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Die Rolle und Folgen der Medienberichterstattung im Migrationsdiskurs

Ein Fallbeispiel

Título: Die Rolle und Folgen der Medienberichterstattung im Migrationsdiskurs

Ensayo , 2010 , 6 Páginas

Autor:in: Verena Mühlenbeck (Autor)

Pedagogía - Educación familiar
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Das Wort Medium wird als ein “vermittelndes Element von Kommunikation oder Informationsübertragung [und] Funktionsträger der Informationsübermittlung in der Ge-
sellschaft (z.B. Rundfunk, Fernsehen, Zeitung, Zeitschrift)” definiert (Langenscheidt Fremdwörterlexikon). Als einigermaßen medienerfahrener und reflektierender Rezipient unserer Massenmedieninhalte ist man sich jedoch zumindest schemenhaft um die vielfältigere Komplexität ihrer Ziele und Funktionen bewusst. Medien konstituieren in wesentlichem Maße unsere Meinungsbildungsprozesse und konstruieren unsere erlebte Wirklichkeit mit. Sie vermögen auf der einen Seite gesellschaftliche Konstruktionen und deren Diskurse zu verstärken und auf der anderen eine Problematik im öffentlichen Diskurs sogar gänzlich auszublenden (vgl. Yildiz 2006: 38). Medien reproduzieren eigenständig Bilder, die sich in den Köpfen der Menschen manifestieren. Und dabei selektieren sie bevorzugt solche Themen, die Konfliktpotential haben, schockieren und emotional aufwühlen und dabei immer auf die Erregung des Publikums erzielen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Die Rolle und Folgen der Medienberichterstattung im Migrationsdiskurs

1.1 Einleitung und medientheoretische Grundlagen

1.2 Analyse des Fallbeispiels: Medien, Politik und Kriminalisierung

1.3 Auswirkungen auf die Gesellschaft und der Weg zu einer positiven Integration

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Massenmedien durch selektive Berichterstattung den Migrationsdiskurs in Deutschland beeinflussen, Feindbilder konstruieren und politische Entscheidungsprozesse mitgestalten.

  • Rolle der Medien bei der Konstruktion gesellschaftlicher Wirklichkeit
  • Mechanismen der Themenselektion und Nachrichtenwerte
  • Wechselspiel zwischen Medienberichterstattung und politischer Agendasetting
  • Soziale Folgen der Negativberichterstattung für Migrantengruppen
  • Bedeutung von Selbstethnisierung und Identitätsbildung
  • Perspektiven für einen dialogorientierten, kosmopolitischen Alltagsdiskurs

Auszug aus dem Buch

Die Rolle und Folgen der Medienberichterstattung im Migrationsdiskurs

Das Wort Medium wird als ein “vermittelndes Element von Kommunikation oder Informationsübertragung [und] Funktionsträger der Informationsübermittlung in der Gesellschaft (z.B. Rundfunk, Fernsehen, Zeitung, Zeitschrift)” definiert (Langenscheidt Fremdwörterlexikon). Als einigermaßen medienerfahrener und reflektierender Rezipient unserer Massenmedieninhalte ist man sich jedoch zumindest schemenhaft um die vielfältigere Komplexität ihrer Ziele und Funktionen bewusst. Medien konstituieren in wesentlichem Maße unsere Meinungsbildungsprozesse und konstruieren unsere erlebte Wirklichkeit mit. Sie vermögen auf der einen Seite gesellschaftliche Konstruktionen und deren Diskurse zu verstärken und auf der anderen eine Problematik im öffentlichen Diskurs sogar gänzlich auszublenden (vgl. Yildiz 2006: 38). Medien reproduzieren eigenständig Bilder, die sich in den Köpfen der Menschen manifestieren. Und dabei selektieren sie bevorzugt solche Themen, die Konfliktpotential haben, schockieren und emotional aufwühlen und dabei immer auf die Erregung des Publikums erzielen.

Man kann festhalten, dass sie “ein Monopol auf die Fokussierung der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit haben (Weingart 2003: 120)” und so unter anderem Einfluss auf die politische Agenda ausüben. Diese Faktoren lassen sich selbstverständlich auch auf den Migrationsdiskurs in Deutschland übertragen. Dieser ist in großen Teilen auf Problematik und Negativbeschreibung fokussiert. Reißerische Überschriften wie “ ´Die Wurzeln des Hasses. Mohammeds zornige Erben` (Stern, 2001) [...] oder ´Der religiöse Wahn. Die Rückkehr des Mittelalters` (Spiegel, 2001) (Becker 2008: 444)” hinterlassen ein eindeutig islamfeindliches Bild.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Rolle und Folgen der Medienberichterstattung im Migrationsdiskurs: Die Arbeit beleuchtet die Macht der Medien bei der Konstruktion gesellschaftlicher Realität und deren Einfluss auf den Migrationsdiskurs.

1.1 Einleitung und medientheoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert mediale Funktionen und zeigt auf, wie Massenmedien durch Themenselektion und Risiko-Frames aktiv Meinungsbildungsprozesse steuern.

1.2 Analyse des Fallbeispiels: Medien, Politik und Kriminalisierung: Anhand eines Fallbeispiels von 2007 wird das Wechselspiel zwischen medialer Berichterstattung über Ausländerkriminalität und politischer Instrumentalisierung verdeutlicht.

1.3 Auswirkungen auf die Gesellschaft und der Weg zu einer positiven Integration: Das Kapitel diskutiert die negativen sozialen Folgen wie Ethnisierungsprozesse und plädiert für einen inklusiven Alltagsdiskurs zur Förderung eines „Wir-Gefühls“.

Schlüsselwörter

Medienberichterstattung, Migrationsdiskurs, Ausländerkriminalität, Themenselektion, Nachrichtenwerte, Konstruktion von Wirklichkeit, Risiko-Frame, politische Agenda, Ethnisierung, Selbstethnisierung, Integration, Wir-Gefühl, Medienkompetenz, soziale Ausgrenzung, interkultureller Dialog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch, welchen Einfluss die mediale Berichterstattung auf die Wahrnehmung von Migranten in Deutschland hat und wie dabei negative Feindbilder entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Macht der Medien bei der Meinungsbildung, das politische Wechselspiel bei der Instrumentalisierung von Kriminalitätsthemen und die daraus resultierenden sozialen Identitätsprozesse.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie das aktuell dominante „Wir-Sie-Paradigma“ durch Medien und Politik zementiert wird und warum eine Umorientierung auf einen alltagsorientierten Dialog notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine theoretische Fundierung durch mediensoziologische Literatur und verknüpft diese mit einer qualitativen Analyse eines konkreten Fallbeispiels aus dem Jahr 2007.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse konkreter Medienberichte und deren Wirkung auf die politische Strategiebildung sowie mit den Folgen für die betroffenen Migrantengruppen in der Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Medienberichterstattung, Migrationsdiskurs, Ausländerkriminalität, Ethnisierung, Wir-Gefühl und Integration.

Welche Rolle spielt die BILD-Zeitung in der Argumentation?

Sie dient als exemplarisches Beispiel für ein reichweitenstarkes Medium, das durch reißerische Kriminalisierungsberichte aktiv zur Konstruktion eines „Gefahrenherdes“ beiträgt.

Wie definiert die Autorin den Begriff der Selbstethnisierung?

Selbstethnisierung beschreibt den Prozess, bei dem sich Migranten aufgrund von medialen Negativbeschreibungen von der Mehrheitsgesellschaft abwenden und eine eigene, oft abwehrende Identität aufbauen.

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Detalles

Título
Die Rolle und Folgen der Medienberichterstattung im Migrationsdiskurs
Subtítulo
Ein Fallbeispiel
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Autor
Verena Mühlenbeck (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
6
No. de catálogo
V167782
ISBN (Ebook)
9783640847334
Idioma
Alemán
Etiqueta
Migration Medien
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Verena Mühlenbeck (Autor), 2010, Die Rolle und Folgen der Medienberichterstattung im Migrationsdiskurs, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167782
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