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Die Agenda 2010 und die Lissabon-Strategie als Ausdruck eines Paradigmenwechsels

Ein Vergleich am Beispiel der Arbeitsmarktpolitik

Título: Die Agenda 2010 und die Lissabon-Strategie als Ausdruck eines Paradigmenwechsels

Trabajo de Seminario , 2010 , 18 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anders Hentschel (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Die Agenda 2010 stellt den wohl größten sozialpolitischen Wandel in der Geschichte der Bundesrepublik dar. Die These dieser Hausarbeit ist, dass sich in der sozialpolitischen Neuorientierung der Reform ein europaweiter Paradigmenwechsel manifestiert. Bis in die 1990er Jahre gab es innerhalb der EU Bestrebungen, die Gesetzgebungskompetenzen bezüglich der Sozialpolitik auf die europäische Ebene zu übertragen, um so dem gemeinsamen Binnenmarkt eine soziale Komponente zur Seite zu stellen. Diese Pläne wurden allmählich aufgegeben und ein neues sozialpolitisches Modell - das des „Dritten Wegs“ - rückte in den Vordergrund.
In dieser Arbeit soll untersucht werden, inwieweit sich die sozialpolitischen Konzepte der EU und der Bundesrepublik an diesem „neuen“ Europäischen Sozialmodell (ESM) orientiert haben. Der erste Teil der Arbeit skizziert den Paradigmenwechsel innerhalb der Debatte um das Europäische Sozialmodell als politisch-normatives Integrationsprojekt. Ziel dieses Abschnittes ist es, die Grundprinzipien des neuen Europäischen Sozialmodells für die weitere Analyse herausstellen. Im anschließenden Teil wird untersucht, inwieweit sich die Grundprinzipien des neuen Europäischen Sozialmodells in den sozialpolitischen Strategien der EU und der Bundesrepublik niedergeschlagen haben. Für die Ebene der Europäischen Union soll exemplarisch die Lissabon-Strategie analysiert werden und für die Bundesrepublik die Agenda 2010. Die Analyse legt dabei einen inhaltlichen Fokus auf die Beschäftigungspolitik. Abschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein kurzer Ausblick gegeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Paradigmenwechsel in der Diskussion um das Europäische Sozialmodell

2.1 Grundprinzipien des neuen Europäischen Sozialmodells

3. Manifestierung des neuen Europäischen Sozialmodells

3.1 Die Lissabon-Strategie als Ausdruck des neuen Europäischen Sozialmodells

3.2 Die Agenda 2010 im Lichte des neuen Europäischen Sozialmodells

4. Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht den Einfluss des neuen Europäischen Sozialmodells (ESM) auf die sozialpolitische Neuausrichtung in der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit sich die Lissabon-Strategie sowie die Agenda 2010 an den normativen Prinzipien dieses Modells orientiert haben, insbesondere im Bereich der Arbeitsmarktpolitik.

  • Paradigmenwechsel in der europäischen Sozialpolitik
  • Die Rolle der Lissabon-Strategie als politisches Integrationsprojekt
  • Analyse der Agenda 2010 unter Berücksichtigung des ESM
  • Transformation vom passiven Wohlfahrtsstaat zum aktivierenden Sozialinvestitionsstaat

Auszug aus dem Buch

2. Der Paradigmenwechsel in der Diskussion um das Europäische Sozialmodell

Der Begriff des „Europäisches Sozialmodells“ hat seinen Ursprung in den frühen 1980er Jahren. Er ist eng verknüpft mit der Wiederaufnahme des Europäischen Integrationsprozesses nach Jahren des Stillstands. Aufgrund der Ölpreiskrisen der 1970er Jahre und der mit ihnen einhergehenden wirtschaftlichen Stagnation Anfang der 1980er Jahre befürchteten die Staaten der Europäischen Gemeinschaften, langfristig von anderen Wirtschaftsregionen – insbesondere den USA und Ostasien – abgehängt zu werden.

Gleichzeitig befanden sich die national-staatlich verfassten keynesianischen Sozialmodelle in einer Krise. Diese war gekennzeichnet durch anhaltende Arbeitslosigkeit, wachsende soziale Ungleichheiten und neue Armut sowie die Krise der sozialen Sicherungssysteme. Ein Ausweg aus dieser Krise wurde im Aufbau eines gemeinsamen europäischen Marktes gesehen. Die Wiederbelebung des Europäischen Integrationsprozesses kann als Antwort auf die damaligen Ängste verstanden werden. Sie diente dem Zweck, einen gemeinsamen Binnenmarkt zu schaffen. Dieses Integrationsprojekt wurde mit der gemeinsamen Europäischen Akte (1986) und dem Vertrag von Maastricht 1993 im Wesentlichen abgeschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die sozialpolitischen Gestaltungsspielräume innerhalb der EU und führt in die zentrale These ein, dass sich ein europaweiter Paradigmenwechsel in der Sozialpolitik vollzieht.

2. Der Paradigmenwechsel in der Diskussion um das Europäische Sozialmodell: Dieses Kapitel erläutert den historischen Ursprung und die Entwicklung des Begriffs „Europäisches Sozialmodell“ vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Krisen der 1980er Jahre.

2.1 Grundprinzipien des neuen Europäischen Sozialmodells: Hier werden die vier Kernpunkte des reformierten ESM definiert, darunter der Wandel zur Chancengerechtigkeit und das Prinzip der Rekommodifizierung.

3. Manifestierung des neuen Europäischen Sozialmodells: Der Abschnitt bildet den Rahmen für die Untersuchung, wie sich das neue ESM in den politischen Programmen der EU und ihrer Mitgliedstaaten manifestiert.

3.1 Die Lissabon-Strategie als Ausdruck des neuen Europäischen Sozialmodells: Die Analyse zeigt auf, wie die Lissabon-Strategie die Ziele des neuen ESM durch die „Offene Methode der Koordinierung“ vorantreibt.

3.2 Die Agenda 2010 im Lichte des neuen Europäischen Sozialmodells: Dieser Teil vergleicht die Agenda 2010 mit den Grundprinzipien des neuen ESM und identifiziert Überschneidungen in der Arbeitsmarktpolitik.

4. Schlussfolgerungen und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Effizienz der gewählten Methoden sowie zukünftige Strategien der Europäischen Union.

Schlüsselwörter

Europäisches Sozialmodell, Agenda 2010, Lissabon-Strategie, Arbeitsmarktpolitik, Paradigmenwechsel, Sozialinvestitionsstaat, Rekommodifizierung, Beschäftigungsfähigkeit, Europäische Integration, Wohlfahrtsstaat, Offene Methode der Koordinierung, Sozialpolitik, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den sozialpolitischen Paradigmenwechsel in Europa und Deutschland durch einen Vergleich der Lissabon-Strategie und der Agenda 2010 mit dem „neuen Europäischen Sozialmodell“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Transformation der Wohlfahrtsstaaten, die Rolle der ökonomischen Globalisierung und die Verschiebung von passiven Sozialleistungen hin zu aktivierender Beschäftigungspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu belegen, dass die genannten Reformprogramme einer gemeinsamen, neuen normativen Logik folgen, die das herkömmliche europäische Sozialverständnis grundlegend verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse politisch-normativer Integrationsprojekte, basierend auf der Auswertung von Strategiepapieren und sozialwissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des neuen Sozialmodells sowie die empirische Analyse der Lissabon-Strategie und der deutschen Agenda 2010.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Europäisches Sozialmodell, Rekommodifizierung, Arbeitsmarktflexibilisierung und der aktivierende Sozialstaat.

Wie unterscheidet sich die Agenda 2010 von der Lissabon-Strategie bezüglich der „Umverteilung der Lebenschancen“?

Während die Lissabon-Strategie die Umverteilung der Lebenschancen stark betont, spielt dieser Aspekt in der Agenda 2010 eine untergeordnete Rolle und wird nicht explizit als Teil des Reformkonstrukts umgesetzt.

Was bedeutet der Begriff „Rekommodifizierung“ im Kontext dieser Arbeit?

Rekommodifizierung beschreibt den Prozess, bei dem die menschliche Arbeitskraft wieder zur zentralen Voraussetzung für soziale Sicherung wird, wobei die Abhängigkeit von staatlichen Transferleistungen zugunsten der Erwerbsarbeit reduziert wird.

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Detalles

Título
Die Agenda 2010 und die Lissabon-Strategie als Ausdruck eines Paradigmenwechsels
Subtítulo
Ein Vergleich am Beispiel der Arbeitsmarktpolitik
Universidad
European University Viadrina Frankfurt (Oder)
Calificación
1,7
Autor
Anders Hentschel (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
18
No. de catálogo
V168452
ISBN (Ebook)
9783640854639
ISBN (Libro)
9783640854813
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialpolitik EU Agenda 2010 Lissabon-Strategie Dritter Weg Sozialdemokratie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anders Hentschel (Autor), 2010, Die Agenda 2010 und die Lissabon-Strategie als Ausdruck eines Paradigmenwechsels, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/168452
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