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Monarchiekritik in Carl Sternheims "Libussa, des Kaisers Leibross"

Título: Monarchiekritik in Carl Sternheims "Libussa, des Kaisers Leibross"

Trabajo Escrito , 2014 , 24 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Sascha Grylicki (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Die Arbeit untersucht Carl Sternheims Werk "Libussa" auf Kritik an der Monarchie im Kaiserreich.

Die folgende Untersuchung hat das Ziel herauszuarbeiten, was im Besonderen von Carl Sternheim an den Monarchen und Monarchien kritisiert wird und wie genau dies, speziell im Hinblick auf die Pferdeperspektive, geschieht. Außerdem soll geklärt werden inwieweit die Monarchiekritik Sternheims mit dem zeitgenössischen Urteil übereinstimmt und ob dieses als gerechtfertigt gelten darf. Zu diesem Behufe soll, nach einer allgemeinen, erläuternden Einführung zum Text, Libussas Lebensweg über Russland, England und Deutschland chronologisch beschritten und jede Station einzeln unter der genannten Fragestellung bearbeitet werden. Alsdann wird über die voranstehenden Thesen ein abschließendes Urteil zu fällen sein.

Der aktuelle Forschungsstand zu Carl Sternheim ist dürftig, insbesondere zu „Libussa“ und vor allem zum Thema „Monarchiekritik in Libussa“ praktisch nicht vorhanden. Die nachstehende Untersuchung orientiert sich daher stark am Primärtext und zieht zum Vergleich zeitgenössische Quellen und Literatur, sowie die umfangreiche Sekundärliteratur zu den europäischen Monarchien des ausgehenden 19. Jahrhunderts und den einzelnen Monarchen selbst heran. Die einzige hierzu erwähnenswerte, sehr aufschlussreiche Publikationen ist Martin Kohlrauschs „Der Monarch im Skandal“ von 2005, in der sich der Autor sehr detailliert mit den Skandalen und ihrer zeitgenössischen Rezeption auseinandersetzt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

  • I. Satt tierisches Epos voll kritischen Tiefgangs (S. 1-3)
  • II. Die „autobiographisch verhufte“ Lebensgeschichte eines Pferdes (S. 3-19)
    • II. I. Des Zaren dunkler Despotismus (S. 5-9)
    • II. II. Ein Royal zweifelhaften Formats (S. 9-13)
    • II. III. Durch Gottes Gnade Deutscher Kaiser (S. 13-19)
  • III. „Eine Monarchie ist wie die andere: Schlecht!“ (S. 19-20)
  • IV. Literaturverzeichnis (S. 21-22)
    • IV. I. Quellen (S. 21)
    • IV. II. Literatur (S. 21)
    • IV. III. Sekundärliteratur (S. 21-22)

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Monarchiekritik in Carl Sternheims Werk „Libussa, des Kaisers Leibross“, indem sie herausarbeitet, welche spezifischen Aspekte der Monarchien kritisiert werden und wie dies aus der einzigartigen Pferdeperspektive geschieht. Darüber hinaus wird analysiert, inwieweit diese Kritik mit dem zeitgenössischen Urteil übereinstimmt und als gerechtfertigt betrachtet werden kann.

  • Monarchiekritik in der deutschen Literatur des frühen 20. Jahrhunderts.
  • Analyse von Carl Sternheims „Libussa, des Kaisers Leibross“ als satirisches Werk.
  • Die Rolle der Pferdeperspektive als kritische Erzählweise.
  • Vergleichende Darstellung der Zaren-, britischen und deutschen Monarchie.
  • Historische Authentizität und zeitgenössische Rezeption der Kritik.
  • Der Einfluss des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik auf die literarische Auseinandersetzung mit Monarchie.

Auszug aus dem Buch

Equus' Odyssee an den Höfen Europas. Monarchiekritik in Carl Sternheims „Libussa, des Kaisers Leibross"

Bei der Lektüre wird schnell klar: Die Kritik an der Monarchie, in ihren markantesten europäischen Erscheinungsbildern, ist des Pferdes Kern in „Libussa“. Damit drängt sich die Frage auf, weshalb gerade in den 1920er-Jahren ein höchst künstlerisches Werk entsteht, welches auf den ersten Blick humoristische, auf den zweiten jedoch sehr ernsthafte Kritik an Monarchien und Monarchen übt, die so schon längst nicht mehr existieren. Mit Remarque schließt sich der Kreis, denn obgleich dieser es in seinem eigenen Prolog abzustreiten vorgibt, in beiden Werken ist die gleiche Botschaft verankert: Es geht auch um die Kriegsschuld(igen)! Das politische Handeln der europäischen Monarchen vor und während des Krieges hatte definitiv Auswirkungen auf Ausbruch und Folgen desselben, vor allem für Deutschland und für diese Verantwortung fordert Sternheim in „Libussa“ auf sehr raffinierte Art Rechenschaft. Viele Textstellen künden von offenem bis subtil verschleiertem kritischen Geist, die Sicht auf diese Gedanken und Aussagen haben aber stets fiktive Figuren inne, die in Gestalt des kommunistischen „Hardliners“ Potemkin und der wiederholt von verschiedenen Monarchen musterhaft enttäuschten Libussa nicht einmal menschliche Personen, sondern vermenschlichte Pferde sind.

Die folgende Untersuchung hat das Ziel herauszuarbeiten, was im Besonderen von Carl Sternheim an den Monarchen und Monarchien kritisiert wird und wie genau dies, speziell im Hinblick auf die Pferdeperspektive, geschieht. Außerdem soll geklärt werden inwieweit die Monarchiekritik Sternheims mit dem zeitgenössischen Urteil übereinstimmt und ob dieses als gerechtfertigt gelten darf. Zu diesem Behufe soll, nach einer allgemeinen, erläuternden Einführung zum Text, Libussas Lebens- weg über Russland, England und Deutschland chronologisch beschritten und jede Station einzeln unter der genannten Fragestellung bearbeitet werden. Alsdann wird über die voranstehenden Thesen ein abschließendes Urteil zu fällen sein.

Der aktuelle Forschungsstand zu Carl Sternheim ist dürftig, insbesondere zu „Libussa“ und vor allem zum Thema „Monarchiekritik in Libussa“ praktisch nicht vorhanden. Die nachstehende Untersuchung orientiert sich daher stark am Primärtext und zieht zum Vergleich zeitgenössische Quellen und Literatur, sowie die umfangreiche Sekundärliteratur zu den europäischen Monarchien des ausgehenden 19. Jahrhunderts und den einzelnen Monarchen selbst heran. Die einzige hierzu erwähnenswerte, sehr aufschlussreiche Publikationen ist Martin Kohlrauschs „Der Monarch im Skandal¹⁰ von 2005, in der sich der Autor sehr detailliert mit den Skandalen und ihrer zeitgenössischen Rezeption auseinandersetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Satt tierisches Epos voll kritischen Tiefgangs: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Arbeit ein, indem es die Kritik an der kriegsbejahenden Literatur des Ersten Weltkriegs aufgreift und Carl Sternheims „Libussa“ als ein Werk satirischer Monarchiekritik vorstellt.

II. Die „autobiographisch verhufte“ Lebensgeschichte eines Pferdes: Dieser Hauptteil analysiert Libussas Lebensabschnitte an den Höfen Europas und die damit verbundene Kritik an den jeweiligen Monarchien aus der ungewöhnlichen Pferdeperspektive.

II. I. Des Zaren dunkler Despotismus: In diesem Unterkapitel wird Libussas Aufenthalt am Zarenhof thematisiert und die Kritik Carl Sternheims am autokratischen Herrschaftssystem, der Willkür des Staatsapparates und den Charakterzügen des Zarenpaares beleuchtet.

II. II. Ein Royal zweifelhaften Formats: Hier wird Libussas Zeit bei Prinz (später König) Eduard VII. von England untersucht und aufgezeigt, wie Sternheim die britische Monarchie und das von ihr indoktrinierte Volk subtil kritisiert, oft im Vergleich zu Russland.

II. III. Durch Gottes Gnade Deutscher Kaiser: Dieses Kapitel konzentriert sich auf Libussas Erlebnisse mit Kaiser Wilhelm II. und analysiert Sternheims Kritik, die auf Wilhelms Charakter, seine Politik und die Idee des Gottesgnadentums abzielt, insbesondere im Kontext von Kaiserreden und Skandalen.

III. „Eine Monarchie ist wie die andere: Schlecht!“: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die These, dass Sternheims „Libussa“ eine satirische Monarchiekritik darstellt, die die Monarchien des „langen 19. Jahrhunderts“ kritisch beleuchtet und ihre gemeinsame Kriegsschuld hervorhebt.

Schlüsselwörter

Monarchiekritik, Carl Sternheim, Libussa, Erster Weltkrieg, deutsche Literatur, Pferdeperspektive, Satire, Zarismus, Eduard VII., Wilhelm II., Despotie, konstitutionelle Monarchie, Kriegsschuld, Weimarer Republik, europäische Monarchien, Geschichtskritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit befasst sich mit Carl Sternheims Erzählung „Libussa, des Kaisers Leibross“ und untersucht, wie darin Monarchien und Monarchen kritisiert werden, insbesondere aus der einzigartigen Perspektive eines Pferdes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Monarchiekritik im Kontext des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik, die Satire als literarisches Mittel sowie die spezifische Darstellung und Funktion der Pferdeperspektive in Sternheims Werk.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, Carl Sternheims Kritik an den europäischen Monarchien, besonders aus der Pferdeperspektive, herauszuarbeiten und zu prüfen, inwieweit diese Kritik historisch gerechtfertigt und mit dem zeitgenössischen Urteil vereinbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer detaillierten Primärtextanalyse von „Libussa“, ergänzt durch den Vergleich mit zeitgenössischen Quellen und einer umfangreichen Sekundärliteratur zu den europäischen Monarchien des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird die „autobiographisch verhufte“ Lebensgeschichte des Pferdes Libussa an den Höfen des Zaren Nikolaus II. von Russland, Prinz (später König) Eduard VII. von England und Kaiser Wilhelm II. von Deutschland analysiert, um die spezifischen Aspekte der Monarchiekritik in jedem Kontext zu beleuchten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Monarchiekritik, Carl Sternheim, Libussa, Erster Weltkrieg, deutsche Literatur, Pferdeperspektive, Satire, Zarismus, Eduard VII., Wilhelm II., Despotie, konstitutionelle Monarchie, Kriegsschuld, Weimarer Republik und europäische Monarchien.

Welche Rolle spielt die „Pferdeperspektive“ bei der Monarchiekritik?

Die Pferdeperspektive dient dazu, den Text von den Ketten der Ernsthaftigkeit zu befreien und die durchaus ernsthafte Kritik in der Leserwahrnehmung zum Spott werden zu lassen. Sie ermöglicht eine „Meta-Satire“ durch die absurde und zugleich authentisch wirkende Erzählweise.

Inwiefern unterscheidet sich die Kritik an der russischen, englischen und deutschen Monarchie?

Sternheim kritisiert die Zarenmonarchie als autokratische Despotie mit Willkür und Realitätsverlust des Herrscherpaares. Die englische Monarchie wird als „Monarchie wider Willen“ dargestellt, in der das Volk von traditionellen Erwartungen bevormundet wird. Die deutsche Monarchie unter Wilhelm II. wird wegen seines Gottesgnadentums, der „Kaiserreden“ und Skandale kritisiert, die seine kindische und überhebliche Art unterstreichen.

Was ist die Kernbotschaft des Autors bezüglich aller Monarchien?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Carl Sternheim das gesamte Prinzip der Monarchie als schlecht und ungerecht betrachtet, da es seiner Ansicht nach stets zu Problemen führt und auch zur Kriegsschuld beiträgt, wie im Zitat „Eine Monarchie ist wie die andere: Schlecht!“ zusammengefasst wird.

Welche Rolle spielt die Kriegsschuldfrage in Sternheims Werk?

Sternheim vertritt die These der gemeinsamen Kriegsschuld der Monarchen und sieht deren mangelndes Engagement, den Krieg zu verhindern, als deutliches Pflichtversäumnis. Er kritisiert, dass die europäischen Souveräne zu spät handelten, als die Generalstäbe die Armeen bereits in Marsch gesetzt hatten.

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Detalles

Título
Monarchiekritik in Carl Sternheims "Libussa, des Kaisers Leibross"
Universidad
University of Heidelberg  (Germanistisches Seminar)
Curso
Der Erste Weltkrieg und die deutsche Literatur
Calificación
2,3
Autor
Sascha Grylicki (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
24
No. de catálogo
V1681730
ISBN (PDF)
9783389170250
ISBN (Libro)
9783389170267
Idioma
Alemán
Etiqueta
Libussa; Carl Sternheim Carl Sternheim Libussa
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sascha Grylicki (Autor), 2014, Monarchiekritik in Carl Sternheims "Libussa, des Kaisers Leibross", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1681730
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