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Sozialmanagement - gibts denn sowas?!

Wie Management gelingt: "Economics of Mutuality" als Management des Sozialen

Title: Sozialmanagement - gibts denn sowas?!

Bachelor Thesis , 2023 , 54 Pages , Grade: 2.6

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Die fortschreitende Ökonomisierung und die Verknappung finanzieller Mittel stellen das Sozial- und Gesundheitswesen vor wachsende Herausforderungen. Angesichts demografischer Entwicklungen wie der „Silver Society“ wird ein leistungsfähiges und professionelles Management in Sozialorganisationen immer wichtiger.

Diese Bachelorarbeit bietet eine Einführung in die Geschichte des Managements im sozialen Bereich, differenziert zentrale Begriffe wie „Sozialmanagement“ und „Management des Sozialen“ und ordnet aktuelle Managementkonzepte wie das New Public Management und Qualitätsmanagement in den gesellschaftlichen Wandel ein.

Im Zentrum steht die Frage, wie Management im sozialen Kontext gelingen kann. Die Arbeit beleuchtet dazu das innovative Konzept der „Economics of Mutuality (EoM)“. Es wird untersucht, inwiefern dieser Ansatz zur Steigerung von Effizienz, Effektivität und Qualität im Sozialmanagement beitragen kann. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass EoM durch die Integration von Human- und Sozialkapital sowie die Bereitstellung neuer Messtechniken ein vielversprechender Ansatz ist, um das Sozialmanagement zu bereichern und das „Management des Sozialen“ insgesamt erfolgreicher zu gestalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einführung
  • 2 Was ist (Sozial)- Management?
    • 2.1 Begriffliche Differenzierung
    • 2.2 Historische Einflussfaktoren zur Herausbildung des Sozialmanagements
  • 3 Sozialmanagement im gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel
    • 3.1 Aktuelle gesellschaftliche Phänomene
    • 3.2 Sozialwirtschaftliche Konsequenzen für das Sozialmanagement
  • 4 Organisationsgestaltung
    • 4.1 Organisationstheorie
    • 4.2 Organisationskultur
  • 5 Managementkonzepte des Sozialmanagements
    • 5.1 (New) Public Management
    • 5.2 Qualitätsmanagement
    • 5.3 Economics of Mutuality
      • 5.3.1 Anfängliche Konzepte
      • 5.3.2 Aktuelles Konzept des „Economics of Mutuality" erläutert von Bruno Roche, Colin Mayer und Jay Jakub
  • 6 Fazit: Economics of Mutuality als Ansatz für Management des Sozialen
  • 7 Literaturverzeichnis
  • 8 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
    • 8.1 Abbildungsverzeichnis
    • 8.2 Tabellenverzeichnis
  • 9 Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die grundlegende Frage, ob und wie „Sozialmanagement“ im Sinne einer erfolgreichen Führung des Sozialen existiert und gelingt. Sie bietet eine Einführung in die Geschichte der Managemententwicklung im sozialen Bereich, analysiert verschiedene aktuelle Managementkonzepte wie das New Public Management und Qualitätsmanagement und ordnet diese in den aktuellen gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Konzept der „Economics of Mutuality" als potenziellen neuen Ansatz für das Management des Sozialen.

  • Historische Entwicklung und begriffliche Differenzierung des Sozialmanagements.
  • Analyse aktueller gesellschaftlicher Megatrends (z.B. Demografie, Digitalisierung, Globalisierung) und deren Auswirkungen auf das Sozialmanagement.
  • Darstellung und kritische Betrachtung etablierter Managementkonzepte wie New Public Management und Qualitätsmanagement.
  • Detaillierte Erläuterung des Konzepts der „Economics of Mutuality“ und dessen Kernprinzipien.
  • Untersuchung der Anwendbarkeit und des Potenzials der „Economics of Mutuality“ für das Management des Sozialen.
  • Die Rolle der Organisationsgestaltung und -kultur für die Effizienz und Qualität sozialer Dienstleistungen.

Auszug aus dem Buch

5.3.2 Aktuelles Konzept des „Economics of Mutuality" erläutert von Bruno Roche, Colin Mayer und Jay Jakub

„Economics of Mutuality" (EoM) tauchte erstmals in den 1940er Jahren als eigenständiges Managementkonzept des internationalen Nahrungsmittelunternehmens Mars Inc. auf. Forrest Mars, der Sohn des Gründers von Mars, legte die Gegenseitigkeiten von Leistungen im Dokument „the Objective of the Company“ (1947) fest. Die aufgelisteten Ziele beruhten auf die „mutuality“ von Leistungen und Nutzen zwischen den Konsumenten, Vertriebspartnern, Konkurrenten, Zulieferern, Behörden, Mitarbeitern und Aktionären („Shareholder“) (vgl. Mayer und Roche 2021: p. 24). Auffallend hierbei war der Schwerpunkt der Ausrichtung auf die verschiedenen Interessenparteien („Stakeholder“) und nicht auf die Aktionäre („Shareholder“). Sein Konzept wurde später, 1982, zum „Mutuality Principle“ abgeändert, das heute eines der fünf Hauptprinzipien – neben Qualität, Verantwortlichkeit, Effizienz und Freiheit – des Unternehmens ist (vgl. ebd. p. 58).

Das brachte den „think tank“ von Mars Inc. namens Mars Catalyst dazu, ab der Jahrtausendwende eine Studie durchzuführen. Innerhalb der Studie fanden seit 2007 mehrere verschiedene Pilotstudien statt. 2014 begann Mars Catalyst eine gemeinsame Forschung mit der Saïd Business School der Oxford Universität, welche sich „Mutuality in Business (MiB) programme“ nannte (vgl. ebd. p. 67). Die Studie nahm sich die Frage des Shareholders John Mars´ „What should be the right level of profit for Mars?" als Grundlage und die Grundprämisse, dass Unternehmertum nur das führt und leitet, was es erfasst und misst (ebd. p. 58). Dazu wurde untersucht, was für Unternehmen von Wert ist und was Unternehmen nutzen können, um mehr Wert zu schaffen, abgesehen von monetären Gewinnen (finanzielles Kapital). Das wiederum führte zur Entwicklung nicht-konventioneller Metriken für die Darstellung, die für Unternehmensleiter einfach genug zu handhaben, marktübergreifend stabil und wissenschaftlich robust waren. Diese waren nicht monetarisierte Formen von Kapital für Menschen (Human- und Sozialkapital) sowie den Planeten (Naturkapital) (vgl. ebd. p. 60). Sie werden in der Ausführung des Konzepts nachfolgend erläutert.

Durch diverse Pilotstudien konnten folgende Merkmale des Konzept belegt werden:

Economics of Mutuality kann eine fundamentale Veränderung im Selbstverständnis von Unternehmen bewirken – weg von Profitzentrierung und Gewinnmaximierug hin zu einer Ausrichtung auf den ganzheitlichen eigentlichen Sinn des Unternehmens:

„to 'produce profitable solutions for the problems of people and planet' and 'not to profit from producing problems for people and planet" (Mayer und Roche 2021: p. 373). Es bewirkt näher ausgeführt ein richtiges Verständnis, welche Probleme das Unternehmen zu lösen hat, für wen, wie und wann es die Probleme lösen möchte und warum es die richtigen Tools hat sie zu lösen (vgl. ebd. p. 373). Es kann ferner starke Partnerschaften zwischen diversen Organisationen und Individuen aus den privaten, öffentlichen und Not-for-Profit Sektoren entwickeln und wahrnehmen, was gemeinsame Anliegen zwischen diesen sind. Es zeigt außerdem auf, welche Investitionen die verschiedenen Interessengruppen – menschliches, soziales, natürliches und finanzielles Kapital – nötig haben und bietet eine methodische Erfassung dieser Arten von Kapital. Es kann in Zukunft außerdem die Wirtschaft zu einer neuen Vertrauenswürdigkeit und einem neuen positiven gesellschaftlichen Status führen. Dies wiederum führt zu einem Wachstum an Kundentreue, engagiertere Mitarbeiter, zuverlässigere Lieferanten und einer größeren Unterstützung durch Aktionäre und der Gesellschaft (vgl. ebd. S. 374). Das hat andererseits zur Folge, dass mehr Einnahmen und weniger Kosten erzeugt werden und somit einen höheren Profit als „by-product" des intrinsischen Zwecks der Problemlösung anderer Menschen bewirkt (vgl. ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Sozialmanagements ein, beleuchtet dessen zunehmende Wichtigkeit aufgrund demografischer und gesellschaftlicher Veränderungen und stellt die Forschungsfrage und Motivation der Arbeit vor.

2 Was ist (Sozial)- Management?: Hier wird der Begriff des (Sozial-)Managements differenziert, seine etymologische Herkunft erläutert und historische Einflussfaktoren bis zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit beleuchtet.

3 Sozialmanagement im gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel: Dieses Kapitel analysiert aktuelle gesellschaftliche Phänomene wie Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität (VUKA), Digitalisierung, Globalisierung und demografischen Wandel sowie deren sozialwirtschaftliche Konsequenzen und Anpassungsbedarfe für das Sozialmanagement.

4 Organisationsgestaltung: Es werden Grundlagen der Organisationstheorie mit klassischen, neoklassischen und modernen Ansätzen sowie die Bedeutung der Organisationskultur für die effiziente Steuerung und Entwicklung von sozialen Organisationen behandelt.

5 Managementkonzepte des Sozialmanagements: Hier werden verschiedene Managementkonzepte wie das (New) Public Management, Qualitätsmanagement und insbesondere das Konzept der „Economics of Mutuality" detailliert vorgestellt und diskutiert, inklusive seiner anfänglichen Konzepte und der aktuellen Auslegung.

6 Fazit: Economics of Mutuality als Ansatz für Management des Sozialen: Das Fazit bewertet die Kompatibilität der „Economics of Mutuality" mit dem Management des Sozialen, identifiziert Übereinstimmungen und Potenziale zur Qualitätssteigerung und einer werteorientierten Ausrichtung, insbesondere durch die Beantwortung der Frage nach dem Sinn (Purpose).

Schlüsselwörter

Sozialmanagement, Economics of Mutuality, Management, Soziale Arbeit, Organisation, Qualitätsmanagement, New Public Management, Demografischer Wandel, Digitalisierung, Globalisierung, Sozialkapital, Humankapital, Naturkapital, Finanzkapital, Nachhaltigkeit, VUKA, Gemeinwohlökonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Existenz und dem Gelingen von Sozialmanagement im Kontext gesellschaftlicher und ökonomischer Veränderungen und untersucht dabei insbesondere das Konzept der „Economics of Mutuality“ als innovativen, ganzheitlichen Ansatz für das Management des Sozialen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die begriffliche und historische Entwicklung des Sozialmanagements, Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels, verschiedene Managementkonzepte wie New Public Management und Qualitätsmanagement sowie das Konzept der „Economics of Mutuality“ als werteorientierte Managementphilosophie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, wie Management im sozialen Bereich gelingt und ob das Konzept „Economics of Mutuality“ einen gewinnbringenden Ansatz für ein Management des Sozialen darstellen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse und der kritischen Bewertung bestehender Konzepte und empirischer Studien, um die Forschungsfrage zu beantworten und das Konzept der „Economics of Mutuality“ in den Kontext des Sozialmanagements einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen Einflussfaktoren zur Herausbildung des Sozialmanagements, dessen Rolle im gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel (VUKA), Konzepte der Organisationsgestaltung (Organisationstheorie, Organisationskultur) sowie spezifische Managementkonzepte wie New Public Management, Qualitätsmanagement und die „Economics of Mutuality“ detailliert behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Sozialmanagement, Economics of Mutuality, Management, Soziale Arbeit, Organisation, Qualitätsmanagement, New Public Management, Demografischer Wandel, Digitalisierung, Globalisierung, Sozialkapital, Humankapital, Naturkapital, Finanzkapital, Nachhaltigkeit, VUKA.

Welche Arten von „Kapital“ werden im Konzept der „Economics of Mutuality“ neben dem Finanzkapital betrachtet?

Neben dem finanziellen Kapital berücksichtigt das EoM-Konzept auch Humankapital (Fähigkeiten, Wohlbefinden der Menschen), Sozialkapital (Beziehungen, Vertrauen, Zusammenhalt) und Naturkapital (natürliche Ressourcen).

Wie trägt der „Sabbat“ als Prinzip zur „Economics of Mutuality“ bei?

Das Prinzip des Sabbats wird als Modell für die Vergütung und Erneuerung aller vier Kapitalformen herangezogen. Es impliziert pro-aktive Ruhezeiten für Individuen (Humankapital), Gemeinschaften (Sozialkapital) und die Natur (Naturkapital) sowie eine gerechte Verteilung von Profit (Finanzkapital) über Generationen hinweg.

Warum wird im Kontext des Sozialmanagements von einer „doppelten Reduktion von Komplexität“ gesprochen?

Dieser Begriff beschreibt, wie neoliberale und kapitalistische Ansätze im Sozialmanagement die Komplexität des Sozialsystems und der nationalen Steuerung durch eine Verlagerung von Aufgaben auf nachgeordnete Ebenen und die Fokussierung auf Kostensenkung reduzieren.

Inwiefern können Erkenntnisse der „Economics of Mutuality“ dem Sozialmanagement zugutekommen?

EoM kann dem Sozialmanagement neue, studienbasierte Messtechniken zur Erforschung von Zusammenhängen in Human- und Sozialkapital bereitstellen und werteorientierte, effizienzsteigernde Modelle bieten, die über reine Gewinnmaximierung hinausgehen und den Sinn (Purpose) in den Fokus rücken.

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Details

Title
Sozialmanagement - gibts denn sowas?!
Subtitle
Wie Management gelingt: "Economics of Mutuality" als Management des Sozialen
College
University of Applied Sciences Ludwigshafen  (Fachbereich Vier - Sozial- und Gesundheitswesen)
Course
Soziale Arbeit
Grade
2.6
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2023
Pages
54
Catalog Number
V1676641
ISBN (PDF)
9783389168127
ISBN (Book)
9783389168134
Language
German
Tags
Sozialmanagement Economics of Mutuality Unternehmensorganisation Spirituelles Kapital Soziale Arbeit Gesellschaft Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2023, Sozialmanagement - gibts denn sowas?!, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1676641
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