Bildungswissenschaftler im Bereich Design und Entwicklung von Lernmaterialien

Die Erstellung eines Blueprints mit Hilfe des 4C/ID-Modells


Hausarbeit, 2011

18 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Anwendung des 4CID-Modells am Beispiel eines Bildungswissenschaftler im Bereich Design und Entwicklung von Lernmaterialien
2.1 Kompetenzanalyse
2.2 vereinfachende Annahmen und Aufgabenklassen
2.3 Entwicklung der Lernaufgaben
2.4 Unterstützende Informationen
2.5 Just-in-time Informationen

3 Das 4CID-Modell in der Theorie
3.1 lerntheoretische Bezugsrahmen des 4C/ID-Modells
3.2 Situiertes Lernen
3.2 Didaktische Szenarien
3.3 Medien zur Unterstützung

4 Zusammenfassung und Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb.1: Hierarchie der Fertigkeiten der Kompetenz „Entwicklung und Design von Lernmaterialien“ (eigene Darstellung der Autorin)

Abb.2: Vereinfachte Annahmen zum Beispiel „Entwicklung und Design von Lernmaterialien“ (Quelle: Bastiaens et al., 2010, S.97 )

Abb.3: Tabelle mit Sequenz der Aufgabenklassen zu „Entwicklung und Design von Lernmaterialien“ (Quelle: Bastiaens et al., 2010, S.98)

1.Einleitung

„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“ (Galileo Galilei)

Wie man an Hand des Zitats sehen kann, versuchen Menschen schon seit Jahrhunderten, Methoden zu entwickeln, um den Lernprozess transparent zu machen.

Das 4C/ID Modell aus der heutigen Zeit, welches von Jeroen van Merriënboer, Professor an der Offenen Universität der Niederlande entwickelt wurde, will Lernende „...bei der Integration von Kenntnissen, Fertigkeiten und Attitüden, die für eine effektive Arbeitsleistung notwendig sind, unterstützen“ (Bastiaens, et al. 2010, S.90). Die vorliegende Arbeit widmet sich dem Thema „Bildungswissenschaftler im Bereich Design und Entwicklung von Lernmaterialien“.

Der erste Teil der Arbeit beinhaltet einen praktischen Teil, in welchem die Entwicklung eines Blueprints an Hand des Beispiels eines Bildungswissen- schaftlers im Bereich Design und Entwicklung von Lernmaterialien im Vordergrund steht.

Im zweiten Teil der Arbeit wird der lerntheoretische Rahmen des Four-Component Instructional Design Modells präsentiert und es werden didaktische Szenarien, sowie geeignete Medien angegeben. Das Fazit schließt die Hausarbeit ab.

Im Text wird nur die männliche Form verwendet, um der besseren Lesbarkeit Rechnung zu tragen. Natürlich sind aber immer beide Geschlechter gemeint.

2 Anwendung des 4CID-Modells am Beispiel eines Bildungswissenschaftler im Bereich Design und Entwicklung von Lernmaterialien

Ziel des Four–Component Instructional Design- Modells (kurz 4C/ID-Modells) ist es: „... students should be stimulated to develop relevant competencies by being confronted with learning experiences that simulate their real life or future professional practice.“ (Gulikers, Bastiaens, Martens 2004, S.2). Dies geschieht durch authentisches Lernen.

Das oben genannte Instruktionsdesign-Modell besteht aus vier Komponenten, die sich wechselseitig bedingen. Diese werden die Basis für den Blueprint (Lehrplanentwurf) bilden. Die Kompetenz der Entwicklung und des Designs multimedialer Lernmaterialien steht in dieser Hausarbeit im Vordergrund.

Die vier Komponenten sind im Einzelnen: Lernaufgaben, unterstützende Informationen, just-in-time Informationen und Parttask Practice. In meiner Arbeit werden aufgrund des vorgegebenen Rahmens jedoch nur die ersten 3 Bestandteile des 4C/ID-Modells Beachtung finden. Part-task Practice wird von van Merriënboer, Clark, de Crook, (2002, S. 43) wie folgt definiert: „...practice items that are provided to learners in order to promote rule automation for selected recurrent aspects of the whole complex skill. Instructional methods primarily aim at rule automation, including compilation and subsequent strengthening to reach a very high level of automaticity.“

2.1 Kompetenzanalyse

Die 4 allgemeinen Komponenten des Instruktionsdesign-Modells können in 10 Arbeitsschritte aufgespalten werden (vgl.Bastiaens et al., 2010, S.94).

Der erste Schritt besteht darin, eine Fertigkeitenhierarchie zu schaffen, wobei „...die ganzheitliche komplexe Fertigkeit in konstituierende Teile zerlegt“ (Bastiaens et al., 2010, S.95) wird. Alle Fähigkeiten, die die zu entwickelnde Kompetenz (im Falle der vorliegenden Hausarbeit umfasst diese das Design und die Entwicklung von Lernmaterialien) ausmachen, werden zunächst bestimmt. Die Hierarchie besteht aus der horizontalen, auch temporäre Relation genannt und der vertikalen bzw. konditionale Relation. Die erstgenannte Relation ( in der Hierarchie wird sie horizontal von links nach rechts gelesen) „... can be temporal, [...] simultaneous, [...] or transposable“ (van Merriënboer, Clark, de Croock 2002, S. 40/41). Das bedeutet, dass zuerst Lernstrategien ausgearbeitet, Werkzeuge und Methoden bestimmt werden, bevor überhaupt Lerneinheiten für die Entwicklung und das Design von Lernmaterialien entworfen werden können.

Die konditionalen Relationen (in der Hierarchie vertikal von unten nach oben zu lesen) „...zeichnen sich dadurch aus, dass die in der Hierarchie unten angeordneten Fertigkeiten die Voraussetzung für die jeweils höher liegenden Fertigkeiten sind“ ( Bastiaens et al., 2010, S.95).

Auf unser Praxisbeispiel angewandt, bedeutet dies, dass der Lernende z.B erst lernen muss, wie man Daten erhebt, bevor er sich der Dokumentation bzw. der Auswertung von Daten zuwenden kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Unterscheidung von wiederkehrenden und nicht-wiederkehrenden Fertigkeiten. Dieser Unterschied ist besonders wichtig, „...because the dominant learning processes for nonrecurrent constituent skills are fundamentally different from those for recurrent constituent skills“ (van Merriënboer, Clark, de Croock 2002, S.42).

Bei nicht-wiederkehrenden Fertigkeiten „...the desired exit behavior varies from problem to problemsituation, and is guided by cognitive schemata that steer problem-solving behavior (cognitive strategies) and allow for reasoning about the domain (mental models)“ (van Merriënboer, Clark, de Croock 2002, S.42).

Bei wiederkehrenden Fertigkeiten ist die Ausübung derselben immer gleich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Hierarchie der Fertigkeiten der Kompetenz „Entwicklung und Design von Lernmaterialien“

2.2 vereinfachende Annahmen und Aufgabenklassen

Der zweite Schritt besteht aus der Sequentialisierung der Aufgabenklassen. Sie dient dazu, den Lerner vor einer Überforderung zu schützen. Deshalb besteht der Blueprint aus „einer Reihe von Lernaufgaben, die innerhalb von zunehmend komplexer werdenden Aufgabenklassen organisiert sind“ (Bastiaens et al., 2010, S.96).

„...novice learners start to practice on the simplest version of the whole task encountered by experts in the real world and progress towards increasingly more complex versions“ ( van Merriënboer, Kirschner, Kester 2003, S. 5).

Im vorliegenden Blueprint werden 3 Aufgabenklassen entwickelt. Diese leiten sich aus den Daten der vorliegenden Fertigkeitenhierarchie ab. Wie komplex die einzelnen Aufgabenklassen gestaltet werden, ergibt sich aus den Vorkenntnissen des Lerners, dem Wissen, welches nötig ist um die konstituierenden Fertigkeiten anzuwenden und „the clearness of the concept definitions within or between domains“(van Merriënboer, Clark, de Croock, 2002, S.45).

Die folgende Abbildung zeigt vereinfachende Annahmen für das Beispiel

Entwicklung und Design von Lernmaterialien“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Vereinfachte Annahmen zum Beispiel „Entwicklung und Design von Lernmaterialien“

Die vereinfachten Annahmen werden in Aufgabenklassen zerlegt, bei denen die erste Aufgabenklasse den niedrigsten und die letzte Aufgabenklasse immer den höchsten Schwierigkeitsgrad darstellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3: Tabelle mit Sequenz der Aufgabenklassen zu „Entwicklung und Design von Lernmaterialien“

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Bildungswissenschaftler im Bereich Design und Entwicklung von Lernmaterialien
Untertitel
Die Erstellung eines Blueprints mit Hilfe des 4C/ID-Modells
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Allgemeine Didaktik und Mediendidaktik
Note
1,7
Autor
Jahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V168155
ISBN (eBook)
9783640850976
ISBN (Buch)
9783640851225
Dateigröße
441 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Blueprint, 4C/ID-Modell, Design und Entwicklung von Lernmaterialien
Arbeit zitieren
Anne Küllenberg (Autor), 2011, Bildungswissenschaftler im Bereich Design und Entwicklung von Lernmaterialien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168155

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