Diese Masterarbeit geht der Frage nach, inwiefern soziale Medien die politische Meinungsbildung in Deutschland beeinflussen und zur Intensivierung politischer Polarisierung beitragen können. Grundlage der Analyse ist eine standardisierte Online-Befragung mit 507 vollständig ausgefüllten Fragebögen, die im Frühjahr 2025 über universitäre Netzwerke, soziale Plattformen sowie über das soziale Umfeld verbreitet wurde. Untersucht wurden unter anderem Zusammenhänge zwischen dem Nutzungsverhalten, dem Vertrauen in soziale Netzwerke, der individuellen Wahrnehmung homogener Informationsräume (Echokammern) sowie soziodemografischen Merkmalen.
Die Ergebnisse zeigen, dass jüngere Befragte soziale Medien zwar häufiger zur politischen Information nutzen, dies jedoch nicht zwingend mit aktiver Beteiligung einhergeht. Echokammern werden von vielen Teilnehmenden wahrgenommen, ohne dass dies zwangsläufig mit einem geringeren Maß an kritischer Quellenprüfung einhergeht. Das Vertrauen in soziale Plattformen ist in allen Altersgruppen überwiegend neutral bis verhalten ausgeprägt. Insbesondere bei den jüngeren Befragten dominiert eine ambivalente Haltung.
Die Arbeit bietet mit ihrem empirischen Fokus differenzierte Einblicke in die Dynamiken digitaler Meinungsbildung und politischer Polarisierung. Abschließend werden Empfehlungen zur Stärkung digitaler Medienkompetenz sowie Impulse für weiterführende Forschung formuliert.
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- Anonym (Autor), 2025, Polarisierung per Algorithmus? Empirische Untersuchung zu Mechanismen sozialer Medien und politischer Meinungsbildung in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1683129