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Der qualitative Forschungsprozess als Herausforderung für Forschenden und Forschungssubjekt.

Die Position von Forschendem und Forschungssubjekt und deren Verhältnis in der qualitativen Sozialforschung.

Titre: Der qualitative Forschungsprozess als Herausforderung für Forschenden und Forschungssubjekt.

Thèse de Bachelor , 2009 , 68 Pages , Note: 1,7

Autor:in: B.A. Mark Valentin (Auteur)

Pédagogie - Sociologie pédagogique
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Diese Arbeit befasst sich mit dem Bereich der qualitativen Sozialforschung.
Genauer soll es auf den folgenden Seiten darum gehen, wichtige Aspekte im Kontext der in den Forschungsprozess involvierten Parteien – Forschender und Forschungssubjekt – zu diskutieren. Ein besonderes Augenmerk gilt hier dem Prozess der Datengenese. Es ist das Anliegen dieser Erörterungen, jene Chancen und Herausforderungen für den Forschungsprozess darzulegen und zu diskutieren, die mit diesen Rollen unmittelbar einhergehen. Als konkretes Beispiel fungiert dabei eine durch den Autor geplante und durchgeführte Gruppendiskussion an einem Bielefelder Gymnasium. Aufbauend auf diesen Erfahrungen soll bei den folgenden Ausführungen von einer Personalunion zwischen Forschendem und Durchführendem ausgegangen werden.
Die Motivation für die Redaktion dieser Arbeit ist im ambivalenten Charakter des qualitativen Forschungsprozesses selbst zu suchen. So erfordert sowohl die qualitative Datenerhebungs- als auch Auswertungsphase ein Höchstmaß an Sensibilität und Reflexion seitens des Forschenden. Einerseits liegt dies in der Tatsache begründet, dass es sich bei Sozialforschung um Forschung am menschlichen Individuum handelt. Hinzu kommt, dass gerade im Rahmen des qualitativen Paradigmas „die Annäherung an die soziale Realität mit Hilfe offener Verfahren erfolgt“ (Hopf 1984, S.14). Folglich kann sich ein stark strukturiertes Vorgehen des Forschenden einengend auf den qualitativen Ergebnishorizont auswirken. Dennoch handelt es sich um wissenschaftliche Forschung, was eine gewisse Orientierung an vorgefassten Zielen und fest strukturierten Erkenntnisabsichten unabdingbar macht. Es ist die Forderung einer solchen Balance zwischen der einerseits offenen und subjektbezogenen, andererseits an vorgefassten Zielen orientierten Vorgehensweise des Forschenden, welche die Relevanz einer Diskussion dieser Rolle aufzeigt. Da es sich bei qualitativer Sozialforschung stets um einen wechselseitigen Prozess handelt, erscheint eine Thematisierung der Rolle des Forschungssubjekts nicht minder wichtig. Denn so ist in diesem Zusammenhang anzumerken, dass im „Verständnis qualitativer Forschung [ist] die soziale Wirklichkeit kommunikativ bedingt“ (Mayer 2006, S. 22) ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. GRUNDLEGENDE ASPEKTE ZUR QUALITATIVEN SOZIALFORSCHUNG

II.1 Grundbegriffe

II.2 Geschichtliche Grundzüge

II.3 Das Forschungssubjekt im qualitativen Paradigma

II.4 Erkenntnisabsicht

I.5 Methodologie – Reflexivität von Gegenstand und Analyse

II.6 Das Verhältnis von Forschendem und Forschungssubjekt

III. GRUNDLEGENDE ASPEKTE IM KONTEXT VON FORSCHENDEM UND FORSCHUNGSSUBJEKT UND DEREN VERHÄLTNIS

III.1 Aspekte im Kontext des qualitativen Sozialforschers

III.1.1 Der schmale Grad des Forschenden

III.1.2 Unabhängigkeit des Forschenden vs. notwendige Offenlegung

III.1.3 Das Moderatorenverhalten als Untersuchungsvariable

III.2 Das Forschungssubjekt als unstetes Element im qualitativen Forschungsprozess

III.3 Methodologische Aspekte im Kontext von Forschungssubjekt und Forschendem

III.3.1 Standardisiertes/ strukturiertes vs. offenes/ flexibles Vorgehen des Moderators

III.3.2 Methodische vs. inhaltliche Kompetenz des Moderators

III.3.3 Das Engagement des Moderators während der Datengenese

IV. SCHLUSS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die komplexen Rollenverhältnisse und Herausforderungen zwischen Forschendem und Forschungssubjekt im Rahmen der qualitativen Sozialforschung, insbesondere am Beispiel des Gruppendiskussionsverfahrens, um ein tieferes Verständnis für die methodische Interaktion und deren Einfluss auf den Forschungsprozess zu gewinnen.

  • Rolle und Verhalten des qualitativen Sozialforschers
  • Struktur und Dynamik des Forschungssubjekts
  • Methodologische Spannung zwischen Standardisierung und Offenheit
  • Reflexivität im Forscher-Subjekt-Verhältnis
  • Einfluss des Moderatorenverhaltens auf die Datengenese

Auszug aus dem Buch

III.1.1 Der schmale Grad des Forschenden

Die Position des Forschenden im Prozess der Datengenese qualitativer Sozialforschung ist ein vieldiskutierter Aspekt. Konkreter geht es hierbei um die Frage, inwieweit sich der Diskussionsleiter mit den Forschungssubjekten identifizieren kann und soll. Es ist die Frage, inwieweit er für ein Optimum an Erkenntnisgewinn sogar in ihre Alltagswelten eindringen muss, ohne dass es dabei zu einer Überidentifikation und damit zu einer Vernachlässigung der notwendigen wissenschaftlichen Distanz kommt. Solch eine Überidentifikation skizziert das Going-Native-Dilemma, bei dem sich für den Forschenden das Risiko ergibt, „Maßstäbe und Verhaltensmuster der Akteure auf Kosten der eigentlichen Beobachtungsaufgaben zu übernehmen“ (Lamnek 1995, S. 48).

Im Hinblick auf diese Problematik scheint die Notwendigkeit einer kritischen Distanz des Moderators zur Realgruppe unabdingbar. Demgegenüber steht das Argument, dass gerade solch eine Distanz für das erwünschte Höchstmaß an Erkenntnisgewinn hinderlich sei und der Moderator sogar zum Gruppenmitglied werden müsse, um eine wirkliche Empfänglichkeit für die Anliegen der Forschungssubjekte entwickeln zu können (vgl. Girtler 1984, S.63f.).

Im Rahmen dieser Problematik liegt die Verantwortung größtmöglicher Sensibilität hinsichtlich der Realgruppe beim Diskussionsleiter. Nießen bezeichnet diese Notwendigkeit seitens des Forschenden, möglichst tief in den Forschungsprozess einzudringen, als Rollenübernahme. Diese grenzt er jedoch strikt von einer alltagsweltlichen Rollenübernahme ab, indem er an sie zusätzlich die Forderung extensiver Reflexion und Kontrolle knüpft. (vgl. Nießen 2002, S. 39) Dass es sich hierbei nicht um eine exakte Anleitung, sondern lediglich um eine allgemein postulierte Forderung handeln kann, begründet sich in der bereits skizzierten Komplexität qualitativer Forschungsprozesse. Denzin beschreibt diese Problematik bildlich: „the sociologist must operate between two worlds when he enganges in research“ (Denzin1970, S. 9). Zunächst mag dieser Lösungsweg einfach anmuten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Problematik des qualitativen Forschungsprozesses ein und definiert die Kernfrage zur Rolle und zum Verhältnis von Forschendem und Forschungssubjekt.

II. GRUNDLEGENDE ASPEKTE ZUR QUALITATIVEN SOZIALFORSCHUNG: Das Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen, die Geschichte und die wesentlichen methodologischen Merkmale der qualitativen Sozialforschung.

III. GRUNDLEGENDE ASPEKTE IM KONTEXT VON FORSCHENDEM UND FORSCHUNGSSUBJEKT UND DEREN VERHÄLTNIS: Dieser Teil analysiert detailliert die Interaktionsdynamiken, Moderationsstile und methodischen Herausforderungen, die sich aus dem Verhältnis zwischen Forschendem und Forschungssubjekt ergeben.

IV. SCHLUSS: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und reflektiert die Bedeutung der identifizierten Rollenkonflikte für das qualitative Paradigma.

Schlüsselwörter

Qualitative Sozialforschung, Forschungsprozess, Gruppendiskussion, Datengenese, Moderatorenverhalten, Forschungssubjekt, Going-Native-Dilemma, Rollenübernahme, Reflexivität, methodologische Offenheit, Erkenntnisgewinn, Gruppendynamik, Sozialforschung, Interaktion, Validität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die spezifischen Herausforderungen, denen sich Forschende und Forschungssubjekte in der qualitativen Sozialforschung gegenübersehen, wobei das Augenmerk auf dem wechselseitigen Verhältnis und dem Prozess der Datengenese liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle des Forschenden (Moderatorenverhalten), die Dynamik der Realgruppe als Forschungssubjekt, methodologische Ansätze wie das Gruppendiskussionsverfahren sowie die Spannung zwischen notwendiger Distanz und Identifikation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welche Aufgaben Forschende und Forschungssubjekte im Bereich der qualitativen Datengenese haben und wie sich diese in ihrer jeweiligen Rolle, ihrem Status und ihrem Verhältnis zueinander äußern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit greift theoretische Konzepte der qualitativen Sozialforschung auf und veranschaulicht diese methodisch anhand einer exemplarischen Gruppendiskussion zu einem schulspezifischen Thema.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Aspekten des qualitativen Sozialforschers (z.B. der schmale Grad zwischen Distanz und Nähe) und die Charakterisierung des Forschungssubjekts sowie methodologische Aspekte wie das Moderationsverhalten als Untersuchungsvariable.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie qualitative Sozialforschung, Gruppendiskussionsverfahren, Moderatorenverhalten, Reflexivität und Forschungsprozess geprägt.

Welche Bedeutung kommt dem Moderatorenverhalten zu?

Das Moderatorenverhalten ist entscheidend, da es als Untersuchungsvariable fungiert und maßgeblich beeinflusst, ob der Fokus auf dem Teilnehmerdiskurs bleibt oder durch suggestive Eingriffe verzerrt wird.

Was ist mit dem Going-Native-Dilemma in diesem Kontext gemeint?

Es beschreibt das Risiko, dass der Forschende bei zu starker Identifikation mit der untersuchten Gruppe seine wissenschaftliche Distanz verliert und eigene Beobachtungsaufgaben vernachlässigt.

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Résumé des informations

Titre
Der qualitative Forschungsprozess als Herausforderung für Forschenden und Forschungssubjekt.
Sous-titre
Die Position von Forschendem und Forschungssubjekt und deren Verhältnis in der qualitativen Sozialforschung.
Université
University of Münster  (Erziehungswissenschaft)
Note
1,7
Auteur
B.A. Mark Valentin (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
68
N° de catalogue
V167946
ISBN (ebook)
9783640848386
ISBN (Livre)
9783640844821
Langue
allemand
mots-clé
Qualitative Sozialforschung Gruppendiskussion Gruppendiskussionsverfahren Moderator Sozialforschung qualitative Verfahren Moderatorenverhalten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
B.A. Mark Valentin (Auteur), 2009, Der qualitative Forschungsprozess als Herausforderung für Forschenden und Forschungssubjekt., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167946
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Extrait de  68  pages
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