Etwa 10–15 Prozent aller Patienten leiden an entzündlichen oder degenerativen Krankheiten des Bewegungsapparates. Dabei wird der Anteil der entzündlichen-rheumatologischen Erkrankungen – Rheumatoide Arthritis – in Deutschland mit rund 2,5–3 Prozent der Bevölkerung veranschlagt. Diese Zahlen verdeutlichen nicht nur die Notwendigkeit einer aktuellen Information für Betroffene und Interessierte über die Vorbeugung, Diagnostik und Therapie der Erkrankungen des Bewegungsapparates, sondern widerspiegeln ebenso die gesundheitspolitische Relevanz dieser Krankheitsgruppe.
Menschen, die unter rheumatoider Arthritis leiden, profitieren von einer entzündungshemmenden Ernährungstherapie, wie sie in diesem Buch beschrieben wird. Diese Kost ist arm an entzündungsförderlicher Arachidonsäure und reich an Omega-3-Fettsäuren, die entzündliche Reaktionen herabsetzen. Gicht- und Arthrosebetroffene profitieren zudem von einer gesunden, ausgewogenen Kost, die Übergewicht abbaut oder vermeidet.
Der Ratgeber vermittelt nicht nur ein Grundwissen zu den verschiedenen Erkrankungen und deren Therapie durch richtige Ernährung. Er zeigt Ihnen auch, welche Lebensmittel Sie meiden sollten und welche Speisen und Getränke Sie unbesorgt genießen können.
Inhaltsverzeichnis
Gicht (Arthritis urica)
Definition
Ursachen
Gicht-Symptome
Gicht-Diagnose
Gicht-Therapie
Ernährungstherapie bei Hyperurikämie und Gicht
Therapie bei einem akuten Gichtanfall
Rheumatoide Arthritis
Rheuma-Therapie
Grundlagen der Ernährungstherapie bei Rheuma
Übergewicht: Der Feind des Rheumatikers
Richtig abnehmen bei rheumatischen Erkrankungen
Kohlenhydrate
Eiweiße
Fette
Richtig trinken bei Rheuma
Entzündungsmediatoren
Übeltäter: Arachidonsäure
Fasten
Wie Fasten wirkt
Omega-3-Fettsäuren: Gegenspieler der entzündungsfördernden Arachidonsäure
Sogenannte Rheumadiäten
Vitamine und Mineralien bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen
Vitamin E hemmt die Entzündung
Vitamin C und Vitamin A
Spurenelemente
Eisen
Fischfettsäuren
Dihomo-Gamma-Linolensäure und Gamma-Linolensäure
Lactovegetabile Kost mit fettarmen Milchprodukten
Oxidativer Streß
Arthrose
Pathogenese bei Arthrose
Morphologie
Arthroseformen
Therapie
Was sind Glucosamine und Chondroitin?
Chemische Struktur von Glucosamin und Chondroitin
Bedeutung von Glucosamin und Chondroitin im menschlichen Körper
Studienergebnisse
Verhaltensweisen zur Vermeidung von Arthrose
Stellenwert der Ernährungstherapie bei degenerativen Gelenkerkrankungen
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, die Möglichkeiten einer therapeutischen Ernährung bei entzündlichen sowie degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Gicht, rheumatoider Arthritis und Arthrose aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus auf der Reduktion von Entzündungsprozessen durch spezifische Nährstoffanpassungen und Lebensstiländerungen, um Medikamenteneinsatz zu verringern oder Symptome effektiv zu lindern.
- Ernährungstherapeutische Ansätze bei Gicht und Hyperurikämie
- Die Rolle von Arachidonsäure und Omega-3-Fettsäuren bei Entzündungen
- Bedeutung von Antioxidantien und Spurenelementen in der Rheumatherapie
- Einsatz von Glucosamin und Chondroitin bei degenerativen Gelenkerkrankungen
- Praktische Empfehlungen zur Lebensführung und Gewichtsreduktion
Auszug aus dem Buch
Übeltäter: Arachidonsäure
Arachidonsäure ist eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, die in jedem Tier, also auch beim Menschen, aus einer pflanzlichen Fettsäure, der Linolsäure, hergestellt wird. Der Mensch nimmt jedoch weiterhin reichlich Arachidonsäure über tierische Nahrungsmittel auf und bildet zusätzlich im Stoffwechsel Arachidonsäure aus Linolsäure. Für den menschlichen Organismus ist es einfacher, Arachidonsäure über tierische Nahrungsmittel aufzunehmen, als im Stoffwechsel zu bilden.
Arachidonsäure wird ausschließlich und mit der normalen Ernährung über tierische Nahrungsmittel im Überfluss zugeführt. Alle pflanzlichen Lebensmittel hingegen sind arachidonsäurefrei. Je mehr Arachidonsäure zur Verfügung steht, desto mehr entzündungsfördernde Eicosanoide werden gebildet. Aus Arachidonsäure wird der Entzündungsmediator Leukotrien B4 gebildet.
Zusammenfassung der Kapitel
Gicht (Arthritis urica): Beschreibt die Ursachen, Symptome und diagnostischen Grundlagen der Stoffwechselerkrankung Gicht sowie die notwendige Ernährungsumstellung.
Rheumatoide Arthritis: Erläutert das Krankheitsbild entzündlicher rheumatischer Erkrankungen und die Bedeutung einer entzündungshemmenden Ernährung zur Schmerzreduktion.
Arthrose: Untersucht die degenerativen Gelenkprozesse, die Wirkung von Glucosamin und Chondroitin sowie präventive Verhaltensweisen.
Schlüsselwörter
Gicht, Rheuma, Arthrose, Ernährungstherapie, Arachidonsäure, Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, Entzündungsmediatoren, Glucosamin, Chondroitin, Gelenkknorpel, Purinstoffwechsel, Stoffwechselerkrankung, Vitamine, Spurenelemente
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt diättherapeutische Möglichkeiten bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, insbesondere Gicht, rheumatoider Arthritis und Arthrose.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind der Einfluss von Nährstoffen auf Entzündungsprozesse, die Reduktion von Arachidonsäure, die Bedeutung von Omega-3-Fettsäuren sowie der Einsatz von Supplementen wie Glucosamin.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Vermittlung von Strategien, wie durch eine gezielte Ernährung Entzündungen gehemmt und der Bedarf an medikamentöser Therapie reduziert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?
Die Arbeit basiert auf ernährungsmedizinischen Erkenntnissen, klinischen Studien und Analysen der Zusammenhänge zwischen Stoffwechsel, Ernährung und entzündlichen Gelenkprozessen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die pathophysiologischen Zusammenhänge bei Gicht, Rheuma und Arthrose sowie spezifische Diätkonzepte und Nährstoffbedarfe.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind Ernährungstherapie, Arachidonsäure, Entzündungshemmung, Rheuma, Gicht, Arthrose, Omega-3-Fettsäuren, Glucosamin und Chondroitin.
Warum ist Arachidonsäure bei Rheuma problematisch?
Arachidonsäure dient als Ausgangsstoff für die Bildung von Entzündungsmediatoren, die Entzündungen und Schmerzen in den Gelenken fördern.
Welchen Einfluss hat das Fasten auf rheumatische Beschwerden?
Fasten kann kurzfristig den Arachidonsäurespiegel senken und damit zu einer schnellen Abnahme entzündlicher Symptome bei Polyarthritis führen.
Welche Rolle spielen Glucosamin und Chondroitin bei Arthrose?
Diese Substanzen sind wichtige Bausteine des Knorpelgewebes, unterstützen die Knorpelneubildung und können helfen, knorpelabbauende Enzyme zu hemmen.
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- M.Sc. Sven-David Müller (Author), 2011, Ernährungstherapie bei Arthritis und Arthrose, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167402