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Die Lebensmittelversorgung im Januar und Juni 1915

Ein Vergleich der Stadt Stuttgart mit dem Oberamt Leonberg

Title: Die Lebensmittelversorgung im Januar und Juni 1915

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Martin Böse (Author)

History of Germany - World War I, Weimar Republic
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Diese Arbeit befasst sich mit der Nahrungsmittelversorgung der Stadt Stuttgart und des Oberamts Leonberg während des Jahres 1915. Diese beiden Wirtschaftseinheiten sind zwar geographisch nahe zusammen, bilden aber einen Gegensatz, die Stadt, welche durch Industrie und Dienstleistung geprägt ist und dem Land, das von der Landwirtschaft lebt. Die Untersuchung soll zeigen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen diesen zwei Regionen zu erkennen sind.
Zu diesem Zweck werden verschiedene Zeitungen ausgewertet, für das Oberamt Leonberg ist dies die „Glems- und Würmgauzeitung“, für die Stadt Stuttgart ist es das „Stuttgarter Neues Tagblatt“. Die Logik, die hinter diesem Vorgehen steht ist die, dass zu vermuten ist, dass in den verschiedenen Zeitungen die Probleme der Nahrungsmittelversorgung und – erzeugung, wenn es Unterschiede in den untersuchten Gebieten gab, unterschiedlich angesprochen werden. So kann man aus dem Fehlen einer Meldung in einer Zeitung schließen, dass dieses Problem im jeweiligen Gebiet nicht so stark vorhanden oder zumindest als weniger schwerwiegend wahrgenommen wurde.
Untersucht werden jeweils der Januar und der Juni 1915. Der Januar, weil in diesem Monat viele Reichsgesetze zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung des Reiches verabschiedet wurden. Zu nennen sind hierbei besonders die ‚Bekanntmachung über das Ausmahlen von Brotgetreide’, ‚über das Verfüttern von Brotgetreide, Mehl und Brot’ und die ‚Bekanntmachung über die Bereitung von Backware’, die reichseinheitliche Richtlinien über den Umgang mit Getreide und Backwaren lieferten. Bis zu diesem Zeitpunkt fehlte eine solche Regelung vollständig auch wurden die Höchstpreise für Nahrungsmittel und Kleie neu geregelt . Der Juni ist deshalb interessant, weil zu diesem Zeitpunkt die neue Ernte an Getreide und Frühkartoffeln beginnt. Wenn es also 1915 Versorgungslücken mit diesen Hauptnahrungsmittel gegeben haben sollte, dann sollten diese am Ende eines landwirtschaftlichen Wirtschaftsjahres zu vermuten sein. Zu vermuten ist auch, dass die Versorgungslage mit Grundnahrungsmitteln im Oberamt Leonberg tendenziell besser war, als in der Stadt Stuttgart, da viele in den einzelnen Ortschaften Selbstversorger gewesen sein dürften. Untersucht wird auch der Stuttgarter Schlachtviehmarkt in den beiden Monaten, hinsichtlich der angebotenen und umgesetzten Menge an Schlachtvieh, sowie dessen Preise, um zu sehen welche Entwicklung die Preise für Fleisch als einem Grundnahrungsmittel nahmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Stuttgarter Schlachtviehmarkt

3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Stadt Stuttgart und des Oberamts Leonberg

3.1. Januar

3.1.1. Gemeinsamkeiten

3.1.2. Unterschiede

3.2. Juni

3.2.1. Gemeinsamkeiten

3.2.2. Unterschiede

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Nahrungsmittelversorgung der Stadt Stuttgart und des Oberamts Leonberg im Jahr 1915, um mögliche Versorgungsengpässe zu identifizieren und regionale Unterschiede in der Wahrnehmung durch die Presse zu analysieren.

  • Vergleich städtischer und ländlicher Versorgungsstrukturen
  • Analyse der Berichterstattung im "Stuttgarter Neuen Tagblatt" und der "Glems- und Würmgauzeitung"
  • Untersuchung des Stuttgarter Schlachtviehmarktes hinsichtlich Preisen und Angebotsmengen
  • Bewertung der Auswirkungen staatlicher Regulierungsmaßnahmen auf die Lebensmittelversorgung

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Gemeinsamkeiten

Die Gemeinsamkeiten im Januar beschränken sich häufig auf allgemeine Anweisungen. So gehörte natürlich die Veröffentlichung der ‚Bekanntmachung über die Bereitung von Backwaren’, die Beschlagnahme von Getreide und Mehl dazu. Hinzu kommen die Getreidewochenberichte von der Stuttgarter Börse und die Ergebnisse des Stuttgarter Schlachtviehmarktes.

Aber auch andere Dinge, wie die Mehlpreissteigerung, der Aufruf ‚K-Brot’ zu essen, Ankündigungen für landwirtschaftliche Schulungen im Obst- und Gemüseanbau und die Mehlverschwendung durch Kuchenkonsum sind in beiden Zeitungen enthalten. Ein mengenmäßiges mehr an Berichten zu diesen Themen ist in keiner der Zeitungen zu finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit analysiert die Nahrungsmittelversorgung in Stuttgart und dem Oberamt Leonberg im Jahr 1915 unter Verwendung zeitgenössischer Zeitungsquellen und des Schlachtviehmarktes.

2. Der Stuttgarter Schlachtviehmarkt: Das Kapitel untersucht die Preisentwicklung und Umsatzmengen des Schlachtviehs in den Monaten Januar und Juni 1915 unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Marktintensität.

3. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Stadt Stuttgart und des Oberamts Leonberg: Hier werden die medialen Schwerpunkte beider Regionen im Januar und Juni verglichen, wobei spezifische städtische und ländliche Interessen hervorgehoben werden.

4. Fazit: Die Untersuchung stellt fest, dass keine flächendeckenden Versorgungsengpässe nachweisbar waren und die Unterschiede in der Berichterstattung auf divergenten Interessen der Stadt- und Landbevölkerung basierten.

Schlüsselwörter

Nahrungsmittelversorgung, Erster Weltkrieg, Stuttgart, Oberamt Leonberg, Schlachtviehmarkt, Preisentwicklung, Zeitungsanalyse, Stadt-Land-Gegensatz, Brotgetreide, Kartoffelvorräte, Fleischversorgung, Versorgungsengpässe, Kriegsgesellschaften, Landwirtschaft, Selbstversorgung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation der Nahrungsmittelversorgung in zwei unterschiedlich geprägten Wirtschaftseinheiten – der Industriestadt Stuttgart und dem landwirtschaftlich orientierten Oberamt Leonberg – im Jahr 1915.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Preis- und Mengendynamik auf dem Stuttgarter Schlachtviehmarkt sowie die vergleichende Analyse der Berichterstattung in zwei regionalen Tageszeitungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob im Untersuchungszeitraum 1915 gravierende Versorgungsengpässe auftraten und ob sich regionale Unterschiede in der Wahrnehmung und Bewältigung dieser Probleme in der Presse widerspiegelten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer komparativen Quellenanalyse von zwei Zeitungen, ergänzt durch eine statistische Auswertung von Marktdaten des Schlachtviehmarktes in den Monaten Januar und Juni 1915.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Preisdaten des Schlachtviehmarktes sowie die spezifischen Themen der Berichterstattung, wie etwa Regulierungsmaßnahmen für Getreide, Brot, Kartoffeln und Fleisch.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lebensmittelversorgung, Erster Weltkrieg, Stuttgarter Schlachtviehmarkt, Stadt-Land-Gegensatz und Quellenanalyse treffend beschreiben.

Welche Rolle spielte der Stuttgarter Schlachtviehmarkt für das Oberamt Leonberg?

Der Markt war für beide Regionen ein bedeutender Umschlagplatz, wobei sich kein exklusiver Unterschied in der Berichterstattung über diesen Markt feststellen ließ, was auf dessen zentrale Bedeutung für das gesamte Umland hindeutet.

Wie erklärt der Autor die Unterschiede in der Berichterstattung der beiden Zeitungen?

Die Unterschiede werden primär auf die divergenten Interessenlagen von Stadt- und Landbevölkerung zurückgeführt, wobei Themen wie Milchpreiserhöhungen eher städtische, landwirtschaftliche Fachmeldungen eher ländliche Leser ansprachen.

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Details

Title
Die Lebensmittelversorgung im Januar und Juni 1915
Subtitle
Ein Vergleich der Stadt Stuttgart mit dem Oberamt Leonberg
College
University of Stuttgart  (Institut für Landesgeschichte)
Course
Der Erste Weltkrieg aus landesgeschichtlicher Perspektive
Grade
1,0
Author
Martin Böse (Author)
Publication Year
2011
Pages
20
Catalog Number
V167822
ISBN (eBook)
9783640847587
ISBN (Book)
9783640843800
Language
German
Tags
Stuttgart Erster Weltkrieg Leonberg Schlachtviehmarkt Vergleich Stadt Land Nahrung Nahrungsmittelversorgung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Böse (Author), 2011, Die Lebensmittelversorgung im Januar und Juni 1915, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167822
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