Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die steuerliche Behandlung von Einkünften aus Aktieninvestitionen und vergleicht eine Anlage im Privatvermögen mit einer Investition über eine vermögensverwaltende GmbH. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Bedeutung der privaten Altersvorsorge und der Suche nach renditestarken Anlageformen wird analysiert, ob durch die Einschaltung einer Kapitalgesellschaft steuerliche Vorteile erzielt werden können.
Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die ertragsteuerlichen Unterschiede zwischen beiden Investitionsformen. Dabei werden insbesondere die Besteuerung von Dividenden und Veräußerungsgewinnen nach § 20 EStG im Privatvermögen sowie die steuerlichen Besonderheiten der vermögensverwaltenden GmbH, insbesondere nach § 8b KStG, dargestellt. Die Besteuerung über eine vermögensverwaltende Personengesellschaft wird bewusst ausgeklammert, da hier aufgrund der steuerlichen Transparenz keine wesentlichen Unterschiede zum Privatvermögen bestehen.
Anhand eines Fallbeispiels mit drei Fallvarianten (Kleinanleger, Großanleger und Trader) wird eine Vorteilhaftigkeitsanalyse über einen Betrachtungszeitraum von 40 Jahren durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine vermögensverwaltende GmbH insbesondere beim aktiven Handel mit Aktien steuerliche Vorteile bietet, während für langfristig orientierte Privatanleger mit Fokus auf Dividendenerträge eine Investition im Privatvermögen häufig vorteilhafter ist. Die Arbeit verdeutlicht, dass die Wahl der geeigneten Rechtsform stets von der individuellen Anlagestrategie, dem Anlagevolumen und den laufenden Kosten abhängt.
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- Anonym (Auteur), 2024, Die steuerliche Strukturierung von Aktieninvestments. Eine rechtsformabhängige Vorteilhaftigkeitsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1684910