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Widerstand im Innovationsprozess bei Machtanwendung

Grenzen und Risiken bei der Anwendung des Promotorenmodells nach Walter/Gemünden (1995)

Title: Widerstand im Innovationsprozess bei Machtanwendung

Seminar Paper , 2010 , 30 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Markus Winter (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Der Begriff „Innovation“ kommt sehr oft in aktuellen Debatten zur Anwendung. Unternehmen wollen innovative Produkte vor der Konkurrenz auf den Markt bringen. Dies erzeugt auf die Organisation einen enormen Wettbewerbsdruck.
Innovationen sind etwas „Neuartiges“ nicht nur dem Grade nach (Hamel 1996: 323ff.). Um etwas wirklich Neuartiges herzustellen, bedarf es Anstrengung und es müssen bisher nicht dagewesene Wege beschritten werden.
Der Innovationsprozess ist von destruktiver Art und Weise. Er stellt das bisherige Herrschaftswissen in Frage, zerstört etablierte Beziehungen und regt zum Überdenken bisheriger Verhaltensweisen an. Andererseits wird an die Stelle des Alten schöpferisch und konstruktiv etwas Neues gesetzt (Hauschildt/Salomo 2007: 11). Diese Veränderungen haben intra- und interorganisationale Auswirkungen, die Widerstand gegen die Veränderung hervorrufen können. Frost und Egri bezeichnen Individuen als personifizierten Widerstand im Innovationsprozess, der als Konflikt zwischen Wandel und Status Quo angesehen werden kann (Frost/Egri 1991: 271).
Für die Interaktion aller am Innovationsprozess Beteiligten ist es wichtig, dass diese zielführend im Bezug auf den Innovationserfolg gerichtet ist und in gegenseitiger Achtung verläuft. Dies ist aus organisationaler wie gesellschaftlicher Sicht wünschenswert und unterstreicht in diesem Zusammenhang die Relevanz des Themas.
1.1 Problemstellung
Im Folgenden soll als Forschungsfrage untersucht werden:
Ist es zweckmäßig Widerstand von am Innovationsprozess direkt Beteiligten mit der Inanspruchnahme von Macht bzw. Promotoren zu überwinden oder können durch den Machteinsatz Innovationen in ihrer Entstehung behindert werden bzw. den Innovationsprozess gefährdende Folgen auftreten? An dieser Stelle wird vordergründig Widerstand der Akteure im Innovationsprozess gegen eine Machteinwirkung untersucht. Welche Folgen hat der Machteinsatz für die Betroffenen und welche Konsequenzen ergeben sich für die Anwendung des Promotorenmodells? Bezugsrahmen sind Organisationen, die Prozessinnovationen
hervorbringen. Ausführlicher werde ich zum Begriff der Innovation bzw. der Prozessinnovation im Punkt 2.1 kommen.
1.2 Methodisches Vorgehen
Gegenstand der Arbeit ist eine Betrachtung des Widerstandes im Rahmen des Innovationsmanagements, insbesondere die Auswirkungen von Machteinsatz bei der Anwendung des Promotorenmodells.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Methodisches Vorgehen

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Der Innovationsbegriff

2.2 Begriffsbestimmung des Innovationsmanagements

2.3 Der Machtbegriff

2.3.1 Macht und Gegenmacht

2.3.2 Ungewissheitsquellen nach Crozier/Friedberg

2.4 Einflussnahme als Abgrenzung zur Machtanwendung

2.5 Widerstände gegen Innovationen

2.6 Das Promotorenmodell nach Walter/Gemünden

2.7 Der Machtpromotor

2.8 Der Prozesspromotor

2.9 Der Beziehungspromotor

2.10 Der Fachpromotor

3. Grenzen und Risiken des Promotorenmodells

3.1 Folgen von Machteinsatz für den Innovationsprozess

3.2 Auswirkung von Einflussnahme auf den Innovationsprozess

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Forschungsfrage, ob es zweckmäßig ist, Widerstand von direkt am Innovationsprozess Beteiligten mittels Machtanwendung bzw. Promotoren zu überwinden, oder ob dadurch Innovationen in ihrer Entstehung behindert werden und gefährdende Folgen für den Prozess entstehen können.

  • Analyse der Rolle von Macht und Einflussnahme im Innovationsmanagement.
  • Untersuchung des Promotorenmodells nach Walter/Gemünden.
  • Differenzierung zwischen produktivem Einfluss und restriktivem Machteinsatz.
  • Bewertung der Auswirkungen von Machtausübung auf Akteursmotivation und Innovationserfolg.
  • Ableitung von Risiken unreflektierter Machtanwendung in Innovationsprozessen.

Auszug aus dem Buch

2.7 Der Machtpromotor

„Als Machtpromotor bezeichnen wir diejenige Person, die einen Innovationsprozeß durch hierarchisches Potential aktiv und intensiv fördert(vgl. Witte 1973:17). Machtpromotoren unterstützen eine Innovation auf der Grundlage ihres hierarchischen Potenzials und über die Freisetzung von zur Verfügung stehenden Ressourcen für das Innovationsprojekt. Machtpromotoren setzen alle Anstrengung dafür ein, die Innovation voranzutreiben, scheuen keine Konflikte mit Opponenten, können diese mit Sanktionen belegen, überbrücken Schwierigkeiten und gewährleisten Hilfe. Zudem stehen sie als Unterstützer in Verbindung mit den fachlichen Experten. Sie bringen Energie ein zur Überwindung von Willensbarrieren (Witte 1973:17ff.). Scholl weist auf das Risiko durch Machtpromotoren hin, die aufgrund fehlender Fachkenntnis nicht wissen (können), welche Innovationsidee mit welchen Fachpromotoren zu unterstützen ist (Scholl 2004:97). Aus der Ressourcenperspektive sind die finanziellen Mittel als materielle Grundlage der Innovation durch den Machtpromotor zu beschaffen (Hauschildt 2007: 219). Der Machtpromotor setzt Herrschafts- und Führungsinstrumente ein, um den Widerstand zu überwinden, indem er materielle oder immaterielle Anreize zur Verfügung stellt (Hauschildt 2007: 218).

Psychischer Widerstand des Nichtwollens und organisatorischer Widerstand des Nicht-Dürfens werden durch hierarchisches Potential gebrochen. Hauschildt weist auf die Wichtigkeit einer guten Organisationskenntnis und diplomatischen Geschicks hin (Hauschildt 1998: 8f.). Im Sinne einer Unterscheidung von Macht und Einflussnahme, scheidet Zweiteres durch die Intention der Beseitigung des Hindernisses aus. Besteht der Widerstand aufgrund der Machtausübung, dürfte dieser sich dadurch nur noch verstärken. Aufgrund seiner hohen hierarchischen Position und der Zusammenarbeit mit den anderen Promotoren, kann er bei einer einheitlichen Strategie mit diesen ein erhebliches Machtpotential mobilisieren. Weiterhin kontrolliert er aufgrund der hierarchischen Position Unsicherheitsquellen (Crozier/Friedberg 1993: 49ff.), indem er die Benutzung organisatorischer Regeln beeinflussen kann und im Rahmen des Unternehmenskontextes über Entscheidungsgewalt und Finanzen verfügt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition des Innovationsbegriffs und Vorstellung der Forschungsfrage zur Problematik des Machteinsatzes in Innovationsprozessen.

2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung des Innovationsmanagements, der Machtbegriffe nach Weber und Crozier/Friedberg sowie detaillierte Vorstellung der verschiedenen Promotortypen.

3. Grenzen und Risiken des Promotorenmodells: Kritische Auseinandersetzung mit den negativen Folgen von Machtausübung im Vergleich zur positiven Wirkung von Einflussnahme auf den Innovationserfolg.

4. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass Einflussnahme gegenüber Machtausübung zu bevorzugen ist, um Innovationsprozesse nachhaltig erfolgreich zu gestalten.

Schlüsselwörter

Innovation, Innovationsmanagement, Promotorenmodell, Machtpromotor, Prozesspromotor, Beziehungspromotor, Fachpromotor, Machtausübung, Einflussnahme, Widerstand, Innovationsprozess, Reaktanz, Organisationspsychologie, Führung, Ressourcenmobilisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Machteinsatz durch Führungskräfte auf den Erfolg von Innovationsprozessen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Promotorenmodell nach Walter/Gemünden, die machttheoretische Perspektive auf Innovationen sowie die Abgrenzung von Machtanwendung zu Einflussnahme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu klären, ob Machteinsatz zur Überwindung von Widerständen zweckmäßig ist oder ob er Innovationen eher behindert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit existierender Fachliteratur und Modellen zum Innovationsmanagement unter machttheoretischen Aspekten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Promotorenmodell, die verschiedenen Machtquellen der Akteure sowie die Risiken, die durch unreflektierten Machteinsatz im Innovationsprozess entstehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Innovation, Promotorenmodell, Machtausübung, Einflussnahme, Widerstand und Innovationserfolg.

Wie unterscheiden sich Machtausübung und Einflussnahme?

Machtausübung ist restriktiver, impliziert oft einen Konflikt und kann zu Widerstand führen, während Einflussnahme auf Kooperation und Konsens setzt.

Warum kann Machteinsatz ein Risiko für Innovationen darstellen?

Er kann Kreativität hemmen, zu passiver Akzeptanz statt echter Motivation führen und durch Widerstand den gesamten Innovationsprozess verzögern.

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Details

Title
Widerstand im Innovationsprozess bei Machtanwendung
Subtitle
Grenzen und Risiken bei der Anwendung des Promotorenmodells nach Walter/Gemünden (1995)
College
Technical University of Chemnitz  (Wirtschaft)
Course
strategisches Innovationsmanagement
Grade
2,3
Author
Markus Winter (Author)
Publication Year
2010
Pages
30
Catalog Number
V167936
ISBN (eBook)
9783640848317
ISBN (Book)
9783640844166
Language
German
Tags
Innovation Promotoren Modell Hauschildt Widerstand Barieren Macht Reaktanz Crozier Friedberg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Winter (Author), 2010, Widerstand im Innovationsprozess bei Machtanwendung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167936
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