Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna

Politik durch Allianzbildung in der Zeit Lothars von Süpplingenburg

Título: Politik durch Allianzbildung in der Zeit Lothars von Süpplingenburg

Trabajo , 2009 , 15 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Julia Rudloff (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Betrachtet man das 11. und 12. Jahrhundert, so richtet sich die Aufmerksamkeit der Forschung nur selten auf Lothar von Süpplingenburg. Oft steht er im Schatten ande-rer Könige und Kaiser, wie beispielsweise Heinrich IV. oder Friedrich I. Barbarossa. Seine Regierungszeit wird oft als Periode zwischen Saliern und Staufern erwähnt. Das Kaisertum wurde durch die Salier Heinrich IV. und Heinrich V. schwer in Frage gestellt. Sie trugen den Investiturstreit aus und ließen einen gewaltigen Bruch mit der katholischen Kirche zurück. Erst durch das Geschlecht der Staufer sollte das Kaiser-tum wieder zu einem neuen Höhepunkt geführt werden.
Die Gestalt Lothars wird bis zum heutigen Tag in der Forschung eher weniger beach-tet und findet im allgemeinen historischen Bewusstsein der Deutschen keinen Platz.
In der vorliegenden Seminararbeit soll sich damit auseinandergesetzt werden, wie Lothar aus einem kleinen Adelsgeschlecht zum Kaiser aufsteigen konnte. War Lothar wirklich nur eine Provinzfigur? Vor allem wird es wichtig zu sehen sein, ob Lothar es wirklich auf Grund guter Allianzen zum König und später sogar zum Kaiser bringen sollte. Wurde Lothar nur deshalb zum König gewählt, weil er als unbedeutender Herr den übrigen Fürsten nicht schaden konnte? Es wird sich die Frage stellen, ob Lothar als Auslöser für den welfisch- staufischen Konflikt zu sehen ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Ein Überblick über Lothars Leben

3.) Verwandtschaft als Grundlage für politische Ansprüche

3.1.) Politische Grundlage durch seine Eltern

3.2.) Politische Heirat

4.) Gründe für die Herzogserhebung Lothars

5.) Königswahl durch Allianzpolitik

5.1.) Verlauf der Königswahl

5.2.) Gründe für die Entscheidung Heinrichs des Schwarzen

6.) Lothars Allianzpolitik mit der katholischen Kirche

6.1.) Lothars erster Italienzug

6.2.) Lothars zweiter Italienzug

7.) Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den politischen Aufstieg Lothars von Süpplingenburg vom regionalen Adligen zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Dabei wird analysiert, inwieweit geschickte verwandtschaftliche Allianzen, eine strategische Heiratspolitik und die Kooperation mit der katholischen Kirche entscheidend für seinen Erfolg waren und ob Lothar maßgeblich zum welfisch-staufischen Konflikt beitrug.

  • Analyse der familiären Voraussetzungen und Erbschaften Lothars
  • Untersuchung der Hintergründe seiner Herzogserhebung im Jahr 1106
  • Aufarbeitung der Königswahl von 1125 und des Parteiwechsels Heinrichs des Schwarzen
  • Bewertung der Allianzpolitik zwischen Lothar und der römischen Kirche
  • Einschätzung der Bedeutung Lothars für den späteren welfisch-staufischen Machtkampf

Auszug aus dem Buch

6.1.) Lothars erster Italienzug

Auf der Synode von Würzburg im Oktober 1130 erkannten 16 deutsche Bischöfe und der König Innozenz als Papst an. Im März 1131 wurde ein Treffen in Lüttrich zwischen Innozenz und Lothar vorbereitet. Es sollte eine Demonstration von Einheit zwischen Kirche und König werden. Anschaulich zeigte dies das Empfangszeremoniell, welches angesichts der Bedeutung dieses Ereignisses nicht dem Zufall überlassen wurde. Es machte das Verhältnis zwischen Lothar und Innozenz deutlich.

„Der König eilte dem Papst einige Schritte entgegen, ergriff mit der einen Hand einen Stab, um die herandrängenden Menschen abzuwehren, und mit der anderen den Zaum des Pferdes. Dann geleitete er den Papst eine Wegstrecke und half ihm schließlich beim Absitzen, in dem er ihm den Steigbügel hielt.“

Man bezeichnete dies als Strator- und Marschalldienst und somit wurde durch Lothar der höhere Rang des Papstes anerkannt. Das aus diesem Verhalten später ein Lehensverhältnis interpretiert werden konnte, wurde von Lothar nicht bedacht. Lothar gab Innozenz das Versprechen ihn nach Rom zurück zu führen und löste es 1133 ein. Er hingegen sollte als Gegenleistung zum Kaiser gekrönt werden. Am 4. Juni 1133 wurde Lothar in der Lateransbasilika zum Kaiser gekrönt. Der Petersdom wurde weiterhin von Anaklet besetzt gehalten. Während der Kaiserkrönung wurden intensive Verhandlungen über eine ganze Reihe von strittigen Fragen geführt. Die Lösungen hingegen verdeutlichten eher den Kompromisscharakter. Lothar konnte zwar einige Privilegien für die deutsche Kirche zurück erlangen, mit den erhobenen Forderungen Lothars für das alte königliche Investiturrecht setzte er sich jedoch nicht durch. Einen Erfolg hingegen konnte er in der heiklen Frage um die mathildischen Güter erzielen. Dem materiellen Zugewinn, den Lothar durch die Übernahme des Erbes der Gräfin Mathilde erlangt hätte, stand die Belehnung durch den Papst entgegen. Hier ist die Kompromisslösung deutlich erkennbar. Lothar erkannte das Eigentumsrecht der katholischen Kirche an und erhielt die Besitzungen gegen eine jährliche Zahlung von 100 Pfund Silber.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle Lothars als oft unterschätzte historische Figur im 11. und 12. Jahrhundert und stellt die Leitfragen zur Bedeutung seiner Allianzen für seinen kaiserlichen Aufstieg.

2.) Ein Überblick über Lothars Leben: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Lothars nach, von seiner Herkunft und Jugend bis hin zu seinem politischen Aufstieg als Herzog und schließlich als Kaiser.

3.) Verwandtschaft als Grundlage für politische Ansprüche: Hier wird analysiert, wie Lothar trotz begrenzter eigener Güter durch einflussreiche verwandtschaftliche Beziehungen und eine strategische Heirat seine Machtbasis ausbauen konnte.

4.) Gründe für die Herzogserhebung Lothars: Das Kapitel untersucht die Motive Heinrichs V., Lothar trotz seiner bisher unbedeutenden Rolle zum sächsischen Herzog zu erheben und damit die Macht der Billunger zu zerschlagen.

5.) Königswahl durch Allianzpolitik: Hier wird der Verlauf der Königswahl von 1125 detailliert beschrieben, insbesondere die Rolle Heinrichs des Schwarzen und die entscheidenden politischen Schachzüge Lothars.

6.) Lothars Allianzpolitik mit der katholischen Kirche: Dieses Kapitel befasst sich mit der engen Zusammenarbeit Lothars mit Papst Innozenz II., dem Zeremoniell des Stratordienstes und den Verhandlungen bei seinem Italienzug.

7.) Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet Lothars Wirken sowie seinen Anteil am Ausbruch des welfisch-staufischen Konflikts.

Schlüsselwörter

Lothar von Süpplingenburg, Kaisertum, Mittelalter, Herzogtum Sachsen, Königswahl 1125, Allianzpolitik, Papst Innozenz II., Investitur, Heinrich der Stolze, Welfen, Staufer, Italienzug, Familieninteresse, Machtpolitik, Reichsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert den Aufstieg des sächsischen Adligen Lothar von Süpplingenburg zum römisch-deutschen Kaiser und untersucht die politischen Strategien, die ihm diesen Weg ermöglichten.

Welche Rolle spielten Allianzen für Lothars Erfolg?

Allianzen waren das zentrale Instrument Lothars: Sowohl durch gezielte verwandtschaftliche Verbindungen und eine strategische Heirat als auch durch ein taktisches Bündnis mit der katholischen Kirche sicherte er sich die nötige Machtbasis.

Was ist das zentrale Forschungsziel?

Das Ziel ist es, die Frage zu klären, ob Lothar lediglich eine unbedeutende "Provinzfigur" war oder ob er durch geschickte Politik gezielt nach der Königswürde und dem Kaisertum strebte.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Autorin nutzt eine historische Analyse von Primär- und Sekundärquellen, um Lothars Lebenslauf, seine Erbschaften und seine diplomatischen Beziehungen kritisch zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Herkunft und Verwandtschaft, die Umstände der Herzogserhebung, den Prozess der Königswahl von 1125 sowie die Analyse seiner Italienpolitik und des Verhältnisses zum Papsttum.

Welche Charakteristika definieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch eine detaillierte Quellenarbeit, die Einbeziehung genealogischer Zusammenhänge und die kritische Auseinandersetzung mit historischer Forschungsliteratur geprägt.

Welche Bedeutung hatte das Zeremoniell des Stratordienstes für Lothar?

Der Stratordienst (das Halten des Steigbügels für den Papst) symbolisierte Lothars Anerkennung des päpstlichen Vorrangs und war ein essenzieller Bestandteil seiner Allianzpolitik, um die Kaiserkrönung zu erreichen.

Warum wird der welfisch-staufische Konflikt im Kontext Lothars erwähnt?

Lothar wird als einer der Auslöser dieses Konflikts gesehen, da er durch seine dynastische Heiratspolitik (Gertrud und Heinrich der Stolze) eine Machtverschiebung zugunsten der Welfen einleitete, die das nächste Jahrhundert prägte.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Politik durch Allianzbildung in der Zeit Lothars von Süpplingenburg
Universidad
Technical University of Braunschweig  (Geistes und Erziehungswissenschaften)
Curso
Heinrich der Löwe und Otto IV.
Calificación
1,0
Autor
Julia Rudloff (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
15
No. de catálogo
V168258
ISBN (Ebook)
9783640852178
ISBN (Libro)
9783640851874
Idioma
Alemán
Etiqueta
politik allianzbildung zeit lothars süpplingenburg
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Rudloff (Autor), 2009, Politik durch Allianzbildung in der Zeit Lothars von Süpplingenburg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168258
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  15  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint