Digitale Gruppenarbeit ist ein zentraler Bestandteil moderner Fernstudiengänge und gleichzeitig eine erhebliche Herausforderung für Studierende. Ausgehend von der bildungswissenschaftlichen Relevanz zunehmender digitaler und kollaborativer Lernprozesse sowie dem Mangel an Forschung zu deren subjektiver Belastung, widmet sich diese Arbeit der Frage, inwiefern Fern- und Onlinestudierende kognitive, soziale und emotionale Brüche in der digitalen Gruppenarbeit wahrnehmen. Zur Beantwortung wurde eine systematische Auswertung einschlägiger empirischer Studien vorgenommen, die mithilfe des Community of Inquiry Frameworks (CoI) und seiner Erweiterung um die emotionale Präsenz analysiert wurden. Ziel war es, subjektiv empfundenen Brüche typologisch zu erfassen. Die Ergebnisse zeigen, dass unklare Aufgabenstellungen, mangelhafte soziale Interaktion, fehlende emotionale Ausdrucksmöglichkeiten sowie strukturelle und zeitliche Barrieren zentrale Belastungsfaktoren sind. Die Studie schließt mit Empfehlungen zur Gestaltung digitaler Gruppenprozesse und hebt insbesondere die Bedeutung synchroner Kommunikation und vertrauensbildender Maßnahmen hervor.
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- Daniela Haindl (Autor), 2025, Brüche während der digitalen Gruppenarbeit im Online-Studium, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1672302