Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sciences Sociales générales

Strategien zur Minimierung von sprachlich hervorgerufenen Othering-Prozessen in Deutschland

Titre: Strategien zur Minimierung von sprachlich hervorgerufenen Othering-Prozessen in Deutschland

Dossier / Travail , 2024 , 14 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Leonie Hollers (Auteur)

Sciences Sociales générales
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Othering-Prozesse werden in der Regel in der alltäglichen Sprache reproduziert, ohne das mache Menschen genau wissen, dass es sich um historisch diskriminierende Formulierungen und Begriffe handelt.
In dieser Arbeit wird sich mit dem Thema beschäftigt, mit welchen Strategien Othering-Prozesse, die im alltäglichen Sprachgebrauch reproduziert werden, minimiert werden können.

Der Satz „Wo kommst du eigentlich her?“ kommt vielen Menschen bekannt vor. Ob der Satz zu einem selbst gesagt wurde oder eine andere Person ihn verwendet, viele deutsche Staatsangehörige können durch ihn ein Gefühl der Ausgeschlossenheit verspüren. Dieses und weitere Szenarien dieser Art werden als Othering bezeichnet und orientieren sich an hierarchischen und stereotypischen Denkweisen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einleitung und Aufbau der Arbeit
  • 2 Begriffsdefinitionen und theoretischer Rahmen
    • 2.1. Othering Prozesse
    • 2.2 Historischer Hintergrund
  • 3 Sprache als Reproduktionsmittel von Othering Prozessen
  • 4 Ansätze zur Minimierung von diskriminierenden Sprachstrukturen
    • 4.1 Sensibilisierung für sprachliche Machtstrukturen
    • 4.2 Bedeutung von inklusiver Sprache fördern
    • 4.3 Fallbeispiele zur Förderung inklusiver Sprache aus unterschiedlichen Kontexten
  • 5 Fazit und Ausblick
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der zentralen Forschungsfrage, welche Strategien angewendet werden können, um Othering-Prozesse, die sich im alltäglichen Sprachgebrauch manifestieren, zu minimieren. Sie beleuchtet, wie Sprache Identität und Realität formt und diskriminierende Strukturen reproduziert.

  • Begriffsdefinitionen von Othering und dessen historischer Kontext
  • Die Rolle der Sprache als Medium zur Reproduktion von Othering-Prozessen
  • Strategien zur Sensibilisierung für sprachliche Machtstrukturen
  • Förderung und Bedeutung von inklusiver Sprache
  • Praktische Fallbeispiele für die Implementierung inklusiver Sprachpraxis

Auszug aus dem Buch

2.1. Othering Prozesse

Um eine theoretische Grundlage zu schaffen, wird im Folgenden der Begriff Othering erläutert und in Kapitel 2.2 mit historischen, sowie zeitgenössischen Beispielen ergänzt.

Der Begriff Othering stammt aus dem englischen „other“, was andersartig oder Andersmachung bedeutet (vgl. Universität zu Köln 2023a). Beim Othering wird sich zu anderen Gruppen distanziert und die Differenzierung hervorgehoben, um die eigene „Normalität“ zu unterstreichen (vgl. Universität zu Köln 2023a). Der Begriff kommt aus der Theorie des Postkolonialismus (vgl. Universität zu Köln 2023a).

In der Theorie des Postkolonialismus geht es um die Langzeitfolgen des Kolonialismus, da Auswirkungen dessen nicht durch die Dekolonialisierung automatisch verschwanden (vgl. Conrad 2012). Auch die kolonialen Beziehungen unter den Ländern waren nach der Dekolonialisierung nicht direkt beendet. Somit ziehen sich die kolonialen Strukturen und die Auswirkungen und Zuschreibungen dessen bis weit nach dem offiziellen Ende des Kolonialismus (vgl. Conrad 2012). Der Postkolonialismus beschreibt infolgedessen die Überwindung der zentralen Annahmen des kolonialen Diskurses und der Sensibilisierung der noch vorhandenen Reproduktionen kolonialer Strukturen (vgl. Conrad 2012).

Grundsätzlich werden bei dem Prozess des Otherings bestimmten Menschen Eigenschaften zugeordnet, die sie klar von der „normativen“ Gruppe unterscheiden. Somit geht es um ein ständiges Kategorisieren von Menschen, und die Aufrechterhaltung des „uns“ und der „anderen“ (vgl. Universität zu Köln 2023a). Die Identität ist für den Umgang mit Menschen von hoher Wichtigkeit, um in einer Gruppe anerkannt zu werden und dazuzugehören. Durch dieses Dazugehören bilden sich Gemeinschaften, in denen Menschen als Teile fungieren (vgl. Von Aufschnaiter 2021). Dadurch entstehen Gruppenidentitäten, wie beispielsweise gläubige Menschen einer Religion oder Fans einer Fußballmannschaft. Eine Gruppenidentität verbindet Menschen und kann als etwas Gutes dargestellt werden, bis diese missbraucht wird und Personen ausgeschlossen werden (vgl. Von Aufschnaiter 2021).

Othering verallgemeinert Eigenschaften und pauschalisiert Annahmen über eine bestimmte Menschengruppe (vgl. Von Aufschnaiter 2021). Somit können auch positive Vorurteile hinzugezählt werden, wenn es um Othering-Prozesse geht. Wenn angenommen wird, dass „alle Schwarzen gut tanzen“ oder „Sinti und Roma gut Geige spielen“ sind dies verallgemeinernde Vorurteile, die die Individualität von den Menschen trennt (vgl. Von Aufschnaiter 2021). In Deutschland leben insgesamt circa 21 Millionen Menschen, die in die Gruppe „mit Migrationshintergrund“ kategorisiert werden. Viele von ihnen fühlen sich anders behandelt als Menschen, die nicht in die Gruppe „mit Migrationshintergrund“ kategorisiert werden (vgl. Von Aufschnaiter 2021). Die Identität eines Menschen kann durch Othering fremdbestimmt werden und hat großen Einfluss auf das Gefühl der Zugehörigkeit (vgl. Von Aufschnaiter 2021).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Aufbau der Arbeit: Dieses Kapitel stellt die Forschungsfrage vor und gibt einen Überblick über die Struktur der Arbeit, die sich mit der Minimierung sprachlich hervorgerufener Othering-Prozesse befasst.

2 Begriffsdefinitionen und theoretischer Rahmen: Hier werden der Begriff des Otherings detailliert erläutert und in seinen postkolonialen und historischen Kontext eingeordnet, um eine fundierte theoretische Basis zu schaffen.

3 Sprache als Reproduktionsmittel von Othering Prozessen: Dieses Kapitel analysiert, inwiefern Sprache im Alltag dazu beiträgt, Othering-Prozesse zu reproduzieren und wie diese diskriminierenden Muster wirken.

4 Ansätze zur Minimierung von diskriminierenden Sprachstrukturen: Es werden verschiedene Strategien vorgestellt, darunter die Sensibilisierung für sprachliche Machtstrukturen, die Förderung inklusiver Sprache und konkrete Fallbeispiele aus unterschiedlichen Kontexten.

5 Fazit und Ausblick: Das Schlusskapitel beantwortet die Forschungsfrage, fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf weitere Möglichkeiten zur Minimierung von Othering-Prozessen im Sprachgebrauch.

Schlüsselwörter

Othering, Sprache, Diskriminierung, Inklusion, Postkolonialismus, Identität, Machtstrukturen, Sensibilisierung, Migration, Multikulturalität, Antidiskriminierung, Stereotypen, Sprachgebrauch, Chancengleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Strategien und Ansätze, um Othering-Prozesse, die durch den alltäglichen Sprachgebrauch hervorgerufen werden, zu minimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition und den historischen Kontext von Othering, die Rolle der Sprache als Reproduktionsmittel von Diskriminierung sowie verschiedene Ansätze zur Förderung inklusiver und antidiskriminierender Sprache.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, mit welchen Strategien Othering-Prozesse, die im alltäglichen Sprachgebrauch reproduziert werden, minimiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Synthese vorhandener Literatur, um Begriffsdefinitionen zu klären, Zusammenhänge darzustellen und Strategien abzuleiten und zu veranschaulichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen und der theoretische Rahmen des Otherings erläutert, die Funktion der Sprache als Reproduktionsmittel von Othering-Prozessen analysiert und konkrete Ansätze sowie Fallbeispiele zur Minimierung diskriminierender Sprachstrukturen vorgestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind Othering, Sprache, Diskriminierung, Inklusion, Postkolonialismus, Identität, Machtstrukturen, Sensibilisierung, Migration, Multikulturalität, Antidiskriminierung, Stereotypen, Sprachgebrauch und Chancengleichheit.

Wie wird der Begriff "Othering" definiert und in welchen Kontext gestellt?

Othering wird als Prozess der Andersmachung oder Distanzierung zu anderen Gruppen definiert, um die eigene „Normalität“ zu unterstreichen. Es hat seine Wurzeln in der Theorie des Postkolonialismus, der die Langzeitfolgen kolonialer Strukturen und Diskurse beleuchtet.

Welche Rolle spielt Sprache bei der Reproduktion von Othering-Prozessen?

Sprache fungiert als primäres Reproduktionsmittel von Othering-Prozessen, indem sie durch bestimmte Bezeichnungen und Formulierungen diskriminierende Vorstellungen und hierarchische Denkweisen im Alltag aufrechterhält und die Identität von Personen beeinflusst.

Welche konkreten Strategien werden zur Minimierung diskriminierender Sprachstrukturen vorgeschlagen?

Vorgeschlagene Strategien umfassen die Sensibilisierung für sprachliche Machtstrukturen, die Förderung der Bedeutung inklusiver Sprache durch Selbstreflexion und institutionelle Aufklärung (z.B. durch Glossare) sowie Projekte und Fortbildungen in unterschiedlichen Kontexten.

Welche Beispiele für die Förderung inklusiver Sprache werden im Buch genannt?

Das Buch nennt Beispiele wie Glossare inklusiver Sprache von Amnesty International, der Universität Berlin und Zürich, sowie das Anti-Diskriminierungs-Büro Köln. Zudem werden Projekte für Schulen und berufliche Fortbildungen wie von der Haufe Akademie vorgestellt.

Fin de l'extrait de 14 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Strategien zur Minimierung von sprachlich hervorgerufenen Othering-Prozessen in Deutschland
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Sozialwissenschaften)
Cours
Einführung in Migration und Multikulturalität
Note
1,7
Auteur
Leonie Hollers (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
14
N° de catalogue
V1676989
ISBN (PDF)
9783389168608
ISBN (Livre)
9783389168615
Langue
allemand
mots-clé
Soziologie Othering
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Leonie Hollers (Auteur), 2024, Strategien zur Minimierung von sprachlich hervorgerufenen Othering-Prozessen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1676989
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  14  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint