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Kommunale Jahresabschlussanalyse mit dem NKF-Kennzahlenset - Kritik und Verbesserungsvorschläge an den Kennzahlen

Ist die Jahresabschlussanalyse mit dem NKF-Kennzahlenset ausreichend?

Title: Kommunale Jahresabschlussanalyse mit dem NKF-Kennzahlenset - Kritik und Verbesserungsvorschläge an den Kennzahlen

Research Paper (undergraduate) , 2010 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Matthias Arzt (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Kommunale Jahresabschlussanalyse mit dem NKF-Kennzahlenset – Kritik und Verbesserungsvorschläge an den Kennzahlen

Ist die Bilanzanalyse mit dem NKF-Kennzahlenset ausreichend?

1. Jahresabschlussanalyse

Im Zuge des Neuen Steuerungsmodells werden die Gemeinden dazu angehalten, ihr kame-ralistisches Gemeindehaushaltswesen auf die Doppik umzustellen. So ist ein Gemeinde-haushaltswesen entstanden, das den Ressourcenverbrauch (Aufwendungen und Erträge) periodisiert und dokumentiert und nicht nur die Ein - und Auszahlungen (kassenwirksame Vorgänge) einer Gemeinde. Zweck dieses neuen Gemeindehaushaltswesens ist das wirt-schaftlichere und effizientere Verwaltungshandeln und die Einhaltung des Prinzips der inter-generativen Gerechtigkeit.

Mit der Einführung der Doppik werden die Kommunen erstmals auch Jahresabschlüsse ers-tellen. Der Jahresabschluss einer Kommune gibt einen periodenbezogen Überblick über das Vermögen und seine Zusammensetzung. Er dient dem Rechenschaftszweck und der Kapitalerhaltung.(1) Die Kommune muss bei der Erstellung die geltenden Normen (GoB, Detailvor-schriften) beachten, um die Richtigkeit des Jahresabschlusses gewährleisten zu können.(2) Allerdings können die Informationsbedürfnisse und-ansprüche der einzelnen Adressaten nicht allein durch die Richtigkeit der vom Jahresabschluss wiedergegebenen Daten befriedigt werden.(3) Der Grund dafür ist, dass die Informationsziele der Anspruchsgruppen sehr unter-schiedlich sind.(4) Die Gewährleistung der „Richtigkeit“ des Jahresabschlusses soll den Adres-saten lediglich die Möglichkeit dazu geben, sich ein unabhängiges Urteil zu bilden und das auf Basis einwandfreier Jahresabschlussinformationen.(5)
Zur Urteilsbildung der Adressaten müssen nun die gegebenen Informationen verarbeitet werden. Diesen Verarbeitungsprozess nennt man Jahresabschlussanalyse (bzw. Bilanzana-lyse).(6) Dabei werden Informationen aus der Bilanz, der Ergebnis-und Finanzrechnung und dem Anhang erhoben und verarbeitet.(7) Auch der Lagebericht kann zeitweise interessante Informationen enthalten.(8)
_______
(1) Vgl.: Fudalla/Tölle/Wöste/zur Mühlen, Bilanzierung und Jahresabschlüsse in der Kommunalverwaltung – Grundsätze für das Neue kommunale Finanzmanagement, 2.Aufl., 2008, Erich Schmidt Verlag, S.253
(2)dto.
(3)dto.
(4)dto.
(5)dto.
(6)dto.
(7)dto.
(8)dto.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Jahresabschlussanalyse

2. NKF-Kennzahlenset Nordrhein-Westfahlen – Kritiken und Verbesserungsvorschläge an den Kennzahlen

2.1. Haushaltswirtschaftliche Gesamtlage

2.1.1. Aufwandsdeckungsgrad (ADG):

2.1.2. Eigenkapitalquote 1 (EKQ I)

2.1.3. Eigenkapitalquote II

2.1.4. Fehlbetragsquote

2.2. Vermögenslage

2.2.1. Infrastrukturquote

2.2.2. Abschreibungsintensität

2.2.3. Drittfinanzierungsquote

2.2.4. Investitionsquote

2.3. Finanzlage

2.3.1. Anlagendeckungsgrad II

2.3.2. Dynamischer Verschuldungsgrad

2.3.3. Liquidität 2. Grades

2.3.4. Kurzfristige Verbindlichkeitsquote

2.3.5. Zinslastquote

2.4. Ertragslage:

2.4.1. (Netto-)Steuerquote

2.4.2. Zuwendungsquote

2.4.3. Personalintensität

2.4.4. Sach- und Dienstleistungsintensität

2.4.5. Transferaufwandsquote

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das NKF-Kennzahlenset für die kommunale Jahresabschlussanalyse kritisch zu hinterfragen und Verbesserungsvorschläge zur Eignung und Aussagekraft der Kennzahlen zu entwickeln, insbesondere unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen an eine öffentliche Verwaltung im Vergleich zur Privatwirtschaft.

  • Grundlagen der kommunalen Jahresabschlussanalyse
  • Kritische Analyse des NKF-Kennzahlensets (NRW)
  • Differenzierung der Kennzahlenbereiche: Haushaltswirtschaft, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
  • Herausforderungen des interkommunalen Vergleichs
  • Diskussion von Kennzahlensystemen und qualitativen Analysemöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

2.3.3. Liquidität 2. Grades

„Diese Kennzahl gibt stichtagsbezogen Auskunft über die „kurzfristige Liquidität“ der Gemeinde.“73 Eine Solche Kennzahl zur Beurteilung der Liquidität ist aus folgenden Gründen mit Vorsicht zu genießen:

• die Größen, die zur Berechnung der Kenziffer verwendet werden, sind vergangenheitsbezogen. Posten im Umlaufvermögen können hohen wertmäßigen Schwankungen unterliegen.74

• Gemeindeinterne Zahlungsverpflichtungen und andere Zahlungsverpflichtungen, die nicht bilanziert werden und die wesentlichen Einfluss auf die Liquidität haben, werden nicht in die Berechnung mit einbezogen, da sie nicht als Fremdkapital kategorisiert werden (z.B. Löhne, Gehälter, Mieten).75

• Auch in den kurzfristigen Verbindlichkeiten sind Verpflichtungen enthalten, deren Ausgleichszeitpunkte mehrere Monate auseinander liegen können.76

• Der Bestand der liquiden Mittel ist nicht aussagekräftig weil leicht beeinflussbar (z.B. Windowdressing, Factoring, u.v.m.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Jahresabschlussanalyse: Erläutert die Grundlagen der kommunalen Doppik und den Zweck der Jahresabschlussanalyse als Instrument zur Urteilsbildung durch Kennzahlen.

2. NKF-Kennzahlenset Nordrhein-Westfahlen – Kritiken und Verbesserungsvorschläge an den Kennzahlen: Analysiert detailliert die 19 Kennzahlen des NKF-Sets in den Kategorien Haushaltslage, Vermögenslage, Finanzlage und Ertragslage hinsichtlich ihrer Aussagekraft und Eignung für Kommunen.

3. Fazit: Reflektiert den aktuellen Stand der kommunalen Bilanzanalyse, identifiziert Grenzen des Kennzahleneinsatzes und gibt Ausblicke auf zukünftige Entwicklungen wie den Einsatz von Kennzahlensystemen.

Schlüsselwörter

Jahresabschlussanalyse, NKF-Kennzahlenset, Doppik, Kommunalverwaltung, Haushaltsausgleich, Aufwandsdeckungsgrad, Eigenkapitalquote, Vermögenslage, Finanzlage, Ertragslage, interkommunaler Vergleich, intergenerative Gerechtigkeit, Bilanzanalyse, Kennzahlen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Jahresabschlüssen bei Kommunen, die auf das Neue kommunale Finanzmanagement (NKF) umgestellt haben, und untersucht kritisch die Anwendung der entsprechenden Kennzahlen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die Bereiche Haushaltswirtschaftliche Gesamtlage, Vermögenslage, Finanzlage und Ertragslage innerhalb des kommunalen Rechnungswesens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Fragestellung lautet, ob das bestehende NKF-Kennzahlenset für eine fundierte Bilanzanalyse bei Kommunen ausreichend ist und wo Kritikpunkte sowie Verbesserungspotenziale liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kritische Analyse und methodische Einordnung der offiziell empfohlenen Kennzahlen vorgenommen, ergänzt durch einen Vergleich mit privatwirtschaftlichen Analysestandards.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung und kritische Prüfung der einzelnen Kennzahlen des NRW-Kennzahlensets, unterteilt in ihre jeweilige betriebswirtschaftliche Zielrichtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Jahresabschlussanalyse, NKF-Kennzahlenset, Doppik, interkommunaler Vergleich und intergenerative Gerechtigkeit.

Warum sind privatwirtschaftliche Kennzahlen für Kommunen oft nur begrenzt anwendbar?

Aufgrund unterschiedlicher Zielsetzungen – Gewinnmaximierung in der Privatwirtschaft gegenüber Gemeinwohlmaximierung bei Kommunen – sind viele Kennzahlen nicht ohne Anpassung oder kritische Hinterfragung übertragbar.

Welches Problem besteht bei der "Liquidität 2. Grades" im kommunalen Kontext?

Die Kennzahl ist laut Verfasser stichtagsbezogen, vergangenheitsorientiert und lässt wesentliche Zahlungsverpflichtungen, die nicht als Fremdkapital kategorisiert sind, unberücksichtigt.

Welche Bedeutung hat die intergenerative Gerechtigkeit in dieser Analyse?

Sie stellt ein primäres Ziel der kommunalen Haushaltswirtschaft dar; die Arbeit verdeutlicht, dass beispielsweise Fehlbeträge oder sinkendes Eigenkapital als Verstöße gegen diesen Grundsatz gewertet werden müssen.

Warum fordert der Autor eine "Bereinigung" der Kennzahlen?

Da das derzeitige Kennzahlenset teilweise auf die Berücksichtigung periodenfremder Erträge oder Zahlungen verzichtet, besteht die Gefahr einer verzerrten Informationslage, die der Autor durch Bereinigung korrigieren möchte.

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Details

Title
Kommunale Jahresabschlussanalyse mit dem NKF-Kennzahlenset - Kritik und Verbesserungsvorschläge an den Kennzahlen
Subtitle
Ist die Jahresabschlussanalyse mit dem NKF-Kennzahlenset ausreichend?
College
University of Applied Sciences Nordhausen
Grade
2,0
Author
Matthias Arzt (Author)
Publication Year
2010
Pages
26
Catalog Number
V167216
ISBN (eBook)
9783640836321
ISBN (Book)
9783640836475
Language
German
Tags
kommunale jahresabschlussanalyse nkf-kennzahlenset kritik verbesserungsvorschläge kennzahlen jahresabschlussanalyse nkf-kennzahlenset
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Arzt (Author), 2010, Kommunale Jahresabschlussanalyse mit dem NKF-Kennzahlenset - Kritik und Verbesserungsvorschläge an den Kennzahlen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167216
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