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Unterschiede zwischen der Hexenverfolgung in katholischen und protestantischen Gebieten in der frühen Neuzeit

Ein Vergleich zwischen dem Hochstift Bamberg und Kursachsen

Titre: Unterschiede zwischen der Hexenverfolgung in katholischen und protestantischen Gebieten in der frühen Neuzeit

Dossier / Travail , 2024 , 23 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Leonard Dürrwald (Auteur)

Histoire de l'Europe - Moyen Âge, Temps modernes
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Hexenverfolgungen stellen ein erschreckendes Kapitel der europäischen Geschichte dar, in dem Angst, Aberglaube und Misstrauen zu einer beispiellosen Welle von Gewalt führten. Zwischen dem Spätmittelalter und der frühen Neuzeit wurden tausende Menschen der Hexerei beschuldigt, verfolgt, gefoltert und hingerichtet. Oft basierten diese Anschuldigungen auf Gerüchten, Aberglauben oder religiösen Eifer, die anschließend in brutale Verhörmethoden und ungerechten Prozessen gipfelten. Durch die Intensität der Verfolgungen hinterließen sie in einigen Regionen tiefgreifende Auswirkungen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Allgemeine Ursachen der Hexenverfolgungen
  • 3. Politische und Religiöse Lage des Hochstifts Bambergs
  • 4. Politische und Religiöse Lage Kursachsens
  • 5. Hexenverfolgung im Hochstift Bamberg
  • 6. Hexenverfolgung in Kursachsen
  • 7. Vergleich der Hexenverfolgungen im Hochstift Bamberg und in Kursachsen
  • 8. Fazit
  • 9. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Hexenverfolgungen in katholischen und protestantischen Gebieten der frühen Neuzeit am Beispiel des Hochstifts Bamberg und Kursachsens zu vergleichen, um zu untersuchen, ob und wie sich diese Prozesse konfessionsbedingt unterschieden und von wem die Verfolgungswellen initiiert wurden.

  • Historische und theologische Ursachen der Hexenverfolgungen
  • Politische und religiöse Rahmenbedingungen im Hochstift Bamberg
  • Politische und religiöse Rahmenbedingungen in Kursachsen
  • Verlauf und Charakteristika der Hexenverfolgung in Bamberg
  • Verlauf und Charakteristika der Hexenverfolgung in Kursachsen
  • Gegenüberstellung und Analyse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Auszug aus dem Buch

2. Allgemeine Ursachen der Hexenverfolgungen

Hexerei an sich ist in der frühen Neuzeit nichts neues. Magie und Aberglaube gehört in den germanischen Regionen schon vor der Ausbreitung des Christentums zum Leben der Menschen dazu. Mit der Ausbreitung des Christentums kam es zu einem Konflikt zwischen den alten heidnischen Bräuchen und dem neuen Glauben. So waren die Vertreter der Kirche der Meinung, dass Magie „heidnisch, unwirksam und nur dämonisches Blendwerk seien“. Deswegen kam es schon lange vor der frühen Neuzeit vereinzelt zu Verbrennungen von Hexen. Im Hochmittelalter wurden die Ketzer zu einem neuen Problem der Kirche. Diese waren eine neue Gegenkirche, welche den 'ketzerischen' Lehren folgte und sich in Südeuropa ausbreitete. Die Kirche begann damit, die Ketzer zu Teufelsanbetern zu stilisieren, welche dem Teufel den Huldigungskuss geben und mit ihm zusammen Orgien feiern. Zudem wurde der Vorwurf laut, dass man für Magie Dämonenbeschwörung vollziehen muss und sich deswegen automatische der Ketzerei schuldig machen, wenn man Magie nutze.

Durch den Buchdruck wurden am Anfang der frühen Neuzeit dann Traktate und Bücher von Theologen und Juristen bekannter. Außerdem wurden durch Predigten die Bedrohung durch Hexerei und Zauberei für die Gesellschaft vermittelt und verfestigt. Aber auch Illustrationen und Bilder verfestigten die Angst vor Hexen und dem Teufel durch die Darstellungen ihrer Taten. Allgemein wurde die Macht des Teufels und die Macht seiner Verführung nicht angezweifelt. Die wenige Kritik, wie beispielsweise des Arztes Dr. Johann Weyer, wurde nicht ernst genommen. Hinzu kamen zwei große Ereignisse, die die Bevölkerung im Heiligen Römischen Reichs, aber auch in anderen Regionen Europas, trafen. So war die erste Ursache für die Verfolgungswellen in der frühen Neuzeit die kleine Eiszeit. Durch diese kam es zu Hungerkrisen, Not, allgemeine Klimaverschlechterung, erhöhte Sterblichkeit und Schwächungen des eigenen Körpers. Immer wieder kam es zu Dürren, Frost, Hagel und Ungezieferplagen, was gravierende Ernteausfälle und einen hohen Preisanstieg zur Folge hatten. All das bekam die Bevölkerung am eigenen Leib zu spüren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Führt in das Thema der Hexenverfolgungen ein und skizziert die Fragestellung und den Aufbau der Arbeit, die sich auf den Vergleich zwischen dem Hochstift Bamberg und Kursachsen konzentriert.

2. Allgemeine Ursachen der Hexenverfolgungen: Beleuchtet die historischen Wurzeln der Hexerei, die Rolle des Aberglaubens, die Verbreitung durch Buchdruck und Predigten sowie die Auswirkungen der Kleinen Eiszeit und der Reformation als Katalysatoren für die Verfolgungswellen.

3. Politische und Religiöse Lage des Hochstifts Bambergs: Beschreibt die politische Struktur Bambergs als geistliches Territorium unter einem Fürstbischof, die Auswirkungen der Reformation und die soziale Ungleichheit der Bevölkerung.

4. Politische und Religiöse Lage Kursachsens: Erläutert die Rolle Kursachsens als wichtiges protestantisches Territorium und Kurfürstentum, dessen politische und religiöse Entwicklung sowie die Bevölkerungsstruktur.

5. Hexenverfolgung im Hochstift Bamberg: Detailliert die drei Hauptwellen der Hexenverfolgungen in Bamberg, die Rolle der Fürstbischöfe wie Aschhausen und Fuchs von Dornheim, die hohen Opferzahlen und die Finanzierung der Prozesse durch Erbschaften.

6. Hexenverfolgung in Kursachsen: Beschreibt die Hexenverfolgungen in Kursachsen, konzentriert sich auf die Rolle von Gerichten wie dem Schöffenstuhl in Leipzig und Wittenberg, die geringere Intensität im Vergleich zu Bamberg und die fehlende zentrale Steuerung durch den Landesherrn.

7. Vergleich der Hexenverfolgungen im Hochstift Bamberg und in Kursachsen: Vergleicht die politischen, religiösen und sozioökonomischen Rahmenbedingungen beider Territorien und stellt die Unterschiede in den Verfolgungswellen, den Hauptverantwortlichen, der Intensität und den Prozesskosten dar.

8. Fazit: Fasst die Hauptergebnisse des Vergleichs zusammen, betont den Einfluss der konfessionellen Zugehörigkeit und die unterschiedlichen Herangehensweisen an die Hexenverfolgungen in katholischen und protestantischen Gebieten.

Schlüsselwörter

Hexenverfolgung, Frühe Neuzeit, Hochstift Bamberg, Kursachsen, Katholizismus, Protestantismus, Reformation, Aberglaube, Hexenhammer, Teufelsbündnis, Kleine Eiszeit, Konfessionskriege, Justiz, Sozialstruktur, Vergleich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit untersucht die Unterschiede in den Hexenverfolgungen zwischen katholischen (Hochstift Bamberg) und protestantischen (Kursachsen) Gebieten in der frühen Neuzeit, um den Einfluss der Konfession auf Intensität und Ausprägung der Verfolgungswellen zu analysieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die allgemeinen Ursachen der Hexenverfolgungen, die politischen und religiösen Lagen des Hochstifts Bamberg und Kursachsens, die detaillierte Darstellung der Verfolgungswellen in beiden Regionen sowie ein abschließender Vergleich der Ergebnisse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, beispielhaft zu betrachten, ob und wie sich Hexenverfolgungen in katholischen und protestantischen Gebieten unterschieden haben und ob die Konfession dabei einen entscheidenden Faktor darstellte, insbesondere hinsichtlich der Initiatoren der Verfolgungswellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine vergleichende historische Methode, indem sie zwei spezifische Regionen mit unterschiedlicher konfessioneller Prägung analysiert und gegenüberstellt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Hexenverfolgungen herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die politischen und religiösen Rahmenbedingungen beider Territorien, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der Hexenprozesse und ihrer Charakteristika (Verlauf, Zeiträume, Kosten, Initiatoren) im Hochstift Bamberg und in Kursachsen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Hexenverfolgung, Frühe Neuzeit, Hochstift Bamberg, Kursachsen, Katholizismus, Protestantismus, Reformation, Aberglaube, Hexenhammer, Justiz und Vergleich.

Warum war die Hexenverfolgung im Hochstift Bamberg intensiver als in Kursachsen?

Im Hochstift Bamberg waren die Verfolgungen eng mit der religiös-politischen Agenda der Fürstbischöfe verknüpft, die sie systematisch vorantrieben, während in Kursachsen die Prozesse eher aus dem Volksglauben resultierten und weniger zentral gesteuert waren, was zu einer geringeren Intensität führte.

Welche Rolle spielte der "Malleus Maleficarum" bei den Hexenverfolgungen?

Der "Malleus Maleficarum" (Hexenhammer) diente als wichtiger Katalysator und theologische Grundlage, indem er die Jagd auf vermeintliche Hexen legitimierte und juristische Hemmnisse außer Kraft setzen sollte, was die Verfolgungen in der frühen Neuzeit intensivierte.

Wie unterschieden sich die Initiatoren der Verfolgungswellen in den beiden Regionen?

In Bamberg gingen die Verfolgungswellen hauptsächlich von den Fürstbischöfen und der katholischen Kirche aus, während in Kursachsen die Initiierung primär bei der Bevölkerung und den lokalen Amtsträgern lag und keine direkte Verbindung zu den Landesherren bestand.

Welche Auswirkungen hatten die Prozesskosten auf die Wirtschaft des Hochstifts Bamberg?

Die hohen Prozesskosten führten im Hochstift Bamberg zu massiven wirtschaftlichen Belastungen, die durch die systematische Einziehung von Erbschaften wohlhabender Opfer gedeckt werden sollten, was die bereits angespannte finanzielle Lage des Hochstifts weiter verschärfte.

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Résumé des informations

Titre
Unterschiede zwischen der Hexenverfolgung in katholischen und protestantischen Gebieten in der frühen Neuzeit
Sous-titre
Ein Vergleich zwischen dem Hochstift Bamberg und Kursachsen
Université
University of Bamberg  (Lehrstuhl für Neuere Geschichte unter Einbeziehung der Landesgeschichte)
Cours
Hexenverfolgungen im Hochstift Bamberg
Note
2,0
Auteur
Leonard Dürrwald (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
23
N° de catalogue
V1675705
ISBN (PDF)
9783389167335
ISBN (Livre)
9783389167342
Langue
allemand
mots-clé
Hexenverfolgung Bamberg Kursachsen katholisch evangelisch Sachsen Hochstift Bamberg frühe Neuzeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Leonard Dürrwald (Auteur), 2024, Unterschiede zwischen der Hexenverfolgung in katholischen und protestantischen Gebieten in der frühen Neuzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1675705
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Extrait de  23  pages
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