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Vermittlung. Außergerichtliche Konfliktschlichtung in der Europäischen Union, Albanien und Kosovo

Alternative Formen der Konfliktschlichtung

Title: Vermittlung. Außergerichtliche Konfliktschlichtung in der Europäischen Union, Albanien und Kosovo

Project Report , 2011 , 19 Pages

Autor:in: LL.M. Islam Qerimi (Author)

Law - Penology
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Summary Excerpt Details

In dieser Projektarbeit meines Dissertationsthema handelt es sich um die Konfliktschlichtung auf dem aussergerichtlichen Wege. Diese Art der Schlichtung ist bereits bei den alten Völkern bekannt, wie z.B.in Ägypten, China, Japan und so auch in anderen Staaten des Ostens, im antiken Griechenland und in Rom. In Westeuropa traten Elemente einer Form der Vermittlung bei der Lösung von Konflikten ab der Zeit des Mittelalters auf. So z.B. erwänswert sind hier die Bemühungen zur Erreichung des Westfälischen Friedens von 1648 zur Beendigung des Dreissigjährigen Krieges.Eine spezielle Rolle hatten die Aussöhnung und Vermittlung auch im Gewohnheitsrecht der Albaner gespielt. Über die friedliche Konfliktlösung wurden auch mehrere Konventionen verabschiedet, wie z.B.:Die Haager Friedenskonferenz vom 18. Oktober 1907;die Charta der Organisation der Vereinten Nationen in Artikel 33 vom 1945. Die bekannteste Anwendung der Institution der Schlichtung ist die im Zusammenhang mit dem so genannten "Arbeitskampf" in den USA.Unter den am häufigsten praktizierten Konzepten der außergerichtlichen Konfliktlösung ist das Harvard-Konzept hervorzuheben, welches eine Strategie für das Kommunikationsverfahren während des Schlichtungsverfahrens ausgearbeitet hat. Im Folge wird um die Regeln zur Anwendung eines kostengünstigen Systems zur Konfliktschlichtung gesprochen. Darüber hinaus wird über Vermittlungsmechanismen in der Europäischen Union berichtet. Im weiteren wird über Gegenstand der Vermittlung, mögliche Konfliktvarianten,Verfahren der Antragstellung auf Vermittlung, ein praktisches Bespiel für eine erfolgreiche, außergerichtliche Konfliktschlichtung zwischen den EU-Staaten.Zum Schluss werden einige Aspekte der heutigen aussergerichtlichen Konfliktschlichtung in Albanien und Kosovo erläutert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Geschichte der Konfliktlösung

2. Das Harvard-Konzept

3. Sechs Regeln zur Anwendung eines kostengünstigen Systems zur Konfliktlösung

4. Ziel der Vermittlung bei der außergerichtlichen Konfliktlösung

5. Vermittlungsmechanismen in der Europäischen Union

6. Gegenstand der Vermittlung

7. Mögliche Konfliktvarianten, die Gegenstand des Vermittlungsverfahrens sind

8. Vermittlung im Verbraucherrecht in der EU

9. Bedingungen, die im Verbraucherrecht der EU für die Vermittlung erfüllt sein müssen

10. Verfahren der Antragstellung auf Vermittlung im Verbraucherrecht der EU

11. Gründe für eine derartige Vermittlung

12. Praktisches Bespiel für eine erfolgreiche außergerichtliche Konfliktlösung zwischen EU-Staaten

13. Einige Worte bezüglich der Vermittlung als Form der außergerichtlichen Konfliktlösung in Albanien

14. Praktisches Bespiel für eine erfolgreiche außergerichtliche Konfliktlösung in Albanien - Schlichtung bei Handelsstreitigkeiten

15. Lösung außergerichtlicher Konflikte im Kosovo

16. Vorschlag des Autors zur Schlichtung im Kosovo

17. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Bedeutung und Anwendung von Vermittlungsverfahren als außergerichtliche Methode zur Konfliktlösung. Dabei untersucht der Autor die historische Entwicklung, die theoretischen Grundlagen des Harvard-Konzepts sowie spezifische Mechanismen innerhalb der EU, Albaniens und des Kosovos.

  • Historische und theoretische Grundlagen der Konfliktschlichtung
  • Strukturen und Richtlinien der Mediation in der Europäischen Union
  • Anwendung des Verbraucherrechts und ADR-Verfahren (Alternative Dispute Resolution)
  • Konfliktlösung in Albanien unter Berücksichtigung von Gewohnheitsrecht und moderner Gesetzgebung
  • Perspektiven für eine effektive Schlichtungspraxis im Kosovo

Auszug aus dem Buch

Geschichte der Konfliktlösung

In der Menscheitsgeschichte sind aufgrund des Auftretens von Meinungs verschiedenheiten und Konflikten, die zwischen Individuen, Gruppen, Parteien und auch zwischen Staaten entstanden sind, viele Vermittlungen durchgeführt worden. So gibt es nach Duss-von Werdt Angaben aus der Geschichte, dass diese Form der Schlichtung bereits 2500 Jahre vor unserer Zeit im Ägypten der Pharaone ebenso praktiziert worden ist wie in anderen Staaten des Ostens.

Die Schlichtung ist bereits bei den alten Völkern bekannt. Normalerweise kam sie zum Zug, wenn es um die Ermordung von Mitgliedern einer Gruppe ging, wo die Täter mittels dieses Vermittlungsverfahrens zur Erzielung einer Aussöhnung gezwungen wurden, die Frau des Opfers zu heiraten. Dies geschah, um die Arbeitskraft im Falle ihres Verlustes zu ersetzen, und um das Gleichgewicht wiederherzustellen und auch, damit die Feinseligkeiten und die Gefahr neuer Verbrechen zwischen den Familien des Täters und des Opfers unterbrochen werden.

Später wurde die Schlichtung auch im antiken Griechenland praktiziert, wo als erster Vermittler im Jahr 594 Solon erwähnt wird, der als erster Schlichter und Versöhner gewählt worden war und als Archon - Vermittler und Versöhner - bezeichnet wird. Seine Plattform für die Lösung von Konflikten war die isonomia – gleiches Recht für alle, eunomia – die Bestimmung des Wohlgeordnetheit der Gesellschaft sowie die dike – Gerechtigkeit. Ebenso war in Griechenland die Schlichtung bekannt, die in Konflikten zwischen den Städten praktiziert wurde. Diese Konflikte wurden durch Vermittlungen gelöst, die den anderen Städten angeboten wurden. So besaßen sowohl die kleinen Städte derartige Einrichtungen zur Schlichtung und Versöhnung, die solche Vermittlerdienste anboten, als auch große Städte wie Sparta und Athen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Geschichte der Konfliktlösung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen Ursprünge der Vermittlung, von der Antike bis hin zu modernen Ansätzen des 20. Jahrhunderts.

2. Das Harvard-Konzept: Hier werden die Grundlagen des Harvard-Konzepts erläutert, welches auf den Interessensausgleich anstatt auf bloße Macht- oder Rechtspositionen setzt.

3. Sechs Regeln zur Anwendung eines kostengünstigen Systems zur Konfliktlösung: Das Kapitel definiert sechs praktische Schritte zur Implementierung kosteneffizienter Schlichtungsmodelle.

4. Ziel der Vermittlung bei der außergerichtlichen Konfliktlösung: Hier werden die Vorteile der außergerichtlichen Einigung gegenüber langwierigen und teuren Gerichtsverfahren dargelegt.

5. Vermittlungsmechanismen in der Europäischen Union: Dieses Kapitel behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Rolle der Mediation innerhalb der EU.

6. Gegenstand der Vermittlung: Es wird analysiert, welche Arten von Streitfällen für Vermittlungsverfahren geeignet sind und wo die Grenzen liegen.

7. Mögliche Konfliktvarianten, die Gegenstand des Vermittlungsverfahrens sind: Hier werden verschiedene Szenarien, wie Gruppen- oder Individualkonflikte, und deren Handhabung durch Mediatoren beschrieben.

8. Vermittlung im Verbraucherrecht in der EU: Der Fokus liegt hier auf den spezifischen ADR-Verfahren, die EU-Verbrauchern bei grenzüberschreitenden Problemen zur Verfügung stehen.

9. Bedingungen, die im Verbraucherrecht der EU für die Vermittlung erfüllt sein müssen: Kapitel zur Definition der Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, damit ein Fall von einer Kommission bearbeitet werden kann.

10. Verfahren der Antragstellung auf Vermittlung im Verbraucherrecht der EU: Eine praxisorientierte Anleitung zur formalen Einleitung eines Schlichtungsverfahrens.

11. Gründe für eine derartige Vermittlung: Zusammenfassung der Hauptargumente für die Wahl der außergerichtlichen Schlichtung im Verbraucherkontext.

12. Praktisches Bespiel für eine erfolgreiche außergerichtliche Konfliktlösung zwischen EU-Staaten: Ein Fallbeispiel illustriert die grenzüberschreitende Vollstreckbarkeit von Schlichtungsvereinbarungen.

13. Einige Worte bezüglich der Vermittlung als Form der außergerichtlichen Konfliktlösung in Albanien: Beleuchtung der historischen Rolle von Kanunen und der modernen gesetzlichen Entwicklung in Albanien.

14. Praktisches Bespiel für eine erfolgreiche außergerichtliche Konfliktlösung in Albanien - Schlichtung bei Handelsstreitigkeiten: Vorstellung von Modellprojekten zur Handelsschlichtung in verschiedenen albanischen Städten.

15. Lösung außergerichtlicher Konflikte im Kosovo: Analyse der Notwendigkeit alternativer Streitbeilegung angesichts der Überlastung des dortigen Rechtssystems.

16. Vorschlag des Autors zur Schlichtung im Kosovo: Der Autor plädiert für die konsequente Umsetzung gesetzlicher Rahmenbedingungen zur Integration aller Volksgruppen durch Schlichtung.

17. Literatur: Verzeichnis der herangezogenen Quellen, Gesetzbücher und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Mediation, Konfliktlösung, Schlichtung, Harvard-Konzept, Verbraucherrecht, Europäische Union, Albanien, Kosovo, außergerichtliche Einigung, Zivilrecht, Gewohnheitsrecht, Rechtsfrieden, Interessensausgleich, Justizreform, Streitschlichtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Vermittlungsverfahren als alternative Methode zur Konfliktlösung außerhalb staatlicher Gerichte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung der Mediation, die theoretischen Grundlagen des Harvard-Konzepts sowie die praktische Anwendung und gesetzliche Verankerung in der EU, Albanien und dem Kosovo.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch außergerichtliche Vermittlung kosteneffiziente und nachhaltige Lösungen für Konflikte gefunden werden können, um Gerichte zu entlasten und den sozialen Frieden zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse, die Auswertung von Gesetzestexten sowie die Untersuchung von Fallbeispielen und erfolgreich durchgeführten Projekten in der Schlichtungspraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden EU-Richtlinien, verbraucherrechtliche Schlichtungsmechanismen sowie die spezifische Situation und Rechtslage in Albanien und im Kosovo detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mediation, außergerichtliche Konfliktlösung, Harvard-Konzept, Verbraucherrecht, Rechtsfrieden und die spezifischen regionalen Gegebenheiten in Albanien und Kosovo.

Wie unterscheidet sich die Schlichtung im Kosovo von der in der EU?

Während in der EU hochgradig formalisierte und integrierte ADR-Systeme existieren, liegt im Kosovo der Fokus stärker auf der Überwindung von Überlastungen des Rechtssystems und der historischen Tradition der Konfliktlösung.

Welche Bedeutung haben die albanischen Kanun-Traditionen für das heutige Schlichtungssystem?

Die Kanun-Traditionen bilden ein historisches Fundament für die Versöhnung, dessen Werte der Rechtschaffenheit und Unparteilichkeit auch in die moderne albanische Gesetzgebung eingeflossen sind.

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Details

Title
Vermittlung. Außergerichtliche Konfliktschlichtung in der Europäischen Union, Albanien und Kosovo
Subtitle
Alternative Formen der Konfliktschlichtung
College
University of Vienna  (Strafrecht und Kriminologie)
Course
Teilveröffentlichung vom Dissertationsthema
Author
LL.M. Islam Qerimi (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V167429
ISBN (eBook)
9783640841233
ISBN (Book)
9783640840588
Language
German
Tags
Mediation Vermittlung Ältestenrat Konfliktschlichtung Europäische Union Albanien Kosovo TOA ATA ADR
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
LL.M. Islam Qerimi (Author), 2011, Vermittlung. Außergerichtliche Konfliktschlichtung in der Europäischen Union, Albanien und Kosovo, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167429
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