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Imaginäre Geographie der Grenzziehung und Begegnung

Titre: Imaginäre Geographie der Grenzziehung und Begegnung

Dossier / Travail , 2010 , 19 Pages , Note: 1.3

Autor:in: Patrick Boll (Auteur)

Sciences de la Terre / Géographie - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die imaginäre Geographie ist eine Geographie der Wahrnehmung. Ins Leben gerufen wurde 1979 sie von Edward Said in seinem Werk "Orietalismus". Diese Hausarbeit befasst sich mit der Definition und den Methoden der Perzeptionsgeographie. Diese werden anhand von Beispielen illustriert und die neuere Forschung zu rate gezogen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Perzeptionsgeographie

2.1 Mentalmaps

2.2 Distanzforschung

2.3 Objekte

2.4 Andere Forschungsbereiche

3. Subjektive Welten

3.1 Landschaften in der Renaissance

3.2 Urlaub im Schwarzwald

3.3 Stammtischpolitik?

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie subjektive Wahrnehmung und kognitive Prozesse unsere Vorstellung von geografischen Räumen formen. Dabei wird analysiert, wie diese verzerrten Abbilder der Realität entstehen, identitätsstiftend wirken und im politischen oder gesellschaftlichen Kontext zur Grenzziehung oder Vorurteilsbildung beitragen können.

  • Kognitive Grundlagen der Raumwahrnehmung
  • Methoden der Mentalmaps und Distanzforschung
  • Konstruktion von Landschaften und Tourismusimages
  • Einfluss subjektiver Bilder auf gesellschaftliche Identitäten
  • Politische Instrumentalisierung von Raumwahrnehmungen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die imaginäre Geographie, auch Perzeptionsgeographie genannt, ist ein Teilgebiet der modernen Geographie. Ihr voraus geht die „kognitive Wende“. Der traditionelle objektivistische Blick der Geographie soll im Hinblick auf menschliche Handlungen keine Rolle mehr spielen. Er unterstellte, dass die von einem Einzelnen wahrgenommene geografische Realität, die einzige zulässige für alle weiteren Individuen sei (Lossau, 2003). Die Perzeptionsgeographie schlägt die Brücke zwischen Wahrnehmungsforschung und Geographie. Menschen nehmen die Außenwelt mithilfe ihrer Sinnesorgane wahr. Die dabei gewonnen Informationen werden selektiert. Da es diese Filterung von Informationen gibt, muss die Realität von Person zu Person anders wahrgenommen werde. Im Kollektiv entstehen so Images (→ Abb. 1).

Dabei ist festzuhalten, dass bereits konstruierten Realitäten wiederum aufgegriffen werden, um aus ihnen erneut Realität zu konstruieren. Dies schafft eine Vorstellung davon, inwieweit die objektive Realität, sollte diese überhaupt existieren, verzogen und verdreht wird im Laufe der Zeit (Tzschauschel, 1986). Ein Hinweis auf diese kollektiven Schnittmengen findet sich im alltäglichen Leben. Seien es nun Spielfilme, Zeitungsartikel, politische Reden oder Feste. Es gibt Dinge die von uns beispielsweise als „typisch“ chinesisch, griechisch oder italienisch empfunden werden. Diese Arbeit behandelt die Möglichkeiten der Perzeptionsgeographie und konkrete Beispiele den Sachverhalt zu verdeutlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Grundlagen der Perzeptionsgeographie ein und erläutert, wie durch kognitive Filterung individuelle sowie kollektive Bilder der Welt entstehen.

2. Perzeptionsgeographie: Hier werden theoretische Ansätze wie Mentalmaps, Distanzforschung und die Bedeutung von Objekten sowie weitere Forschungsfelder innerhalb der Disziplin vorgestellt.

3. Subjektive Welten: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand von historischen Beispielen, Tourismusanalysen und politischer Rhetorik, wie geografische Vorstellungen konstruiert werden.

4. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Notwendigkeit, sich der eigenen subjektiven Prägung bei der Raumwahrnehmung bewusst zu werden und deren politische Brisanz zu hinterfragen.

Schlüsselwörter

Perzeptionsgeographie, Kognitive Wende, Mentalmaps, Distanzforschung, Raumwahrnehmung, Identitätsbildung, Konstruktivismus, Orientalismus, Imagebildung, Kulturgeographie, Subjektive Realität, Grenzziehung, Alltagswahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Perzeptionsgeographie und untersucht, wie der Mensch seine Umwelt nicht objektiv, sondern durch kognitive Filter und subjektive Vorstellungen wahrnimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entstehung von mentalen Landkarten, der Wahrnehmung von Distanzen, der Konstruktion von Landschaften und der Rolle von Bildern für gesellschaftliche Identitäten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass unsere geografische Realitätswahrnehmung maßgeblich durch soziale und kognitive Prozesse konstruiert ist und welche Auswirkungen diese "imaginäre Geographie" auf unser Zusammenleben hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt Ansätze der Wahrnehmungsforschung, Imageanalysen, das Konzept der Mentalmaps sowie die Auswertung von Literatur und Fallbeispielen zur Veranschaulichung der theoretischen Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Konstrukte wie Mentalmaps und Distanzwahrnehmung erläutert und anschließend durch praktische Beispiele, wie die touristische Wahrnehmung des Schwarzwalds oder die Konstruktion des "Orients", konkretisiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Perzeptionsgeographie, Mentalmaps, subjektive Raumwahrnehmung, Identitätsbildung, Konstruktivismus und die Kritik an einer objektivistischen Sichtweise auf Geografie.

Wie beeinflusst die "Highway-Narcosis" unsere Wahrnehmung?

Das Phänomen beschreibt, dass Reisende bei der Nutzung bestimmter Verkehrswege ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen, da der Fokus rein auf dem Erreichen des Ziels liegt, was zu einer eingeschränkten räumlichen Erfahrung führt.

Welchen Bezug stellt der Autor zu Edward Said her?

Der Autor nutzt Said, um die politische Brisanz der kollektiven Wahrnehmung aufzuzeigen, insbesondere wie ein imaginiertes, oft verzerrtes Bild fremder Kulturen zur Rechtfertigung politischer oder militärischer Handlungen dienen kann.

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Résumé des informations

Titre
Imaginäre Geographie der Grenzziehung und Begegnung
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Geographie)
Cours
Humangeographie I
Note
1.3
Auteur
Patrick Boll (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
19
N° de catalogue
V167982
ISBN (ebook)
9783640848591
ISBN (Livre)
9783640844913
Langue
allemand
mots-clé
Perzeptionsgeographie Orientalismus Wahrnehmungsgeographie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Patrick Boll (Auteur), 2010, Imaginäre Geographie der Grenzziehung und Begegnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/167982
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Extrait de  19  pages
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