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Das Dekurionenproblem

Ordo Decurionum

Título: Das Dekurionenproblem

Trabajo de Seminario , 2004 , 11 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: F. S. (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
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Um das angestrebte Ziel, die Erläuterung des Dekurionenproblems, darzustellen, ist es unerlässlich, einige Vorkenntnisse zu schaffen und Sachlagen zu erläutern. Dies liegt zum einen daran, dass Problemlagen immer eine Offenbarung gegenüber den Gegebenheiten sind, aus denen sie entsprangen und zum anderen, an der Tatsache, dass sie immer am Ende eines Wandels stehen. Aus diesem Grund beginnt der betrachtete Zeitraum im ausgehenden ersten Jahrhundert nach Christus. Der Arbeitsschwerpunkt liegt naturgemäß auf dem Dekurionenproblem selbst, auf den Ursprüngen und Gegebenheiten, die dieses herausforderte. So sei verhältnismäßig knapp deren Definition, Aufgaben und Privilegien geschildert. Freilich ist an dieser Stelle Präzision und abgewogene Kürze gefragt. Nichtsdestotrotz sind diese Aspekte des Amtes Ausgangspunkte des problematischen Wandels, welchen es in dieser Arbeit zu thematisieren gilt. Und nicht zuletzt sind sie für mancherlei Beweisführung unerlässlich. Wie also konnte aus einem solch erstrebenswerten Amt, welches dem Andrang unterlag, ein von Anwärterschwund geprägtes, unseliges Schicksal werden, dessen man sich durch Flucht zu entreißen gedachte? Welche Fluchtmöglichkeiten standen offen und wie gedachte man staatlicherseits diesem Trend Herr zu werden? Dies sind nur einige Fragen, die am Ende der Arbeit Beantwortung finden sollten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

Fragestellung und Schwerpunkte der Arbeit

II. Ordo Decurionum

1. Versuch einer Definition

2. Kennzeichnung des Amtes

2.1. Privilegien

2.2. Aufgaben und Pflichten

3. Vorraussetzungen zum Decurionat

III. Das Dekurionenproblem

1. Allgemeine Voraussetzungen

2. Auswirkungen auf das Decurionat

3. Flucht vor dem Amt

IV. Zusammenfassung

V. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den historischen Transformationsprozess des römischen Dekurionenstandes, ausgehend vom ersten Jahrhundert nach Christus bis in die Spätantike. Ziel ist es, die Entwicklung von einem ehemals prestigeträchtigen und erstrebenswerten Ehrenamt hin zu einer durch staatlichen Zwang geprägten Last zu analysieren und die Ursachen für das Phänomen der massiven Amtflucht (Curialenflucht) aufzuzeigen.

  • Strukturelle Analyse des Ordo Decurionum und dessen Rolle im antiken Stadtwesen.
  • Untersuchung der wirtschaftlichen und rechtlichen Belastungen für Dekurionen während der Reichskrise.
  • Analyse der staatlichen Maßnahmen zur Sicherung der städtischen Verwaltung und deren soziale Folgen.
  • Dokumentation der verschiedenen Strategien der Flucht vor den Curialenpflichten.

Auszug aus dem Buch

3. Flucht vor dem Amt

Bedenkt man nun, dass sämtliche, dieses Amt so attraktiv erscheinen lassende, Umstände einem gewaltigen Wandel unterlagen, so ist der Niedergang nur folgerichtig. Die Privilegien waren angesichts der abnormen Belastungen verblasst und auch das Ansehen der Dekurionen erlitt erheblichen Schaden. Dies geschah nicht zuletzt deshalb, weil man aus Anwärterschwund beinahe jeden in Frage kommenden Personenkreis für dieses Amt verpflichtete. Demgemäss ist es nur plausibel, dass man sich dieser zur Last gewordenen Pflicht zu entziehen gedachte. Beispielsweise zog man an einen fremden Ort, an dem man sein Vermögen geheim halten konnte, um somit nicht in den Kreis der Anwärter zu geraten. Sogar das Vermögen, von dem die finanziellen Verpflichtungen abhingen, wurde veräußert oder gar verschenkt. Es bestand auch die Möglichkeit seinem Stand als solchen zu entfliehen. Man heiratete Sklavinnen, um zumindest den Sohn und auch sein eigenes, durch Bürgschaft bedrohtes Vermögen, vor der Kurie zu bewahren. Doch konnte man auch in den Reichsdienst treten, der einem von den Kurialenverpflichtungen befreite.

Zwar war der käufliche Erwerb von Ehrenämtern verboten, doch waren Dekurionenanwärter selbsterklärend wohlhabend und opferten gern einen Teil ihres Vermögens, um bei der Vergabe von Ehrenämtern, welche die Tätigkeit als Dekurio ausschlossen, berücksichtigt zu werden. Anzunehmen ist ebenso, dass man in Zeiten der noch möglichen Zuwahl, um den ordo nach Ausschluss oder Tod eines seiner Mitglieder zu komplettieren, das entsprechende Gremium bestach, um bei der Aufstellung der Kandidaten nicht berücksichtigt zu werden. Da aber der Nominator für die von ihm nominierte Person haftete, ist es auch denkbar, dass man als Nominierender ohnehin sehr behutsam mit seinem Vorschlag umging, um später nicht mit dem eigenen Vermögen für dessen Fehlverhalten oder Verarmung einstehen zu müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Problematik des Dekurionenstandes ein und definiert den zeitlichen Rahmen der Untersuchung.

II. Ordo Decurionum: Dieses Kapitel erläutert die ursprüngliche Rolle, das Ansehen, die Privilegien und die administrativen Aufgaben der Dekurionen in der römischen Stadtverwaltung.

III. Das Dekurionenproblem: Hier werden die Ursachen für den Niedergang des Standes, die Auswirkungen der Reichskrise auf die städtischen Finanzen und die verschiedenen Methoden der Amtflucht detailliert beschrieben.

IV. Zusammenfassung: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über den Wandel des Amtes und reflektiert die Schwierigkeiten der wissenschaftlichen Aufarbeitung.

V. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Römisches Reich, Dekurionen, Ordo Decurionum, Curialen, Spätantike, Reichskrise, Steuerflucht, Munera, Stadtverwaltung, Magistratus, Zwangsstaat, Amtflucht, Curialenpflichten, Wirtschaftsgeschichte, Steuerhaftung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung des römischen Dekurionenstandes, der in der Spätantike einen massiven Wandel von einem angesehenen Ehrenamt zu einer finanziell ruinösen Verpflichtung durchlief.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die rechtliche und soziale Stellung der Dekurionen, die Auswirkungen der Reichskrise auf die Kommunalfinanzen sowie die staatlichen Regulierungsversuche, die letztlich zur erblichen Bindung an das Amt führten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, das sogenannte "Dekurionenproblem" zu erläutern und zu begründen, warum das ursprünglich prestigeträchtige Amt in eine tiefe Krise geriet, die zur weit verbreiteten Amtflucht führte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Literaturanalyse, bei der verschiedene Fachpublikationen zum römischen Stadtwesen und der spätantiken Verwaltungsgeschichte ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundstrukturen des Ordo Decurionum, die Auswirkungen der Krise auf diese Institution und die Analyse der verschiedenen Strategien, mit denen sich Betroffene den curialen Pflichten zu entziehen suchten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Römisches Reich, Dekurionen, Curialenflucht, Reichskrise und Steuerhaftung charakterisieren.

Welche Rolle spielte die "munera" bei der Entstehung des Problems?

Die munera, also die kommunalen Lasten und Leistungen, mussten zunehmend von den Dekurionen persönlich finanziert werden, was bei sinkenden städtischen Einnahmen zur wirtschaftlichen Überlastung der Amtsinhaber führte.

Warum galten die Dekurionen als "Vollzugsorgane des Staates"?

Im Zuge der spätantiken Entwicklung wurden die einst eigenverantwortlich agierenden Stadträte immer stärker in die staatliche Finanzverwaltung eingebunden und für die Eintreibung von Steuern haftbar gemacht, was ihre Autonomie zerstörte.

Welche Möglichkeiten der Flucht standen einem Dekurio offen?

Neben dem Umzug an einen anonymen Ort oder der Flucht in den Reichsdienst versuchten viele Dekurionen durch Heirat von Sklavinnen, Bestechung oder den Eintritt in religiöse Ämter, den Verpflichtungen gegenüber der Kurie zu entgehen.

Was ist das "Dekurionenproblem" laut der Arbeit?

Das Dekurionenproblem bezeichnet den schleichenden Prozess, bei dem das ehemals attraktive Ehrenamt durch die staatliche Beanspruchung des privaten Vermögens der Ratsmitglieder so unattraktiv wurde, dass ein systematischer Anwärterschwund und die Flucht vor dem Amt eintraten.

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Detalles

Título
Das Dekurionenproblem
Subtítulo
Ordo Decurionum
Universidad
http://www.uni-jena.de/
Calificación
2,0
Autor
F. S. (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
11
No. de catálogo
V168311
ISBN (Ebook)
9783640852512
ISBN (Libro)
9783640852635
Idioma
Alemán
Etiqueta
dekurionenproblem ordo decurionum
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
F. S. (Autor), 2004, Das Dekurionenproblem, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168311
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