Im Folgenden wird die Wirtschaftlichkeit und die damit einhergehenden Rentabilität von Photovoltaik-Anlagen genauer untersucht. Zu Beginn wird die allgemeine Funktionsweise von Photovoltaik aufgegriffen. Dabei wird außerdem auf die verschiedenen Systeme eingegangen. Anschließend wird an die Entwicklung der Gesetzgebung und der PV-Förderung in Deutschland angeknüpft. Hierbei wird auf die einzelnen Erneuerbaren-Energien-Gesetze und deren Änderungen verwiesen. In Kapitel 4 dreht sich alles um die Wirtschaftlichkeit und die Rentabilität einer PV-Anlage. Dabei wird auf einzelne Einflussfaktoren eingegangen. Zur Verdeutlichung wird bei der Berechnung des Ertrages ein Rechenbeispiel einer 10 kWh PV-Anlage hinzugezogen. Abschließend wird anhand der erarbeiteten Fakten ein Fazit über die Rentabilität einer PV-Anlage ausgearbeitet und ein Ausblick in die Zukunft gegeben.
Im Schlussteil soll deutlich werden, ob sich die durch Sonnenstrahlung gewonnene Energie, unter dem Vorbehalt der aktuellen Rechtsprechung, für den Endverbraucher im privaten Haushalt lohnt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Inhaltsverzeichnis
- 2 ABBILDUNGSVERZEICHNIS
- 3 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
- 4 EINLEITUNG
- 4.1 MOTIVATION
- 4.2 FORTLAUF DER PROJEKTARBEIT
- 4.3 ZIELSETZUNG
- 5 PHOTOVOLTAIK
- 5.1 FUNKTIONSWEISE
- 6 INSTALLATIONSARTEN
- 6.1 SYSTEME
- 6.1.1 2.2.2 Position
- 6.1 SYSTEME
- 7 ENTWICKLUNG DER GESETZGEBUNG IN DEUTSCHLAND
- 7.1 3.1 EEG 2000
- 7.2 3.2 EEG 2004
- 7.3 3.3 EEG 2009
- 7.4 3.4 EEG 2012
- 7.5 3.5 EEG 2014
- 7.6 3.6 EEG 2017
- 7.7 3.7 EEG 2021
- 7.8 3.8 EEG 2023
- 8 RENTABILITÄT UND WIRTSCHAFTLICHKEIT
- 8.1 4.1 DIMENSION
- 8.2 4.2 EINFLUSSFAKTOREN
- 8.2.1 4.2.1 Anschaffungskosten
- 8.2.2 4.2.2 Finanzierung
- 8.2.3 4.2.3 Erträge
- 8.2.4 4.2.4 Amortisation
- 8.2.5 4.2.5 Rendite
- 8.2.6 4.2.6 Standort
- 8.3 4.3 BERECHNUNG DES ERTRAGES
- 9 ZUKUNFT PHOTOVOLTAIK
- 10 FAZIT
- 11 LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Diese Projektarbeit untersucht detailliert die Wirtschaftlichkeit und Rentabilität von Photovoltaikanlagen für private Haushalte. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob sich die durch Sonnenstrahlung gewonnene Energie, unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtsprechung, für den Endverbraucher im privaten Haushalt lohnt.
- Analyse der Funktionsweise und Installationsarten von Photovoltaikanlagen.
- Übersicht über die Entwicklung und die einzelnen Versionen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Deutschland.
- Detaillierte Betrachtung der Rentabilität und Wirtschaftlichkeit, einschließlich Einflussfaktoren wie Anschaffungskosten, Finanzierung, Erträge und Amortisation.
- Berechnung des Ertrages einer Photovoltaikanlage mittels eines Rechenbeispiels.
- Bewertung der zukünftigen Entwicklung und Fördermaßnahmen im Bereich Photovoltaik.
Auszug aus dem Buch
EEG 2000
Das am 29. März 2000 verabschiedetet Erneuerbare-Energien-Gesetz löste das zuvor gültige Stromeinspeisungsgesetz ab. Erforderlich wurde das Gesetz, um die Stromerzeugung aus Sicht der Betreiber weiterhin rentabel zu gestalten, sodass die durch das Kyoto-Protokoll festgelegte Reduktion der Treibhausemission bewältigt werden kann. Das Ziel des Kyoto-Protokolls war es, den Klimawandel durch Klimaschutzmaßnahmen zu entschleunigen. Es beinhaltet klare Regularien, wie die Treibhausgase reduziert werden sollen. Die Vergütungssätze wurden, wie in allen folgenden EEG-Reformen, stark angehoben und an die aktuellen Verhältnisse und Leistungsgrenzen angepasst. Zusätzlich wurde eine Degression von jährlich 5% für die Vergütungssätze für Strom festgesetzt. Diese sollte eine fortlaufende Anpassung der Vergütung an die immer voranschreitende technische Entwicklung der Photovoltaikanlage bewirken. Hinzu kam, dass eine Leistungsgrenze von 350 MWp eingeführt wurde, nach deren Überschreiten im Folgejahr die Vergütung für neue PV-Anlagen entfallen sollte. Da diese Grenze bereits 2003 überschritten wurde, sodass ab 2024 folglich keine Vergütung für Neuanlagen gezahlt worden wäre und folglich ein massiver Einbruch im Photovoltaik-Markt drohte, entschloss sich die Bundesregierung bereits 2004 das EEG zu erneuern.
Die am 01.08.2004 in Kraft getretene Novellierung beinhaltet keine großen Änderungen der bisherigen Fassung von 2000. Der Zweck des Gesetztes wird jedoch konkretisiert. Nunmehr sollen bis 2010 mindestens 12,5 % und bis 2020 mindestens 20 % des Bruttostromverbrauches aus nachhaltigen Energiequellen stammen. Darüber hinaus häufen sich Beschwerden von Anlagenbetreibern gegenüber Netzbetreiber. Die Förderung für Anlagen nach § 5 EEG 2004 wird etwas nach unten angepasst.
Einhergehend mit dem Inkrafttreten des EEG 2009 am 01.01.2009 wird das Ziel des Erneuerbaren-Energie-Gesetztes nach oben angezogen. Demnach sollen bis zum Jahr 2020 nicht mehr 20 %, sondern mindestens 30 % des Bruttostromverbrauches aus nachhaltigen Energiequellen bezogen werden. Hinzu kommt eine Härteausfallregelung nach § 12 EEG 2009. Diese regelt einen Ersatzanspruch für Anlagenbetreiber, falls die Einspeisung von Strom, aus den Anlagen mit einer Leistung von 100 kW wegen einer Einspeisemanagement-Maßnahme reduziert wurde. Im EEG 2009 kam erstmals eine gleitende Degression hinzu. Durch den großen Zubau und höhere Vergütungskosten wurden die garantierte Vergütung pro kWh im Folgejahr schneller abgesenkt, um die Gesamtkosten für alle Stromkunden zu begrenzen.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Dieses Kapitel stellt die Motivation für die Projektarbeit dar, skizziert den weiteren Fortlauf der Untersuchung und definiert die primäre Zielsetzung, die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen für private Endverbraucher zu evaluieren.
PHOTOVOLTAIK: Hier wird die grundlegende Funktionsweise von Photovoltaikanlagen erklärt, von der Umwandlung von Sonnenlicht in Strom bis zur Rolle der Solarzellen und Wechselrichter im System.
INSTALLATIONSARTEN: Dieses Kapitel beschreibt die verschiedenen Klassifikationen von PV-Anlagen, darunter netzgekoppelte (ON-Grid) und Inselanlagen (OFF-Grid) sowie deren Positionierung als Freiflächen-, gebäudeintegrierte, Aufdach- oder Indachsysteme.
ENTWICKLUNG DER GESETZGEBUNG IN DEUTSCHLAND: Der Abschnitt beleuchtet die historische Entwicklung und die fortlaufenden Novellierungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) von 2000 bis 2023 und deren jeweilige Auswirkungen auf die Förderung von PV-Anlagen.
RENTABILITÄT UND WIRTSCHAFTLICHKEIT: In diesem Kapitel werden die Schlüsselfaktoren analysiert, die die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen beeinflussen, darunter Dimensionierung, Anschaffungs- und Finanzierungskosten, Erträge, Amortisation, Rendite und Standort, ergänzt durch ein konkretes Berechnungsbeispiel.
ZUKUNFT PHOTOVOLTAIK: Dieser Teil der Arbeit befasst sich mit der künftigen Rolle und dem notwendigen Ausbau von Photovoltaikanlagen zur Erreichung der Klimaziele Deutschlands und diskutiert die Perspektiven weiterer staatlicher Förderung.
FAZIT: Das Fazit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und bewertet, ob und unter welchen Umständen sich die Investition in eine Photovoltaikanlage für Endverbraucher aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht lohnt.
Schlüsselwörter
Photovoltaikanlage, Erneuerbare Energien, EEG, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität, Einspeisevergütung, Amortisation, Solarstrom, Energiewende, Stromspeicher, Klimaschutz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Diese Arbeit befasst sich grundsätzlich mit der Wirtschaftlichkeit, Rentabilität und den rechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Hinblick auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), sowie relevanten steuerlichen Aspekten von Photovoltaikanlagen für den Endverbraucher im privaten Haushalt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder umfassen die Funktionsweise und Installation von PV-Anlagen, die Entwicklung der EEG-Gesetzgebung, umfassende Aspekte der Rentabilität und Wirtschaftlichkeit (einschließlich Anschaffungskosten, Erträge, Amortisation) sowie die Zukunft der Photovoltaik.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob sich die Investition in eine Photovoltaikanlage für den Endverbraucher im privaten Haushalt unter den gegebenen rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen lohnt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Synthese bestehender Informationen sowie rechtlicher Rahmenbedingungen, ergänzt durch die Veranschaulichung mittels eines Rechenbeispiels zur Wirtschaftlichkeit. Es handelt sich um eine Projektarbeit, die bestehende Erkenntnisse und Gesetze analytisch zusammenfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Funktionsweise und Installationsarten von Photovoltaikanlagen, die detaillierte Entwicklung der Gesetzgebung in Deutschland (EEG 2000-2023) sowie umfassende Aspekte der Rentabilität und Wirtschaftlichkeit, einschließlich Berechnungen und Einflussfaktoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Photovoltaikanlage, Erneuerbare Energien, EEG, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität, Einspeisevergütung, Amortisation, Solarstrom, Energiewende und Klimaschutz.
Welche wesentlichen Änderungen brachte das EEG 2023 für Photovoltaikanlagen mit sich?
Das EEG 2023 hob die Ausbauziele für PV-Anlagen stark an, erhöhte die Vergütungssätze für Volleinspeisung, schaffte die EEG-Umlage ab und gewährte steuerliche Vorteile wie die Befreiung von Ertrags- und Umsatzsteuer für bestimmte Anlagen.
Welche Rolle spielt die Dimensionierung einer PV-Anlage für deren Wirtschaftlichkeit?
Eine größere Dimensionierung der PV-Anlage kann die Wirtschaftlichkeit positiv beeinflussen, da ein höherer Stromverbrauch eine schnellere Amortisation bedeutet, insbesondere wenn der Eigenbedarf des Haushalts, z.B. durch E-Mobilität, steigt.
Was ist der Unterschied zwischen netzgekoppelten PV-Anlagen und Inselanlagen?
Netzgekoppelte PV-Anlagen sind mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden und können überschüssigen Strom einspeisen, während Inselanlagen autark arbeiten, nicht mit dem Netz verbunden sind und den Fokus auf Eigenverbrauch legen, oft in Kombination mit einem Stromspeicher.
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- Tarik Otto (Autor), 2023, Steuerliche Behandlung einer Photovoltaikanlage, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1681544