Eine Art der populärwissenschaftlichen Wissensvermittlung stellt der Science Slam dar. Die Thematik des Science Slams steht in enger Verbindung zu der Materie der Experten-Laien-Kommunikation. Anzumerken ist hierbei für das Verständnis, dass eine Person in Bezug auf verschiedene Bereiche sowohl als Laie als auch als Experte gesehen werden kann. Dies ist immer situativ zu betrachten und zu entscheiden. Wissen, das diesbezüglich im Zentrum steht, kann an verschiedenen Orten vermittelt werden.
Wie genau dies aussieht, kann in Verbindung mit dem Science Slam auf verschiedenen Ebenen genauer untersucht und betrachtet werden. Im Folgenden werde ich mich näher mit dem Science Slam als besondere Form der Wissensvermittlung aufeinandersetzen und die Fragestellung „Wie schafft es der Science Slam, komplexe wissenschaftliche Themen für das Publikum nachvollziehbar und unterhaltsam zu präsentieren?“ einer Untersuchung unterziehen. Um dies tun zu können, werde ich zunächst den Science Slam in Verbindung mit seinen Zielen vorstellen. Folglich gehe ich auf mögliche rhetorische Werkzeuge ein, die sich die SlammerInnen zu Nutze machen. Auf Grundlage dieser Ergebnisse betrachte ich einen Auftritt einer Slammerin näher und analysiere diesen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Science Slam
2.1 Ziele des Science Slam
2.2 Rhetorik des Science Slams
3. Analyse
4. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Science Slam als innovative Form der Wissenschaftskommunikation komplexe Forschungsinhalte für ein fachfremdes Publikum verständlich und unterhaltsam aufbereitet. Im Zentrum steht dabei die Analyse der rhetorischen Mittel und methodischen Ansätze, die SlammerInnen nutzen, um eine Brücke zwischen Expertenwissen und Laienverständnis zu schlagen.
- Rolle des Science Slams als moderne Wissenschaftsvermittlung
- Analyse rhetorischer Strategien und performativer Elemente
- Bedeutung von Humor, Storytelling und Visualisierung
- Interaktion zwischen WissenschaftlerInnen und Publikum
- Fallbeispielanalyse eines Science-Slam-Auftritts
Auszug aus dem Buch
2. Science Slam
Um die Basis für die Fragstellung zu schaffen, werde ich, wie bereits dargelegt, zunächst den Science Slam als moderne Form der Wissenschaftskommunikation vorstellen. „Kräftiger Hieb“ oder „Schlag“ sind die Bedeutungen des Wortes „Slam“ und zeigen im Zusammenhang zum Science Slam den Wettbewerbscharakter auf. (Drummt 2023, 347) Der Science Slam hat seinen Ursprung in Deutschland, doch die tieferen Wurzeln finden sich in Amerika. Diese Wurzeln sind der im Jahr 1986 erschaffene Poetry Slam. Diese Idee wurde indirekt aufgegriffen und fand erste Anknüpfungspunkte im Jahr 2006 in Darmstadt. Weitergeführt und gefestigt wurde die Idee des Science Slams nur zwei Jahre später durch das Haus der Wissenschaft in Braunschweig.
Seither finden dort regelmäßige Veranstaltungen statt und auch weitere Städte haben sich dieser Idee angeschlossen. Seit 2009 finden Wissenschaftswettstreite in Hamburg, Bayreuth und Bremerhaven statt, auch ein Jahr später haben sich Berlin und Frankfurt angeschlossen. Science Slams werden seit diesem Zeitpunkt in mehr als „41 deutschen Städten“ durchgeführt und finden sich nicht nur in Deutschland, sondern auch über diese Landesgrenzen hinaus. Sowohl in Österreich, der Schweiz, Chile und Südafrika werden Science Slams realisiert. (Eisenbarth/Weißkopf 2012, S. 157) Aus diesen Slams, die in verschiedenen Städten ausgetragen werden, hat sich seit 2010 der Deutschlandslam ergeben. Hierbei handelt es sich um „eine Art deutsche Meisterschaft“, die im Haus der Wissenschaft in Braunschweig ausgetragen wurde und wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der populärwissenschaftlichen Wissensvermittlung ein und definiert den Science Slam als zentrales Instrument der Experten-Laien-Kommunikation, dessen Vermittlungsstrategien untersucht werden.
2. Science Slam: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Wurzeln des Science Slams, seine Verbreitung sowie die spezifischen rhetorischen Techniken und Ziele, die WissenschaftlerInnen bei der Bühnenpräsentation verfolgen.
3. Analyse: In diesem Kapitel wird anhand eines konkreten Auftritts von Lisa Budzinski die Anwendung der zuvor definierten rhetorischen Kategorien und Vermittlungsstrategien in der Praxis untersucht.
4. Schluss: Der Schluss fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung des Science Slams als effektive Methode, um komplexe Wissenschaft nahbar zu machen und Türen zur Forschung zu öffnen.
Schlüsselwörter
Science Slam, Wissenschaftskommunikation, Experten-Laien-Kommunikation, Rhetorik, Wissenschaftsvermittlung, Präsentation, Popularisierung, Transformation, Performance, Publikum, Wissensvermittlung, Interaktion, Forschung, Darmbakterien, Kompetenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Science Slam als Methode der populärwissenschaftlichen Kommunikation und analysiert, wie komplexe Forschungsinhalte durch Rhetorik und Performance für ein breites Publikum aufbereitet werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Transformation von wissenschaftlichem Fachwissen in verständliche Darstellungsformen, die Rolle der Bühne als Kommunikationsraum und die Interaktion zwischen Forschenden und Laien.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es zu untersuchen, mit welchen spezifischen Strategien – wie etwa Humor, Requisiten oder Narration – es SlammerInnen gelingt, wissenschaftliche Themen unterhaltsam und nachvollziehbar zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Rhetorik und Methodik des Science Slams sowie eine fallbasierte Analyse eines konkreten Auftritts der Biotechnologin Lisa Budzinski.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Ziele des Formats, analysiert rhetorische Werkzeuge wie Deixis, Storytelling und Personalisierung und wendet diese Analyse auf das gewählte Fallbeispiel an.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Wissenschaftskommunikation, Science Slam, Experten-Laien-Kommunikation, Wissensvermittlung und Rhetorik.
Welche Rolle spielen Requisiten im analysierten Auftritt?
Requisiten wie der Kothaufen-Hut oder Lampions dienen dazu, die abstrakte Forschung über Darmbakterien visuell greifbar zu machen und die Wissenschaft mit komödiantischen Elementen zu verknüpfen.
Warum ist das "Perfect Match" für die Slammerin wichtig?
Die Slammerin nutzt das Konzept des "Perfect Match" als Vergleich aus der Lebenswelt des Publikums (Dating), um die Beziehung zwischen menschlichem Körper und Bakterien als komplexe, aber natürliche Interaktion darzustellen.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2024, Science Slam als Werkzeug zur Verständlichkeit von Wissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1674518