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Borderline-Persönlichkeitsstörung: Pflege an der Grenzlinie

Title: Borderline-Persönlichkeitsstörung: Pflege an der Grenzlinie

Pre-University Paper , 2007 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dietmar Schmidt (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Die überwiegende Mehrheit der Bücher, deren Inhalte sich auf die Borderline- Persönlichkeitsstörung beziehen, sind in der Regel eher für Therapeuten und Ärzte von Nutzen. In der vorliegenden Fachbereichsarbeit soll es aber vor allem das Ziel sein, einige Schritte mehr in Richtung Pflege und den Umgang mit Borderline-Patienten zu gehen. Die Arbeit soll zum besseren Verständnis bei Betroffenen, deren Angehörigen sowie Pflegepersonen im Umgang mit BPS beitragen. Nicht unmittelbar betroffenen Menschen soll geholfen werden, ein Gespür für diese Störung zu entwickeln, eventuell bestehende Vorurteile gegenüber psychisch Erkrankten abzulegen bzw. Verständnis und Einfühlungsvermögen aufzubauen.

In der vorliegenden Arbeit wird das Borderline-Syndrom, die diagnostischen Symptome sowie Pflegemaßnahmen und Pflegeziele beschrieben und näher erläutert. Es wurden bei den Pflegemaßnahmen medikamentöse und psychotherapeutische Therapien ganz bewusst weggelassen, da diese nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit den Aufgaben des psychiatrischen Pflegepersonals stehen. Dem Laien soll das Zusammenspiel zwischen der Symptomatik/ Diagnostik der BPS und den pflegerelevanten Schritten transparent vermittelt werden, um im “Grenzland” nicht verloren zu gehen.

Für den inhaltlichen Praxisrahmen wurde ein Fallbeispiel ausgewählt, dem eine Begebenheit aus dem Akutbereich einer Aufnahmestation eines Krankenhauses in Wien zugrunde liegt. Der Fall dieser 22-jährigen Frau, die aufgrund einer massiven, selbstverletzenden Symptomatik eingeliefert wurde zeigt, welche pflegerischen Maßnahmen im Akutfall vordergründig zu ergreifen sind, damit eine mögliche Stabilisierung der Patientin geleistet werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Die Borderline-Persönlichkeitsstörung

1.1 Definition

1.2 Ursachen und Verlauf

1.3 Symptome, Pflegediagnosen, Maßnahmen und Ziele

2 Behandlungsprinzipien

3 Fallbeispiel

4 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, psychiatrische Pflegeaspekte bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) praxisnah aufzubereiten, um das Verständnis bei Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonal zu fördern und eine Orientierung im pflegerischen Alltag zu bieten.

  • Klinische Symptomatik und diagnostische Kriterien der BPS
  • Entwicklungsgeschichtliche Ursachen und Verlaufsformen
  • Spezifische Pflegediagnosen und zielgerichtete Interventionsmaßnahmen
  • Methoden zur Spannungsregulation und Krisenbewältigung im stationären Setting
  • Fallbeispielbasierte Veranschaulichung der psychiatrischen Pflegeplanung

Auszug aus dem Buch

1.1 Definition

Die wörtliche Übersetzung von “Borderline” lautet “Grenzlinie”. Erstmals eigeführt wurde der Begriff um die 1930er Jahre und galt aber vorerst nur als Sammelbegriff für Grenzfälle zwischen den beiden anderen großen Störungskategorien: Neurose und Psychose. Man hat damals festgestellt, dass viele Patienten tiefgreifendere, aber vor allem auch länger anhaltende psychische Probleme hatten als Neurotiker, dass sie andererseits aber auch nicht so gestört waren wie Menschen, die beispielsweise an Schizophrenie leiden. Borderline galt somit viele Jahre als unerforscht und war eine Zwischenkategorie, die sich im Wesentlichen nur dadurch definierte, was sie nicht ist, nämlich: nicht mehr Neurose, aber auch noch keine Psychose (Möhlenkamp 2006: 9). Gekennzeichnet ist diese Erkrankung durch eine Instabilität des Fühlens, Verhaltens sowie der Beziehung zu sich selbst und zu anderen Menschen. Betroffene erleben sich selbst und andere als fremdartig. Im Folgenden sind einige der wichtigsten Borderline-Probleme im Überblick dargestellt:

Schwarz-weiß-Denken

Ein typisches Borderline Merkmal ist die Schwierigkeit, positive und negative Vorstellungen von sich selbst und auch von anderen Personen unter einen Hut zu bekommen. Auf eine geliebte Person wütend zu sein, dabei aber nicht die positive Grundeinstellung zu verlieren, ist demnach für einen Borderline-Patienten sehr schwer. Es gibt sozusagen nur Entweder-Oder. Einstellungen, Stimmungen, aber auch Meinungen polarisieren sich in auffälliger Weise nach dem Muster, dass ein Borderline-Patient entweder eine Person mag oder sie nicht ausstehen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Borderline-Persönlichkeitsstörung: Dieses Kapitel erläutert die begriffliche Definition, Ursachen und den Verlauf der Störung sowie die wesentlichen Symptome und entsprechende pflegerische Ansätze.

2 Behandlungsprinzipien: Hier werden zentrale allgemeine Leitlinien für die therapeutische Arbeit mit Borderline-Patienten zusammengefasst.

3 Fallbeispiel: Anhand einer konkreten Patientengeschichte wird die praktische Anwendung der Pflegeplanung und die Krisenintervention im stationären Alltag demonstriert.

4 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel reflektiert die Inhalte und unterstreicht die Bedeutung der Sensibilisierung für das Krankheitsbild BPS.

Schlüsselwörter

Borderline-Persönlichkeitsstörung, BPS, psychiatrische Pflege, Pflegediagnose, Selbstverletzung, Spannungsregulation, Krisenintervention, Identitätsdiffusion, Schwarz-weiß-Denken, Übertragung, Gegenübertragung, Behandlungsprinzipien, stationäre Akutbetreuung, Fallbeispiel, therapeutische Struktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Fachbereichsarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich dem Krankheitsbild der Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) mit einem speziellen Fokus auf die psychiatrische pflegerische Versorgung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die medizinische Symptomatik, pflegerische Diagnosen und Maßnahmen, die Ursachen der Störung sowie die praktische Umsetzung in einem Fallbeispiel.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, Hilfestellungen für Angehörige und Pflegepersonal zu bieten und das Verständnis für das BPS-Syndrom sowie die pflegerischen Möglichkeiten zur Stabilisierung der Patienten zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine praxisbezogene Fachbereichsarbeit, die auf Literaturrecherchen zu Symptomen und Pflegediagnosen sowie der Analyse eines konkreten Fallbeispiels basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, allgemeine Behandlungsprinzipien und die detaillierte Aufarbeitung eines klinischen Fallbeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Borderline-Persönlichkeitsstörung, psychiatrische Pflege, Pflegediagnosen, Selbstverletzung und therapeutische Stabilisierung.

Welche Bedeutung kommt der "Spaltung" im Kontext der Pflege zu?

Die Spaltung ist ein zentraler Abwehrmechanismus, der dazu führt, dass Pflegepersonal oder Mitmenschen wechselweise idealisiert oder entwertet werden, was klare Teamstrukturen erforderlich macht.

Warum ist das beschriebene "Fallbeispiel" für die Arbeit so wichtig?

Es verdeutlicht den pflegerischen Alltag, die Anwendung von Pflegediagnosen und zeigt, wie durch gezielte Maßnahmen eine Stabilisierung im Akutfall erreicht werden kann.

Welche Rolle spielt die "Skill-Anwendung" in der Pflegeplanung?

Skills dienen als Fertigkeiten zur Emotionsregulation, um Spannungszustände zu mindern und destruktive Verhaltensweisen, wie Selbstverletzungen, durch alternative Strategien zu ersetzen.

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Details

Title
Borderline-Persönlichkeitsstörung: Pflege an der Grenzlinie
College
Vienna General Hospital  (Schule für psychiatrische Gesundheits- und Krankenpflege Wien)
Grade
1,0
Author
Dietmar Schmidt (Author)
Publication Year
2007
Pages
33
Catalog Number
V168243
ISBN (eBook)
9783640867240
ISBN (Book)
9783640868032
Language
German
Tags
borderline-persönlichkeitsstörung pflege grenzlinie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dietmar Schmidt (Author), 2007, Borderline-Persönlichkeitsstörung: Pflege an der Grenzlinie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168243
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