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Der Sturz der Tyrannis

Ein Schritt zur Demokratie in Athen am Ende des 6. Jh. v. Chr.?

Title: Der Sturz der Tyrannis

Seminar Paper , 2009 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Werner Feth (Author)

World History - Early and Ancient History
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Im sechsten Jahrhundert v. Chr. kam es in Athen zu einigen Ereignissen, welche in den darauffolgenden Jahren ausschlaggebend für die Entwicklung der athenischen Demokratie waren. Nach mehreren Versuchen gelang es schließlich dem Aristokraten Peisistratos, 546/545 v. Chr. die Alleinherrschaft zu erlangen, und somit etablierte sich eine Form der Tyrannis im attischen Stadtstaat. Mit dem Tod des Peisistratos 528/527 kamen seine Söhne Hippias und Hipparchos an die Macht und führten die Tyrannis weiter.
Schon während der Machtergreifungen des Peisistratos entwickelte sich in Athen eine Opposition, deren Ziel es war, den Tyrannen zu vertreiben. Die Bemühungen dieser Opposition gipfelten am Ende des 6. Jahrhunderts in einem Anschlag bei den Panathenäen des Jahres 514, dessen Ziel es war, die Söhne des Peisistratos, Hippias und Hipparchos, zu ermorden. Da dieser Anschlag jedoch fehlschlug und nur Hipparchos den Attentätern zum Opfer fiel, verschlimmerte sich in den folgenden Jahren die nun von Hippias allein ausgeübte Tyrannis. Durch ein mit Sparta geschlossenes Bündnis gelang den Athenern dann schließlich 510 die Vertreibung des Hippias.
Das Ziel dieser Arbeit soll es sein, diesen Sturz der Tyrannis anhand der auf uns gekommenen historischen Überlieferungslage genauer zu untersuchen. Dabei sollen die einzelnen Ereignisse explizit beleuchtet und in einen größeren Kontext eingeordnet werden. Dabei stehen zwei Fragestellungen im Vordergrund: Zum einen soll die Frage geklärt werden, ob die beiden Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton mit ihrem Anschlag wirklich die Bringer einer Isonomia waren, als welche sie in den Jahren nach dem Sturz der Tyrannis gefeiert wurden, und zum anderen soll erörtert werden, inwieweit die Vertreibung des Hippias ein Schritt auf dem Weg zur attischen Demokratie war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Anschlag auf die Tyrannen 514 v. Chr.

2.1. Die Vorgeschichte

2.2. Der Tathergang

2.3. Die Bedeutung der Tyrannenmörder und die Auswirkungen des Anschlags

3. Die Vertreibung des Hippias und der Sturz der Tyrannis

3.1. Die Ereignisse nach dem Attentat von 514 v. Chr.

3.2. Die Hilfe der Spartaner

3.3. Der Sturz der Tyrannis

4. Die Ereignisse in Athen nach dem Sturz der Tyrannis

5. Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den historischen Sturz der Tyrannis in Athen am Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. und bewertet dabei kritisch, inwieweit das Attentat auf die Peisistratidensöhne sowie die spätere Vertreibung des Hippias tatsächlich als Schritte in Richtung einer demokratischen Isonomia zu verstehen sind.

  • Die historische Rolle und tatsächliche Motivation der Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton.
  • Die Auswirkungen des gescheiterten Attentats auf die Härte der nachfolgenden Tyrannis.
  • Die Rolle Spartas und der Alkmeoniden bei der endgültigen Vertreibung des Hippias.
  • Die politischen Zustände in Athen nach dem Sturz der Tyrannen.
  • Der Übergang zur Reformpolitik unter Kleisthenes als Baustein der Demokratie.

Auszug aus dem Buch

2.2. Der Tathergang

Wie schon bei der Frage nach der Motivation der Tyrannenmörder sind auch bei der Beschreibung des eigentlichen Tathergangs des Attentats die Hauptquellen die Schilderungen des Aristoteles als auch die des Thukydides. Beide Quellen sind sich bezüglich des Ablaufes des Anschlags relativ einig, geht doch aus ihnen hervor, dass sich der Mordversuch an den Panathenäen des Jahres 514 zutrug, genauer gesagt während des Panathenäenzuges, einer Prozession zu Ehren der Stadtgöttin Athena, die vom Keramaikos, dem Töpferviertel der Stadt, über den öffentlichen Marktplatz, die Agora, zum Tempel der Athena Polias auf der Akropolis führte. Desweiteren liefern uns die Quellen die Information, dass nur Hipparchos zu Tode kam und Hippias den Anschlag unversehrt überlebte. Auch der Grund für diesen Fehlschlag wird genannt, nämlich das vermeintliche Verraten des Planes durch einen Mitverschworenen, was Harmodios und Aristogeiton dazu veranlasst haben soll, doch wenigstens noch irgendeine Tat vor dem vollständigen Scheitern des Attentats auszuüben.

Über das Schicksal der beiden klären die Quellen ebenfalls auf, so wird der unmittelbare Tod des Harmodios geschildert, aber auch die Folterung des Aristogeiton und sein letztlich grausames Ende.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Ausgangslage der athenischen Tyrannis unter den Peisistratiden und definiert die zentrale Fragestellung bezüglich der Rolle von Harmodios, Aristogeiton und der Vertreibung des Hippias für die Demokratieentwicklung.

2. Der Anschlag auf die Tyrannen 514 v. Chr.: Dieses Kapitel befasst sich mit der Herkunft der Tyrannen, dem konkreten Verlauf des Attentatsversuchs sowie der historischen Bedeutung, die den Attentätern später zugeschrieben wurde.

3. Die Vertreibung des Hippias und der Sturz der Tyrannis: Der Fokus liegt hier auf den politischen Folgen nach 514 v. Chr., der Rolle der Alkmeoniden und der entscheidenden militärischen Intervention Spartas, die zum Sturz der Herrschaft des Hippias führte.

4. Die Ereignisse in Athen nach dem Sturz der Tyrannis: Das Kapitel beschreibt die Stasis und den politischen Machtkampf nach dem Tyrannensturz sowie die anschließenden Reformen des Kleisthenes, welche die Grundlagen für eine stärkere Bürgerbeteiligung schufen.

5. Ergebnis: Das Fazit stellt fest, dass das Attentat selbst kein demokratischer Akt war, die Ereignisse jedoch notwendige Voraussetzungen für die kleisthenischen Reformen und somit für die athenische Demokratie darstellten.

Schlüsselwörter

Athen, Tyrannis, Peisistratiden, Harmodios, Aristogeiton, Hippias, Isonomia, Alkmeoniden, Sparta, Kleisthenes, Demokratie, Panathenäen, Attentat, Stasis, Polis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Übergang Athens von der Tyrannis der Peisistratiden hin zu ersten demokratischen Ansätzen am Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen das Attentat auf die Peisistratiden, die Rolle Spartas bei der Vertreibung des Hippias und die anschließenden innenpolitischen Reformen durch Kleisthenes.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, ob Harmodios und Aristogeiton tatsächlich als „Bringer der Isonomia“ gelten können und inwieweit der Sturz der Tyrannis ein direkter Schritt zur athenischen Demokratie war.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer kritischen Auswertung der antiken Quellen (insbesondere Aristoteles, Thukydides und Herodot) basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der Vorgeschichte des Attentats, den Tathergang, die Bedeutung Spartas als externe Macht sowie die anschließenden Machtkämpfe in Athen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Tyrannenmörder, Peisistratiden, Kleisthenes, Isonomia und athenische Demokratie definiert.

Warum betont der Autor, dass das Attentat die Tyrannis eher verschlimmerte?

Der Autor führt aus, dass nach dem gescheiterten Mordversuch die verbliebenen Tyrannen, insbesondere Hippias, aus Angst und Rache zu einer härteren, repressiveren Herrschaft übergingen.

Welche Rolle spielte der "Zufall" bei der Vertreibung des Hippias?

Laut dem Autor (unter Verweis auf Herodot) kam es zur Kapitulation des Hippias durch die unerwartete Gefangennahme seiner Kinder, was die Spartaner zu einer Entscheidung zwang, für die sie militärisch eigentlich nicht gerüstet waren.

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Details

Title
Der Sturz der Tyrannis
Subtitle
Ein Schritt zur Demokratie in Athen am Ende des 6. Jh. v. Chr.?
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Alte Geschichte)
Course
Proseminar: Die athenische Demokratie
Grade
1,3
Author
Werner Feth (Author)
Publication Year
2009
Pages
13
Catalog Number
V168059
ISBN (eBook)
9783640849338
ISBN (Book)
9783640849376
Language
German
Tags
Athen Demokratie Peisistratos Hippias Hipparchos Harmodios Aristogeiton Tyrannentöter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Werner Feth (Author), 2009, Der Sturz der Tyrannis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168059
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