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Wissenschaftliches Arbeiten. Qualitative Forschungsmethoden und strukturierende Inhaltsanalyse

Titre: Wissenschaftliches Arbeiten. Qualitative Forschungsmethoden und strukturierende Inhaltsanalyse

Travail d'étude , 2024 , 27 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Psychologie - Divers
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Die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse hat sich als systematische Methode zur Untersuchung von Kommunikationsinhalten in den Sozialwissenschaften etabliert. Sie entwickelte sich aus der traditionell quantitativ orientierten Inhaltsanalyse, weist aber einige wichtige Unterschiede auf (Mayring, 2015). Historisch lässt sich die Entwicklung der qualitativen Inhaltsanalyse bis in die 1950er Jahre zurückverfolgen. Damals begannen Forscher wie Siegfried Kracauer, die rein quantitative Herangehensweise zu kritisieren und forderten eine stärkere Berücksichtigung qualitativer Aspekte (Kuckartz, 2018). In den folgenden Jahrzehnten entwickelten sich verschiedene Ansätze der qualitativen Inhaltsanalyse, wobei die strukturierende Variante besonders von Philipp Mayring geprägt wurde (Schreier, 2014). Heute wird die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse in vielen Bereichen der Sozialforschung eingesetzt, um Texte, Bilder oder andere Kommunikationsinhalte systematisch auszuwerten. Sie ermöglicht es, große Datenmengen regelgeleitet zu analysieren und dabei sowohl manifeste als auch latente Inhalte zu erfassen (Kuckartz, 2018). Im Gegensatz zu quantitativen Ansätzen liegt der Fokus nicht primär auf der Auszählung von Häufigkeiten, sondern auf dem Verstehen von Bedeutungen und Zusammenhängen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Tabellenverzeichnis
  • 1. Die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse.
    • 1.1 Definition und Merkmale.
    • 1.2 Ablaufmodell.
  • 2. Das Kategoriensystem als zentrales Element.
    • 2.1 Entwicklung des Kategorienschemas.
    • 2.2 Deduktive und induktive Kategorienbildung.
    • 2.3 Formulierung von Definitionen, Ankerbeispielen und Kodierregeln.
    • 2.4 Überarbeitung und Revision des Kategoriensystems.
  • 3. Anwendung der qualitativ strukturierenden Inhaltsanalyse.
    • 3.1 Vorstellung des Analysematerials.
    • 3.2 Herleitung der Leitfrage.
    • 3.3 Entwicklung des Kategorienschemas.
    • 3.4 Darstellung und Erläuterung des Kategoriensystems.
  • 4. Reflexion des methodischen Vorgehens.
  • 5. Einführung in die qualitative Beobachtung.
    • 5.1 Definition und Merkmale.
    • 5.2 Abgrenzung zu quantitativen Methoden.
    • 5.3 Einsatzfelder der qualitativen Beobachtung.
    • 5.4 Formen der qualitativen Beobachtung.
  • 6. Nutzen von Feldprotokollen und Beobachtungsbögen.
  • 7. Fallbeispiel: Qualitative Beobachtung in der Studie von Fichtner und Trần (2018).
    • 7.1 Forschungskontext und Methodik.
    • 7.2 Ethische Herausforderungen und Reflexionen.
    • 7.3 Erkenntnisse aus der teilnehmenden Beobachtung.
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich umfassend mit den Methoden der qualitativen Sozialforschung, insbesondere der qualitativ strukturierenden Inhaltsanalyse und der qualitativen Beobachtung. Das primäre Ziel ist es, diese komplexen Forschungsmethoden detailliert zu erläutern, ihre Anwendung anhand konkreter Beispiele zu demonstrieren und eine kritische Reflexion ihrer Stärken, Herausforderungen und Gütekriterien zu bieten.

  • Systematische Darstellung der qualitativ strukturierenden Inhaltsanalyse.
  • Erläuterung des Kategoriensystems und dessen Entwicklungsprozesses.
  • Definition und Merkmale der qualitativen Beobachtung.
  • Abgrenzung qualitativer von quantitativen Forschungsmethoden.
  • Anwendung ethischer Reflexion in sensiblen Forschungskontexten.
  • Nutzung von Feldprotokollen und Beobachtungsbögen.

Auszug aus dem Buch

Die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse

Die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse hat sich als systematische Methode zur Untersuchung von Kommunikationsinhalten in den Sozialwissenschaften etabliert. Sie entwickelte sich aus der traditionell quantitativ orientierten Inhaltsanalyse, weist aber einige wichtige Unterschiede auf (Mayring, 2015). Historisch lässt sich die Entwicklung der qualitativen Inhaltsanalyse bis in die 1950er Jahre zurückverfolgen. Damals begannen Forscher wie Siegfried Kracauer, die rein quantitative Herangehensweise zu kritisieren und forderten eine stärkere Berücksichtigung qualitativer Aspekte (Kuckartz, 2018). In den folgenden Jahrzehnten entwickelten sich verschiedene Ansätze der qualitativen Inhaltsanalyse, wobei die strukturierende Variante besonders von Philipp Mayring geprägt wurde (Schreier, 2014). Heute wird die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse in vielen Bereichen der Sozialforschung eingesetzt, um Texte, Bilder oder andere Kommunikationsinhalte systematisch auszuwerten. Sie ermöglicht es, große Datenmengen regelgeleitet zu analysieren und dabei sowohl manifeste als auch latente Inhalte zu erfassen (Kuckartz, 2018). Im Gegensatz zu quantitativen Ansätzen liegt der Fokus nicht primär auf der Auszählung von Häufigkeiten, sondern auf dem Verstehen von Bedeutungen und Zusammenhängen.

1.1 Definition und Merkmale

Die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse lässt sich als "systematisches Verfahren zur Erfassung von Textbedeutung" definieren (Schreier, Echterhoff, Bauer, Weydmann & Hussy, 2023, 225). Zentrale Merkmale sind:

  • Regelgeleitetes Vorgehen: Die Analyse folgt einem klar strukturierten Ablauf mit expliziten Regeln, was die Nachvollziehbarkeit und Überprüfbarkeit der Ergebnisse gewährleistet (Mayring, 2015).
  • Kategorienbasierter Ansatz: Im Zentrum steht die Entwicklung eines Kategoriensystems, mit dem das gesamte relevante Material codiert wird. Die Kategorien können dabei deduktiv aus der Theorie oder induktiv am Material gebildet werden (Schreier, 2014).
  • Theoriegeleitetes Vorgehen: Die Analyse orientiert sich an theoretischen Konzepten und Fragestellungen, die den Forschungsprozess leiten (Kuckartz, 2018).
  • Berücksichtigung des Kommunikationskontextes: Das zu analysierende Material wird stets in seinem spezifischen Entstehungs- und Wirkungszusammenhang betrachtet (Mayring, 2015).
  • Kombination qualitativer und quantitativer Elemente: Obwohl der Schwerpunkt auf qualitativen Aspekten liegt, können auch quantitative Analyseschritte integriert werden (Kuckartz, 2018).
  • Flexibilität: Die Methode ermöglicht sowohl eine kategorienorientierte als auch eine fallorientierte Herangehensweise und kann an verschiedene Forschungskontexte angepasst werden (Schreier, 2014).
  • Gütekriterien: Es werden spezifische Gütekriterien, wie Intercoder-Reliabilität, Intracoderreliabilität, Validität, Regelgeleitetheit, Nachvollziehbarkeit, Gegenstandsangemessenheit, Triangulation und Reflexivität berücksichtigt, um die Qualität der Analyse sicherzustellen (Mayring, 2015).

Die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse ermöglicht eine systematische und regelgeleitete Untersuchung umfangreicher Textmengen. Sie verbindet theoriegeleitetes Vorgehen mit der nötigen Flexibilität, um auf Besonderheiten des Materials eingehen zu können. Durch die intersubjektiv nachvollziehbare Auswertung eignet sie sich besonders für explorative Studien und die Analyse von Einzelfällen oder kleineren Stichproben. Ein zentrales Ziel ist die Reduktion der Komplexität des Datenmaterials durch die Bildung von Kategorien. Dies erlaubt es, große Textmengen systematisch zu bearbeiten und auf die wesentlichen Inhalte zu reduzieren, ohne den Kontext zu vernachlässigen (Mayring, 2015, 67-68). Die Methode zielt zudem darauf ab, latente Sinnstrukturen und Bedeutungen im Material aufzudecken. Sie geht damit über eine rein deskriptive Ebene hinaus und ermöglicht tiefergehende Interpretationen (Schreier, 2014, 2-3). Durch ihre regelgeleitete und systematische Vorgehensweise bietet die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse eine fundierte Basis für die Interpretation qualitativer Daten. Sie ist gleichzeitig flexibel genug, um der Komplexität sozialer Phänomene gerecht zu werden und vielfältige Forschungsfragen zu bearbeiten (Kuckartz, 2018, 51-52).

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse: Dieses Kapitel stellt die Methode als systematisches Verfahren zur Untersuchung von Kommunikationsinhalten in den Sozialwissenschaften vor und erläutert ihre Definition, zentrale Merkmale sowie den detaillierten Ablauf in 14 Schritten.

Kapitel 2: Das Kategoriensystem als zentrales Element: Hier wird das Kategoriensystem als Herzstück der Inhaltsanalyse beschrieben, dessen Entwicklung, Qualitätsmerkmale, die deduktive und induktive Kategorienbildung sowie die Wichtigkeit präziser Definitionen, Ankerbeispiele und Kodierregeln dargelegt.

Kapitel 3: Anwendung der qualitativ strukturierenden Inhaltsanalyse: Das Kapitel demonstriert die Anwendung der Methode am Beispiel einer Analyse des Textes "Spielend lernen. Was macht ein gutes Lernspiel aus?" zur Gestaltung effektiver Lernspiele, inklusive der Herleitung der Leitfrage und der Darstellung des Kategoriensystems.

Kapitel 4: Reflexion des methodischen Vorgehens: Dieses Kapitel diskutiert die kritische Reflexion des methodischen Vorgehens, betont die Transparenz, Intersubjektivität, Selbstreflexivität und die Anwendung von Gütekriterien zur Sicherstellung der Qualität der qualitativen Inhaltsanalyse.

Kapitel 5: Einführung in die qualitative Beobachtung: Das Kapitel führt die qualitative Beobachtung als Methode zur Erfassung sozialer Wirklichkeit ein, definiert ihre Merkmale, grenzt sie von quantitativen Methoden ab und beschreibt ihre vielfältigen Einsatzfelder und Formen.

Kapitel 6: Nutzen von Feldprotokollen und Beobachtungsbögen: Hier wird die Rolle von Feldprotokollen und Beobachtungsbögen als zentrale Instrumente zur strukturierten und systematischen Erfassung von Beobachtungsdaten erläutert, die Dokumentation, Reflexion und Fokussierung unterstützen.

Kapitel 7: Fallbeispiel: Qualitative Beobachtung in der Studie von Fichtner und Trần (2018): Dieses Kapitel präsentiert eine Studie über das Alltagserleben geflüchteter Kinder als konkretes Anwendungsbeispiel teilnehmender Beobachtung, diskutiert den Forschungskontext, methodische Vorgehensweise, ethische Herausforderungen und gewonnene Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Qualitative Inhaltsanalyse, qualitative Beobachtung, Forschungsmethoden, Kategoriensystem, Kodierung, Sozialforschung, Datenanalyse, Gütekriterien, Reflexivität, Fallstudie, teilnehmende Beobachtung, Feldprotokolle, Beobachtungsbögen, Lernspiele, ethische Herausforderungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit behandelt die qualitativen Forschungsmethoden der Inhaltsanalyse und Beobachtung, deren theoretische Grundlagen, praktische Anwendung und methodische Reflexion in den Sozialwissenschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die qualitative strukturierende Inhaltsanalyse, die qualitative Beobachtung, die Entwicklung und Anwendung von Kategoriensystemen sowie methodologische und ethische Herausforderungen in der qualitativen Forschung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis der qualitativen Inhaltsanalyse und Beobachtung zu vermitteln, ihre Merkmale darzustellen und anhand von Beispielen die praktische Anwendung und Reflexion dieser Methoden aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit fokussiert auf die qualitative strukturierende Inhaltsanalyse und die qualitative Beobachtung als zentrale wissenschaftliche Methoden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die detaillierten Schritte der Inhaltsanalyse, die Merkmale und Formen der qualitativen Beobachtung, die Erstellung von Kategoriensystemen, die methodische Reflexion sowie die Vorstellung eines Fallbeispiels zur teilnehmenden Beobachtung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Qualitative Inhaltsanalyse, Kategoriensystem, qualitative Beobachtung, Forschungsmethoden, Reflexivität und ethische Herausforderungen.

Welche Herausforderungen können bei der Entwicklung eines Kategoriensystems auftreten?

Bei der Entwicklung eines Kategoriensystems können Herausforderungen bezüglich der Exklusivität, Exhaustivität, Saturiertheit, Präzision und Trennschärfe der Kategorien auftreten, die eine iterative Überarbeitung erfordern.

Was ist das Besondere an der Fallstudie von Fichtner und Trần (2018)?

Die Fallstudie von Fichtner und Trần (2018) ist besonders, da sie die teilnehmende Beobachtung in einem sensiblen Kontext (Alltagserleben geflüchteter Kinder) anwendet und dabei explizit ethische Dilemmata und die Notwendigkeit kontinuierlicher Reflexion thematisiert.

Wie unterscheidet sich qualitative Beobachtung von quantitativen Methoden?

Qualitative Beobachtung zielt auf tiefes Verständnis in natürlichen Kontexten ab, arbeitet mit kleinen Fallzahlen, interpretativen Datenanalysen und ist hochflexibel, während quantitative Methoden auf Messung, statistische Analyse, große Stichproben und standardisierte, vorstrukturierte Abläufe ausgerichtet sind.

Welche Rolle spielen Feldprotokolle und Beobachtungsbögen in der qualitativen Beobachtung?

Feldprotokolle dienen der detaillierten Dokumentation von Beobachtungen, Eindrücken und Reflexionen, während Beobachtungsbögen als strukturierte Formulare vorab festgelegte Aspekte systematisch erfassen. Beide Instrumente gewährleisten die Systematik, Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Datenerhebung.

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Résumé des informations

Titre
Wissenschaftliches Arbeiten. Qualitative Forschungsmethoden und strukturierende Inhaltsanalyse
Université
SRH - Mobile University  (SRH)
Cours
Psychology
Note
1.3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
27
N° de catalogue
V1673000
ISBN (PDF)
9783389167007
Langue
allemand
mots-clé
qualitative forschung ablaufmodell qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse kategoriensystem kategorienschema ankerbeispiel kodierregeln analysematerial leitfrage methodisches vorgehen quantitative methoden feldprotokolle beobachtung
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2024, Wissenschaftliches Arbeiten. Qualitative Forschungsmethoden und strukturierende Inhaltsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1673000
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Extrait de  27  pages
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