Bei den Olympischen Spielen von Tokio 2020, die aufgrund der COVID-19-Pandemie im Juli und August 2021 ausgetragen wurden, standen abermals mit dem Skateboard und dem BMX Freestyle zwei neue Disziplinen im olympischen Programm, die seit 1995 auch fester Bestandteil des Extremsportevent X-Games sind. Bei den Olympischen Winterspielen von Sotschi 2014 waren sogar acht der zwölf neuen Disziplinen klassische Wettbewerbe der Winter-X-Games.
Die X-Games werden immer wieder als die Olympischen Spiele der Extremsportarten bezeichnet und laut Silvia Mittermüller, eine der besten deutschen Snowboarderinnen, sind die X-Games "durch ihre Größe, ihren Stellenwert und die Präsenz im Fernsehen [sogar] größer als Olympia". Besonders von Jugendlichen wird das Extremsportevent, welches vom US TV-Sender ESPN veranstaltet und übertragen wird, verfolgt.
Insgesamt fünf der neun Sportarten der X-Games (BMX, Mountainbike, Skateboard, Freestyle Skiing, Snowboard) wurden bereits ins olympische Programm aufgenommen.
Das Ziel der Bachelor-Arbeit war es, die Gründe für die Aufnahme der X-Games Disziplinen ins olympische Programm zu finden und zu erläutern, weshalb die X-Games als Gegenentwurf zu Olympia so erfolgreich sind und insbesondere bei der jungen Bevölkerung so gut ankommen.
In der Arbeit werden auch die negativen Seiten der Olympischen Spiele genauer betrachtet, um herausfinden zu können, warum das Internationale Olympische Komitee versucht durch die Aufnahme von Extrem- und Trendsportarten sich ein neues Image aufzubauen.
Ziele der Arbeit:
- Hauptprobleme der Olympischen Spiele zusammenfassen, die zu einem negativen Image des Sportevents beitragen;
- Die Attraktion der X-Games und seiner Extrem- und Trendsportarten beschreiben und analysieren, weshalb sie insbesondere bei Jugendlichen so beliebt sind;
- Anhand der Ergebnisse die Forschungsfrage beantworten: Aus welchen Gründen werden die Disziplinen der X-Games ins olympische Programm integriert?
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- Dennis Schürer (Author), 2021, X-Games. Vorbild für die Implementierung von Extremsportarten bei den Olympischen Spielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1684671