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Aristoteles: Ist der Mensch ein politisches Lebewesen?

Title: Aristoteles: Ist der Mensch ein politisches Lebewesen?

Term Paper , 2009 , 9 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Franziska Letzel (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Nicht nur die modernen Denker unserer Zeit haben Einfluss auf die politische Theorie der Gegenwart, sondern vor allem auch die Philosophen vergangener Epochen. Aristoteles als einer der wirkungsmächtigsten antiken Denker gilt bis heute als Begründer der politischen Wissenschaft und darf trotz einiger überholter Ansichten, zum Beispiel der Rechtfertigung der Sklaverei, bei den theoretischen Untersuchungen der Politik nicht unbeachtet bleiben. Natürlich hat das Erbe des Aristoteles in Form seiner Lehrschriften vor allem aus diesem Grund nicht nur Verehrung, sondern auch zahlreichen Widerspruch gefordert.
Im Folgenden werde ich mich dem aristotelischen Werk „Politik“ widmen und anschließend bezugnehmend auf dessen Kernaussagen auch die Aktualität des Philosophen in unserer heutigen Zeit betrachten. Zu diesem Zweck werfe ich zunächst einen Blick auf das Leben und das Werk des Aristoteles, um danach seine Auffassung vom Menschen als „zoon politikon“ und seine Theorie der Polis aufzuzeigen. Auch seine bekannte Verfassungstypologie und Aristoteles‘ Antwort auf die Frage nach der besten Verfassung spielen in meiner Betrachtung eine wichtige Rolle. Abschließend werde ich, bezugnehmend auf einige fundamentale Einwände gegen Aristoteles, die Bedeutung seiner politischen Lehre in unserer heutigen Zeit darlegen.

Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung

II. Aristoteles: Leben und Werk

III. Hauptaussagen der „Politik“
1. Aristoteles‘ politische Anthropologie –
Der Mensch als politisches Lebewesen

2. Polisordnung
a) Formen der menschlichen Gemeinschaft
b) Charakteristik der Polis
c) Definition des Bürgers

3. Die Verfassungstypologie

4. Die Suche nach der besten Polis

IV. Aktualität des aristotelischen Politikverständnisses

V. Abschlussbetrachtungen

VI. Quellen- und Literaturverzeichnis

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Aristoteles – Leben und Werk

III. Hauptaussagen der „Politik“

1. Aristoteles‘ politische Anthropologie – Der Mensch als politisches Lebewesen

2. Polisordnung

a) Formen der menschlichen Gemeinschaft

b) Charakteristik der Polis

c) Definition des Bürgers

3. Die Verfassungstypologie

4. Die Suche nach der besten Polis

IV. Aktualität des aristotelischen Politikverständnisses

V. Abschlussbetrachtungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht das aristotelische Werk „Politik“ im Hinblick auf seine zentrale politische Anthropologie und die daraus abgeleitete Staatskonzeption. Dabei wird analysiert, wie Aristoteles das menschliche Zusammenleben in der Polis begründet, welche Verfassungsformen er unterscheidet und inwieweit sein antikes Politikverständnis trotz fundamentaler Unterschiede in der heutigen Moderne noch Relevanz besitzt.

  • Die politische Anthropologie des Menschen als „zoon politikon“.
  • Die hierarchische Struktur und Charakteristik der Polisordnung.
  • Die wissenschaftliche Systematisierung der Verfassungstypologie.
  • Die Bedingungen für eine ideale Polis und deren Zielsetzung (Glückseligkeit).
  • Eine kritische Reflexion der Aktualität antiker politischer Konzepte.

Auszug aus dem Buch

1. Aristoteles‘ politische Anthropologie – Der Mensch als politisches Lebewesen

Bereits in der „Nikomachischen Ethik“ stellt Aristoteles seine Auffassung vom Menschen als ein „von seiner Natur her auf das Leben in der geordneten politischen Gemeinschaft angelegtes Lebewesen“ (Weber-Schäfer 1976: 38) dar. In der „Politik“ wird dieses Thema dann ausführlicher behandelt. Demnach ist der Mensch ein „von Natur politisches - also zum Zusammenleben in der polis fähiges und bestimmtes – Lebewesen“ (Weber-Schäfer 2000:13; Herv. im Orig.). Zwar seien auch Tiere politisch, aber der Mensch sei „im höheren Grade ein staatenbildendes Lebewesen […] als jede Biene oder sonst ein Herdentier“ (Aristoteles 2006: 12; Änd. d. Verf.), da er als einziges Lebewesen die Sprache (logos) besitzt. Diese ermöglicht ihm die Unterscheidung von Gutem und Schlechtem, sowie von Gerechtem und Ungerechtem. Der von Natur aus bestehende Drang des Menschen zum Leben in einer Gemeinschaft macht ihn zu einem politischen Lebewesen, das sich durch seine Fähigkeit zu Erkenntnis und Sittlichkeit von anderen staatenbildenden Lebewesen unterscheidet. Durch die Definition des Menschen als „zoon politikon“ bildet das Leben in der Polis den naturgemäßen Zustand, denn nur dort ist die Natur des Menschen frei entfaltbar. Diese Aussage wird durch ein Negativbeispiel unterstützt, denn jeder, der „durch seine Natur und nicht bloß aus Zufall außerhalb des Staates leb[e], [sei] entweder schlecht oder höher als der Mensch“ (Aristoteles 2006: 12; Änd. d. Verf.).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Hinführung zum Thema, Vorstellung des Aristoteles als Begründer der politischen Wissenschaft und Formulierung des Zieles, die „Politik“ samt ihrer heutigen Relevanz zu untersuchen.

II. Aristoteles – Leben und Werk: Biographischer Abriss der Lebensstationen von Aristoteles und Einordnung seiner praktischen Philosophie in den Kontext seiner Lehrschriften.

III. Hauptaussagen der „Politik“: Detaillierte Analyse der zentralen Konzepte, beginnend mit der anthropologischen Definition des Menschen bis hin zur Verfassungstypologie und den Kriterien der idealen Polis.

IV. Aktualität des aristotelischen Politikverständnisses: Kritische Gegenüberstellung antiker Staatsauffassungen mit modernen liberalen Gesellschaftsmodellen und Prüfung der heutigen Gültigkeit des „zoon politikon“.

V. Abschlussbetrachtungen: Fazit zur ungebrochenen Bedeutung des Aristoteles als Impulsgeber für politikwissenschaftliche Fragestellungen und die menschliche Selbstreflexion.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Politik, Polis, zoon politikon, politische Anthropologie, Verfassungstypologie, Ethik, Eudaimonia, Staatsphilosophie, Gemeinschaft, Bürger, Gesetzestreue, politische Theorie, Herrschaft, Tugend.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Werk „Politik“ von Aristoteles und beleuchtet seine politischen Theorien über das menschliche Zusammenleben und die Organisation von Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Menschenbild des Aristoteles, die Natur der Polis, die Typologie politischer Verfassungen sowie die Frage nach der besten staatlichen Ordnung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die aristotelische Staatslehre zu verstehen und zu prüfen, inwieweit seine politischen Konzepte für die heutige Zeit noch eine Bedeutung besitzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die primär auf der Interpretation von Schriften des Aristoteles und wissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definition des Menschen als politisches Lebewesen, die Struktur und Ziele der Polis, die Klassifizierung von Verfassungen und die Bedingungen der idealen Polis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie „zoon politikon“, „Polis“, „Verfassungstypologie“, „Glückseligkeit“ und die „Aktualität des politischen Denkens“.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „Politik“ und „Hauswesen“ eine so große Rolle?

Für Aristoteles ist die Polis eine Gemeinschaft von Freien und Gleichen, während das Hauswesen (oikos) durch hierarchische Herrschaft über Unfreie geprägt ist; diese klare Trennung ist essentiell für sein Verständnis von politischer Freiheit.

Welche Bedingungen muss laut Aristoteles eine ideale Polis erfüllen?

Die Polis muss eine bestimmte Größe zur Wahrung der Autarkie haben, darf aber nicht so groß sein, dass die Überschaubarkeit leidet, und sie muss den Bürgern ein Leben nach der Tugend ermöglichen.

Inwiefern unterscheidet sich das moderne Politikverständnis von jenem des Aristoteles?

Das moderne Verständnis sieht den Staat eher als Notgemeinschaft zur individuellen Zielerreichung, während Aristoteles den Staat als notwendigen Rahmen zur Verwirklichung des höchsten Gutes sah.

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Details

Title
Aristoteles: Ist der Mensch ein politisches Lebewesen?
College
Dresden Technical University  (Politikwissenschaft)
Course
Seminar: Politische Theorien der Ideengeschichte und Gegenwart
Grade
2,0
Author
Franziska Letzel (Author)
Publication Year
2009
Pages
9
Catalog Number
V168074
ISBN (eBook)
9783640849949
ISBN (Book)
9783640850259
Language
German
Tags
aristoteles mensch lebewesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Letzel (Author), 2009, Aristoteles: Ist der Mensch ein politisches Lebewesen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168074
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