Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der "domostroj" ein Zeugnis für die bereits fortgeschrittene Entwicklung von nomina abstracta und davon abstrakter Komposita darstellt und in welchen inhaltlichen Kontexten diese verwendet wurden. Dahingehend sollen dann Schlussfolgerungen in Bezug auf die potenziell produktiven Suffixe und die Kompositabildung in diesem Zeitraum gezogen werden. Dabei wird eine Reihe von Suffixen untersucht die laut Auerbach (1973) maßgeblich zu der Bildung von Abstrakta beigetragen haben. Hinsichtlich der Auswahl der Suffixe wird der Fokus auf solche gelegt, bei denen mindestens ein Beleg im "domostroj" vorzufinden ist. Diese sollen dann in Bezug auf den Bestand hinsichtlich der davon vertretenen abstrakten Komposita untersucht werden.
Zunächst soll geklärt werden, was unter Abstrakta zu verstehen ist und wie diese gebildet werden. Dann wird vorgestellt, welche Wortbildungsverfahren an der Abstraktabildung beteiligt sind. Daraufhin folgt eine Begründung, warum es historisch überhaupt zu einem Bedarf nach abstrakten Begriffen im Russischen gekommen ist und wie die Entwicklung der nomina abstracta im 16. Jahrhundert verlaufen ist. Dann wird eine historische Einordnung des "domostroj" vorgenommen, die mit einer Begründung der Korpuswahl und der Betonung der sprachlichen Besonderheiten des Textes einhergehen soll. Es folgen dann die im Rahmen dieser Arbeit zu prüfenden Thesen. Im Anschluss daran werden das Vorgehen und die Methode der Analyse skizziert. Schließlich erfolgt die Vorstellung und Analyse der gesammelten Daten für nomina abstracta und davon abstrakter Komposita im "domostroj". In der Diskussion soll deutlich werden, ob und inwiefern sich das Auftreten von Abstrakta bestätigen lässt.
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- Anonym (Autor), 2021, Abstraktabildung im Russischen des 16. Jahrhunderts. Eine Analyse der nomina abstracta im "domostroj", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1676124