E-Coaching für Führungskräfte

In Zeiten der Krise eine Chance?


Hausarbeit, 2010

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ein Zugang zur Thematik Coaching
2.1. Definition von Coaching
2.2. Eigenschaften von Coaching

3. E-Coaching
3.1. Grundlagen von E-Coaching
3.1.1. Didaktisch offenes E-Coaching
3.1.2. Didaktisch vorstrukturiertes Coaching
3.2. E-Coaching - eine Chance?
3.2.1. E-Coaching - gewogen und für zu leicht befunden
3.2.2 E-Coaching - Beratung der besonderen Art
3.2.3. Ein Zwischenfazit

4. Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Coaching boomt! Die Entwicklung von Coaching und der sich daraus resultierende Coachingmarkt in der Bundesrepublik Deutschland sind beeindruckend. Längst wurde der langjährige Anwendungsbereich, der Hochleistungsport, verlassen und Coaching ist zu einem wichtigen Feld im Bereich der Wirtschaft, der Führung und der Personalentwicklung geworden. Coaching ist nicht mehr nur ein kurzfristiger Modetrend, sondern „hat sich gegenwärtig zu einer breit akzeptierten und nachgefragten Personalentwicklungsmaßnahme für Mitarbeiter mit Führungsaufgaben entwickelt“ (Stephan/Gross/Hildebrandt 2005, S. 5). Demnach scheint nichts naheliegender zu sein, als die Erfolgsgeschichte von Coaching durch den Gebrauch der Möglichkeiten fortzuschreiben, die die modernen Medien anbieten (vgl. Geißler 2008, S. 3). Auch heute gewinnt das Medium Internet immer noch an Bedeutung und ist weltweit das größte Informations- und Kommunikationsnetz (vgl. Verein Wiener Sozialprojekte 2006, S. 6). Auch in einer Zeit, in der die Menschen einem verstärkten Zeitdruck gegenüberstehen, gewinnen zeitlich und örtlich flexible Anwendungen an Attraktivität. Somit wäre doch in Zeiten der Wirtschaftskrise und knapper Kassen der virtuelle Markt eine Chance, um beispielsweise Kosten und Zeit für Coaching als Personalentwicklungsmaßnahme zu sparen. Doch die Bereitstellung und Nutzung von Angeboten im Bereich des E-Coaching sind bisher noch unklar und zum Teil beliebig (vgl. Theis 2008, S. 24). Aus diesem Grund beschäftige ich mich mit der Frage, welche Möglichkeiten der Beratung mit Hilfe des Internets und weiteren Formen der elektronischen Kommunikation entstanden sind und welche Stimmen für und gegen das E-Coaching erhoben werden.

Am Anfang dieser Hausarbeit steht zunächst die kurze Betrachtung des breiten Themengebiets Coaching. Über den Ursprung des Begriffs erfolgt eine kurze Darstellung zum Begriff des Coaching, um vorweg zur Klärung des Terminus beizutragen. Weiterhin werden zusammenfassend Eigenschaften von Coaching dargestellt. Im zweiten Teil der Arbeit wird sich näher mit dem E-Coaching beschäftigt. Dabei steht zuerst die Erläuterung wichtiger Grundlagen in Vordergrund, sowie Methoden dieser Form. Im Folgenden soll dann auf die Vor- und Nachteile von E-Coaching eingegangen werden, um dann im Zwischenfazit eine Antwort auf die Fragestellung geben zu können. Mit einer kurzen inhaltlichen Zusammenfassung sowie der persönlichen Meinung in Bezug auf das Thema soll diese Arbeit beendet werden.

2. Ein Zugang zur Thematik Coaching

2.1. Die Definition von Coaching

Coaching ist nach Richter (2009) ein vielschichtiger Begriff mit einer interessanten Veränderungsgeschichte (vgl. Richter 2009, S. 21). Der Term Coaching kommt aus der englischen Sprache und bedeutete ursprünglich die Kutsche, später war unter dem Coach der Kutscher gemeint (vgl. Bayer 1995, S. 94). Aus seiner Aufgabe, der Betreuung und dem Lenken der Pferde, leitete sich auch die Bedeutung in heutiger Zeit ab (vgl. Böning 2003, S. 173). Doch erst durch die Verbindung zum Spitzensport erlangte der Begriff sein heutiges Ansehen. Im Spitzensport versteht man unter Coaching eine ausgiebige fachliche und psychologische Fürsorge von einzelnen Leistungssportlern oder von Teams durch einen Coach. Das Ziel ist die Erreichung von Höchstleistung. Im Vordergrund steht dabei die Beratung, Betreuung und Motivation von dem Sportler (vgl. Backhausen/Thommen 2006, S. 20). Seit Ende der 70er Jahre wurde diese Bedeutung dann auf den Business Bereich über- tragen und im Laufe der Jahrzehnte bescherte Coaching viel Aufmerksamkeit in der Beratungsbranche und in der Öffentlichkeit und trug dazu bei, dass der Grundgedanke des Coachings erstaunlich populär wurde (vgl. Böning 2005, S. 30f.). Daher erfordert eine Beschäftigung mit diesem Thema eine genaue Auseinandersetzung mit einer Fülle unterschiedlichster Literatur. Doch bleibt dabei die Suche nach einer allgemeingültigen Definition erfolglos. Viele Autoren weisen darauf hin, dass sich Coaching im Laufe der Zeit zu einem Sammel- und Überbegriff entwickelt hat, der einem Container gleicht, der sehr viele verschiedene Aspekte enthalten kann (vgl. auch Böning 2005, S. 28; Stephan/Gross/ Hildebrandt 2005, S. 17). Demnach wird das Etikett Coaching im heutigen Gebrauch in einer exotischen Vielfalt verwendet und das Feld der Anwendung ist selbst für Insider schwer zu überschauen. Weiterhin sind der Begriff und seine Verwendung rechtlich nicht geschützt (vgl. Böning/Fritschle 2005, S. 16f.) und somit kann sich jeder Mensch als Coach bezeichnen und seine Dienstleistungen mit diesem Zauberwort schmücken. Aus diesem Umstand haben sich fortlaufend neue Bindestrich-Kreationen entwickelt, deren kuriose Ausprägungen keine Grenzen zu kennen scheinen (vgl. Stephan/Gross/Hildebrandt 2005, S. 17). Trotzdem soll versucht werden, im Rahmen dieser Hausarbeit unterschiedliche Perspektiven der Definitionen vorzustellen, ohne dabei eine vollständige Betrachtung und Eingrenzung von Coaching gewährleisten zu können. Eine kurze und allgemeine Definition für Coaching ist die „professionelle Form individueller Beratung im beruflichen Kontext“ (Backhausen/Thommen 2006, S. 20). Nach Rückle (2001) lässt sich Coaching definieren „als Hilfe zur Selbsthilfe in Form eines auf Zeit begleiteten Prozesses, in dem umfassende Maßnahmen zur Hilfe bei insbesondere beruflichen Konflikten, Aufgaben und Problemen eingesetzt werden. Oder ausführlich beschrieben als eine Kombination aus individuell unterstützter Problemlösung und Konfliktbearbeitung in einem umfassenden Spektrum von beruflichen und den Beruf tangierenden privaten Problemen“ (Rückle 2001, S. 20f.).

Teuber (2005) definiert Coaching als „(...) ein persönliches, verschwiegenes Gespräch in der Regel unter vier Augen zur individuellen Entwicklung bzw. aktiven Hilfestellung für Personen im beruflichen Kontext. Zentrales Anliegen dieses Gespräches ist die Begleitung und Unterstützung der betroffenen Person“ (Teuber 2005, S. 4). Infolgedessen ist Coaching eine beabsichtigt herbeigeführte Beratungsbeziehung, deren Beschaffenheit durch Freiwilligkeit, gegenseitiger Akzeptanz, Vertrauen und vor allem Diskretion zwischen den Beteiligten bestimmt wird (vgl. Rauen 2008, S. 2). Für einige Autoren liegt der Schwerpunkt des Coachings im beruflichen Kontext und dort vor allem im Bereich der Führungskräfte. Für König (2002) ist Coaching gar eine Maßnahme der Personalentwicklung zur Unterstützung und Weiterbildung von Führungskräften. Coaching soll primär der Förderung bzw. Wiederherstellung beruflichen Handelns in Bezug auf die Fähigkeit der Führung und der Leistungsoptimierung dienen (vgl. König 2002, S. 393). „Ein Coach ist ein (externer) Einzelberater für die personenzentrierte Arbeit mit Führungskräften entlang der Frage, wie die Managerrolle von der Person bewältigt wird“ (Loos 2002, S. 15).

Diese Definitionen dienen also als Spiegel dafür, wie facettenreich und offen sich die Frage nach einer allgemeingültigen Definition für Coaching darstellt. So wird auch in der einschlägigen Literatur immer wieder darauf verwiesen, dass eine genaue Bedeutung dieser ‚Dienstleistung‘ nicht möglich ist. Zwar werden bestimmte Beschreibungsformen in der Literatur wiederholt, es kommt jedoch nur sehr selten vor, dass Definitionen uneingeschränkt übernommen bzw. zitiert werden (vgl. Jasorka/Mayerl 2007, S. 16). Weiterhin erfolgt zur Begriffsbestimmung eine vielfältige und unterschiedliche Abgrenzung zu benachbarten Begriffen wie zum Beispiel Beratung, Mentoring, Supervision und Psychotherapie (vgl. Backhausen/Thommen 2006, S. 106). Im Folgenden soll diesbezüglich keine alleinige Definition als Grundlage für die weitere Arbeit dienen, sondern eher Charakteristika von Coaching aufgezeigt werden, die im kommenden Abschnitt dargestellt werden, wobei der Schwerpunkt auf das Coaching für Führungskräfte gelegt wird.

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Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
E-Coaching für Führungskräfte
Untertitel
In Zeiten der Krise eine Chance?
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
16
Katalognummer
V168009
ISBN (eBook)
9783640848751
ISBN (Buch)
9783640845477
Dateigröße
471 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
E-Coaching, Coaching, Führungskräfte, didaktisch offenes E-Coaching, Didaktisch vorstrukturiertes E-Coaching, virtuelles Coaching, Vorteile E-Coaching, Nachteile E-Coaching
Arbeit zitieren
Carolin Bengelsdorf (Autor), 2010, E-Coaching für Führungskräfte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168009

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Titel: E-Coaching für Führungskräfte



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