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Management von Währungsrisiken in internationalen Unternehmen

Title: Management von Währungsrisiken in internationalen Unternehmen

Seminar Paper , 2002 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Ferber (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Eine plötzlich einsetzende Dollarschwäche, Turbulenzen auf internationalen Märkten oder auch die aktuellen Vorgänge in Argentinien führen uns immer wieder vor Augen, dass in unserer auf die wirtschaftlich vielfältigste Art und Weise verflochtenen, modernen Welt Entwicklungen in anderen Ländern und Nationen enorme Auswirkungen auf unsere Ökonomie haben können.
In der Zeit von 1945 bis zum Anfang der 70er Jahre ermöglichte das Abkommen von Bretton Woods den Unternehmen ein System fester Wechselkurse innerhalb bestimmter Bandbreiten und damit eine sichere Planung. Als dieses Fixkurssystem schließlich zusammenbrach, gingen die Industrienationen 1973 – zuerst lediglich als vorübergehende Notmaßnahme gedacht – zum Floating über. Seitdem gehört das Handling von Kursschwankungen und die dadurch erhöhte Unsicherheit aufgrund der oben angesprochenen engen Verflechtung zum täglichen Problemkreis international tätiger Unternehmen.

Deutschland als traditionell stark außenwirtschaftlich orientierte Volkswirtschaft betrifft dies in hohem Maße. Doch selbst Unternehmen, die nur im innereuropäischen Markt agieren, sind latenten Währungsrisiken ausgesetzt, da ausländische Konkurrenten unter Umständen aufgrund von Wechselkursänderungen tiefere Preise durchsetzen können.

Der Volatilität, die der risikoadversen Einstellung von Unternehmen zuwider läuft, lässt sich generell auf zwei Arten begegnen: Einerseits können Versuche unternommen werden, zukünftige Entwicklungen auf den Finanzmärkten vorherzusehen und entsprechend zu reagieren, andererseits können Absicherungen gegen potentielle Kursänderungen vorgenommen werden. Bedingung dafür ist, dass im Unternehmen vorhandene Währungsrisiken als solche erkannt und quantifiziert werden.

Die vorliegende Arbeit hat nun das Ziel, einen generellen Überblick über das Management von Währungsrisiken zu geben. Hauptaugenmerk wird dabei auf international tätigen Unternehmen, sog. multinationalen Unternehmen (MNU), liegen, die natürlich von Wechselkursänderungen in erster Linie betroffen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Währungsrisiko und –management

2.1. Risikobegriff

2.2. Wechselkursrisiko

2.3. Bestimmung der Währungsexposure

2.3.1. Währungsumrechnungsexposure

2.3.2. Währungstransaktionsexposure

2.3.3. Ökonomisches Wechselkursexposure

2.4. Konvertierungs-, Transfer- und Währungseventualrisiken

2.5. Währungsmanagement

2.5.1. Notwendigkeit

2.5.2. Ziele und Strategien

2.5.3. Organisation

3. Methoden und Instrumente des Managements von Währungsrisiken

3.1. Interne Absicherungsmethoden

3.1.1. Währungsklauseln

3.1.2. Währungsoptionsrechte

3.1.3. Treasury Management

3.1.3.1. Leading und Ladding

3.1.3.2. Netting und Matching

3.2. externe Absicherungsmethoden

3.2.1. Devisentermingeschäfte

3.2.1.1. Devisenforwardsgeschäfte

3.2.1.2. Devisenfuturesgeschäfte

3.2.1.3. Devisenswaps

3.2.2. Währungsswaps

3.2.3. Währungsoptionen

3.2.3.1. Währungsoptionen als Kurssicherungsinstrument

3.2.3.2. Berechnung von Optionspreisen

3.3. Problem der Wahl des einzusetzenden Absicherungsinstrumentes

4. Auswirkungen der Einführung des Euro auf international tätige Unternehmen

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit gibt einen Überblick über das Management von Währungsrisiken in international agierenden Unternehmen (MNU) und erläutert Ansätze zur Identifikation, Quantifizierung sowie Absicherung solcher Risiken unter Berücksichtigung der Nutzenmaximierung.

  • Grundlagen des Währungsrisikos und dessen Kategorisierung (Translation, Transaction, Economic).
  • Interne Absicherungsmethoden wie Treasury-Strategien (Leading/Lagging, Netting).
  • Externe Absicherungsinstrumente wie Devisentermingeschäfte, Futures, Swaps und Optionen.
  • Entscheidungskriterien für die Wahl des optimalen Absicherungsinstrumentes.
  • Auswirkungen der Währungsunion und des Euros auf das internationale Währungsmanagement.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Währungsklauseln

„Eine Währungsklausel ist eine vertragliche Vereinbarung, die vorsieht, dass die Höhe eines in einer bestimmten Währung (Vertragswährung) geschuldeten Betrags durch einen künftigen Kurs der Vertragswährung gegenüber einer anderen Währung (...) bestimmt wird“23.

Beispiel 2: Die Klausel könnte beispielsweise lauten: „Abschlussbetrag ist der Gegenwert von € 100.000 in US-Dollar. Ausgehend von einem momentanen Wechselkurs von 1,1 €/ 1 $ wären das ca. $ 90.9100 . Falls bei Fälligkeit der Zahlung der Kurs bei 1 €/ 1 $ stünde, müsste der Vertragspartner $ 100.000 bezahlen, bei einem Kurs von 1,2 €/ 1 $ nur rund $ 83.333 .

Derartige Wertsicherungsklauseln sind am Markt nur schwer durchzusetzen, da sie das Risiko (aber auch die Chance) komplett auf den ausländischen Geschäftspartner abwälzen. Abhängig von der Verhandlungsmacht der jeweiligen Kontrahenten und evtl. Zugeständnissen in anderen Bereichen sind aber für beide Seiten akzeptable Lösungen möglich24.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Währungsmanagements für international tätige Unternehmen aufgrund der gestiegenen globalen wirtschaftlichen Verflechtungen.

2. Währungsrisiko und –management: Dieses Kapitel definiert Währungsrisiken und systematisiert diese in Umrechnungs-, Transaktions- sowie ökonomische Risiken und erläutert deren Identifikation.

3. Methoden und Instrumente des Managements von Währungsrisiken: Hier werden diverse interne Strategien und externe Finanzinstrumente detailliert vorgestellt, die zur Absicherung von Währungsexposure dienen.

4. Auswirkungen der Einführung des Euro auf international tätige Unternehmen: Dieses Kapitel analysiert, wie der Euro Währungsrisiken innerhalb Europas reduziert und das Management vereinfacht.

5. Schlussbemerkung: Der abschließende Teil fasst die Notwendigkeit eines professionellen Währungsmanagements im Kontext der gesamten Unternehmensstrategie zusammen.

Schlüsselwörter

Währungsrisiko, Währungsmanagement, Multinationales Unternehmen, Wechselkursexposure, Absicherungsmethoden, Treasury Management, Devisentermingeschäft, Devisenfutures, Währungsswaps, Währungsoptionen, Währungsumrechnungsrisiko, Währungstransaktionsrisiko, ökonomisches Währungsrisiko, Nutzenmaximierung, Finanzmarktinstrumente.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderungen international tätiger Unternehmen im Umgang mit Währungsrisiken und zeigt auf, wie diese durch systematisches Management minimiert werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die Identifikation und Messung von Währungsexposure, interne und externe Absicherungsstrategien sowie die Auswirkungen des Euros auf das Risikomanagement.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen Überblick über Methoden und Instrumente des Währungsrisikomanagements zu geben, um Währungsverluste zu vermeiden und den Unternehmenswert zu maximieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen des Finanzmanagements mit praxisrelevanten Ansätzen und Instrumenten der Risikosicherung verknüpft.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Differenzierung zwischen internen Methoden wie Leading/Lagging oder Netting und externen Instrumenten wie Termingeschäften, Swaps und Optionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Währungsrisiko, Währungsmanagement, Exposure, Absicherung, Devisentermingeschäfte, Währungsoptionen und Risikoadversion sind die prägenden Begriffe.

Warum sind Währungsklauseln in der Praxis schwer durchzusetzen?

Da sie das Kursrisiko einseitig auf den Geschäftspartner abwälzen, erfordern sie eine hohe Verhandlungsmacht oder Kompensationsgeschäfte an anderer Stelle, um akzeptiert zu werden.

Welchen Vorteil bietet ein Währungs-Call gegenüber einem Termingeschäft bei Ausschreibungen?

Im Gegensatz zu einem verbindlichen Termingeschäft, das bei Nichtgewinn der Ausschreibung eine offene Position hinterlässt, verfällt bei einer Option lediglich die gezahlte Prämie ohne weitere Folgekosten.

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Details

Title
Management von Währungsrisiken in internationalen Unternehmen
College
University Karlsruhe (TH)  (Institut für Entscheidungstheorie und Unternehmensforschung)
Course
Internationale Finanzierung
Grade
1,3
Author
Christian Ferber (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V16811
ISBN (eBook)
9783638215428
ISBN (Book)
9783638758543
Language
German
Tags
Management Währungsrisiken Unternehmen Internationale Finanzierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Ferber (Author), 2002, Management von Währungsrisiken in internationalen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16811
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