Gerade in der heutigen Zeit ist die frühzeitige Abschätzung des Entwicklungsaufwands für ein Softwareprodukt, besonders der Kosten, von zentraler und großer Bedeutung. Die Kosten für Softwareprodukte für Unter-nehmen sind meist sehr hoch, vor allem wenn es sich um Individualsoftware handelt. Daher gilt es, bei der Entwicklung von Software ein besonderes Augenmerk auf die Kosten zu haben. Zur Prüfung der Wirtschaftlichkeit der Investition in ein neues Softwareprodukt ist für ein Unternehmen eine möglichst exakte Vorhersage des Entwicklungsaufwands nötig und unumgänglich. Denn der größte Kostenanteil eines Softwaresystems wird im Wesentlichen durch die Entwicklungskosten bestimmt, wobei der größte Anteil hier wiederum bei den Personalkosten liegt. Die Function-Point-Methode ist eine algorithmische Standardschätzmethode, die in vielen Unternehmen für diese Problematik weltweit eingesetzt wird. Function-Points werden dazu als Basis für die Aufwandsschätzung eingesetzt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Einführung in die Thematik
1.2. Zielsetzung des Assignments
2. Definition und Historie der Function-Point-Methode
3. Schritte der Function-Point-Methode
3.1. Kategorisierung der Anforderungen
3.2. Klassifizierung der Komplexität
3.3. Bestimmung der Einflussfaktoren
3.4. Berechnung des Function-Point-Wertes
4. Kritik und Grenzen
5. Weitere Methoden
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieses Assignments besteht darin, die Function-Point-Methode als standardisiertes Verfahren zur Aufwandsschätzung von Softwareentwicklungsprojekten detailliert zu analysieren, ihre praktische Anwendung durch die einzelnen Arbeitsschritte aufzuzeigen und sie kritisch im Vergleich zu alternativen Methoden zu bewerten.
- Grundlagen und historische Entwicklung der Function-Point-Methode
- Systematische Vorgehensweise bei der Berechnung von Function-Points
- Einordnung von Komplexität und Einflussfaktoren in der Schätzung
- Kritische Analyse der Grenzen und Anwendungsbereiche
- Vergleichende Übersicht zu ergänzenden oder alternativen Schätzverfahren
Auszug aus dem Buch
3. Schritte der Function-Point-Methode
Die Function-Points werden über eine Formel berechnet und anschließend in den Entwicklungsaufwand transformiert. Da das Verfahren recht einfach und leicht verständlich ist, kann es auch von Nicht-IT-Fachleuten für eine frühzeitige Aufwandsabschätzung angewandt werden. Dazu ist allerdings Voraussetzung, dass die laufenden Erfahrungswerte fortgeschrieben werden. Die Function-Point-Methode läuft in den folgenden Schritten ab.
In den nachfolgenden Unterkapiteln werden nun die Schritte der Function-Point-Methode erläutert und anhand von Beispielen dargestellt.
3.1. Kategorisierung der Anforderungen
Zuerst wird das Softwareprojekt in kleinste einzelne sinnvolle Funktionen oder Prozesse zerlegt. Dann wird jede einzelne Produktanforderung (Funktion) in eine der Kategorien Eingabedaten, Ausgabedaten, Datenbestände (Sicherung, Pflege), Referenzdaten und Abfragen eingeordnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung einer präzisen Aufwandsschätzung bei Softwareprojekten und definiert die Function-Point-Methode als algorithmische Standardschätzmethode.
2. Definition und Historie der Function-Point-Methode: Erläutert die Grundidee der methodischen Bewertung von Softwarefunktionalitäten unabhängig von der technischen Realisierung und gibt einen Rückblick auf die Entwicklung durch Allan J. Albrecht.
3. Schritte der Function-Point-Methode: Detailliert den Prozess der Aufwandsschätzung von der Anforderungskategorisierung über die Komplexitätsklassifizierung bis hin zur finalen Berechnung des Function-Point-Wertes.
4. Kritik und Grenzen: Diskutiert die Schwächen des Verfahrens, insbesondere den hohen manuellen Aufwand, die Subjektivität der Gewichtungen und die eingeschränkte Eignung für moderne objektorientierte Softwarearchitekturen.
5. Weitere Methoden: Gibt einen kurzen Überblick über alternative oder ergänzende Ansätze wie COCOMO, die Analogiemethode, die Prozentsatzmethode und die Object-Point-Methode.
6. Fazit: Fasst die Eignung der Methode zusammen und kommt zu dem Schluss, dass sie trotz gewisser Grenzen aufgrund ihrer weltweiten Standardisierung und Unabhängigkeit von der zugrunde liegenden Technologie ein bewährtes Werkzeug im IT-Projektmanagement bleibt.
Schlüsselwörter
Function-Point-Methode, Softwareentwicklung, Aufwandsschätzung, Projektkosten, IT-Projektmanagement, Komplexitätsklassifizierung, Einflussfaktoren, Kostenschätzung, Anforderungsanalyse, Benchmarking, Wirtschaftlichkeit, Softwaretechnik, Entwicklungsaufwand, Funktionsumfang, Schätzverfahren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Function-Point-Methode als ein Instrument zur systematischen Kalkulation von Entwicklungsaufwänden und Kosten in Softwareprojekten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert auf die funktionale Bewertung von Software, die methodischen Schritte der Berechnung sowie die kritische Reflexion des Verfahrens im IT-Projektmanagement.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu erläutern, wie die Function-Point-Methode zur Schätzung funktioniert, wo ihre Grenzen liegen und welche Alternativen existieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse zur theoretischen Herleitung sowie eine beispielhafte Anwendung des Verfahrens zur Veranschaulichung der Methodik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die schrittweise Erklärung des Berechnungsablaufs (Kategorisierung, Klassifizierung, Einflussfaktoren, Kalkulation) sowie eine kritische Bewertung der Methode.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Aufwandsschätzung, Function-Point-Methode, IT-Projektmanagement und Wirtschaftlichkeit.
Wie unterscheidet sich die Methode von anderen Schätzverfahren?
Im Gegensatz zu vielen anderen Ansätzen bewertet die Function-Point-Methode die Softwarefunktionalität aus Anwendersicht und ist somit weitgehend unabhängig von der gewählten Technologie oder Programmiersprache.
Warum wird die Methode trotz Kritik weltweit eingesetzt?
Aufgrund ihrer weltweiten Akzeptanz, der Standardisierung durch ISO-Normen und ihrer Eignung als betriebswirtschaftliche Basiskennzahl bleibt sie ein stabiler Standard für das Kostenmanagement.
Was bedeutet der Begriff „Used Function-Points“ in der Arbeit?
Dies ist die Summe der durch die Multiplikation von Anzahl und Schwierigkeitsgrad pro Kategorie errechneten Werte, die als Basis für die weitere Gewichtung dient.
Welche Bedeutung haben die „Einflussfaktoren“?
Sie dienen dazu, die Gesamtschätzung an projektspezifische Rahmenbedingungen, wie etwa Systemmanagement oder Benutzerfreundlichkeit, anzupassen, wobei die Summe den Schwierigkeitsfaktor bestimmt.
- Citation du texte
- Sandra Stevanovic (Auteur), 2011, Wie funktioniert und was leistet die Function-Point-Methode zur Kalkulation von Projektkosten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167793