Die Präsentation findet im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema "Systemische Beratung" für Berufseinsteiger in der Jugendhilfe statt. Als Veranstaltungsort wurde ein moderner Seminarraum gewählt, der mit zeitgemäßer Präsentationstechnik ausgestattet ist. Um eine optimale Lernerfahrung zu gewährleisten, erhalten alle Teilnehmenden gedruckte Handouts der Präsentationsfolien. Dies ermöglicht es ihnen, sich ganz auf den Vortrag zu konzentrieren und bei Bedarf eigene Notizen zu ergänzen.
In der Jugendhilfe sehen sich Fachkräfte häufig mit komplexen Beratungssituationen konfrontiert, die sowohl fachlich als auch persönlich herausfordernd sein können. Das Hauptziel dieser Präsentation ist es, den Berufseinsteigern das Konzept der systemischen Beratung näherzubringen und ihnen praktische Werkzeuge an die Hand zu geben.
Durch die Vermittlung von theoretischen Grundlagen in Kombination mit anschaulichen Fallbeispielen soll ein praxisorientierter Leitfaden entstehen, der den Teilnehmenden in schwierigen Beratungssituationen Orientierung und Unterstützung bietet. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Förderung einer systemischen Haltung, die es den Beratern ermöglicht, Probleme ganzheitlich zu betrachten und ressourcenorientierte Lösungsansätze zu entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- 1. Vorbereitung der Präsentation
- 1.1 Organisatorische Rahmenbedingungen
- 1.2 Analyse der Zielgruppe
- 1.3 Problemstellung und Zielsetzung
- 2. Gestaltung der Präsentation
- 2.1 Zeitliche und inhaltliche Strukturierung
- 2.2 Medienvielfalt und didaktische Methoden
- 3. Inhalt der Präsentation
- 3.1 Folien 1-3 – Einführung in die Systemische Haltung
- 3.2 Folien 4-5 – Grundlagen und Kernprinzipien
- 3.3 Folien 6-8 – Kernkonzepte der systemischen Beratung
- 3.4 Folien 9-11 – Anwendung in der Praxis
- 3.5 Folien 12-13 – Lösungsfindung und Ressourcenfokus
- 3.6 Folien 14-15 – Herausforderungen und Grenzen
- 3.7 Folien 16-18 – Fallbeispiel aus der Jugendhilfe
- 3.8 Folien 19-20 – Zusammenfassung und Ausblick
- Literaturverzeichnis
- Anhang
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, Berufseinsteigern in der Jugendhilfe das Konzept der systemischen Beratung nahezubringen und ihnen praktische Werkzeuge für komplexe Beratungssituationen zu vermitteln. Die Arbeit zielt darauf ab, durch die Vermittlung von theoretischen Grundlagen in Kombination mit anschaulichen Fallbeispielen einen praxisorientierten Leitfaden zu schaffen, der den Teilnehmenden Orientierung und Unterstützung bietet und eine systemische Haltung zur Entwicklung ressourcenorientierter Lösungsansätze fördert.
- Grundlagen und Kernprinzipien der systemischen Haltung
- Methoden und Techniken der systemischen Beratung (z.B. zirkuläres Fragen, Reframing)
- Anwendung in der Praxis und spezifische Fallbeispiele aus der Jugendhilfe
- Strategien zur Lösungsfindung und zum Ressourcenfokus
- Ethische Aspekte sowie Herausforderungen und Grenzen der systemischen Beratung
- Didaktische Methoden und Medienvielfalt zur Wissensvermittlung
Auszug aus dem Buch
Folie 3: Die systemische Haltung
Die systemische Haltung bildet die Grundlage für einen umfassenden und wirkungsvollen Beratungsansatz. Dieser Ansatz ermöglicht es, Herausforderungen nicht isoliert, sondern im Kontext komplexer Beziehungsgeflechte zu betrachten. In der Arbeit mit Familien und Heranwachsenden erweist sich diese Herangehensweise als besonders wertvoll, da sie den Fokus auf vorhandene Potenziale und Kompetenzen der Klienten lenkt, anstatt sich auf Schwächen zu konzentrieren. Besondere Bedeutung gewinnt die systemische Sichtweise in Zwangskontexten, wo Fachkräfte häufig mit Ablehnung und komplizierten Familienkonstellationen konfrontiert sind. Sie fördert den Aufbau einer von Respekt und Wertschätzung geprägten Beziehung zu den Klienten, auch in anspruchsvollen Situationen. Zudem unterstützt sie dabei, kulturelle Vielfalt zu berücksichtigen und flexibel auf unterschiedliche Familienstrukturen einzugehen. Die systemische Haltung hilft Beratern, die oft schwierige Balance zwischen Unterstützung und Kontrolle zu finden. Sie ermutigt dazu, die Selbstbestimmung der Klienten zu achten und gleichzeitig notwendige Maßnahmen umzusetzen. Letztlich ermöglicht dieser Ansatz, tiefgreifende Veränderungen anzustoßen, indem er das gesamte Beziehungssystem einbezieht und nicht nur einzelne Problembereiche behandelt. Aufgrund dieser Eigenschaften hat sich die systemische Herangehensweise zu einem unverzichtbaren Element in der zeitgemäßen Jugendhilfe und psychologischen Beratung entwickelt (Von Schlippe & Schweitzer, 2016).
Die systemische Perspektive betrachtet den Menschen als Teil eines komplexen Beziehungsgeflechts. Sie geht davon aus, dass unser Verhalten und Erleben wesentlich durch die Interaktionen in verschiedenen sozialen Kontexten wie Familie, Beruf oder Freundeskreis geprägt wird. Dieser Ansatz richtet den Blick auf die gegenseitigen Einflüsse zwischen den Elementen eines Systems und interpretiert Herausforderungen als Ausdruck von Beziehungsmustern und -dynamiken innerhalb dieser Systeme. Die Entwicklung dieser Denkweise lässt sich bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurückverfolgen, wie in der Fachliteratur ausführlich dokumentiert ist (Von Schlippe & Schweitzer, 2016; Schwing & Fryszer, 2015).
Die systemische Beratung stützt sich auf drei wesentliche Säulen: das Prinzip der Zirkularität, den Fokus auf Ressourcen und die Orientierung an Lösungen. Diese Grundsätze ermöglichen einen umfassenden Zugang in der psychologischen Beratung und Therapie (Levold & Wirsching, 2022). Ein zentrales Instrument der systemischen Arbeit sind zirkuläre Fragestellungen. Diese helfen dabei, die komplexen Wechselbeziehungen und Abläufe innerhalb eines Systems zu erforschen und besser zu begreifen. Durch diese Herangehensweise können eingefahrene Denkmuster aufgebrochen und neue Blickwinkel eröffnet werden (Von Schlippe & Schweitzer, 2016).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorbereitung der Präsentation: Dieses Kapitel legt die organisatorischen Rahmenbedingungen der Fortbildungsveranstaltung dar, analysiert die Zielgruppe der Berufseinsteiger in der Jugendhilfe und formuliert die Problemstellung sowie die primären Ziele der Präsentation der systemischen Beratung.
2. Gestaltung der Präsentation: Hierin werden die zeitliche und inhaltliche Strukturierung der Fortbildung detailliert beschrieben, einschließlich der Verteilung der Inhalte auf die Präsentationsfolien und der Einsatz verschiedener Medien sowie didaktischer Methoden zur effektiven Wissensvermittlung.
3. Inhalt der Präsentation: Dieser Hauptteil beleuchtet die systemische Haltung und deren Anwendung, indem er die Kernprinzipien, praktische Techniken, Lösungsfindungsstrategien, Herausforderungen und ein ausführliches Fallbeispiel aus der Jugendhilfe vorstellt.
3.1 Folien 1-3 – Einführung in die Systemische Haltung: Dieser Abschnitt führt in die systemische Haltung ein, die als umfassender Beratungsansatz dient, um Herausforderungen im Kontext komplexer Beziehungsgeflechte zu betrachten und den Fokus auf Potenziale und Kompetenzen zu legen.
3.2 Folien 4-5 – Grundlagen und Kernprinzipien: Hier werden die systemische Perspektive auf den Menschen als Teil eines Beziehungsgeflechts erläutert und die historische Entwicklung sowie die fundamentalen Kernkonzepte der systemischen Denkweise dargelegt.
3.3 Folien 6-8 – Kernkonzepte der systemischen Beratung: Der Fokus liegt auf den drei tragenden Säulen der systemischen Beratung – Zirkularität, Ressourcenorientierung und Lösungsfokus – und stellt zirkuläre Fragestellungen als zentrales Werkzeug zur Systemanalyse vor.
3.4 Folien 9-11 – Anwendung in der Praxis: In diesem Kapitel werden spezifische systemische Techniken wie zirkuläres Fragen, Reframing, Genogramme, Skalierungsfragen und die Wunderfrage beschrieben, die Beratern in der täglichen Arbeit zur Verfügung stehen.
3.5 Folien 12-13 – Lösungsfindung und Ressourcenfokus: Hier wird die Bedeutung der Konzentration auf Ausnahmen vom Problem, der Zukunftsprojektion und Zielvisualisierung sowie ressourcenorientierter Interviews und der Ressourcenlandkarte zur Stärkung der Klienten beleuchtet.
3.6 Folien 14-15 – Herausforderungen und Grenzen: Dieser Teil befasst sich mit den komplexen Anforderungen an systemische Berater in der Jugendhilfe, einschließlich kultureller Vielfalt, der Balance zwischen Unterstützung und Kontrolle sowie praktischer Einschränkungen.
3.7 Folien 16-18 – Fallbeispiel aus der Jugendhilfe: Ein konkretes Fallbeispiel einer 16-jährigen Jugendlichen mit familiären Konflikten und Schulverweigerung wird vorgestellt, um die Anwendung systemischer Interventionen und deren Wirkung anschaulich zu demonstrieren.
3.8 Folien 19-20 – Zusammenfassung und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Kernbotschaften der systemischen Beratung, betont die Ressourcen- und Lösungsorientierung und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen wie interkulturelle Kompetenzen und den Einsatz digitaler Medien.
Schlüsselwörter
Systemische Beratung, Jugendhilfe, Beziehungsgeflechte, Ressourcenorientierung, Lösungsfokus, Zirkularität, Reframing, Genogramm, Wunderfrage, Skalierungsfragen, Fallbeispiel, Kommunikation, Selbstbestimmung, Didaktik, Interkulturelle Kompetenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Arbeit behandelt die Grundlagen und praktische Anwendung der systemischen Beratung, insbesondere für Berufseinsteiger in der Jugendhilfe, um ihnen Werkzeuge für komplexe Beratungssituationen zu vermitteln und eine systemische Haltung zu fördern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themenfelder sind die systemische Haltung, ihre Kernprinzipien (Zirkularität, Ressourcenorientierung, Lösungsfokussierung), verschiedene Interventionstechniken (z.B. zirkuläres Fragen, Wunderfrage), die praktische Anwendung in der Jugendhilfe sowie damit verbundene Herausforderungen und ethische Aspekte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, Berufseinsteigern in der Jugendhilfe das Konzept der systemischen Beratung näherzubringen und ihnen einen praxisorientierten Leitfaden mit theoretischen Grundlagen und Fallbeispielen an die Hand zu geben, um Probleme ganzheitlich und ressourcenorientiert zu lösen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit beschreibt und erläutert die Prinzipien und Methoden der systemischen Beratung, gestützt auf Fachliteratur (z.B. Von Schlippe & Schweitzer, Schwing & Fryszer) und veranschaulicht diese durch die Analyse von Fallbeispielen. Es handelt sich um eine didaktisch aufbereitete Darstellung eines Fortbildungskonzepts.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil ("Inhalt der Präsentation") behandelt die Einführung in die systemische Haltung, ihre Grundlagen und Kernprinzipien, praktische Anwendungstechniken, Strategien zur Lösungsfindung und zum Ressourcenfokus, Herausforderungen und Grenzen sowie ein detailliertes Fallbeispiel aus der Jugendhilfe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Systemische Beratung, Jugendhilfe, Beziehungsgeflechte, Ressourcenorientierung, Lösungsfokus, Zirkularität, Reframing, Wunderfrage und Fallbeispiel.
Wie unterstützt die systemische Haltung Fachkräfte im Umgang mit Zwangskontexten in der Jugendhilfe?
Die systemische Haltung ist besonders wertvoll in Zwangskontexten, da sie den Aufbau einer respektvollen Beziehung zu Klienten fördert, kulturelle Vielfalt berücksichtigt und hilft, die Balance zwischen Unterstützung und Kontrolle zu finden, indem sie die Selbstbestimmung der Klienten achtet.
Welche Rolle spielen interaktive Elemente und Fallbeispiele bei der Wissensvermittlung in dieser Fortbildung?
Interaktive Elemente wie Diskussionsrunden und die Analyse praxisnaher Fallbeispiele fördern das kooperative Lernen, den Austausch von Erfahrungen und den Wissenstransfer in den beruflichen Alltag, indem theoretische Konzepte in einen praktischen Kontext gesetzt werden.
Was ist die "Wunderfrage" in der systemischen Beratung und wie wird sie angewendet?
Die Wunderfrage ist eine hypothetische Fragestellung, die Klienten dazu anregt, sich eine Zukunft vorzustellen, in der ihre Probleme über Nacht verschwunden wären. Sie dient dazu, Zukunftsvisionen zu entwickeln und den Blick auf positive Veränderungsmöglichkeiten zu lenken.
Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich bei der Anwendung systemischer Beratung in der Jugendhilfe?
Besondere Herausforderungen sind die Komplexität vielschichtiger Familienstrukturen, der Umgang mit unfreiwilligen Klienten und Widerständen, die Notwendigkeit interkultureller Kompetenzen sowie die Balance zwischen Unterstützung und Kontrolle, während realistische Ziele formuliert werden müssen.
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- Anonym (Author), 2024, Klinische Psychologie - Systemische Beratung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1672995