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Die Falte bei Bernini

Título: Die Falte bei Bernini

Trabajo de Seminario , 2006 , 16 Páginas

Autor:in: Jacqueline Koller (Autor)

Arte - Escultura, plástica
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Fällt der Name "Gianlorenzo Bernini", denkt man wohl in erster Linie an einen grandiosen Bildhauer, der bekannte Werke wie "Apoll und Daphne" oder "David" gefertigt hat. Steht man in der Galleria Borghese in Rom selbst vor diesen beiden Skulpturen, kann man die Virtuosität Berninis kaum begreifen. Bei "Apoll und Daphne" scheint es unfassbar, wie er in der Lage gewesen war, Daphnes Metamorphose in einen Lorbeerbaum darzustellen. Die Hände sind im Begriff, sich in kleine Äste mit hauchdünnen Lorbeerblättern zu verwandeln. Wie diese aus Marmor gestaltet werden konnten, wäre wohl nur vom Künstler selbst zu beantworten. Betrachtet man dann den "David" frontal, bekommt man zwangsläufig das Gefühl, zwischen David, der zum Stein-schleudern ansetzt, und seinem Gegner Goliath zu stehen. Man befindet sich als Betrachter mitten im Geschehen. Die Skulpturen Berninis wirken dermaßen lebendig, dass man der Meinung ist, jeden Moment könnte die Versteinerung nachlassen und sie würden wirklich lebendig. Gianlorenzo verdankte seine Genialität in der Bildhauerei hauptsächlich seinem Vater Pietro, der selbst Bildhauer war und seinen Sohn schon früh darin ausbildete. 1606 siedelte die Familie Bernini nach Rom über. Von da an stand Gianlorenzo seinem Vater bei der künstlerischen Arbeit zur Seite und konnte auf diese Weise schon sehr früh wichtige praktische Erfahrungen für seine Zukunft sammeln. Größtenteils unbekannt ist die Tatsache, dass er neben seiner Tätigkeit als Bildhauer auch Architekt, Maler (vorwiegend Selbstporträts) und ein Mann des Theaters war. So entwarf er in seiner Funktion als Architekt Fassaden und Innenräume und gestaltete Plätze neu oder um (z.B.: Piazza Navona, Petersplatz) auch mittels Brunnen bzw. ganzen Brunnenanlagen (z.B.: Trevibrunnen; Vierströmebrunnen auf der Piazza Navona). Im Bezug auf das Theater waren seine Tätigkeiten zum einen die Gestaltung von Kulissen, zum anderen schrieb er selbst Stücke, die aufgeführt wurden.1 Im Folgenden werden neben dem Künstler Bernini auch seine Skulpturen näher beleuchtet und zwar vor allem unter dem Aspekt der "Falte".

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Berninis Virtuosität und Universalität

II. Gianlorenzo Bernini

1. Verhältnis/Bezug: Barock – Bernini

2. Falte bei Bernini

2.1 Ästhetische Werte der Falte

2.1.1 Philosophie der Falte

2.1.2 Praktische Ansätze

2.2 Beispiele an zwei ausgewählten Werken Berninis

2.2.1 Die Verzückung der Heiligen Therese

2.2.2 Die Büste für Ludwig XIV.

III. Berninis charakteristischer Stil

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der „Falte“ in den Skulpturen des barocken Künstlers Gianlorenzo Bernini. Ziel ist es, die ästhetische und philosophische Bedeutung der stofflichen Darstellung im Kontext des barocken Weltbildes zu analysieren und deren technische Umsetzung in ausgewählten Meisterwerken zu beleuchten.

  • Die ästhetische Philosophie der Falte bei Leibniz und Deleuze
  • Barocke Konzepte von Licht, Schatten und Dramatik
  • Technische Umsetzung und Stofflichkeit in Berninis Marmorskulpturen
  • Analyse der „Verzückung der Heiligen Therese“ als Gesamtkunstwerk
  • Die Bedeutung der Draperie in der „Büste für Ludwig XIV.“

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Praktische Ansätze

Überall, wo Oberfläche bewusst oder unbewusst aufgeworfen wird, entstehen Falten. Und sobald dies passiert, findet gleichzeitig auch eine Komprimierung der ursprünglichen Oberfläche statt. Denn, wenn etwas in Falten gelegt wird, zum Beispiel Stoff oder Papier, nimmt dieses Material automatisch sofort weniger Platz im Raum ein, weil die Oberfläche ja verkleinert wird. Ein Material wird so wortwörtlich in den Raum „geballt“. Streift nun Licht eine Falte, gibt es auch Schatten. Diese Tatsache beschäftigte Bernini besonders. Er gestaltete seine Skulpturen sozusagen aus Licht und Schatten, das eigentliche Material Marmor tritt in den Hintergrund. Hell-Dunkel bestimmt die Werke. Dadurch, dass etwas gefaltet wird, verliert man außerdem die Übersichtlichkeit im Bezug darauf, wo oben und wo unten ist. Alles vernetzt und überlagert sich, so dass nichts mehr klar erkennbar ist. Das erhöht natürlich die Dramatik im Kunstwerk.

Um die vorangegangene Theorie anschaulicher zu machen, folgen nun zwei Werkbeispiele.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Berninis Virtuosität und Universalität: Einführung in das Leben und Wirken von Gianlorenzo Bernini als vielseitiger Bildhauer, Architekt und Maler, dessen Werke durch eine beispiellose Lebendigkeit bestechen.

II. Gianlorenzo Bernini: Untersuchung des historischen Kontexts des Barock und der theoretischen sowie praktischen Bedeutung der Falte in der Skulptur, illustriert durch konkrete Fallbeispiele.

III. Berninis charakteristischer Stil: Analyse der künstlerischen Grundprinzipien Berninis, insbesondere seines Konzepts der „Verschwisterung der Gattungen“ und seines Anspruchs auf psychologischen und stofflichen Realismus.

Schlüsselwörter

Gianlorenzo Bernini, Barock, Bildhauerei, Falte, Marmor, Licht-Schatten-Kontrast, Verzückung der Heiligen Therese, Ludwig XIV., Stofflichkeit, Dramatik, Ästhetik, Gesamtkunstwerk, Leibniz, Deleuze, Draperie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung des Motivs der „Falte“ in der Bildhauerkunst von Gianlorenzo Bernini im Barock.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die philosophische Deutung der Falte, die barocke Lichtführung, die Stofflichkeit in der Marmorbearbeitung und die Charakteristik von Berninis Stil.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die künstlerische Absicht Berninis zu ergründen, warum und wie er durch komplexe Faltenwürfe Dramatik, Dynamik und Lebendigkeit in seinen Werken erzeugte.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird eine kunsthistorische Analyse angewandt, die theoretische Grundlagen (wie die von Leibniz oder Deleuze) mit einer direkten werkimmanenten Analyse ausgewählter Skulpturen verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert zunächst das Verhältnis von Barock und Bernini, erläutert die philosophischen Ansätze der „Falte“ und analysiert deren Anwendung anhand der Cornaro-Kapelle sowie der Büste Ludwigs XIV.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Barock, Licht-Schatten-Kontrast, Gesamtkunstwerk, Realismus, Metamorphose und Stofflichkeit.

Wie setzt Bernini Licht und Schatten in seinen Skulpturen konkret ein?

Er nutzt die Faltenwürfe als Mittel, um bewusst Schattenzonen zu erzeugen, die das einfallende Licht brechen und so die Dramatik sowie die Tiefenwirkung der ansonsten weißen Marmoroberflächen steigern.

Welche Rolle spielt die „Verzückung der Heiligen Therese“ für das Argument der Autorin?

Dieses Werk dient als zentrales Beispiel für ein „Gesamtkunstwerk“, in dem Architektur, Bildhauerei und Lichtführung zusammenwirken, um die spirituelle Erfahrung der Heiligen in Falten und körperlicher Bewegung darzustellen.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Falte bei Bernini
Universidad
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Autor
Jacqueline Koller (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
16
No. de catálogo
V167792
ISBN (Ebook)
9783640847402
ISBN (Libro)
9783640844012
Idioma
Alemán
Etiqueta
falte bernini
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jacqueline Koller (Autor), 2006, Die Falte bei Bernini, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167792
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