Die Seminararbeit mit dem Titel die Vereinbarkeit von politischer und ökonomischer Bildung geht zunächst der Frage nach, inwieweit sich die politische und die ökonomische Bildung miteinander vereinbaren lassen.
Mit der zunehmenden Ökonomisierung des Lebens und der gesellschaftlichen Gegebenheiten entstand in der Politikdidaktik der Diskurs über die Ziele und Integration ökonomischer Bildung.
Es kommt die Frage auf, inwiefern ein neues Fach geschaffen werden muss oder ob es ausreiche Inhalte ökonomischer Bildung in den Politikunterricht zu integrieren.
Die Länder gehen dabei ganz unterschiedlich vor. Zum einen existieren aufgrund des Föderalismus unterschiedliche Fächerbezeichnungen, im Land Brandenburg heißt das Fach Politische Bildung. In anderen Bundesländern dagegen gibt es andere Fächerbezeichnungen und somit hat der Unterricht einen anderen Schwerpunkten. So heißt das Fach in Berlin Sozialkunde und in Niedersachsen Politik und Wirtschaft. Im Land Nordrhein-Westfalen hingegen gibt es das Unterrichtsfach Ökonomische Bildung. Der Verfasser verfolgt nicht die Intention alle Länder mit ihren Bezeichnungen für das Fach aufzuzeigen. Allerdings muss angemerkt werden, dass die Schwerpunktsetzung des Faches in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich ist.
Die zentralen Fragestellungen, welche der Verfasser in der Seminararbeit behandelt sind folgende: Was genau definiert den Begriff der politischen und der ökonomischen Bildung? Welche Ziele werden in der politischen und ökonomischen Bildung angestrebt? Inwieweit lassen sich beide unterschiedlichen Bildungsrichtungen in einem Unterrichtsfach vereinbaren bzw. integrieren?
Anzumerken ist, dass das Thema offen und komplexer zu sein scheint und mit der Beantwortung der Fragestellungen noch viele weitere Aspekte berücksichtigt werden können. Dies wiederum würde den Rahmen dieser Seminararbeit überschreiten. Daher grenzt der Verfasser das Thema mit den oben genannten Fragestellungen ein.
Die Intention und das Bestreben des Verfassers diese Seminararbeit zu verfassen, ergibt sich aus der politischen sowie ökonomisch-didaktischen Diskussion, welche sich in den letzten Jahren verschärft hat, ob eine Neuschaffung des Faches ökonomische Bildung oder eine Integration der ökonomischen Bildung in das Fach Politische Bildung notwendig ist. Dies zu untersuchen ist ein Schwerpunkt dieser wissenschaftlichen Arbeit.
Der Verfasser wird daher zunächst die Begriffe der politischen und........
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsbestimmung
2.1 Politische Bildung
2.2 Ökonomische Bildung
3. Ziele
3.1. Ziele politischer Bildung
3.2. Ziele ökonomischer Bildung
4. Denkweisen und Paradigmen der Fachrichtungen
5. Integration bzw. Vereinbarkeit der politischen und ökonomischen Bildung
6. Schlussfazit
7. Literatur- und Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Seminararbeit untersucht die komplexe Thematik der Vereinbarkeit von politischer und ökonomischer Bildung. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, inwieweit die zunehmende Ökonomisierung gesellschaftlicher Lebensbereiche eine Neuschaffung eines eigenständigen Schulfachs Ökonomie erfordert oder ob eine Integration ökonomischer Inhalte in den bestehenden Politikunterricht eine adäquate Lösung darstellt, um Schüler zu mündigen Bürgern zu erziehen.
- Grundlagen und Definitionen politischer und ökonomischer Bildung
- Vergleich der fachdidaktischen Ziele und Kompetenzmodelle
- Analyse der unterschiedlichen Paradigmen und Denkweisen der Fachrichtungen
- Diskussion über fachübergreifende Ansätze und Kooperationsmöglichkeiten
- Untersuchung der Möglichkeiten einer Integration oder Trennung beider Disziplinen
Auszug aus dem Buch
3. Ziele ökonomischer Bildung
Die ökonomische Bildung soll die Schüler dazu anleiten, sich in ökonomisch geprägten Lebenssituationen angemessen zu verhalten.
Das Ziel ökonomischer Bildung ist vergleichbar mit der politischen Bildung, die Ausbildung bestimmter Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Der Verfasser hat sich dabei an den Rahmenplanvorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen orientiert, da das Fach Ökonomische Bildung in der Sekundarstufe II unterrichtet wird und da das Fach in anderen Bundesländern nicht existiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der ökonomischen und politischen Bildung sowie Erläuterung der Fragestellungen und Zielsetzung der Seminararbeit.
2. Begriffsbestimmung: Definition und Abgrenzung der zentralen Begriffe politische Bildung sowie ökonomische Bildung unter Berücksichtigung verschiedener Fachdidaktiker.
3. Ziele: Gegenüberstellung der Zielsetzungen beider Bildungsbereiche, insbesondere im Hinblick auf Kompetenzmodelle und gesellschaftliche Teilhabe.
4. Denkweisen und Paradigmen der Fachrichtungen: Analyse der fachdidaktischen Unterschiede, insbesondere zwischen dem Beutelsbacher Konsens und ökonomischen Ansätzen wie dem "Rational Choice-Theory" Modell.
5. Integration bzw. Vereinbarkeit der politischen und ökonomischen Bildung: Erörterung der Möglichkeiten einer inhaltlichen oder strukturellen Kooperation bzw. Integration beider Disziplinen im Schulunterricht.
6. Schlussfazit: Zusammenfassende Bewertung der Debatte und Ausblick auf einen möglichen Mittelweg in der schulischen Bildungspraxis.
7. Literatur- und Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetressourcen.
Schlüsselwörter
Politische Bildung, Ökonomische Bildung, Integration, Schulfach, Politikdidaktik, Wirtschaftsdidaktik, Beutelsbacher Konsens, Kompetenzmodelle, Mündigkeit, Rational Choice, Fachdidaktik, ökonomische Allgemeinbildung, Unterrichtsinhalte, Vereinbarkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Debatte darüber, ob politische und ökonomische Bildung in der Schule getrennt oder integriert unterrichtet werden sollten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen Begriffsdefinitionen, didaktische Zielsetzungen, fachliche Paradigmen und die Frage nach einer möglichen Zusammenführung beider Schulfächer.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die Vereinbarkeit beider Bildungsrichtungen zu analysieren und zu prüfen, ob ökonomische Bildung in den Politikunterricht integriert werden kann oder eigenständig sein sollte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Verfasser nutzt eine fachdidaktische Analyse sowie einen Literaturvergleich renommierter Experten wie Reinhold Hedtke und Armin Scherb.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsbestimmungen, den Vergleich von Zielen und Kompetenzen sowie die Diskussion von Integration und fachdidaktischen Paradigmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind politische Bildung, ökonomische Bildung, Integration, Fachdidaktik und Mündigkeit.
Was unterscheidet die ökonomische von der politischen Bildung bei der Zielsetzung?
Während die politische Bildung auf den mündigen Bürger und den Beutelsbacher Konsens setzt, fokussiert die ökonomische Bildung oft auf Kompetenzen für Lebenssituationen und ökonomisches Handeln.
Welche Rolle spielt der Beutelsbacher Konsens in der Arbeit?
Er dient als wichtiger Referenzpunkt für die politische Bildung, insbesondere hinsichtlich des Überwältigungsverbots und des Kontroversitätsgebots, die den Unterrichtsstoff prägen.
Wie lautet die Schlussfolgerung bezüglich eines eigenen Fachs?
Ein obligatorisches Fach für ökonomische Bildung wird als schwierig umsetzbar bewertet, weshalb ein fakultativer Weg oder eine stärkere Integration in der Oberstufe empfohlen wird.
- Quote paper
- BA Christoph Staufenbiel (Author), 2011, Die Vereinbarkeit von politischer und ökonomischer Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167812