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Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) im Fluchtkontext. Eine vergleichende Analyse psychischer Traumafolgen bei Erwachsenen und Kindern

Titre: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) im Fluchtkontext. Eine vergleichende Analyse psychischer Traumafolgen bei Erwachsenen und Kindern

Étude de cas , 2025 , 35 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Nadja Barton (Auteur)

Psychologie - Psychologie du développement
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Autorin setzt sich in dieser Fallstudie umfassend mit den psychischen Folgen von Trauma und posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) bei Kindern und Erwachsenen im Fluchtkontext auseinander. Anhand eines realitätsnahen Fallbeispiels einer geflüchteten Mutter und ihres Kindes analysiert sie differenziert die altersabhängigen Symptomverläufe, diagnostischen Besonderheiten sowie zentrale Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Therapieplanung.

Die Arbeit verbindet entwicklungspsychologische Grundlagen mit aktuellen Erkenntnissen zu Risikofaktoren, Diagnostik (u. a. IBS-KJ, CAPS-5) und evidenzbasierten Behandlungsansätzen wie der traumafokussierten KVT und EMDR. Zudem werden strukturelle und systemische Barrieren im deutschen Versorgungssystem kritisch beleuchtet, die eine frühzeitige und traumasensible Behandlung geflüchteter Familien erschweren.

Die Fallstudie bietet eine fundierte, praxisnahe und wissenschaftlich präzise Auseinandersetzung mit einem hochrelevanten Themenfeld an der Schnittstelle von Entwicklungspsychologie, Klinischer Psychologie und Migrationsforschung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Abkürzungsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Tabellenverzeichnis
  • 1. Einleitung
    • 1.1 Problemstellung
    • 1.2 Zielsetzung
    • 1.3 Aufbau der Arbeit
  • 2. Traumata und Stressoren bei Kindern und Jugendlichen
    • 2.1 Begriffsdefinitionen und Grundlagen
    • 2.2 Erscheinungsformen psychischer Störungen im Zusammenhang mit Traumata und Stressoren
      • 2.2.1 Angststörungen
      • 2.2.2 Hyperkinetische Störungen
      • 2.2.3 Depressionen
      • 2.2.4 Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • 3. Fallstudie: Psychotrauma im Fluchtkontext: Eine fallbezogene Analyse posttraumatischer Belastungsstörungen bei Mutter und Kind
    • 3.1 Ausgangssituation
    • 3.2 Handlungskonzept
      • 3.2.1 Diagnostik
      • 3.2.2 Behandlung
    • 3.3 Besonderheiten
  • 4. Reflexion und Ausblick
    • 4.1 Differenzierte Analyse der Herangehensweise
    • 4.2 Empfehlung für nachhaltige psychische Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Fallstudie untersucht die psychischen Folgen von Traumata und Stressoren bei Kindern und Jugendlichen, mit einem besonderen Fokus auf geflüchtete Minderjährige, die an posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) leiden. Das primäre Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über verschiedene Störungsbilder und Therapiemöglichkeiten zu geben, ein Handlungskonzept für Präventions- und Interventionsmaßnahmen zu entwickeln und die Herausforderungen bei der Umsetzung zu beleuchten, um letztlich zur Verbesserung der Lebensqualität und gesellschaftlichen Teilhabe beizutragen.

  • Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter
  • Traumata und Stressoren als Risikofaktoren
  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) im Fluchtkontext
  • Diagnose- und Behandlungsmethoden für Kinder und Erwachsene
  • Herausforderungen im psychosozialen Versorgungssystem für Geflüchtete
  • Entwicklung kultursensibler Präventions- und Interventionskonzepte

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Angststörungen

Angststörungen können sowohl plötzlich bei emotional stabilen Kindern und Jugendlichen auftreten als auch auf einer bereits bestehenden Empfänglichkeit beruhen. Besonders häufig zeigen sich frühe Anzeichen bei Kindern, die ein sensibles Temperament (siehe 2.2) besitzen und auf neue oder ungewohnte Situationen verunsichert reagieren. In der Anamnese lassen sich oft bereits vor dem Ausbruch der Störung ängstliche Verhaltensmuster erkennen. Zentrale Belastungsfaktoren sind einschneidende Lebensereignisse wie Trennungen, schwere Erkrankungen, der Tod nahestehender Personen, familiäre Konflikte oder Krankenhausaufenthalte mit medizinischen Eingriffen. Auch soziale Umstände wie Flucht oder existenzielle Notlagen können eine Rolle spielen (siehe 3.1). Solche realen Belastungen überfordern oft die altersabhängigen Verarbeitungsmechanismen des Kindes, das erst im Laufe der Entwicklung zwischen realen und eingebildeten Bedrohungen differenzieren kann. Die Art und Weise, wie Kinder mit Angst umgehen, wird dabei maßgeblich von den familiären Beziehungen sowie dem elterlichen Vorbild im Umgang mit Angst geprägt, sei es adaptiv oder dysfunktional. Darüber hinaus zeigen Studien mit Zwillingen, dass neben Umweltfaktoren auch erbliche Einflüsse bei der Ausprägung von Ängstlichkeit als stabiler Persönlichkeitszug (trait) eine bedeutende Rolle spielen (Steinhausen, 2019, S. 184).

In der Klassifikation der ICD-10 finden sich als wichtigste Angststörungen des Kindesalters emotionale Störungen, wie Trennungsangst, phobische Störungen mit ausgeprägter Angst vor Tieren, Geistern oder beispielsweise der Dunkelheit, sonstige Angststörungen, z. B. Panikstörungen oder generalisierte Angststörungen, bei denen das Kind über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten übermäßige Sorgen und Ängste hat, welche sich nicht auf spezifische Situationen oder Objekte beziehen, sondern auf alltägliche Ereignisse, wie die schulische Leistung. Die Angst wird dabei begleitet von Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit, Muskelverspannungen oder Schlafproblemen (Dilling & Freyberger, 2006, 148-158,166-167,302-308; Steinhausen, 2019, S. 182).

In der klinischen Versorgung kommen vielfältige Therapien zum Einsatz, darunter psychotherapeutische, verhaltenstherapeutische, familiensystemische sowie medikamentöse Verfahren. Diese werden, je nach Schweregrad und Bedarf, sowohl im Rahmen ambulanter Betreuung als auch im stationären Setting angewandt (Steinhausen, 2019, S. 185).

Die kognitive Verhaltenstherapie stellt bei der Behandlung von Angststörungen im Kindes- und Jugendalter die bevorzugte Interventionsform dar, wobei zentrale Therapieziele darin bestehen, die Wahrnehmung und Bewertung angstauslösender Reize sowie körperlicher Angstsymptome zu verändern, vermeidendes Verhalten schrittweise zu reduzieren, bei Bedarf sozial kompetentes Verhalten zu fördern und das Vertrauen des Kindes in die eigene Handlungsfähigkeit zu stärken (Schneider & In-Albon, 2010, S. 532).

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Problemstellung der zunehmenden psychischen Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen dar, skizziert die Ziele der Arbeit, einen Überblick über Traumata und Stressoren zu geben und ein Handlungskonzept zu entwickeln, und beschreibt den Aufbau der gesamten Fallstudie.

Kapitel 2: Traumata und Stressoren bei Kindern und Jugendlichen: Hier werden grundlegende Begriffe wie Traumata, Stressoren und psychische Störungen definiert und die verschiedenen Erscheinungsformen psychischer Störungen im Zusammenhang mit diesen Belastungen beleuchtet, darunter Angststörungen, hyperkinetische Störungen, Depressionen und die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).

Kapitel 3: Fallstudie: Psychotrauma im Fluchtkontext: Eine fallbezogene Analyse posttraumatischer Belastungsstörungen bei Mutter und Kind: Dieses Kapitel konzentriert sich auf ein konkretes Fallbeispiel zur Veranschaulichung der PTBS im Fluchtkontext, beschreibt die Ausgangssituation, entwickelt ein Handlungskonzept für Diagnostik und Behandlung und hebt Besonderheiten im Umgang mit geflüchteten Mutter-Kind-Paaren hervor.

Kapitel 4: Reflexion und Ausblick: Das letzte Kapitel reflektiert die gewählte Herangehensweise der Fallstudie und gibt Empfehlungen für eine nachhaltige psychische Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche, insbesondere geflüchtete, um strukturelle, sprachliche und kulturelle Barrieren abzubauen.

Schlüsselwörter

Traumata, Stressoren, psychische Störungen, Kinder, Jugendliche, Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), Flüchtlinge, Diagnostik, Therapie, kognitive Verhaltenstherapie, EMDR, Fallstudie, Risikofaktoren, Prävention, psychische Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Fallstudie befasst sich mit den psychischen Auswirkungen von Traumata und Stressoren auf Kinder und Jugendliche, insbesondere im Kontext von Flucht und Migration, wobei ein besonderer Fokus auf der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition und Erscheinungsformen psychischer Störungen bei jungen Menschen, die spezifischen Herausforderungen und Belastungsfaktoren für geflüchtete Kinder und Jugendliche, sowie alters- und kultursensible Diagnose- und Therapiemöglichkeiten für PTBS.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis für die psychischen Belastungen bei geflüchteten Kindern und Jugendlichen zu schaffen, ein konkretes Handlungskonzept für Präventions- und Interventionsmaßnahmen zu entwickeln und Hürden bei deren Umsetzung aufzuzeigen, um die psychosoziale Versorgung zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine fallbezogene Analyse am Beispiel eines Mutter-Kind-Paares, um die Manifestation der Posttraumatischen Belastungsstörung im Fluchtkontext zu veranschaulichen und darauf aufbauend ein Handlungskonzept abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen von Traumata und Stressoren, die Erscheinungsformen psychischer Störungen (Angststörungen, ADHS, Depressionen, PTBS) und präsentiert eine detaillierte Fallstudie zu Psychotrauma im Fluchtkontext, inklusive Diagnostik, Behandlung und Besonderheiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie Traumata, Stressoren, psychische Störungen, Kinder, Jugendliche, Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), Flüchtlinge, Diagnostik, Therapie, kognitive Verhaltenstherapie, EMDR, Fallstudie, Risikofaktoren, Prävention und psychische Gesundheit charakterisieren die Arbeit.

Wie unterscheiden sich PTBS-Symptome bei Kindern und Erwachsenen laut der Fallstudie?

Bei Erwachsenen äußert sich PTBS kognitiv reflektiert mit Schuldgefühlen und klassischen Flashbacks, während bei Kindern die Symptome oft nicht verbalisiert, sondern symbolisch im Spiel, durch Rückzug, körperliche Beschwerden oder regressivem Verhalten ausgedrückt werden.

Welche besonderen Hürden erschweren den Zugang zu psychotherapeutischer Hilfe für Geflüchtete in Deutschland?

Geflüchtete sehen sich mit Sprachbarrieren, fehlenden Dolmetscherdiensten, mangelnden finanziellen Mitteln für Transport, fehlenden Informationen über Hilfsangebote und kulturellen Vorbehalten gegenüber psychologischer Hilfe konfrontiert, zudem sind psychotherapeutische Leistungen oft nicht sofort durch Behörden genehmigt.

Was ist der "Goldstandard" für die PTBS-Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen?

Der "Goldstandard" für die Diagnostik der PTBS bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 16 Jahren ist das IBS-KJ (Interview zu Belastungsstörungen – Kinder und Jugendliche), welches aus zwei strukturierten klinischen Interviews besteht.

Welche Therapieansätze werden für die Behandlung von PTBS bei Sami und Amira empfohlen?

Für Sami wird die Traumafokussierte Kognitive Verhaltenstherapie (Tf-KVT) empfohlen, die psychoedukative Aufklärung, Relaxion und Affektregulation umfasst. Für Amira ist ebenfalls Tf-KVT die erste Wahl, ergänzt durch Eye Movement Desensitization and Reprocessing Therapy (EMDR).

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Résumé des informations

Titre
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) im Fluchtkontext. Eine vergleichende Analyse psychischer Traumafolgen bei Erwachsenen und Kindern
Université
SRH - Mobile University
Cours
Entwicklungspsychologie
Note
1,0
Auteur
Nadja Barton (Auteur)
Année de publication
2025
Pages
35
N° de catalogue
V1683918
ISBN (PDF)
9783389171752
ISBN (Livre)
9783389171769
Langue
allemand
mots-clé
Posttraumatische Belastungsstörung PTBS Trauma Traumafolgestörungen Entwicklungspsychopathologie Psychische Gesundheit Angststörungen Depressionen Hyperkinetische Störungen ADHS Somatoforme Beschwerden Komorbidität Entwicklungspsychologie Kriegstrauma Fluchterfahrung
Sécurité des produits
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Citation du texte
Nadja Barton (Auteur), 2025, Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) im Fluchtkontext. Eine vergleichende Analyse psychischer Traumafolgen bei Erwachsenen und Kindern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1683918
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Extrait de  35  pages
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