Die Arbeit untersucht die gesundheitliche Situation von Grundschulkindern im Setting Grundschule und analysiert, welche Belastungen, Ressourcen und gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen in diesem Lebensabschnitt besonders bedeutsam sind. Dabei werden zentrale Gesundheitsbereiche wie Bewegung, Ernährung, psychisches Wohlbefinden und soziale Faktoren betrachtet.
Auf Grundlage dieser Analyse identifiziert die Arbeit praxistaugliche Handlungsansätze zur Gesundheitsförderung und Prävention, die direkt im schulischen Alltag umgesetzt werden können. Dazu zählen bewegungsfördernde Maßnahmen, gesundheitsbewusste Unterrichts- und Pausengestaltung, ernährungsbezogene Angebote, sowie Konzepte zur Stärkung sozialer Kompetenzen und des emotionalen Wohlbefindens.
Abschließend bewertet die Arbeit, wie Schulen als Lebenswelten aktiv zur Gesundheit der Kinder beitragen können und welche strukturellen Voraussetzungen nötig sind, um nachhaltige Präventionsmaßnahmen erfolgreich in den Schulalltag zu integrieren
Inhaltsverzeichnis
- 1 ANALYSE DER GESUNDHEITLICHEN AUSGANGSSITUATION
- 1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage
- 1.1.1 Zentrale Gesundheitsprobleme und Analyse der Datenlage
- 1.1.2 Bedeutung des ausgewählten Settings für die Gesundheitsförderung
- 1.2 Ableitung von Handlungsansätzen
- 1.2.1 Handlungsansatz Priorität 1 „Verbesserung des Bewegungsverhaltens und der Bewegungsverhältnisse im schulischen Alltag"
- 1.2.2 Handlungsansatz Priorität 2 „Förderung eines gesundheitsgerechten und ausgewogenen Ernährungsverhaltens“
- 1.2.3 Handlungsansatz Priorität 3 „Verbesserung der Medienkompetenz und Reduktion des Medienkonsums“
- 1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage
- 2 RECHERCHE „MODELLPROJEKT“
- 3 BEWERTUNG MODELLPROJEKT
- 3.1 Good-Practice-Kriterien
- 3.2 Schlussfolgerung für die Praxis
- 4 LITERATURVERZEICHNIS
- 5 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die gesundheitliche Situation von Grundschulkindern im Setting Grundschule umfassend zu analysieren und darauf basierend praxistaugliche Handlungsansätze zur Gesundheitsförderung und Prävention zu identifizieren und zu bewerten.
- Analyse der gesundheitlichen Ausgangssituation von Grundschulkindern (Übergewicht, Adipositas, Bewegungsmangel).
- Bedeutung des Settings Grundschule für die Gesundheitsförderung und Prävention.
- Ableitung und Priorisierung konkreter Handlungsansätze in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Medienkompetenz.
- Recherche und Vorstellung eines konkreten Modellprojekts zur Frühprävention (Fitness für Kids).
- Bewertung des Modellprojekts anhand etablierter Good-Practice-Kriterien.
- Ableitung von Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen für die Praxis.
Auszug aus dem Buch
Zentrale Gesundheitsprobleme und Analyse der Datenlage
Im Folgenden wird die gesundheitliche Ausgangssituation von Grundschulkindern im Setting Grundschule analysiert.
Eines der zentralen Gesundheitsprobleme von Grundschulkindern stellen Übergewicht und Adipositas dar. Dieses wird bestimmt durch den Body-Mass-Index, wobei die Körpergröße durch das Körpergewicht geteilt wird.
Etwa 15,4% der 3–17-Jährigen in Deutschland sind von Übergewicht und Adipositas betroffen (Schienkiewitz et al., 2018). Es sei ebenso zu erwähnen, dass negative gesundheitliche Folgen sich bis in das Erwachsenenalter ziehen können. Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, psychosoziale Belastungen sowie eine erhöhte Gesamtmortalität sind nur ein paar Auswirkungen von vielen (RKI, 2020).
Damit die Gesundheit der Grundschulkinder langfristig erhalten bleibt, bekommt die Prävention von Übergewicht und die Gesundheitsförderung steigende Bedeutung. Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, erhöhter Medienkonsum und eine ungesunde Ernährungssituation führen zu einer erhöhten Energiebilanz und somit zu Übergewicht und Adipositas.
Laut der WHO, ist vor allem die mit Sitzen verbrachte Zeit bei Kindern im Alter von 5-17 Jahren für Übergewicht verantwortlich, da dies in Verbindung mit einer niedrigeren Energiebilanz steht (WHO, 2020). Das dauerhafte Sitzen ohne Unterbrechungen in der Schule verschärft diesen Zustand. Man könnte meinen, dass der Schulsport hier entgegenwirkt, jedoch gaben 63% der Schüler und Schülerinnen in Deutschland an, maximal 2 Sportstunden wöchentlich durchzuführen. Empfehlenswert ist es, mindestens drei Wochenstunden Sportunterricht zu erhalten (DSB, 2003, S.22).
Schulkinder im Alter von 3-17 Jahren ist eine tägliche moderate bis intensive körperliche Aktivität von mindestens 60 Minuten empfohlen. Nur etwa 20% der Kinder erreichen diese Empfehlungen.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Analyse der gesundheitlichen Ausgangssituation: Dieses Kapitel beleuchtet die gesundheitliche Lage von Grundschulkindern, identifiziert Übergewicht, Adipositas und Bewegungsmangel als zentrale Probleme und leitet hieraus prioritäre Handlungsansätze für die Gesundheitsförderung ab.
Kapitel 2: Recherche „Modellprojekt“: Hier wird das Präventionsmodellprojekt „Fitness für Kids“ vorgestellt, das sich der Frühprävention von Bewegungsmangel im Kindergarten- und Grundschulalter widmet, inklusive seiner Ziele, Methoden und Träger.
Kapitel 3: Bewertung Modellprojekt: In diesem Abschnitt wird das Modellprojekt „Fitness für Kids“ kritisch anhand von Good-Practice-Kriterien analysiert und es werden praktische Schlussfolgerungen für dessen Anwendung und Weiterentwicklung gezogen.
Kapitel 4: Literaturverzeichnis: Dieses Kapitel listet alle wissenschaftlichen Quellen und Verweise auf, die zur Erstellung der vorliegenden Hausarbeit herangezogen wurden.
Kapitel 5: Abbildungs- und Tabellenverzeichnis: Hierin sind alle im Text verwendeten Abbildungen und Tabellen mit ihren jeweiligen Seitenangaben aufgeführt.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Prävention, Grundschulkinder, Übergewicht, Adipositas, Bewegungsmangel, Ernährungsverhalten, Medienkompetenz, Setting Grundschule, Modellprojekt, Good-Practice-Kriterien, motorische Entwicklung, Blutdruck, Risikofaktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die gesundheitliche Situation von Grundschulkindern im schulischen Umfeld und identifiziert darauf aufbauend praktikable Ansätze zur Gesundheitsförderung und Prävention.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Prävention von Übergewicht und Adipositas, die Förderung von Bewegung, eine gesunde Ernährung und der verantwortungsvolle Umgang mit Medien bei Grundschulkindern.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist die Analyse der gesundheitlichen Lage von Grundschulkindern sowie die Entwicklung und Bewertung praxistauglicher Handlungsansätze für Gesundheitsförderung und Prävention im Setting Grundschule.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Analyse der Datenlage, der Ableitung von Handlungsansätzen und der Bewertung eines Modellprojekts anhand von Good-Practice-Kriterien.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die detaillierte Analyse der gesundheitlichen Ausgangssituation von Grundschulkindern, die Ableitung und Priorisierung von Handlungsansätzen sowie die Recherche und Bewertung eines Modellprojekts zur Frühprävention.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Charakterisierende Schlüsselwörter sind Gesundheitsförderung, Prävention, Grundschulkinder, Übergewicht, Bewegungsmangel, Ernährungsverhalten, Medienkompetenz und Modellprojekt.
Warum wird das Setting Grundschule als besonders geeignet für die Gesundheitsförderung angesehen?
Die Grundschule ist ein ideales Setting, weil Kinder einen Großteil des Tages dort verbringen, die Schulpflicht eine hohe Reichweite gewährleistet, und die Lernfähigkeit in diesem Alter besonders hoch ist, was eine nachhaltige Vermittlung von Gesundheitskompetenzen ermöglicht.
Welche Handlungsansätze werden priorisiert, um die Gesundheit von Grundschulkindern zu verbessern?
Die Arbeit priorisiert drei Handlungsansätze: erstens die Verbesserung des Bewegungsverhaltens im schulischen Alltag, zweitens die Förderung eines gesundheitsgerechten und ausgewogenen Ernährungsverhaltens und drittens die Verbesserung der Medienkompetenz und Reduktion des Medienkonsums.
Was sind die wesentlichen Erkenntnisse des Modellprojekts „Fitness für Kids“?
Das Modellprojekt „Fitness für Kids“ zeigte positive Effekte auf die motorische Entwicklung und das Blutdruckverhalten der Kinder. Es belegte, dass frühe Bewegungsförderung im Kindesalter den Motorik- und Gesundheitsstatus verbessert und erfolgreich deutschlandweit umgesetzt werden kann.
Inwiefern wirkt sich der sozioökonomische Status der Eltern auf das Adipositas-Risiko bei Kindern aus?
Studien zeigen, dass Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus häufiger zu digitalen Geräten tendieren und weniger vielseitig orientiert sind. Ihr Adipositas-Risiko ist etwa viermal so hoch wie bei Kindern aus höheren Sozialschichten, was auf einen lockeren Erziehungsstil und den vermehrten Konsum billiger Fast-Food-Nahrung zurückzuführen ist.
- Citar trabajo
- Carolin Hoffmann (Autor), 2024, Prävention und Lebenswelten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1672929