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Der Zusammenhang zwischen Depression und Suizidalität unter Einbezug des Modells der erlernten Hilflosigkeit

Titre: Der Zusammenhang zwischen Depression und Suizidalität unter Einbezug des Modells der erlernten Hilflosigkeit

Dossier / Travail , 2025 , 19 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Luisa Pliquett (Auteur)

Psychologie - Psychologie Clinique, Psychopathologie, Prévention
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Depressive Störungen gehören zu den am weitesten verbreiteten psychischen Störungen, welche einen der größten Risikofaktoren für suizidale Handlungen darstellen. Angesichts der scheinbar engen Verbindung zwischen Depressionen und Suizidalität untersucht die vorliegende Hausarbeit den Zusammenhang zwischen den genannten Punkten, auch unter dem Gesichtspunkt des Modells der erlernten Hilfslosigkeit nach Seligman, welches einen Erklärungsansatz für depressive Störungen bietet. In dieser Hausarbeit soll neben dem Zusammenhang zwischen Depressionen und Suizidalität ebenso herausgestellt werden, inwieweit das Modell zur Erklärung des Zusammenhanges beiträgt. Die Forschungsfrage diesbezüglich lautet: Welcher Zusammenhang besteht zwischen Depressionen und Suizidalität und inwieweit hilft das Modell der erlernten Hilflosigkeit die Entstehung und Aufrechterhaltung dessen zu erklären?
Zunächst wird die depressive Störung differenziert dargestellt. Anschließend erfolgt eine Abgrenzung zwischen Begriffen wie Suizid, Suizidalität, suizidale Gedanken und Handlungen. Daran anknüpfend wird der Zusammenhang zwischen Depression und Suizidalität dargestellt. In Kapitel 3 wird anschließend das Modell der erlernten Hilfslosigkeit dargestellt sowie anschließend seine Relevanz für die Depression und Suizidalität hervorgehoben. Die Hausarbeit endet mit einer Diskussion sowie Fazit mit Ausblick auf weitere Forschungsfelder.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Abkürzungsverzeichnis
  • 1 Einleitung
  • 2 Grundlagen der Begriffe und theoretischer Hintergrund
    • 2.1 Einführung in das Thema Depressionen
    • 2.2 Einführung in das Thema Suizid
    • 2.3 Depression und Suizid
  • 3 Modell der erlernten Hilflosigkeit
    • 3.1 Relevanz für Depressionen
    • 3.2 Relevanz für Suizidalität bei Depression
  • 4 Diskussion und Fazit
  • Literaturverzeichnis
  • Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit widmet sich der Untersuchung des komplexen Zusammenhangs zwischen Depressionen und Suizidalität. Das Hauptziel ist es, diesen Zusammenhang zu beleuchten und zu analysieren, inwieweit das Modell der erlernten Hilflosigkeit nach Seligman zur Erklärung der Entstehung und Aufrechterhaltung dieser Phänomene beitragen kann.

  • Detaillierte Darstellung depressiver Störungen und ihrer Klassifikation nach ICD-11.
  • Abgrenzung und Definition von Suizid, Suizidalität, suizidalen Gedanken und Handlungen.
  • Analyse des direkten Zusammenhangs und der Überschneidungen zwischen Depressionen und Suizidalität.
  • Einführung und Erläuterung des Modells der erlernten Hilflosigkeit nach Seligman.
  • Untersuchung der spezifischen Relevanz des Modells der erlernten Hilflosigkeit für Depressionen und Suizidalität.
  • Diskussion der Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsfelder.

Auszug aus dem Buch

3 Modell der erlernten Hilflosigkeit

Im Folgenden wird das Modell der erlernten Hilflosigkeit dargestellt, bevor es mit Depressionen und Suizidalität in Bezug gesetzt wird.

Das Modell der erlernten Hilflosigkeit beschreibt, dass Betroffene ein bedeutsames Ereignis als nicht kontrollierbar wahrnehmen (de Vries & Petermann, 2022). Sie können durch eigene Anstrengungen Ziele nicht erreichen und erfahren somit Misserfolge, welche sie sich selbst zu schreiben, während Erfolge ihrem Umfeld zugeschrieben werden (Boeger, 2024, 177). Durch vermehrte negative Erfahrungen werden diese auf zukünftige Situationen generalisiert (Petermann et al., 2018, 54). Es entsteht ein Gefühl der Unkontrollierbarkeit über Situationen, Betroffene werden passiv und suchen nicht mehr nach Lösungen bei Problemen (Boeger, 2024, 177). Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit und Niedergeschlagenheit dominieren (Petermann et al., 2018, 54). Im weiteren Verlauf wurde dieses Modell um die Kausalattribution erweitert. Dies „[...] sind subj[ektive] Ursachenzuschreibungen, die Personen zur Erklärung von Ereignissen vornehmen.“ (Schöne & Tandler, 2021). Diese Ursachenzuschreibungen beziehen sich auf interne, stabile oder generelle Ursachen. Das heißt eine Person kann überlegen, ob sie selbst an dem Problem schuld ist oder nicht (Internal), ob das Problem veränderbar ist oder nicht (Stabil) und ob das Problem allgegenwärtig ist oder ob es Bereiche gibt, in denen das Problem nicht besteht (Global) (Petermann et al., 2018, 55).

Eine zweite Erweiterung des ursprünglichen Modells ist die Unterscheidung zwischen universeller und persönlicher Hilflosigkeit. Unterschieden wird, ob ein Problem für alle Menschen unkontrollierbar ist oder nur für die Person selbst und dass diese auch an ebendiesen schuld ist und nicht die äußeren Umstände (Petermann et al., 2018, 54). Bezogen auf die erlernte Hilflosigkeit würde dies bedeuten, dass hier von persönlicher und nicht universeller Hilflosigkeit zu sprechen ist, da die Person nur sich selbst als machtlos empfindet.

3.1 Relevanz für Depressionen

Bezogen auf den ersten Teil des Modells sieht Seligman Depressionen folglich als erlerntes Verhalten an, nachdem wiederholt die mangelnde Kontrolle bei Entscheidungen und Problemen erlebt wurde, welches dann auf weitere Lebensbereiche generalisiert wird (Beesdo-Baum & Wittchen, 2020, 1049). Da negative Erfahrungen nicht grundsätzlich in einer Depression enden müssen, ist es sinnvoll die Erweiterung durch die Kausalattribution miteinzubeziehen (Petermann et al., 2018, 54). Attributionen sind zugeschriebene Ursachen und müssen nicht die tatsächlichen Ursachen sein (Petermann et al., 2018, 53). Wie in Kapitel 2.1 deutlich geworden ist, sind wichtige Punkte der Depression Hilflosigkeit, negative Denkmuster und Verhaltensänderungen. Durch das Erfahren mangelnder Kontrolle in entscheidenden Situationen verstärken sich diese Punkte, da Betroffene sich selbst als ursächlich für die Probleme sehen (Internal) und das Problem als nicht veränderbar (Stabil), da sie die mangelnde Kontrolle generalisieren. Auch ist das Gefühl der Hilflosigkeit und mangelnden Kontrolle allgegenwärtig (Global) (Beesdo-Baum, 2020, 1049). So ist das Problem per se nicht das Schlimme, sondern die Unkontrollierbarkeit (Matten & Pausch, 2024, 148). Die Generalisierung führt weiter dazu, dass eine Unkontrollierbarkeit antizipiert und das Negative verstärkt erinnert wird und somit die Hilflosigkeit steigert (Schüßler, 2017, 345). Neben Hilflosigkeit kann ebenfalls Hoffnungslosigkeit entstehen die Kontrolle je wieder zurückzubekommen (Matten & Pausch, 2024, 148).

Bezogen auf persönliche und universelle Hilflosigkeit bedeutet dies vermutlich, dass die Situation nur für depressive Personen als unkontrollierbar erscheint, nicht für alle Menschen und dies im Umkehrschluss die Depression weiter verstärkt. So liegt bei depressiven Menschen vermutlich eine persönliche Hilflosigkeit vor.

Ein Ziel einer Therapie sollte demnach sein, Gefühle der Handlungskontrolle wiederzuerlangen und somit Probleme als lösbar zu erkennen (Matten & Pausch, 2024, 148).

Zusammenfassend beschreibt das Modell der erlernten Hilflosigkeit bezogen auf Depressionen einen Kreislauf, welcher für Betroffene schwer zu durchbrechen ist. Durch das Erleben mehrerer Situationen und Probleme als unkontrollierbar wird dies auf weitere Situationen generalisiert, sodass Menschen in einem Kreislauf aus Passivität, Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit gefangen sind, an welchem sie sich selbst die Schuld geben bzw. sich selbst als ursächlich sehen, welches wiederum ein Teil der Symptome einer Depression darstellt.

3.2 Relevanz für Suizidalität bei Depression

Wie in Kapitel 2.2 angerissen wurde, können Depressionen Suizidalität begünstigen (Petermann et al., 2018, 192). Das Gefühl von Hilflosigkeit und Machtlosigkeit, welche zentrale Punkte des Modells der erlernten Hilflosigkeit und bei Depressionen sind, können Suizidgedanken hervorrufen. Die Erweiterung durch die Attributionstheorie, bei welcher depressive Menschen die internalen, globalen und stabilen Ursachenzuschreibungen auf sich beziehen, kann zu Hoffnungslosigkeit beitragen: Betroffene denken, dass sie selbst ursächlich für das Problem sind, dass das Problem nicht veränderbar ist und dass eine Unkontrollierbarkeit in allen Bereichen besteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Führt in das Thema Depressionen und Suizidalität ein, stellt die Forschungsfrage nach dem Zusammenhang beider Phänomene unter Berücksichtigung des Modells der erlernten Hilflosigkeit vor und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2 Grundlagen der Begriffe und theoretischer Hintergrund: Differenziert die Begriffe Depression und Suizidalität, erläutert deren Symptomatik, Klassifikation und Risikofaktoren, und beleuchtet erste Zusammenhänge zwischen beiden Störungen.

3 Modell der erlernten Hilflosigkeit: Beschreibt Seligmans Modell der erlernten Hilflosigkeit, erweitert es um Kausalattributionen und diskutiert dessen Relevanz für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Depressionen sowie für das Auftreten suizidaler Gedanken und Handlungen.

4 Diskussion und Fazit: Fasst die Erkenntnisse über das Modell der erlernten Hilflosigkeit im Kontext von Depressionen und Suizidalität zusammen, diskutiert Stärken und Schwächen des Modells und gibt einen Ausblick auf weitere Forschungsfelder.

Schlüsselwörter

Depression, Suizidalität, erlernte Hilflosigkeit, Seligman, psychische Störungen, Risikofaktoren, Hoffnungslosigkeit, Kausalattribution, affektive Störungen, ICD-11, psychische Gesundheit, Therapieansätze, Prävention, Selbstwertgefühl, Verhaltensänderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen Depressionen und Suizidalität, insbesondere unter Einbeziehung des Modells der erlernten Hilflosigkeit nach Seligman.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Definition und Klassifikation von Depressionen und Suizidalität, deren gegenseitige Beeinflussung sowie die Erklärung dieser Phänomene durch das Konzept der erlernten Hilflosigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Depressionen und Suizidalität zu ergründen und zu analysieren, inwieweit das Modell der erlernten Hilflosigkeit die Entstehung und Aufrechterhaltung dieses Zusammenhangs erklären kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Diskussion vorhandener Literatur und wissenschaftlicher Modelle aus der Klinischen Psychologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen der Depressionen und des Suizids, deren Wechselwirkungen und der detaillierten Darstellung des Modells der erlernten Hilflosigkeit sowie dessen Relevanz für beide Störungsbilder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Depression, Suizidalität, erlernte Hilflosigkeit, psychische Störungen, Risikofaktoren, Hoffnungslosigkeit, Kausalattribution, affektive Störungen, ICD-11, psychische Gesundheit.

Wie wird die Rolle des Geschlechts bei Depressionen und Suizidalität thematisiert?

Die Arbeit diskutiert, dass Frauen häufiger von Depressionen betroffen sind als Männer, aber auch, dass Symptome und Risikofaktoren geschlechterspezifisch variieren, was die Diagnose erschweren kann. Bei Suizidalität begehen Frauen mehr Versuche, Männer vollenden diese eher.

Welche Kritikpunkte werden am Modell der erlernten Hilflosigkeit geäußert?

Das Modell wird als zu starr und undifferenziert kritisiert, da es individuelle Aspekte, soziodemografische oder psychosoziale Faktoren sowie Komorbiditäten bei der Erklärung von Depressionen und Suizidalität außer Acht lässt.

Inwiefern bietet das Modell der erlernten Hilflosigkeit Ansätze für die Therapie?

Das Modell legt nahe, dass ein therapeutisches Ziel darin bestehen sollte, Gefühle der Handlungskontrolle wiederzuerlangen und Probleme als lösbar zu erkennen, um den Kreislauf aus Passivität, Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit zu durchbrechen.

Warum wird der Begriff „Freitod“ in der Arbeit als falsch angesehen?

Der Begriff „Freitod“ wird als wertend und potenziell falsch angesehen, da ein Suizid selten auf einer freien Wahl basiert, sondern meist auf einer zugrunde liegenden psychischen Störung oder einer subjektiven Notsituation beruht, die eine freie Entscheidung einschränkt.

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Résumé des informations

Titre
Der Zusammenhang zwischen Depression und Suizidalität unter Einbezug des Modells der erlernten Hilflosigkeit
Université
University of Applied Sciences Hamburg
Note
2,0
Auteur
Luisa Pliquett (Auteur)
Année de publication
2025
Pages
19
N° de catalogue
V1672291
ISBN (PDF)
9783389165041
ISBN (Livre)
9783389165058
Langue
allemand
mots-clé
Depression Suizidalität Depression und Suizidalität Modell der erlernten Hilflosigkeit klinische Psychologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Luisa Pliquett (Auteur), 2025, Der Zusammenhang zwischen Depression und Suizidalität unter Einbezug des Modells der erlernten Hilflosigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1672291
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Extrait de  19  pages
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