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Zwischen Macht und Gleichberechtigung. Welche Motive und Ziele verfolgte Kleisthenes mit seiner Reformpolitik?

Título: Zwischen Macht und Gleichberechtigung. Welche Motive und Ziele verfolgte Kleisthenes mit seiner Reformpolitik?

Trabajo de Seminario , 2022 , 14 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia - Otros
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Die Phylenreform Kleisthenes gehört zu den prominenten Themen der griechischen Geschichte, denen die Forschung große Aufmerksamkeit gewidmet hat. Seitdem der Schwerpunkt nicht nur auf den literarischen Quellen Aristoteles und Herodot sondern auch auf den Inschriften liegt, sind in der modernen Forschungsliteratur ausführliche und komplexe Arbeiten entstanden.
In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, welche Motive und Ziele Kleisthenes mit seiner Reformpolitik verfolgte. Um diese Frage zu beantworten werden zentrale Deutungen in der Forschung vorgestellt. Hierfür wird zunächst der historische Kontext skizziert. Anschließend wird die Phylenreform in ihren Grundzügen vorgestellt. Im Weiteren wird das Gesetz über das Scherbengericht thematisiert. Auf Basis dieser Grundlagen werden die Deutungen in der Forschung bezüglich seiner Ziele und Motive aufgeführt. Speziell wird der Frage nachgegangen, ob Kleisthenes zur Brechung der Adelsmacht, der Stärkung der
militärischen Schlagkraft oder zur Sicherung seiner Machtbasis die Reformpolitik veranlasst hat.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Historischer Abriss
  • 3. Die Phylenreform
    • 3.1 Demen
    • 3.2 Trittyen
    • 3.3 Phylen
  • 4. Ostrakismos
  • 5. Motive und Ziele des Kleisthenes
    • 5.1 Persönliche Machtbasis
    • 5.2 Brechung der Adelsmacht
    • 5.3 Stärkung der militärischen Schlagkraft
  • 6. Fazit
  • 7. Literaturverzeichnis
    • 7.1 Literaturliste
    • 7.2 Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit den Motiven und Zielen, die Kleisthenes mit seiner weitreichenden Reformpolitik in der griechischen Geschichte verfolgte. Sie untersucht die Hintergründe und die Ausgestaltung der Reformen und beleuchtet die verschiedenen Forschungsdeutungen zu Kleisthenes' Absichten.

  • Analyse der Kleisthenischen Phylenreform und ihrer historischen Einordnung.
  • Erörterung des politischen und familiären Kontextes von Kleisthenes' Wirken.
  • Detaillierte Darstellung der einzelnen Reformkomponenten wie Demen, Trittyen und Phylen.
  • Untersuchung des Ostrakismos als politisches Instrument.
  • Diskussion der Forschungsdebatte über Kleisthenes' primäre Ziele (Machtbasis, Adelsbrechung, militärische Stärkung).

Auszug aus dem Buch

2. Historischer Abriss

Kleisthenes stammte aus der Familie der Alkmeoniden, deren Stammbaum auf den Urenkel des Nestor, ein Held der griechischen Mythologie zurückzuführen ist.¹ Ursprünglich komme das Adelsgeschlecht aus Messenien und soll nach Attika eingewandert sein. Dort errungen sie eine große Machtstellung und spielten in innerstädtischen Auseinandersetzungen generationenübergreifend eine bedeutende Rolle.² Megakles, der Vater von Kleisthenes stand mit Peisistratos zunächst in einem Wechselspiel zwischen Bündnis und Opposition und wurde nach 560 endgültig Gegenspieler.³ Nachdem Pesistratos 546 an die Macht kam, verließen die Alkmeoniden Athen. Vermutlich kehrten sie vor 525/24 zurück, da Kleisthenes das Amt als Archon übernahm.⁴ Nach seinem Archontat kehrte Kleisthenes zurück ins Exil. Vor der Ermordung von Hipparchos und Harmodios versuchte er von Bastion Leipsyhdrion (am Parnes) aus die Tyrannis zu stürzen.⁵ Das Unternehmen scheiterte. Anschließend gelang es ihm von Delphi aus maßgebende Kreise Spartas für eine militärische Intervention gegen die Tyrannis zu gewinnen.⁶ Nach einem misslungenen Versuch 511 vor Christus, führte die Intervention der Spartaner zum Erfolg, die Peisistraden wurden umgestürzt.⁷

Es bewegte sich ein politisches Kräftespiel in Athen. Die Auseinandersetzungen um das Archontat zwischen Kleisthenes und Isagoras, dessen Herkunft nicht bekannt ist, führten 508 zur Gruppierung des Adels. Dabei stützen sich die beiden Rivalen auf Hetairien, adlige Freundschaftsgruppen, die in politischen Themen aktiv wurden und einen Einfluss auf die Volksversammlung ausübten. Indem die Polis zunehmend an staatlichem Charakter gewann, richteten sich die Aktivitäten der Hetairien auf die Beamtenwahlen sowie die Verfahrensweisen der öffentlichen Beschlussfassung. Da Kleisthenes bereits 525/24 das Amt des Archon besetzt hatte, begünstigte er einen

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt das Thema der Kleisthenischen Phylenreform vor und umreißt die Forschungsfrage nach den Motiven und Zielen Kleisthenes'.

2. Historischer Abriss: Skizziert den familiären und politischen Hintergrund Kleisthenes', seine Konflikte mit Peisistratos und Isagoras sowie die politischen Kräfteverhältnisse in Athen.

3. Die Phylenreform: Beschreibt die Struktur und Bedeutung der Phylenreform, einschließlich der Demen, Trittyen und Phylen als neue politische und militärische Einheiten.

4. Ostrakismos: Erklärt die Einführung und Funktionsweise des Scherbengerichts als prophylaktische Maßnahme zur Verbannung politischer Führer.

5. Motive und Ziele des Kleisthenes: Diskutiert verschiedene Forschungsmeinungen bezüglich Kleisthenes' Motivationen, wie die Sicherung seiner Machtbasis, die Brechung der Adelsmacht oder die Stärkung der militärischen Schlagkraft Athens.

6. Fazit: Fasst zusammen, dass die Reform als Versuch gewertet werden kann, die Adelsmacht zu brechen und die politische Partizipation zu stärken, aber auch Kleisthenes' Versuch zur Sicherung der eigenen Machtbasis berücksichtigt werden muss.

7. Literaturverzeichnis: Listet die für die Arbeit verwendeten Literatur- und Quellenangaben auf.

Schlüsselwörter

Kleisthenes, Phylenreform, Athen, Antike, Demokratie, Ostrakismos, Demen, Trittyen, Adelsmacht, militärische Schlagkraft, Isonomia, politische Partizipation, Alkmeoniden

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Reformpolitik des Kleisthenes und analysiert insbesondere die Motive und Ziele, die er mit der Einführung der Phylenreform in Athen verfolgte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind der historische Kontext der Reformen, die detaillierte Beschreibung der Phylenreform (Demen, Trittyen, Phylen), das Gesetz über den Ostrakismos sowie die Diskussion unterschiedlicher Interpretationen von Kleisthenes' Motiven.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Frage zu beantworten, welche Motive und Ziele Kleisthenes mit seiner Reformpolitik verfolgte, wie die Brechung der Adelsmacht, die Stärkung der militärischen Schlagkraft oder die Sicherung seiner Machtbasis.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit analysiert zentrale Deutungen in der Forschung und stützt sich auf eine detaillierte Auswertung historischer Quellen und moderner Forschungsliteratur, um die Motive und Ziele Kleisthenes' zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil der Arbeit skizziert den historischen Kontext, stellt die Phylenreform in ihren Grundzügen vor, thematisiert das Gesetz über das Scherbengericht und führt auf Basis dieser Grundlagen die Deutungen in der Forschung bezüglich Kleisthenes' Zielen und Motiven auf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Kleisthenes, Phylenreform, Athen, Antike, Demokratie, Ostrakismos, Demen, Trittyen, Adelsmacht, militärische Schlagkraft, Isonomia, politische Partizipation und Alkmeoniden.

Wie war Kleisthenes' familiärer Hintergrund und seine Beziehung zu anderen politischen Akteuren?

Kleisthenes stammte aus der einflussreichen Familie der Alkmeoniden, die eine bedeutende Rolle in Athen spielte und in Konflikt mit den Peisistratiden stand. Nach der Vertreibung der Tyrannis kam es zu Auseinandersetzungen um das Archontat zwischen Kleisthenes und Isagoras.

Was waren die Hauptkomponenten der Phylenreform und welche Funktionen hatten sie?

Die Hauptkomponenten waren die Demen als Basis der politischen Ordnung, die Trittyen zur Mischung der Bevölkerungsteile (Stadt, Inland, Küste) und die Phylen, welche die gemeinsame kultische Verehrung, das Zusammengehörigkeitsgefühl sowie militärische und politische Aufgaben (wie die Rekrutierung und die Besetzung des Rates der 500) stärken sollten.

Welche verschiedenen Deutungen gibt es zu Kleisthenes' Motiven hinter seinen Reformen?

Die Forschung diskutiert hauptsächlich drei Motive: die Sicherung und den Ausbau seiner persönlichen Machtbasis, die Brechung der traditionellen Adelsmacht sowie die Stärkung der militärischen Schlagkraft Athens und die Verhinderung der Rückkehr der Tyrannis.

Was war der Ostrakismos und welche Rolle spielte er in der athenischen Politik?

Der Ostrakismos (Scherbengericht) war ein von Kleisthenes eingeführtes Gesetz, das es ermöglichte, politische Führer für zehn Jahre unbeschadet aus Athen zu verbannen. Es diente als präventive Maßnahme gegen eine neue Tyrannis und zur Stabilisierung der demokratischen Ordnung, ohne jedoch eine strafrechtliche Verurteilung darzustellen.

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Detalles

Título
Zwischen Macht und Gleichberechtigung. Welche Motive und Ziele verfolgte Kleisthenes mit seiner Reformpolitik?
Universidad
University of Education Heidelberg  (Geschichte)
Curso
Die attische Demokratie
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
14
No. de catálogo
V1673202
ISBN (PDF)
9783389165751
ISBN (Libro)
9783389165768
Idioma
Alemán
Etiqueta
Die attische Demokratie Kleisthenes Reformpolitik Demen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2022, Zwischen Macht und Gleichberechtigung. Welche Motive und Ziele verfolgte Kleisthenes mit seiner Reformpolitik?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1673202
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