Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Psychologie - Consultation et Thérapie

Systemische Traumatherapie in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Titre: Systemische Traumatherapie in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Mémoire de fin d'études , 2025 , 58 Pages , Note: 1

Autor:in: Michael Nerschbach (Auteur)

Psychologie - Consultation et Thérapie
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Verarbeitung traumatischer Erlebnisse stellt eine der größten Herausforderungen im Bereich der psychischen Gesundheit dar. Traumata können tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen haben und dabei nicht nur die individuelle Psyche, sondern auch soziale Beziehungen und das gesamte soziale Umfeld beeinflussen. Die Frage, wie unterschiedliche Formen von Traumata effektiv und nachhaltig behandelt werden können, ist daher von zentraler Bedeutung für die psychologische und therapeutische Forschung.

In diesem Kontext bietet die systemische Traumatherapie einen innovativen Ansatz, der den Fokus auf die Wechselwirkungen zwischen individuellen Erlebnissen und deren sozialen Kontext legt. Diese Seminararbeit befasst sich mit der Forschungsfrage: Wie beeinflussen die spezifischen Methoden und Ansätze der systemischen Traumatherapie die Behandlungsergebnisse bei Patienten mit unterschiedlichen Typen von Traumata in der Praxis?

Die systemische Traumatherapie zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht nur die individuellen Symptome eines Traumas adressiert, sondern auch die zugrundeliegenden Dynamiken in den sozialen Beziehungsstrukturen der Betroffenen berücksichtigt. Dabei wird das Trauma als ein Phänomen verstanden, das in einem interaktionellen und systemischen Kontext erlebt und verarbeitet wird. Diese Perspektive ermöglicht es, sowohl die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen als auch die Einflüsse ihres sozialen Umfelds in den therapeutischen Prozess zu integrieren.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Grundlagen des Traumas
    • 2.1 Definition und Konzeptualisierung von Trauma
    • 2.2 Typen von Traumata
      • 2.2.1 Akutes Trauma
      • 2.2.2 Komplexes Trauma
      • 2.2.3 Entwicklungstrauma
    • 2.3 Traumaspezifische Symptome
  • 3. Der systemische Ansatz in der Psychotherapie
    • 3.1 Grundlagen des systemischen Ansatzes
    • 3.2 Systemische Therapie im Kontext von Trauma
  • 4. Methoden und Techniken der systemischen Traumatherapie
    • 4.1 Stabilisierungsmethoden
      • 4.1.1 Ressourcenaktivierung
      • 4.1.2 Körperorientierte Techniken
    • 4.2 Arbeit mit Familiensystemen
      • 4.2.1 Genogrammarbeit
      • 4.2.2 Familienbrett und Systembrett
    • 4.3 Narrative Methoden
      • 4.3.1 Zeitlinienarbeit
  • 5. Wirksamkeit der systemischen Traumatherapie
    • 5.1 Evidenzbasierte Ergebnisse
    • 5.2 Grenzen und Herausforderungen
  • 6. Diskussion und Ausblick
    • 6.1 Aktuelle Entwicklungen und neue Ansätze
    • 6.2 Zukunftsperspektiven in der systemischen Traumatherapie
  • 7. Praxisbeispiel Sascha
    • 7.1 Fallbeschreibung/Problematik
    • 7.2 Familienverhältnisse
    • 7.3 Einzelsitzungen
  • 8. Fazit
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die spezifischen Methoden und Ansätze der systemischen Traumatherapie, erläutert deren theoretische Grundlagen und untersucht ihre praktischen Anwendungsmöglichkeiten. Das primäre Ziel ist es, zu beleuchten, wie unterschiedliche Traumtypen – wie akute, komplexe und transgenerationale Traumata – im Rahmen der systemischen Traumatherapie behandelt werden können. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Wie beeinflussen die spezifischen Methoden und Ansätze der systemischen Traumatherapie die Behandlungsergebnisse bei Patienten mit unterschiedlichen Typen von Traumata in der Praxis?

  • Definition und Konzeptualisierung verschiedener Traumtypen (akut, komplex, Entwicklungstrauma).
  • Theoretische Grundlagen des systemischen Ansatzes in der Psychotherapie und dessen Anwendung im Trauma-Kontext.
  • Detaillierte Darstellung spezifischer Methoden und Techniken der systemischen Traumatherapie, einschließlich Stabilisierungs-, Familienarbeits- und narrativer Methoden.
  • Analyse der Wirksamkeit systemischer Traumatherapie, evidenzbasierter Ergebnisse, Grenzen und Herausforderungen.
  • Diskussion aktueller Entwicklungen, neuer Ansätze und Zukunftsperspektiven in der systemischen Traumatherapie.
  • Veranschaulichung der theoretischen Konzepte durch ein praxisnahes Fallbeispiel.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Akutes Trauma

Ein akutes Trauma entsteht durch ein einmaliges, überwältigendes Ereignis, das die psychische und physische Integrität einer Person gefährdet. Beispiele hierfür sind Naturkatastrophen, Unfälle oder Gewaltverbrechen, die durch ihre plötzliche und unvorhersehbare Natur eine unmittelbare Überforderung der individuellen Bewältigungskapazitäten hervorrufen (Eidmann, 2014). Solche Ereignisse erfordern oft eine schnelle therapeutische Intervention, um einer Chronifizierung der Symptome vorzubeugen. Besonders hervorzuheben ist die Rolle der Resilienz, die stark von sozialen Ressourcen und der Fähigkeit zur schnellen Stabilisierung abhängt. Hier setzt die systemische Traumatherapie mit spezifischen Stabilisierungstechniken an, die sowohl die körperliche als auch die emotionale Regulation fördern (Eidmann, 2014; Sengmüller, 2006).

Die Symptome eines akuten Traumas sind vielfältig und umfassen unter anderem Flashbacks, Hyperarousal, emotionale Überwältigung und Vermeidungsverhalten. Flashbacks, die als intrusive und lebendige Erinnerungen an das traumatische Ereignis auftreten, stellen eine der größten Herausforderungen dar. Stabilisierungstechniken wie Atemübungen oder die Arbeit mit dem „inneren sicheren Bild" bieten hier eine effektive Möglichkeit, die emotionale Belastung zu reduzieren (Sengmüller, 2006). Hyperarousal, das sich durch ständige Übererregung und erhöhte Wachsamkeit auszeichnet, kann durch körperzentrierte Ansätze wie progressive Muskelentspannung oder andere Entspannungstechniken gemindert werden, die neben der Selbstregulation auch die Wahrnehmung von Sicherheit fördern (Eidmann, 2014). Emotionale Überwältigung, oft begleitet von intensiven Gefühlen wie Angst oder Scham, kann durch strukturierte Visualisierungsmethoden wie das Familienbrett bearbeitet werden, das die komplexen emotionalen und sozialen Zusammenhänge sichtbar macht (Sengmüller, 2006). Vermeidungsverhalten, das häufig als Schutzstrategie dient, um unangenehme Erinnerungen zu umgehen, erschwert den therapeutischen Prozess. Hier können ressourcenorientierte Ansätze helfen, die Motivation zur Auseinandersetzung mit dem Trauma zu fördern, indem positive Erinnerungen und unterstützende soziale Beziehungen aktiv in den Fokus gerückt werden (Conen, 1999).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik traumatischer Erlebnisse und deren tiefgreifende Auswirkungen ein, wobei die Forschungsfrage nach dem Einfluss systemischer Traumatherapiemethoden auf Behandlungsergebnisse präsentiert wird.

2. Grundlagen des Traumas: Dieser Abschnitt vermittelt ein grundlegendes Verständnis von Trauma, indem er Definitionen, Konzeptualisierungen, verschiedene Traumtypen (akutes, komplexes, Entwicklungstrauma) und traumaspezifische Symptome detailliert erörtert.

3. Der systemische Ansatz in der Psychotherapie: In diesem Kapitel wird der systemische Ansatz als zentraler Rahmen zur Analyse und Behandlung traumatischer Erfahrungen untersucht, wobei dessen grundlegende Prinzipien und spezifische Techniken beleuchtet werden.

4. Methoden und Techniken der systemischen Traumatherapie: Dieses Kapitel beleuchtet die Vielfalt der Methoden und Techniken der systemischen Traumatherapie, darunter Stabilisierungs-, Familien- und narrative Ansätze, die zur Adressierung komplexer Dynamiken traumatisierter Klient*innen dienen.

5. Wirksamkeit der systemischen Traumatherapie: Hier wird die Effektivität der systemischen Traumatherapie untersucht, wobei evidenzbasierte Ergebnisse sowie bestehende Grenzen und Herausforderungen in der praktischen Anwendung diskutiert werden.

6. Diskussion und Ausblick: Dieses Kapitel widmet sich der kontinuierlichen Weiterentwicklung der systemischen Traumatherapie durch die Integration neuer Ansätze und der Anpassung an kulturelle Kontexte, um Effektivität und Nachhaltigkeit zu optimieren.

7. Praxisbeispiel Sascha: Das Kapitel veranschaulicht die praktische Anwendung der systemischen Traumatherapie anhand eines fiktiven Falls, um die vielschichtigen Auswirkungen von Trauma auf individuelle und familiäre Systeme aufzuzeigen.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Kernbotschaften der Arbeit zusammen, hebt die ganzheitliche und integrative Perspektive der systemischen Traumatherapie hervor und formuliert Empfehlungen für zukünftige Forschung und Weiterentwicklung.

Schlüsselwörter

Trauma, systemische Traumatherapie, Akutes Trauma, Komplexes Trauma, Entwicklungstrauma, Genogrammarbeit, Familienbrett, Zeitlinienarbeit, Ressourcenaktivierung, Stabilisierungsmethoden, Bindungsdynamiken, transgenerationale Traumata, Resilienz, psychische Gesundheit, therapeutische Interventionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit der systemischen Traumatherapie und untersucht, wie ihre spezifischen Methoden und Ansätze die Behandlungsergebnisse bei Patienten mit verschiedenen Traumata in der Praxis beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder umfassen die Definition und Typen von Traumata, die theoretischen Grundlagen des systemischen Ansatzes, spezifische therapeutische Methoden und Techniken, die Wirksamkeit und Grenzen der systemischen Traumatherapie sowie die Anwendung anhand eines Praxisbeispiels.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Methoden und Ansätze der systemischen Traumatherapie zu analysieren und ihre praktische Anwendung bei unterschiedlichen Traumtypen zu untersuchen. Die Forschungsfrage lautet: "Wie beeinflussen die spezifischen Methoden und Ansätze der systemischen Traumatherapie die Behandlungsergebnisse bei Patienten mit unterschiedlichen Typen von Traumata in der Praxis?"

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, einer kritischen Bewertung bestehender Forschungsergebnisse, einer vergleichenden Analyse therapeutischer Ansätze und einer Reflexion über die Anwendung von Methoden in verschiedenen Kontexten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Traumas (Definition, Typen, Symptome), den systemischen Ansatz in der Psychotherapie, detaillierte Methoden und Techniken der systemischen Traumatherapie sowie deren Wirksamkeit, Grenzen und Herausforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Trauma, systemische Traumatherapie, Akutes Trauma, Komplexes Trauma, Entwicklungstrauma, Genogrammarbeit, Familienbrett, Zeitlinienarbeit, Ressourcenaktivierung, Stabilisierungsmethoden, Bindungsdynamiken, transgenerationale Traumata, Resilienz, psychische Gesundheit und therapeutische Interventionen.

Welche Rolle spielen Visualisierungstechniken wie das Familienbrett in der systemischen Traumatherapie?

Visualisierungstechniken wie das Familienbrett sind zentrale Instrumente, um Beziehungen und Dynamiken innerhalb eines Systems anschaulich darzustellen. Sie helfen, dysfunktionale Muster, Nähe-Distanz-Dynamiken und Hierarchien sichtbar zu machen und dadurch emotionale Sicherheit und Auseinandersetzungsbereitschaft zu fördern.

Wie wird das Problem der Retraumatisierung in der systemischen Traumatherapie angegangen?

Die systemische Traumatherapie begegnet der Gefahr der Retraumatisierung durch eine sorgfältige Vorbereitung und individuelle Anpassung der Therapie. Stabilisierungstechniken wie Ressourcenaktivierung und körperorientierte Ansätze schaffen eine sichere therapeutische Basis, und die individuelle Belastbarkeit der Klient*innen wird sorgfältig eingeschätzt.

Was sind transgenerationale Traumata und wie werden sie in dieser Arbeit behandelt?

Transgenerationale Traumata sind traumatische Erfahrungen, die über Generationen hinweg innerhalb von Familiensystemen weitergegeben werden. In dieser Arbeit werden sie mithilfe von Methoden wie der Genogrammarbeit und Zeitlinienarbeit analysiert, um unbewusste Loyalitäten und Muster sichtbar zu machen und gezielt zu bearbeiten.

Wer ist Sascha und welche Bedeutung hat sein Fall für die systemische Traumatherapie?

Sascha ist ein fiktiver 16-jähriger Jugendlicher, dessen Fall als praxisnahes Beispiel dient, um die Anwendung systemischer Traumatherapiemethoden in einem realistischen Kontext zu veranschaulichen. Seine Geschichte beleuchtet die komplexen Auswirkungen von Trauma auf individuelle und familiäre Systeme.

Fin de l'extrait de 58 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Systemische Traumatherapie in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
Université
campus Naturalis
Cours
Seminar: Systemische Kinder- und Jugendtherapie
Note
1
Auteur
Michael Nerschbach (Auteur)
Année de publication
2025
Pages
58
N° de catalogue
V1676211
ISBN (PDF)
9783389167922
ISBN (Livre)
9783389167939
Langue
allemand
mots-clé
Traumatherapie Seminar Trauma Traumaverarbeitung Kinder und Jugend systemische Therapie Posttraumatische Belastungsstörung dissoziative Identitätsstörung systemische Traumatherapie Missbrauch Konstruktivismus Systemtherapie Soziale Arbeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Nerschbach (Auteur), 2025, Systemische Traumatherapie in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1676211
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  58  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint