In der folgenden Abhandlung wird die Fragestellung geklärt, inwieweit kommunikative Kompetenz im Fremdsprachenunterricht berücksichtigt wird. Dazu wird am Anfang eine Begriffsdefinition und anhand dieser eine Untersuchung bezüglich der Verwendung kommunikativer Aufgaben im Unterricht stehen.
Weiterhin werden im aktuellen Lehrplan Spanisch für den gymnasialen Bildungsgang des Landes Hessen (G8) und im „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ das Auftreten und die Wichtigkeit kommunikativer Aufgabentypen und Kompetenzen aufgezeigt und dargestellt.
Abschließend wird der Dialog als kommunikative Aufgabe und dessen primäres Ziel des Erreichens einer kommunikativen Kompetenz in der entsprechenden Fremdsprache erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Erläuterung des Begriffs: kommunikative Kompetenz
3. Warum kommunikative Kompetenz im Fremdsprachenunterricht?
3.1 Berücksichtigung der kommunikativen Kompetenz im Lehrplan des Landes Hessen (G8) und im „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen“
4. Die Verwendung kommunikativer Übungen im Fremdsprachenunterricht
4.1 Der Dialog als kommunikative Übung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretische Fundierung und die praktische Relevanz der kommunikativen Kompetenz im modernen Fremdsprachenunterricht. Dabei wird analysiert, wie dieses zentrale Unterrichtsziel durch geeignete Aufgabenformen in der Praxis umgesetzt werden kann und welchen Stellenwert es in aktuellen Lehrplänen sowie europäischen Referenzrahmen einnimmt.
- Definition und Komponenten der kommunikativen Kompetenz
- Bedeutung der mündlichen Interaktion im Fremdspracherwerb
- Implementierung in hessische Lehrpläne und den Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen
- Methodische Gestaltung kommunikativer Übungen im Unterricht
- Der Dialog als zentrales Instrument zur Kompetenzentwicklung
Auszug aus dem Buch
4. Die Verwendung kommunikativer Übungen im Fremdsprachenunterricht
Nach Ribas begünstigen Aufgaben, die sich auf kommunikative Aktivitäten beziehen, das Lernen der Fremdsprache erheblich, da für die Beherrschung der Sprache eine möglichst reale Verwendung dieser vonnöten sei, und eine didaktisierte und vereinfachte Form der Sprache im Unterricht nur am Lernbeginn verwendet werden solle. Um dies zu ermöglichen gäbe es verschiedene Meinungen zur Rolle der L1 im Unterricht. Manche Fremdsprachenlehrer unterrichten konsequent ausschließlich in der Fremdsprache, andere verwenden die L1 durchaus für Erklärungen und Ähnliches. Die Diskussion darüber halte immer noch an (Ribas 2003: 332).
Pauels misst kommunikativen Übungen einen solchen Stellenwert bei, dass er sie als Aufgaben definiert, „die über den Erfolg oder Misserfolg von Fremdsprachenlernen entscheiden“ (Pauels 2003: 303). Um diese bei der Vermittlung einer Fremdsprache anzuwenden, ist es notwendig, vorerst eine Definition der Kommunikationsfähigkeit zu geben: „[…] Kommunikationsfähigkeit [ist] das Vermögen der Lerner, Äußerungen adressatengerecht im sozialen Interaktionsprozess so zu verwenden, dass eine Verständigung gewährleistet wird.“ (Pauels 2003: 302)
Es ist demnach nicht die Rede von einer sprachlichen Korrektheit, sondern von der Kompetenz, sich mit anderen in einer Fremdsprache zu unterhalten und angemessen kommunizieren zu können. Da nicht die grammatische Korrektheit im Vordergrund steht, sei „mit Fehlerhäufungen oder sprachlichen Defiziten zu rechnen“ (Pauels 2003: 303). Diesen müsse der Lehrkörper jedoch „mit großer Toleranz“ (Pauels 2003: 303) begegnen, da „gerade der Versuch fremdsprachlicher Formulierung mitteilungsbezogener Äußerungen einen direkten und nachhaltigen Lernbeitrag zur fremdsprachlichen Kommunikationsfähigkeit leisten kann.“ (Pauels 2003: 303)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt den Begriff der kommunikativen Kompetenz in einen wissenschaftshistorischen Kontext und umreißt die Fragestellung sowie den Aufbau der Untersuchung.
2. Erläuterung des Begriffs: kommunikative Kompetenz: Dieses Kapitel definiert die vier Säulen der kommunikativen Kompetenz: grammatische, soziolinguistische, diskursive und strategische Kompetenz.
3. Warum kommunikative Kompetenz im Fremdsprachenunterricht?: Hier wird die Notwendigkeit der Kommunikation als kooperativer Akt begründet und die Relevanz für den Fremdsprachenerwerb dargelegt.
3.1 Berücksichtigung der kommunikativen Kompetenz im Lehrplan des Landes Hessen (G8) und im „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen“: Das Kapitel vergleicht offizielle Vorgaben und Kompetenzstufen mit der theoretischen Forderung nach einer Stärkung der kommunikativen Fähigkeiten.
4. Die Verwendung kommunikativer Übungen im Fremdsprachenunterricht: Dieses Kapitel erörtert die methodischen Anforderungen an Übungen, die den Schülern authentische Kommunikation ermöglichen sollen.
4.1 Der Dialog als kommunikative Übung: Der Dialog wird als spezifisches, hochwirksames Instrument für das Training mündlicher Interaktion und den Umgang mit Kommunikationsbarrieren hervorgehoben.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, kommunikative Elemente als tragende Säule im Fremdsprachenunterricht zu verankern.
Schlüsselwörter
Kommunikative Kompetenz, Fremdsprachenunterricht, Interaktion, Lehrplan, Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen, Sprachregister, Dialog, Mündlichkeit, Sprachdidaktik, Kommunikationsfähigkeit, Grammatische Kompetenz, Soziolinguistische Kompetenz, Strategische Kompetenz, Sprachpraxis, Diskursive Kompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die zentrale Rolle der kommunikativen Kompetenz als wesentliches Lernziel im modernen Fremdsprachenunterricht und untersucht, wie diese theoretisch und praktisch umgesetzt wird.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zu den Schwerpunkten gehören die Definition kommunikativer Kompetenz, die Bedeutung authentischer Kommunikation, die Orientierung an Lehrplänen sowie die methodische Umsetzung durch interaktive Übungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage klärt, inwieweit die kommunikative Kompetenz im heutigen Fremdsprachenunterricht Berücksichtigung findet und welche Bedeutung dabei der dialogischen Kommunikation zukommt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller bildungspolitischer Rahmenvorgaben und Lehrpläne.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsdefinition, die Analyse curricularer Vorgaben und eine didaktische Betrachtung spezifischer Kommunikationsübungen wie dem Kurzdialog.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe kommunikative Kompetenz, Sprachdidaktik, Interaktion und fremdsprachlicher Unterricht erschließen.
Warum wird der Dialog als besonders wichtige Übungsform hervorgehoben?
Der Dialog simuliert authentische Alltagssituationen und schult sowohl sprachliche Fähigkeiten als auch den Umgang mit nonverbalen Elementen und Improvisation.
Welche Rolle spielen Fehler während der Übungen?
Fehler werden als natürlicher Teil des Lernprozesses betrachtet; der Fokus liegt auf der erfolgreichen Übermittlung der Botschaft und der Aufrechterhaltung der Kommunikation.
Inwieweit werden offizielle Lehrpläne in die Untersuchung einbezogen?
Die Arbeit analysiert den Lehrplan Spanisch des Landes Hessen (G8) sowie den Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen, um die praktische Relevanz der kommunikativen Kompetenz zu belegen.
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- Carlos Steinebach (Author), 2009, Die Bedeutung der kommunikativen Kompetenz für den Fremdsprachenunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167292