Studie, KIM-Studie, Freizeitverhalten, Internet, Mobiltelefone, Daily Soap, Social Web, Bricolage, Jugendsubkulturen, Trendforschung, Multitasking.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Veränderung der Mediennutzung von Jugendlichen im Zeitraum von 1998 bis 2010 und untersucht deren Auswirkungen auf das Freizeitverhalten und die Sozialisation.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen den Wandel von Medienpräferenzen, die Bedeutung digitaler Kommunikation, die Rolle von Social Media, Trends in Jugendsubkulturen sowie die Frage der Identitätsbildung in einer medial geprägten Umwelt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche die zunehmende Multimedialität in ihren Alltag integrieren, welche sozialen Funktionen diese Medien erfüllen und inwiefern traditionelle Werte trotz der technisierten Umwelt bestehen bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse umfassender Studien, insbesondere der JIM- und KIM-Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbandes Südwest (MPFS) sowie ergänzender Trendanalysen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Medienausstattung und -nutzung (Fernsehen, Computer, Internet, Mobilfunk), die damit verbundene Sozialisation und Identitätsbildung sowie die mechanismenbasierte Entstehung von Trends.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Mediennutzung, Sozialisation, Identitätsbildung, Jugend, Trendforschung, Social Web und Multimedialität.

Welche Bedeutung haben "Daily Soaps" für Jugendliche?

Daily Soaps dienen als täglicher Gesprächsstoff innerhalb von Peergroups und fungieren oft als „Ratgeber“ für alltägliche soziale Herausforderungen, ohne dabei die Realitätswahrnehmung der Jugendlichen zu zerstören.

Was versteht der Autor unter dem Konzept der "Bricolage"?

Unter Bricolage wird die Fähigkeit Jugendlicher verstanden, aus vorhandenen kulturellen Fragmenten und Stilelementen eigene, neue Lebensstile zusammenzusetzen, um ihre Identität individuell auszudrücken.

Gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Mediennutzung?

Ja, die Arbeit zeigt, dass während Jungen tendenziell eher technisch-praktische Aspekte oder Gaming bevorzugen, Mädchen Medien häufiger zur Kommunikation, Kontaktpflege (Social Media) und als Identifikationsraum für zwischenmenschliche Themen nutzen.

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Details

Title
Chaos oder alles unter Kontrolle? - Mediennutzung von Jugendlichen im Wandel
Subtitle
Eine Analyse der Mediennutzung Jugendlicher und ihre Veränderung innerhalb des letzten Jahrzehnts. Viva Internet und quo vadis TV?
College
University of Duisburg-Essen  (Institut für praxisorientierte Sozialwissenschaften)
Grade
1,6
Author
Sebastian Filipowski (Author)
Publication Year
2010
Pages
80
Catalog Number
V167199
ISBN (eBook)
9783640836277
ISBN (Book)
9783640836468
Language
German
Tags
Mediennutzung Nutzung von Medien JIM-Studie KIM-Studie Jugend Jugendliche Teenager Internet Fernsehen TV Radio Hörfunk MTV Handy Handynutzung Mobiltelefon Mobiltelefone Social Media Facebook SchuelerVZ VZ Medienforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Filipowski (Author), 2010, Chaos oder alles unter Kontrolle? - Mediennutzung von Jugendlichen im Wandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167199
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