Ein Herzinfarkt reißt sie aus einem Leben, das nach außen stabil wirkt. Als fünffache Mutter, Heilpädagogin und jahrzehntelange „Kümmerin“ hält sie alles zusammen, nur sich selbst nicht. Erst der medizinische Kollaps zwingt sie anzuhalten. Und hinzuschauen.
Auf Intensivstation, in Reha und später in der psychosomatischen Klinik beginnt eine schonungslose Bestandsaufnahme: ein Funktionsmodus, der nie eine Pause kannte. Eine Kindheit voller Schweigen. Traumata, die im Körper weiterlebten. Ein Rollenverständnis, das Arbeit, Pflicht und Stärke über alle Bedürfnisse stellte.
Doch mit der Erkenntnis kommt die Bewegung. Sie lehnt die Rückkehr in den alten Alltag ab, steigt ins Wohnmobil und fährt los – ohne Ziel, aber mit der klaren Entscheidung, sich zum ersten Mal wirklich selbst zu finden. Zwischen Gardasee, Küstenwegen, einsamen Stellplätzen und ungewohnten Momenten der Ruhe entsteht ein neuer Kompass: weniger Müssen, mehr Sein.
„Das Leben finden“ ist die radikale, verletzliche und zugleich hoffnungsvolle Reise einer Frau, die ihren Körper, ihre Geschichte und ihren Wert neu entdeckt. Ein Buch für alle, die spüren: Irgendwo zwischen Verantwortung, Erwartungen und Erschöpfung wartet ein anderes Leben – das eigene.
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- Anonym (Autor), 2026, Das Leben finden, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1684414