Event-Marketing ist heutzutage für viele Unternehmen ein etabliertes Marketinginstrument und aus dem Alltag vieler Unternehmen auch nicht mehr wegzudenken. Dabei spielt Event-Marketing offensichtlich für einzelne Branchen, wie der Snowboardbranche, eine besonders wichtige Rolle. Wenn man die Eventkalender verschiedener Snowboardmagazine durchliest, erkennt man schnell, dass es theoretisch möglich ist, in der Wintersaison jedes Wochenende an einem neuen Event teilzunehmen. Beispielsweise ist einer der bekanntesten Eventserien die Burton Global Open Series, die weltweit jährlich an sechs auf der ganzen Welt verteilten Standorten stattfinden und vom größten Snowboardhersteller Burton Snowboards veranstaltet werden.
Aufgrund dieses großen Event-Angebots einer relativ kleinen Branche scheint Event-Marketing bei den Herstellerfirmen eine sehr große Rolle zu spielen. Welche Bedeutung Event-Marketing innerhalb der Snowboardbranche zukommt und in welcher Beziehung sie zur Emotionalisierung der Zielgruppe stehen, möchte ich daher in dieser Arbeit aufzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begrifssklärung
2.1 Event-Marketing
2.2 Marketing-Events
3. Ziele und Zielgruppe
3.1 Ziele des Event-Marketings
3.2 Zielgruppe und deren Lebensstil
4. Erlebnis und Emotionen
4.1 Teilbereich Erlebnismarketing
4.2 Emotionalisierung durch das Event
4.3 Erlebnis und Emotionen - Der „Flow“ und die Musik
4.4 Der Ort als Echtheitsprädikat
5. Die Rolle der Medien
6. Schlussbetrachtung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung von Event-Marketing innerhalb der Snowboardbranche und analysiert, wie durch dieses Kommunikationsinstrument gezielt Emotionen bei der jungen Zielgruppe geweckt und eine langfristige Markenbindung aufgebaut werden kann.
- Grundlagen und Definitionen des Event-Marketings
- Analyse der Zielgruppe Snowboarder und deren spezifischer Lebensstil
- Die psychologische Wirkung von Erlebnismarketing und emotionaler Inszenierung
- Die Rolle von Musik und Veranstaltungsorten als Authentizitätsfaktoren
- Mediale Verbreitung und Wahrnehmung von Snowboard-Events
Auszug aus dem Buch
4.2 Emotionalisierung durch das Event
Betrachtet man die Beziehung von Marke und Emotionen ausschließlich auf die Thematik des Event-Marketings hin, fällt auf, dass Emotion ein besonders wichtiger Faktor ist. Emotionen zu haben, bedeutet laut Duden gefühlsmäßig und seelisch erregt zu sein. Die emotionale Verbindung zur Marke und zum Produkt ist wie bereits erwähnt Teil der affektiv-orientierten Kommunikationsziele. Ein Marketing-Event hat diesbezüglich hohes Potenzial diese Kommunikationsziele in ihrer kompletten Bandbreite zu erfüllen.
Emotionen lassen sich mit „Werkzeugen“ steuern, die vor allem die menschlichen Wahrnehmungsorgane ansprechen sollen um Emotionen zu erzeugen. „Der effektive Einsatz von szenischen Mitteln und der gekonnte Umgang mit Spannung durch die Dramaturgie sind bewährte Gefühlsauslöser, die in der mehrtausendjährigen Geschichte von Ritualen und Theater erprobt sind.“ Die Übermittler sind dabei unsere Sinnesorgane.
Das Publikum wird an Wettbewerben eher eine passive Rolle spielen, doch um dem bereits erwähnten erlebnisorientierten Marketing seine bedeutende Rolle zukommen zu lassen, wird versucht, das Publikum gerade an großen Events immer wieder zu überraschen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Event-Marketings in der Snowboardbranche ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Begrifssklärung: Dieses Kapitel erläutert die terminologischen Grundlagen von Event-Marketing und Marketing-Events anhand gängiger wissenschaftlicher Definitionen.
3. Ziele und Zielgruppe: Hier werden die Kommunikationsziele von Events beleuchtet sowie der spezifische Lebensstil und die Merkmale der Zielgruppe Snowboarder analysiert.
4. Erlebnis und Emotionen: Dieses Hauptkapitel untersucht die psychologischen Mechanismen wie Erlebnismarketing, den Flow-Effekt, die Bedeutung von Musik und die Wahl des Austragungsortes zur emotionalen Aufladung.
5. Die Rolle der Medien: Dieses Kapitel thematisiert, wie Snowboard-Events durch Fachmagazine und TV-Formate medial begleitet werden und dadurch eine Werbewirkung erzielen.
6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und resümiert die hohe Bedeutung des Event-Marketings trotz bestehender Risiken für die Branche.
Schlüsselwörter
Event-Marketing, Snowboardbranche, Erlebnismarketing, Markenbindung, Emotionalisierung, Zielgruppenanalyse, Marketing-Events, Public Events, Flow-Effekt, Szenemagazine, Kommunikation, Authentizität, Markenimage, Event-Sponsoring, Sportmarketing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von Event-Marketing als strategisches Kommunikationsinstrument, speziell innerhalb der Snowboardbranche.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Events, der Zielgruppenstruktur, psychologischen Wirkungsweisen wie Emotionen und Flow sowie der medialen Aufbereitung von Veranstaltungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Es soll aufgezeigt werden, welche Bedeutung Event-Marketing für Snowboard-Hersteller hat und wie diese Events zur Emotionalisierung der Zielgruppe beitragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fallstudien und Brancheninformationen zur Zielgruppe und dem Event-Markt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Zielgruppencharakterisierung, die psychologische Inszenierung durch Erlebnismarketing, die Rolle von Musik und Ort sowie die Bedeutung der medialen Berichterstattung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Event-Marketing, Snowboardbranche, Erlebnismarketing, Markenbindung und Zielgruppenanalyse beschreiben.
Warum spielt der „Flow“-Zustand bei Snowboard-Events eine Rolle?
Der Flow-Zustand beschreibt eine totale Konzentration und positive Erfahrung des Sportlers, die durch gezielte Inszenierungen bei Events für die Zuschauer emotional zugänglich gemacht wird.
Welche Rolle spielt die „Echtheit“ eines Austragungsortes?
Der Austragungsort dient als Echtheitsprädikat; er muss das Image der Sportart widerspiegeln, damit die Szene das Event und die damit verbundenen Marken als authentisch akzeptiert.
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- Christoph Beaufils (Autor), 2008, Eventmarketing in der Snowboardbranche, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167607